Hefeflocken auf dem Prüfstand

Wertvolle Eiweißquelle oder schädlicher Geschmacksverstärker?

Nährhefe ist reich an Vitaminen, Eiweiß und Spurenelementen und somit ein wichtiges Nahrungsmittel für Veganer und Vegetarier, aber auch für andere Zielgruppen. Aufgrund ihres Glutaminsäure-Gehalts steht sie allerdings auch im Verdacht, als ungesunder Geschmacksverstärker eingesetzt zu werden. Die AOK Hessen informiert über die Inhaltsstoffe.

Nährhefe wird im Unterschied zu Backhefe erhitzt und kann somit nicht mehr als Backtriebmittel eingesetzt werden. Dafür ist sie reich an wertvollen Inhaltsstoffen. Durch ihren salzigen, herben Geschmack fungiert sie beispielsweise als Ersatzwürze für Fleisch oder Salz. Als Brotaufstrich verarbeitet, kann sie anstelle von Wurst oder Käse verwendet werden.

Da ihre Inhaltsstoffe vielfältig sind, ist Hefe nicht nur für Vegetarier und Veganer wichtig, sondern stellt auch für Sportler, Kinder im Wachstum, Schwangere und Stillende ein wertvolles Nahrungsmittel dar.

Die in Hefe enthaltenen Vitamine B1, B2 und B6 sowie Niacin verbessern den Stoffwechsel. Folsäure, Pantothensäure und Biotin stärken Haare und Nägel und sind gut für die Haut. Außerdem liefert sie wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente, wie Kalium und Natrium sowie Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink und ist somit gut für Zähne, Muskeln und Immunsystem.
Nicht zuletzt punktet sie mit einem hohen Eiweißgehalt.

Allerdings enthält Hefe außerdem Glutaminsäure, weshalb sie mit schädlichen Glutamaten in Verbindung gebracht wird. Glutamate sind Geschmacksverstärker und stehen im Verdacht, Kopfschmerzen und Schlafstörungen zu verursachen. Hierbei handelt es sich um isolierte Glutaminsäure, wie sie in natürlicher Umgebung nicht vorkommt. Die gebundene Form, wie sie in Hefe enthalten ist, ist dagegen gesundheitlich unbedenklich.

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