Rapper Shahin Najafi im Exclusiv-Interview beim WDR-Radio Funkhaus Europa

Köln (ots) – Der in Köln lebende iranische Rapper Shahin Najafi will trotz des gegen ihn ausgesprochenen Todesdekrets weiter arbeiten. Im WDR-Radio Funkhaus Europa sagte er, er habe die Verantwortung, zu seiner Meinung zu stehen. Najafi wies den Vorwurf zurück, mit seinem aktuellen Song „Imam Naghi“ einen wichtigen Imam im Iran beleidigt zu haben. „Ich bin genauso kritisch mit dem Islam wie mit dem Judentum oder dem Christentum.“

Ein Großayatollah hatte den 31 Jahre alten Rapper als einen Glaubensabtrünnigen bezeichnet, was im Islam mit dem Tod geahndet werden kann. Zuvor hatte sich Najafi in seinem aktuellen Song kritisch über einen der zwölf Imame geäußert, die von schiitischen Muslimen verehrt werden. In dem dazugehörigen Musikvideo ist zudem der Busen einer Frau als Moscheekuppel dargestellt.

Im WDR-Radio Funkhaus Europa sagte Nafagi, dass er schon zuvor Warnungen zu seinen islamkritischen Texten erhalten habe. Allerdings habe er diese als Einschüchterungsversuch der iranischen Geistlichen verstanden. „Ich habe kein Problem mit gläubigen Muslimen, wohl aber mit dem politischen Islam, genauso wie mit anderen Religionen, die politisch instrumentalisiert werden.“

Einen Vergleich mit dem Autor Salman Rushdie wies Najafi im Interview mit WDR Funkhaus Europa zurück. Gegen Rushdie war 1989 ein Todesdekret verhängt worden. Danach lebte der Autor lange Zeit im Untergrund.

Das Interview im Wortlaut: http://funkhauseuropa.de/themen/2012_05/shahin_najafi.phtml

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