Des einen Freud, des anderen Leid … und ein großer Gewinner

Wer kennt sie nicht: Amazon, Otto, Zalando und viele andere kleinere und größere Plattformen, auf denen die internetaffinen Kunden jeden Tag 24 Stunden lang einkaufen können. Ein Klick und fertig – so einfach ist das.

Des einen Freud, des anderen Leid ... und ein großer Gewinner

(Bildquelle: https://pixabay.com/)

Dass andererseits die Innenstädte durch den zunehmenden Leerstand immer weiter veröden, weil immer mehr Einzelhandelsgeschäfte und auch Handelsketten keine ausreichenden Umsätze mehr generieren, ist den Veränderungen der Zeit geschuldet.

Der große Gewinner

Solange die Lieferdrohnen Amazons und Co. noch nicht im flächendeckenden Einsatz sind, um die georderten Waren zum Kunden zu bringen, wird wohl die DHL überwiegend die Pakete ausliefern. Gut, es gibt mit Hermes (Otto Group) FedEx, UPS und German Parcel noch einige andere Konkurrenten. Aber der Hauptanteil liegt dennoch beim gelben Riesen.

Die Deutsche Post AG

Die Deutsche Post AG mit Sitz in Bonn ist ein deutsches Logistik- und Postunternehmen. Das Unternehmen entstand am 1.1.1995 durch die Privatisierung der früheren Behörde Deutsche Bundespost. Seit 2000 ist es Bestandteil des deutschen Leitindexes DAX.
Mit Wirkung vom 23.9.2013 zog die Deutsche Post in den EURO STOXX 50 ein. In den Forbes Global 2000 der weltweit größten Unternehmen gehört der Deutschen Post AG immerhin Platz 205 (Stand: Geschäftsjahr 2017). Das Unternehmen kam Mitte 2018 auf einen Börsenwert von circa 50 Milliarden US-Dollar.
Bis 2009 war das Unternehmen als Deutsche Post World Net bekannt, bis 2015 dann als Deutsche Post DHL und seitdem als weltweit erfolgreicher Global Player Deutsche Post DHL Group.

Die Deutsche Post AG ist überwiegend in Streubesitz. Großaktionär ist die staatseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit 21 Prozent der Aktien. Ein weiterer Großaktionär ist der US-amerikanische Vermögensverwalter Black Rock (6,19 Prozent).

Der Marktführer in der Logistik mit kleinen Problemen

Die Logistikkette von der Produktion bis zur Haustür des Kunden, teilweise mit Rücksendung , ist lang und komplex. Denn jeder Einzelhändler hat sein eigenes, auf Kosteneffizienz und Geschwindigkeit gerichtetes Versandsystem entwickelt. Dieses riesige Feld ist der Markt der Zukunft für die Deutsche Post.
Zur Logistik muss aber ebenso (noch) die Briefsparte gezählt werden. Doch auch wenn die früher sichere Bank für garantierten Profit nicht mehr dieselbe Bedeutung hat, werden nach wie vor Briefe, Postkarten, Wertsendungen und vor allen Dingen Reklame mit der Post zum Endkunden versandt. Und hier hat die Post Probleme: zum einen wegen der Konkurrenten, die sie nebenbei gnadenlos bekämpft, um ihre Monopolstellung nicht weiter zu verlieren, zum anderen fehlt es wie fast überall an bezahlbarem Personal für die Zustellung der Briefe und Pakete. Trotzdem wurde eine Vorruhestandsreglung für Mitarbeiter der PEP-Sparte (engl.: Post, E-Commerce, Parcel) im zweiten Quartal durchgezogen. Die kostete den Konzern 400 Millionen Euro, aber so will er die Kosten senken, die sich aus den alten Verträgen ergeben. 100 Millionen Euro wurden zudem in die weitere Digitalisierung einfacher Tätigkeiten investiert.
Aber immerhin werden noch 3,2 Milliarden Euro Gewinn erwartet, die aber schon etwas gedämpfter klingen als vor der Gewinnwarnung (4,15 Milliarden Euro). Bei international agierenden Konzernen spielen auch negative Währungseffekte eine große Rolle bei Umsatz und Gewinn. Nicht jede Wechselkursdifferenz gegen den Dollar lässt sich preiswert mit Derivaten absichern.

Wirtschaftliche Aussichten

Zwei Drittel des Umsatzes entfallen auf die weiterhin schrumpfende Briefsparte PEP. Wegen des rückläufigen Briefgeschäfts wurde kürzlich das Porto angehoben, und es wird nicht die letzte Anhebung sein. Bei der Bundesnetzagentur findet die Post meistens Verständnis, wenn die Porti für ihre Dienstleistungen erhöht werden sollen, hat doch der Staat, wie bereits gesagt, auch noch Interesse, sprich Anteile, an den Gewinnen der Post AG.
Die internationale DHL-Sparte hingegen wächst jährlich um circa 11 Prozent. Und es ist abzusehen, dass mit zunehmendem Anteil von DHL am gesamten Konzernumsatz die Wachstumsrate weiter steigen wird. Aktuell beträgt das Umsatzwachstum des Konzerns rund 4 Prozent pro Jahr.
In der Bilanz schlummern aber aktuell Verbindlichkeiten in Höhe von 12 Milliarden Euro. Die Schulden wurden erst im laufenden Jahr neu bilanziert, da die Deutsche Post ihre Bilanzierungsregeln änderte. So wurden zum Beispiel Verpflichtungen aus laufenden Leasingverträgen in Höhe von 9 Milliarden als Schulden in die Bilanz zusätzlich aufgenommen.
Bis zum Jahr 2020 möchte die Deutsche Post den Gewinn auf 5 Milliarden Euro erhöhen. Das entspricht einer jährlichen Steigerung von 8,7 Prozent.

Fazit

Trotz der aktuellen und noch zu erwartenden Kursrückschläge bleibt die Deutsche Post AG ein attraktiver Wert und solider Dividendenbringer für die Zukunft. In unserem Fonds finden wir die Position ebenso wie den größten Auftraggeber Amazon.

Bildquelle: https://pixabay.com/de/dhl-fracht-fluggesellschaft-2882823/

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