Zum Brückentransport für zwei Cometto Eco1000

Eine präzise Planung ist im Schwertransport das A und O. Wie es läuft, wenn alle Räder ineinander greifen, zeigte sich bei einem Brückentransport der Firma Schares in Oberhausen. Es war gleichzeitig ihre Feuertaufe im Selbstfahrersegment. Bei diesem Schritt vertraut das Unternehmen auf zwei neue Eco1000-Transporter von Cometto.
Die ersten sechs von insgesamt elf Brückenelementen sollten von Schares im Nachteinsatz ausgefahren werden. Für den Brückenhub erweisen sich die beiden 6-Achs Selbstfahrer in elektronisch gekoppelter side-by-side Kombination als ideale Transportlösung. Die Gesamtnutzlastkapazität beläuft sich auf beachtliche 520t.
Die Eco1000 Selbstfahrer als Ass im Ärmel
In Oberhausen kümmerten sich die Schares-Mitarbeiter Joe Schönfeld und Dominik Stoßborg abwechselnd um die Bedienung der selbst angetriebenen Transporter. Eine einzige Funksteuerung mit 4,3“ Bildschirm reicht dabei aus, um solch ein side-by-side Gespann zu manövrieren. An diesem Abend war die Straße samt Unterführung komplett gesperrt worden. Ein Anheben der 14m langen Brückenteile per Kran kam nicht in Frage, weil es die Deutsche Bahn zu einem teuren Rückbau der elektrischen Oberleitungen über den Gleisen gezwungen hätte. Die Cometto Eco1000 Selbstfahrer sind quasi das Ass im Ärmel, das Schares ausspielen konnte.
Als das Signal kam, dass die Oberleitungen stromfrei waren, setzte sich die modulare Kombination in Gang. Zum Ausgleich der Brückenhöhe waren auf dem side-by-side Selbstfahrer zusätzlich Baggermatratzen und Lastaufnahmeböcke montiert. Die Cometto Eco1000 fuhren damit in abgesenkter Position unter die aufzunehmenden Brückenteile.
Brückenanhebung durch starken Fahrzeughub
Nach exakter Positionierung der Fahrzeuge wurden dreimal je zwei Brückenteile gleichzeitig mit Hilfe der hydraulischen Fahrwerke aus den Brückenlagern angehoben. Hier konnte der Cometto Eco1000 seinen Achshub von 700 mm gewinnbringend in Szene setzen. Danach ging es 30m zurück zu einem Mobilkran, der die genieteten Brückenelemente übernahm und auf einen Telesattel verlud. Ein anspruchsvoller Nachteinsatz, bei dem nach sechs Stunden konzentrierter Arbeit die erlösende Nachricht an die Bauleitung ging: „Mission erfolgreich beendet!“
Für Schares ist diese Mission der Einstieg ins Selbstfahrergeschäft. Eine bedeutsame Premiere, für die man – 28 Jahre nach dem Kauf des ersten Faymonville 2-Achs Tiefbetts – wieder auf Knowhow der Faymonville Gruppe zurückgriff. Christoph Schares zeigt sich begeistert, wie einfach und präzise sich die Eco1000 Selbstfahrer durch die elektronische Vielwegelenkung unter der Ladung positionieren ließen. „Diese selbstfahrende Horizontal-Transporttechnik der Firma Cometto wird unsere Krane zukünftig auf unseren Baustellen ergänzen, wodurch wir unseren Kunden einen echten Mehrwert und vor allem alles aus einer Hand bieten können.“

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