Schwäbische Zeitung: Der Staat kann nicht helfen

Leutkirch (ots) – Das Aus für das Opel-Werk in Bochum war absehbar. Ein langer Eiertanz endet mit einem unrühmlichen Auftritt, wie man ihn von Opel-Managern inzwischen gewohnt ist. Die Führungskräfte bringen nicht einmal den Mut auf, den entsetzten Mitarbeitern Rede und Antwort zu stehen. Allen Stilfragen zum Trotz handeln die Bosse konsequent: An einer Werkschließung führt kein Weg vorbei. Opel hat das gleiche Problem wie Fiat oder Peugeot: Die Fabriken sind überdimensioniert, der Markt in Westeuropa schrumpft. Gen Asien dürfen die Opelaner nicht ausweichen, weil die US-Konzernmutter GM das verbietet, um ihre amerikanischen Marken zu schützen. Deshalb ist es sinnlos, nach dem Staat zu rufen. Der kann den Autoherstellern auch keine neuen Absatzmärkte verschaffen.

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