SIHH Uhrenmesse in Genf mit unverschämt hohen Eintrittspreisen

70 Franken Eintritt für eine Handvoll Uhren Aussteller auf der SIHH Uhrenmesse in Genf (Schweiz)

SIHH Uhrenmesse in Genf mit unverschämt hohen Eintrittspreisen

unverhältnismäßig hohe Eintrittspreise

Der SIHH Salon International de la Haute Horlogerie ist ein internationaler Salon der Uhrenindustrie und findet jedes Jahr in Genf (Schweiz) statt. Vom 15. bis zum 19. Janusar 2018 stellen insgesamt 17 kleinere Marken im Carree des Horlogers und 18 historische Uhrenmanufakturen von den alleine 11 zum Richemont Konzern gehören aus.

Der Luxuskonzern Richemont der in den letzten Jahren nicht aus den Schlagzeilen kommt, hatte erst vor etwas über einem Jahr mehr als 200 Millionen Euro investiert, um Ladenhüter zurückzukaufen. Branchenschätzungen zufolge waren im Jahr 2016 rund 40 Prozent der Uhreneinfuhren in die Schweiz Reimporte.

Einer der größten Paukenschläge bei Richemont gab es dann im vergangenen Jahr. Georg Kern, 15 Jahre CEO von IWC Schaffhausen (Richemont-Gruppe) wurde im April 2017 zum obersten Uhrenmanager bei Richemont ernannt und stieg dann 4 Monate später aus um beim Mitstreiter Breitling einzusteigen, welche auch letztes Jahr den Einstieg des britischen Finanzinvestors CVC zu verbuchen hatten.

Der Umsatzschwäche ist es wohl geschuldet, das der SIHH seit letztem Jahr seine Pforten an einem Tag für das Publikum öffnet. Für fast jeden Uhrenliebhaber sowieso unverständlich, da zum einen die Geschäfte hinter verschlossenen Türen gemacht werden, wie z.B. auf der komplett Publikumsoffenen und Weltgrößten Messe Baselworld. Zum anderen auch da es sich bei Uhren um Endverbraucherprodukte handelt und nicht um Vorstufe oder Teile. Und gerade das sollte man dem Endkunden nicht vorenthalten und diesen auch dahingehend ein wenig hofieren.

Was die Messe anbelangt, diese an einen Tag für das Publikum zu öffnen, hat der SIHH dazugelernt. Bei den Eintrittspreisen herrscht allerdings eine enorme Arroganz. Selbst wenn man Liebhaber der dort ausgestellten Uhren ist, der Eintrittspreis ist mit 70 Schweizer Franken für lediglich eine Handvoll (im Gegensatz zu Hongkong oder Basel o-ä. Messen) Aussteller mehr als horrend und steht in keinerlei Relation wie sehr viele Uhrenliebhaber finden.

Da viele der Aussteller mittlerweile auch Uhrenmodelle unter der magischen 5.000 Euro Grenze ausstellen, bei dem laut Expertenmeinungen die Luxusuhr erst anfängt, ist auch die Besucherschicht eine andere. Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass sich bezüglich des Eintrittspreises auf der Messe der SIHH (Salon International de la Haute Horlogerie) etwas einfallen lässt, damit er nicht als unverhältnismäßigste Messe unter den Uhrenfetischisten in die Geschichte eingeht.

Auch der CEO von Watch Catalogs aus dem b2c Network äußerte sich kritisch: „Es ist schon ein mehr als hoher Preis für lediglich 35 Aussteller. Und Eintrittspreise in astronomische Höhen zu schrauben wird den Ausstellern aus der Uhrenbranche am meisten Schaden! Man sollte doch aus der Arroganz der letzten Jahre gelernt haben. Wir aus dem b2c Network reisen durch die ganze Welt. Von Messe zu Messe.“

„Ein kleiner Vergleich was der Kunde für sein Eintrittsgeld bekommt z.B. wie folgt: Auf der Baselworld konnte sich der Besucher für 60 Schweizer Franken gut 1200 Aussteller anschauen. ( 10 Franken weniger – 1165 Aussteller mehr) Oder die Luxusmesse schlechthin, die Monaco Yacht Show: 150 Euro Tagespreis sind schon recht üppig. Allerdings bekam der Besucher dafür nicht nur 580 Unternehmen aus der Yacht Industrie zu sehen, sonder konnte sich auch noch neben den Uhren des Sponsor Ulysse Nardin die „Only Watch Charity Auction“ bewundern die dort auf ihrer Welttour halt gemacht hat.“

„Und bei einem Zuwachs von lediglich 6 Ausstellern, wenn man Bezug zur Weltleitmesse der Uhrenindustrie Baselworld nimmt die derzeit in ihrer Erneuerungsphase steckt, kann man nicht wirklich von Erfolg sprechen.“ So der CEO von Watch Catalogs.

Zu den Uhrenherstellern, die in diesem Jahr auf dem Genfer Uhrensalon SIHH ausstellen, gehören: A. Lange & Söhne, Audemars Piguet, Baume & Mercier, Cartier, Girard-Perregaux, Greubel Forsey, Hermes, IWC, Jaeger-LeCoultre, Montblanc, Panerai, Parmigiani Fleurier, Piaget, Richard Mille, Roger Dubuis, Ulysse Nardin, Van Cleef & Arpels und Vacheron Constantin.
Im Carree des Horlogers stellen aus: Christophe Claret, Chronometrie Ferdinand Berthoud, DeWitt, Grönefeld, H. Moser & Cie., Hautlence, HYT, Kari Voutilainen, Laurent Ferrier, MB&F, MCT-Manufacture Contemporaine du Temps, Ressence, Romain Gauthier, Romain Jerome, Speake Marin und Urwerk.

Für alle die trotz des horrenden Eintrittspreises auf dem Salon International de la Haute Horlogerie vorbeischauen möchten, hier nun der Ort und Öffnungszeit:

Genf (Geneva)
Palexpo
Route Franois-Peyrot 30,
1218 Le Grand-Saconnex

Freitag, 19. Januar 2018 von 11 bis 18 Uhr

35 Aussteller – 70 Schweizer Franken

(SIHH is open to the public on Friday 19 January, 2018 between 11am and 6pm.)

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