Schlagwort: zondler

Für mehr Zuversicht und Unternehmergeist

Personalexperte Michael Zondler fordert Mentalitätswechsel

Stuttgart. Deutschland ist ein reiches Land. Es geht uns – gerade im internationalen Vergleich – wirtschaftlich sehr gut. Und trotzdem mangelt es an Zuversicht und Unternehmergeist, meint der Personalexperte Michael Zondler. „Die Stimmung im Land und die veröffentlichten und gesendeten Nachrichten passen nicht richtig mit unserer realen Lage zusammen. Mir geht es nicht um Schönfärberei oder das Verschweigen schlechter Nachrichten. Doch wenn unsere Gedankenwelt nur noch von Angst, Pessimismus und dem Ruf nach mehr Sicherheit bestimmt ist, laufen wir Gefahr, die Balance zu verlieren und zu einer hysterischen Gesellschaft zu werden“, so der Chef des Stuttgarter Beratungsunternehmens CENTOMO http://www.centomo.de

„Dass zurzeit so viele Menschen nach Deutschland kommen wollen, hat ja auch etwas damit zu tun, dass wir ein freies, attraktives und starkes Land sind. Natürlich haben wir auch unsere Schwierigkeiten. Doch insbesondere im Vergleich zu Ländern wie Italien, Spanien oder Griechenland haben die jungen Menschen bei uns gute Startchancen. Das liegt unter anderem an der Qualität unserer dualen Ausbildung und an verantwortungsbewussten und innovativen Unternehmen. Es wäre schön, wenn in unseren Schulen und auch in den Medien etwas positiver über die soziale Marktwirtschaft und berufliche Selbstständigkeit berichtet würde. Eine angst- und sicherheitsfixierte Gesellschaft scheut aber jedes unternehmerische Risiko. Doch nur mit Angestellten und Beamten lässt sich unser Wohlstand nicht halten“, so Zondler.

Duale Ausbildung muss wieder mehr wertgeschätzt werden

In einem Beitrag für das PT-Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft kommt der frühere saarländische Wirtschaftsminister Hanspeter Georgi zu einem ähnlichen Schluss. Reife Gesellschaften wie Deutschland litten an einem Mangel an Unternehmergeist und Unternehmertum. „Wohlstand für alle“(Ludwig Erhards Erfolgsformel) zu schaffen werde primär als Aufgabe der Politik angesehen, nicht der Arbeiter, Angestellten und Freiberufler. „Was wären unsere Städte und Gemeinden ohne die Italiener, Griechen, Türken und andere Ethnien, die mit ihren Geschäften das heutige Stadtbild prägen? Ohne deren unternehmerisches Tun würde manche Stadt doch verarmen“, so Georgi.

Zondler bestätigt diesen Befund: „Leider diskutieren wir häufig hysterisch über Fragen der Zuwanderung. Die eine Variante fand himmelhochjauchzend in Form einer übersteigerten Willkommenskultur statt, die andere Variante sieht in jedem Ausländer und Flüchtling einen potentiellen Terroristen. Beides ist Unfug. Deutschland braucht Zuwanderung und profitiert von gut integrierten Migranten. Über Zuwanderung muss auch ganz pragmatisch gesprochen werden. Kosten und Nutzen müssen wieder sachlich und nicht moralisierend oder fremdenfeindlich dargestellt werden.“

Dass die Zukunftszuversicht und der Blick für ökonomische Realitäten eher abnehmen führt Georgi auch auf veränderte kulturelle Prägungen zurück. Früher seien Generationen überwiegend geprägt worden durch die Ausbildung nach dem Dualen System. Nur ein geringer Prozentsatz machte Abitur und studierte. Heute ist es so, dass die berufliche zugunsten der universitären Ausbildung ständig abgewertet wird. Und auch die Schulen sind so durchreglementiert, dass der kulturelle Wert von Selbstständigkeit immer weniger vermittelt wird.

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Digitalisierung der Autoindustrie bringt Personalberatungen volle Auftragsbücher

Branche schaut mit Optimismus ins Jahr 2017

Von Ansgar Lange +++ Am Ende eines Jahres zieht man Bilanz. Und man schaut in die Zukunft. Dies gilt insbesondere für die Autoindustrie. Denn diese befindet sich in einem Umbruch. 2016 war kein schlechtes Jahr für die Autobauer, wie Helmut Becker in seiner N-TV-Kolumne schreibt http://www.n-tv.de/wirtschaft/Autoindustrie-vor-neuem-Wachstumszyklus-article19265276.html Sogar die „Abgassünder“ hätten „teils zweistellige Zuwächse bei Absatz, Umsätzen und Erträgen verzeichnet“. Doch die Zukunft könne noch viel rosiger ausfallen: „Die Automobilwelt ist im Umbruch, dem gewaltigsten seit Erfindung der Zündkerze. (…)Ein neues „goldenes Zeitalter“ steht an“.

„Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain hat gesagt: „Voraussagen soll man unbedingt vermeiden, besonders solche über die Zukunft.“ Grundsätzlich teile ich aber den Optimismus von Helmut Becker. Die Digitalisierung der Autoindustrie wird zum Jobmotor. Das können wir jetzt schon in unserem Beratungsgeschäft feststellen“, sagt Michael Zondler, Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens CENTOMO http://www.centomo.de mit Sitz in Stuttgart. Auf lange Sicht werde sich das autonome Fahren durchsetzen, auch wenn die Entwicklung sicher nicht über Nacht stattfinden werde. Autonomes Fahren sei ein Mega-Trend, der nicht mehr aufzuhalten sei. Dieser technische Quantensprung könne den Verkehr sicherer machen. „Das autonome Fahren ist ja an sich kein ungewöhnlicher Vorgang. Es war schon immer so, dass bei technischen Innovationen bestimmte Arbeitsplätze wegfallen, weil sie nicht mehr benötigt werden, gleichzeitig aber neue entstünden. Wir freuen uns jedenfalls auf das Autojahr 2017, das uns sicher eine Menge Spaß, aber auch viel Arbeit und Aufträge in der Personalberatung bringen wird“, so der CENTOMO-Chef.

Becker ist sogar sicher: Die globale Automobilindustrie steht vor einem neuen Wachstumszyklus. Vollbeschäftigung über Jahrzehnte hinaus sei allein durch das Umstellen der Verbrennerflotten auf E-Antrieb garantiert. Und Märkte wie China, Indien, Russland oder Brasilien würden zusätzlich „ohnehin noch bedarfsbedingt weiterwachsen“.

„Schlechte politische Nachrichten haben leider das Jahr 2016 geprägt. Wir dürfen uns aber auch nicht den Blick dafür verstellen lassen, was in Deutschland alles gut läuft. Wir hatten eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Die Autoindustrie ist immer noch eine Schlüsselbranche in unserem Land. Und hier haben wir allen Grund, mit Zuversicht und guter Laune in die Zukunft zu schauen. Wir bei CENTOMO sehen die Digitalisierung jedenfalls vor allem als tolle Chance und nicht als Bedrohung“, so Zondler.

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Freude am Gefahrenwerden

Die Digitalisierung fordert Antworten von den Autobauern

Von Ansgar Lange +++ Die Automobilindustrie steht vor einem Gezeitenwechsel. „100 Jahre lang propagierte die Autoindustrie die „Freude am Fahren“. Jetzt sollen die Bordcomputer übernehmen. Die Branche fragt sich: Will der Kunde das wirklich?“, fragt die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) und dreht den alten Derrick-Spruch um: „Wagen, hol schon mal den Harry“. SZ-Autor Thomas Fromm sieht die Branche von Angst getrieben. Der Motor dieser Angst sei die Digitalisierung. Aufgegeben werde dafür der Markenkern von BMW und Co.: Die Freude am Fahren.

„Ohne eine stärkere kommunikative Einbindung der Kunden wird diese Veränderung nicht funktionieren. Angst ist prinzipiell immer ein schlechter Ratgeber. Allerdings hat die deutsche Autoindustrie keine andere Chance, als auf den Zug hin zum automatisierten Fahren aufzuspringen und ihn maßgeblich mit zu gestalten. Sonst würde die Branche das Schicksal des Paderborner Computer-Pioniers Heinz Nixdorf erleiden. Dessen Unternehmen geriet zu dem Zeitpunkt auf Talfahrt, als es den Aufstieg des Personal-Computers ignorierte. Wer sich dem Wandel verschließt, gefährdet Wohlstand und Arbeitsplätze“, sagt Michael Zondler, Geschäftsführer des Stuttgarter Beratungsunternehmens CENTOMO http://www.centomo.de

Zondler plädiert für eine Mischung aus Optimismus und Gelassenheit bei der Gestaltung des digitalen Wandels in der Automobilbranche; „Noch immer sind es die klassischen Autobauer, die unsere Autos bauen. Das sichert viele hochwertige Arbeitsplätze in Deutschland und ist ein Rückgrat unserer Wirtschaft. Keiner kann in die Kristallkugel blicken. Aber es wird über eine längere Zeit ein Mit- und Nebeneinander von autonomen Fahrzeugen und auch 20 Jahre alten VW-Golfs geben, wie es die SZ so schön ausgedrückt hat. Dafür muss es pragmatische Lösungen geben.“

Wie die „Neue Zürcher Zeitung“ schreibt, bangen auch die Taxi- und Uber-Chauffeure um ihre berufliche Existenz, wenn die Kunden von selbstfahrenden Fahrzeugen durch die Stadt kutschiert werden. Zondler hält diese Existenzangst der Taxi-Fahrer für verständlich: „Die Sorgen um den eigenen Job muss man ernst nehmen. Aber da die Entwicklung ja nicht von heute auf morgen eintreten wird, gibt es genug Zeit, sich auf die Entwicklungen einzustellen. In der Regel ist es so, dass durch neue technische Entwicklungen auch neue Jobs entstehen. Daher ist es wichtig, dass zum Beispiel Taxifahrer umgeschult werden und sich anderweitig weiterbilden lassen. Als Personalberater, der viel mit der Autoindustrie zu tun hat, kann ich nur sagen: Die Digitalisierung der Branche ist eine wahre Jobmaschine für Hochqualifizierte.“

Aber auch die Autobranche an sich müsse Antworten liefern, warum sich der Besitz eines eigenen Autos noch lohnt. „Uber und Co. arbeiten daran, in Zukunft eine preisgünstige, immer verfügbare und bequeme Alternative zum Besitz eigener Autos zu bieten. Wenn die Freude am Fahren irgendwann ganz wegfallen sollte, dann muss der Mehrwert in Form einer Freude am Gefahrenwerden für die Kunden sehr überzeugend ausfallen“, meint der CENTOMO-Chef.

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Politik macht schlechte Laune

Permanenter Realitäts-Check in der Wirtschaft verhindert das Prinzip „Mehr Schein als Sein“

Von Ansgar Lange +++ Donald Trump will Amerika wie ein Unternehmen führen. Der verstorbene Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt war da noch etwas bescheidener. Der auch nicht gerade zur Demut neigende Staatsmann verstand sich in seiner aktiven Zeit als „leitender Angestellter der Bundesrepublik Deutschland“.

„Diese unterschiedlichen Sichtweisen sagen natürlich eine Menge über die Unterschiede zwischen der deutschen und der amerikanischen Gesellschaft aus. Bei uns streben immer noch selbst viele junge Leute primär in den sicheren Hafen des Öffentlichen Dienstes. Das Lebensziel „Unternehmer“ haben die wenigsten. Und von einer Frau oder einem Mann, der Deutschland wie (s)eine Firma führen möchte, würden die meisten Bundesbürger wahrscheinlich nicht gern regiert werden. In den Vereinigten Staaten ist das anders. Dort herrscht mehr unternehmerischer Geist. Und die Wähler fühlen sich nicht abgeschreckt, wenn jemand ihr Land wie ein Unternehmen führen will“, sagt der Stuttgarter Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens CENTOMO http://www.centomo.de

The Donald: Mehr Schein als Sein

Doch „Was kann Trump als Unternehmer?“ fragt nicht nur der „Focus“ http://www.focus.de/finanzen/news/erbe-pleiten-und-milliarden-mehr-schein-als-sein-was-kann-trump-als-unternehmer_id_6194085.html Mit dem Mann mit der markanten gelblichen Haartolle ziehe ein „selbstverliebter Kasino-Kapitalist ins Weiße Haus“ ein. Der künftige US-Präsident verkaufe sich zwar als genialer Unternehmer und Selfmade-Milliardär, so das Magazin. Doch Kritiker halten ihn für einen Hochstapler und Pleitier.

„Zurzeit macht Politik häufig einfach schlechte Laune“, sagt Zondler. „Stimmungen und Gefühle haben mehr Einfluss auf die politische Wirklichkeit als Fakten und Wahrheiten. Ja selbst Lügen und Vorurteile können mehr Menschen mobilisieren als Tatsachen. Wir sprechen auch vom postfaktischen Zeitalter. Doch man muss ganz klar sagen: Das postfaktische Zeitalter ist vielleicht in der Politik angebrochen, in der Wirtschaft ist dies nicht der Fall.“

Das postfaktische Zeitalter ist nicht in der Wirtschaft angebrochen

Denn anders als in der Politik sei die Wirtschaft einem permanenten Realitäts-Check ausgesetzt. „Als Politiker kann man große Sprüche machen. Rechtfertigen muss man sich oft nur alle paar Jahre an der Wahlurne. Und dann wird man meist auch nur wegen der Versprechen für die Zukunft und nicht die eigene Arbeitsbilanz wiedergewählt oder auch nicht. Der Diesel-Skandal bei VW ist so ein brutaler Realitäts-Check, den man mit PR allein nicht beheben kann. Die Glaubwürdigkeit einer Marke oder eines Produkts hängt ganz erheblich davon ab, ob Versprechen eingelöst werden. Wer den Anspruch erhebt, „DAS AUTO“ zu bauen, darf nicht bei Abgaswerten schummeln. Diese ständige Konfrontation mit der Wirklichkeit fehlt in der Politik. Die Bundeskanzlerin kann es sich leisten, dass über wichtige Zukunftsthemen wie zum Beispiel die Zuwanderung nicht im Bundestag debattiert und gestritten wird. Sie kann es sich leisten, dass sie sich im Laufe einer Wahlperiode im Fernsehen nicht dem Streitgespräch mit Mitbewerbern aussetzen muss, sondern Anne Will oder einer anderen Talk-Größe sozusagen eine Privat-Audienz gibt. Ein Grund für den Verdruss an der Politik könnte sein, dass Politiker zu selten in ihrer Fachkompetenz geprüft werden und sich nicht rechtfertigen müssen“, sagt der CENTOMO-Chef. In der Wirtschaft hingegen könnten sich Scharlatane und Hochstapler vielleicht eine gewisse Zeit halten, aber irgendwann kämen ihnen die Presse, die Kunden, Verbraucherschützer oder die Mitbewerber auf die Schliche.

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Schluss mit den Sprechblasen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Blutleere Sprache der Political Correctness ist nicht authentisch

Von Ansgar Lange +++ Der Aufstieg der „Alternative für Deutschland“, der Brexit oder jüngst der Sieg von Donald Trump bei den amerikanischen Präsidentenwahlen: In der letzten Zeit häufen sich Ereignisse, die so nicht von der Elite in Politik und Publizistik vorhergesagt wurden und ihr offenkundig auch nicht ins Konzept passen. „Es gibt sehr gute Gründe, diese drei Phänomene nicht für besonders erfreulich zu halten. Ja, ihnen ist gemeinsam, dass sich eine große Zahl der Bürger mittlerweile wenig rational verhält. Anstatt aber weiter zu machen wie bisher, sollten wir darüber nachdenken, welche Lehren wir hieraus ziehen können“, sagt der Stuttgarter Personalexperte Michael Zondler vom Beratungsunternehmen CENTOMO http://www.centomo.de

Ulf Poschardt, Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“, sagt: „Die deutschen Eliten brauchten diesen Trump-Schock“. Politik und Publizistik in Deutschland stünden „vor den Scherben ihrer Weltanschauung“. Der Bezug zur Realität sei ihnen verlorengegangen. Trump war auch deshalb so erfolgreich, weil er sich der „stalinistischen politischen Korrektheiten der Elite-Unis“ konsequent verweigert und so gesprochen hat, dass ihn auch „einfache“ Wähler verstehen.

Der Publizist Jan Fleischhauer hat jüngst ebenfalls Alarm geschlagen, dass wir uns hin zu einer Gesellschaft der „Pussys“ bewegen http://www.spiegel.de/politik/ausland/narzissmus-und-politik-heulsusen-alarm-kolumne-a-1117993.html (wobei er Trump – im Gegensatz zum Beispiel zum Trump-Befürworter Clint Eastwood – ausdrücklich auch als Narzissten und wehleidige „Heulsuse“ sieht). „Wenn jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird, stirbt jede Inspiration und Innovation. Wir reden uns gerne ein, dass wir quasi im freiesten Deutschland aller Zeiten leben. Dabei werden doch Interviews mit Führungskräften in der Wirtschaft oder Politikern so lange glatt gebügelt und tot redigiert, dass jegliche Spannung, jeglicher Geist und Witz flöten geht“, so Zondler.

Um zum Beispiel als Sexist durchzugehen, genüge es inzwischen auch in Deutschland, dass man einer sexistischen Äußerung nicht entschieden genug widersprochen habe, so Fleischhauer. „“Rein optisch wäre sie ein Gewinn“, heißt es über eine Parteifreundin in einem E-Mail-Austausch zwischen dem CDU-Generalsekretär Peter Tauber und weiteren Funktionären, der hohe Wellen geschlagen hat. Nicht Tauber hat das geschrieben, sondern ein anderer. Aber Tauber hat nicht protestiert, unter anderem deshalb steht er am Pranger.“ Die Schere im Kopf und die Angst, verbal ins Fettnäpfchen zu treten, lege sich mittlerweile wie Mehltau auf das Land, meint der CENTOMO-Chef. „Die Menschen spüren, dass die Vertreter der Elite in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft häufig so sprechen, dass sich auch ja niemand auf den Schlips getreten fühlt. Dadurch wirkt diese blutleere Sprache nicht authentisch. Mitarbeiter in Unternehmen können sich nicht mit Managern identifizieren, die nur geklonte Sprechblasen von sich geben. Und der Graben zwischen Politikern und Wählern wird immer größer, je mehr diese Angst haben müssen, dass Medien aus einer Mücke einen Elefanten machen. Der damalige Kanzlerkandidat Peer Steinbrück stand damals schwer unter medialem Beschuss, weil er Silvio Berlusconi einen Clown genannt hat. Wie heuchlerisch war das damals! Es ist doch pervers, wenn eine Mehrheit der Menschen – und auch der Journalisten – eigentlich das Gleiche denkt wie ein Politiker, man ihm aber aus irgendwelchen herbeigeholten Gründe der Politischen Korrektheit einen Strick drehen will. Ein normaler Diskurs ist dann nicht mehr möglich, wenn wir mehr auf die Form als auf den Inhalt schauen“, so Zondler.

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Cool statt Cole – Warum Deutschland den digitalen Wandel nicht verschläft

Pauschales Manager-Bashing blendet Realität in deutschen Unternehmen aus

Von Ansgar Lange +++ Deutschland verschläft den digitalen Wandel. Diese Ansicht vertritt Tim Cole. Seinen Mut zu steilen Thesen stellt der Internet-Publizist auch mit Sätzen wie diesen unter Beweis: „Deutsche Unternehmen sind in hohem Maße hierarchisch strukturiert. Das Obrigkeitsdenken bei den Menschen hierzulande ist immer noch weit verbreitet.“ Beide Faktoren zusammen, also zu wenig Tempo beim digitalen Wandel und zu hierarchische Strukturen in den Unternehmen, gefährdeten den Standort Deutschland.

Deutsche Manager sind Angsthasen?

Cole, von der „Süddeutschen Zeitung“ einmal als „Wanderprediger des Internets“ bezeichnet, beschreibt die deutschen Manager als Angsthasen. Sie hätten Angst vor Fehlern und falschen Entscheidungen, so der Internet-Experte http://ap-verlag.de/die-angst-der-manager-vor-der-digitalisierung/26765/ Aus dieser Angst heraus träfen sie dann lieber gar keine Entscheidungen. Cole fordert daher den Abbau hierarchischer Strukturen. Man solle mehr auf die „autonome Selbstorganisation der Mitarbeiter im Team vertrauen“. Cole wörtlich: „Dazu brauchen wir aber andere Chefs: Leute, die sich als Team-Player verstehen und in der Lage sind, ihre Arbeitsgruppen auf gemeinsame Ziele einzuschwören – dann allerdings auch loszulassen und darauf zu vertrauen, dass die Mitarbeiter selbst ihren Weg finden werden. Leider sieht die Wirklichkeit heute völlig anders aus. So verlangen beispielsweise 75 Prozent aller deutschen Chefs von ihren Mitarbeitern Präsenzpflicht im Büro. Home Office? Von wegen! Flexible Arbeitsmodelle? Nicht mit uns! Es muss sich erst etwas in den Köpfen von denen da oben ändern, bevor es mit dem digitalen Wandel klappen kann.“

Deutsche Gründlichkeit als Wettbewerbsvorteil

Von pauschalem Manager-Bashing hält der Personalexperte Michael Zondler allerdings nichts. „Cool statt Cole könnte die Devise sein. Das bedeutet: Wir sollten einfach gelassen bleiben, uns nicht verrückt machen lassen und uns auf die eigenen Stärken besinnen“, so der Geschäftsführer des Stuttgarter Beratungsunternehmens CENTOMO http://www.centomo.de „Ein Buch oder ein Artikel verkauft sich manchmal umso besser, je steiler eine These ist. Doch man darf dabei auch nicht die Wirklichkeit verzerren. Cole sagt, die Deutschen seien zu langsam. Hiesige Manager lebten noch nach der analogen Zeitrechnung. Die deutsche Gründlichkeit sei ein Hemmschuh bei der Digitalisierung. Erst wenn alles funktioniere, traue man sich damit in die Kernprozesse. Diese Sichtweise erscheint mir zu undifferenziert. Ich spreche jetzt mal für ein Segment, mit dem ich beruflich zu ca. 80 Prozent meiner Arbeitszeit zu tun habe: der Autoindustrie und ihren Zulieferern. Diese wertvolle Industrie zehrt nun einmal von der besonderen deutschen Gründlichkeit. Erst kommt das Produkt, dann Marketing und Verkauf. Davon zehrt der weltweite Ruhm von BMW, Porsche, Mercedes.“

Das sei eine Art Alleinstellungsmerkmal, meint der Personalexperte und fragt: „Warum sollten wir unbedingt Tesla oder Google kopieren und aus schierer Angst aufs Tempo drücken? Wohin das tatsächlich führen kann, zeigt der brandaktuelle Abschied von Apple aus der Automobilwelt, bevor er überhaupt angefangen hat. Wie intensiv und fast schon ängstlich hatte unsere Presse damals bereits auf die pure Ankündigung von Apple reagiert, in die automobile Welt vorzustroßen? Am Ende nix als Phantomschmerzen – das iCar kommt nicht. Stattdessen präsentiert Dieter Zetsche gutgelaunt und seriös den Mercedes EQ und straft alle Kritiker elegant Lügen.“

Deutsche haben eine bessere Berufsausbildung als Amerikaner

Dass es in Deutschlands Unternehmen quasi wie auf dem Kasernenhof zugehe, wie es Cole überspitzt gesagt unterstellt, kann Zondler ebenfalls nicht nachvollziehen. „Selbstverständlich gibt es nicht nur Unternehmen mit flachen Hierarchien. In manchen Konzernen mag ja das hierarchische Denken noch verbreiteter sein. Doch Cole sollte sich mal intensiv unsere Mittelständler anschauen. Dort gilt dies nicht mehr. Die Unternehmenswelt ist bunt und nicht auf einen plakativen Nenner zu bringen. Ich möchte hier noch einmal für meine Branche sprechen. Viele ITler, die wir vermitteln, streben auf eigenen Wunsch lieber nur eine temporäre, projektbezogene Beschäftigung an. Sie wollen gar kein klassisches Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis – ob nun mit flachen Hierarchien oder eher streng geordnet -, sondern sehen sich selbst eher als Unternehmer, um noch mehr individuelle Freiheit zu genießen, aber auch Verantwortung zu übernehmen.“

Zondler schaut generell zuversichtlich in die Zukunft. „In Verbindung mit unserer im internationalen Maßstab sehr guten Berufsausbildung mache ich mir keine allzu großen Sorgen, dass die Digitalisierung unseren Wohlstand und unsere Arbeitsplätze bedroht oder wir technisch nicht mitkommen. Da haben zum Beispiel eher die USA ein Problem mit ihrem Heer an ungelernten Arbeitern. Die müssen sich in der Tat Sorgen um die Zukunft machen. Und ihre Antwort auf diese Sorgen lautet bei vielen derzeit leider Zurück in die Vergangenheit und Donald Trump“, so der CENTOMO-Chef.

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VW muss endlich weg von seiner „Das Auto“-Arroganz

Dieselgate lenkt von neuen Mobilitätskonzepten ab

Von Ansgar Lange. „Bei Volkswagen darf kein Stein mehr auf dem anderen bleiben. In der Wolfsburger Konzernzentrale muss radikal aufgeräumt und im Kopf umgeparkt werden, um mal einen griffigen Werbeslogan der Konkurrenz zu zitieren. Geschieht dies nicht, dann ist der Schaden für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von VW, für die deutsche Automobilbranche und die gesamte deutsche Wirtschaft immens. Schließlich ist VW nicht irgendein x-beliebiges Unternehmen aus einer relativ kleinen Großstadt in Niedersachsen, sondern quasi das deutsche Vorzeigeunternehmen“. Mit diesen Worten reagiert der Automobil- und Personalexperte Michael Zondler vom Beratungsunternehmen CENTOMO http://www.centomo.de auf die jüngsten Enthüllungen rund um VW.

„Dieselgate“ entwickelt sich immer mehr zu einer Never Ending Story: Aktuell sieht sich der „Staatskonzern“, bei dem der Einfluss von Politik und Gewerkschaften beachtlich ist, mit neuen Klagen von US-Staaten konfrontiert. „Der Vorwurf: Das Unternehmen habe schlau und zynisch betrogen – mit Mitwissen des heutigen Konzernchefs“, so tagesschau.de.

Dieselgate wird zur unendlichen Geschichte

„Der VW-Abgasskandal ist an sich schon schlimm genug. Man gewinnt den Eindruck, dass hier schon fast kriminelle Energie am Werk gewesen ist. Was mich aber fast noch mehr entsetzt, ist die Art und Weise, wie VW darauf reagiert. Der Konzern macht kommunikativ alles falsch, was man nur falsch machen kann. Wolfsburg reagiert nur und agiert nicht. Informationen werden lediglich auf Druck und scheibchenweise geliefert. Die Kunden in den USA und in Deutschland werden unterschiedlich behandelt. Die Manager wirken nicht wie reuige Sünder, sondern höchstens wie ertappte Sünder, denen die „Das Auto“-Arroganz weiterhin ins Gesicht geschrieben zu sein scheint“, so Zondler.

Doch nicht nur die Kommunikationsstrategie sei eine einzige Katastrophe. „Als Personalberater konstatiere ich mit Fassungslosigkeit, wie man bei VW mit Mitarbeitern umgeht. Es ist eine Frechheit, dass man zunächst versuchte, die Verfehlungen einigen einzelnen Ingenieuren in die Schuhe zu schieben, die gleichsam ohne Wissen anderer fröhlich vor sich hin manipuliert hätten“, sagt der CENTOMO-Chef. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman hingegen behauptet, die Manipulationen seien Teil eines vorsätzlichen und systematischen Plans von Dutzenden Mitarbeitern, Führungskräften und leitenden Angestellten gewesen, „bis hin zu den höchsten Ebenen, einschließlich des ehemaligen Chefs Martin Winterkorn“, schreibt tagesschau.de.

Katastrophale Kommunikationsstrategie

Zondler versteht nicht, dass die Presse bei der Berichterstattung über Volkswagen noch so viel Zurückhaltung walten lässt. „Es geht nicht darum, einen Konzern kaputt zu schreiben. Viele Käufer werden sowieso weiter VW kaufen, weil sie Rabatte locken oder sie ihrem Autohaus vertrauen. Der Konzern baut ja auch ohne Frage gute Autos. Allerdings wird VW mit der Denke, die man dort derzeit an den Tag legt, nicht fit für die Zukunft sein. Dem alten Diesel-Dampfer aus Wolfsburg werden die Konkurrenten künftig das Leben schwerer machen. Wer krampfhaft am Diesel festhält und permanent in juristischen Auseinandersetzungen in den USA steckt, kann sich nicht genügend auf Mobilitätskonzepte der Zukunft wie das autonome und teilautonome Fahren etc. fokussieren“, so Zondler.

Hans Zippert nimmt den Fall VW derweil in der Welt mit Humor. Auch bei VW habe es in der Vergangenheit einige kleine Notlügen gegeben, weil man den Kunden nicht enttäuschen wollte, „der ja unbedingt ein Dieselauto mit 200 PS und den CO2- und Abgaswerten eines Fahrrades kaufen wollte“. Nur deshalb sei die „kleine Schummelsoftware eingebaut“ worden“, „die jetzt dem Konzern und ihrem großherzigen Ex-Chef Winterkorn so viel Ärger macht“.

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Neue Mobilitätskonzepte: Steht das Autoland Deutschland vor dem Aus?

Die Erwartungen an einen Pkw sind rationaler geworden

Von Ansgar Lange. Der Blick von außen kann manchmal erhellend sein. Wenn ein hochangesehenes Medium wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) eine ganze Zeitungsseite der Frage widmet, ob das Autoland Deutschland vor einem grundlegenden Wertewandel stehe, dann sollte man sich ernsthaft mit dieser Analyse auseinandersetzen. Viele Stadtbewohner blieben selbst nach ihrer Familiengründung dabei, ohne Auto zu leben. Ihre Motive seien dabei nicht unbedingt ökologisch, sondern schlicht pragmatisch. In Berlin, Hamburg, Köln oder München liege der Anteil der Haushalte ohne Autos inzwischen bei 40 bis 50 Prozent. Das Auto sei kein Statussymbol mehr. Parkraum gerade in Großstädten sei begrenzt oder teuer. Viele Menschen würden auf Carsharing oder das Fahrrad umsteigen. Für längere Strecken nutze man Bus und Bahn, so die NZZ.

Bedroht dieser Trend die deutsche Autoindustrie? Ganz klar mit „Nein“ antwortet hierauf Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de „Wir haben geschäftlich viel mit der Autoindustrie zu tun, vor allem mit den Zulieferern. Dort hat keiner Angst vor diesen Entwicklungen. So führt die NZZ ihren eigenen großen Artikel zum Mobilitätswandel ja selbst ein wenig ad absurdum, indem sie an gleicher Stelle berichtet, dass es zwar mehr Carsharing gibt, aber auch mehr Autos.“

Neue Formen der Mobilität sind eine Vitaminspritze für unsere Autoindustrie

90 Prozent der centomo-Kunden sind Technologieunternehmen, vorwiegend aus dem Automotive-Bereich. „In Kürze wird unser Unternehmen von Ludwigsburg nach Stuttgart umziehen. Dort spürt man jeden Tag, wie wichtig das Auto für die Region und unser ganzes Bundesland ist. Schließlich ist die Schwabenmetropole quasi die Wiege des Automobils. Hier erfand Gottlieb Daimler den ersten motorbetriebenen Wagen. Heute „schaffen weltweit rund 400.000 Mitarbeiter beim Daimler“. Stuttgart ist Stammsitz des Unternehmens und Standort der wichtigsten Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsbereiche. Nicht ohne Grund wirbt die baden-württembergische Landeshauptstadt damit, das bedeutendste Kompetenzzentrum für Mobilität in der Welt zu sein. Der frühere Ministerpräsident Lothar Späth hatte den Spitznamen „Cleverle“, weil er Baden-Württemberg ökonomisch und technologisch nach vorn gebracht hat. So clever muss auch unsere Automobilindustrie nun sein. Carsharing gehört zum Mobilitätsmix der Zukunft. Neue Formen der Mobilität sind keine Gefahr für die Autoindustrie, sondern nur ein Ansporn, noch kreativer und innovativer zu sein“, sagt Zondler.

Die meisten Deutschen hätten heute keine romantische oder gar „erotische“ Beziehung mehr zum Auto. „Die wenigsten kaufen ein Auto aus reiner Leidenschaft oder weil sie Benzin im Blut haben. Die Erwartungen an einen Pkw sind rationaler geworden. Es soll einen von A nach B bringen, ökonomische und ökologische Belange berücksichtigen und vor allem praktisch sein. Die jungen Leute in den Großstädten sind keine Ökos, die das Auto aus Prinzip verteufeln. Sie entscheiden sich aber zum Beispiel fürs Carsharing, weil dies für sie bequemer und günstiger ist. Und auch durch diese Probefahrten kann man die Nutzer ja langfristig vielleicht für eine bestimmte Marke begeistern.“

Centomo selbst unterstützt daher Projekte, die auf ungewöhnliche Art und Weise für nachhaltige Mobilität werben. „Hier sind wir vor kurzem auf das Team von Four Motors http://www.fourmotors.com gestoßen, hinter dem der frühere DTM-Fahrer Thomas von Löwis of Menar steckt. Hierbei handelt es sich um ein auf nachhaltige Mobilität spezialisiertes Motorsportprojekt. Alle Welt denkt doch beim Stichwort Rennsport erst einmal nicht an die Umwelt. Four Motors vereinen bei ihrem Projekt aber echten Rennspaß mit alternativen Werk- und Kraftstoffen. Wir sollten endlich aufhören, in eingefahrenen Gleisen zu denken. Die Autoindustrie in Deutschland hat eine große Zukunft – wenn sie sich wandelt und noch innovativer und umweltfreundlicher wird. Der Bioracer zeigt eindrucksvoll, dass dies die Freude am Fahren nicht einschränkt.“

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Personal ist der Schlüssel für die Mobilität der Zukunft

Autoindustrie sucht Talente noch zu oft in den eigenen Reihen

Von Ansgar Lange +++ Stuttgart. Die Automobilindustrie befindet sich in einem revolutionären Wandel. Das Tempo dieses Wandels ist gigantisch. Ola Källenius, den manche schon als Nachfolger von Dieter Zetsche als Konzernchef bei Daimler auf dem Zettel haben, hat bei einer Veranstaltung zur Mobilität der Zukunft in Stuttgart die Geschwindigkeit mit dem Faktor fünf beziffert. Die Entwicklungsgeschwindigkeit der Automobilbranche in den nächsten fünf bis zehn Jahren entspreche ungefähr der Entwicklungsgeschwindigkeit der letzten 50 Jahre. Verlieren die deutschen Autobauer da den Anschluss?

Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer der Beratungsfirma centomo http://centomo.de , blickt grundsätzlich optimistisch in die Zukunft. „Vernetzung, autonomes oder teilautonomes Fahren und Elektromobilität sind die Megatrends der Zukunft. Darüber besteht Einigkeit. Damit die deutschen Autobauer, immerhin eine Schlüsselindustrie unseres Landes, nicht den Anschluss verlieren, müssen sie den Faktor Personal ganz nach oben auf die Prioritätenliste setzen. Da geschieht zurzeit manchmal noch zu wenig“, so Zondler.

Früher sei es Gang und Gäbe gewesen, den Manager-Nachwuchs in den eigenen Reihen zu „züchten“. Diese Zeiten seien vorbei. „Die Branche schaut insgesamt noch nicht genug über den Tellerrand. Eigentlich müssten sie jetzt alle ausschwärmen und im Silicon Valley, in Indien und China nach IT-Experten Ausschau halten. Stattdessen bedient man sich immer noch zu sehr der alten Netzwerke“, bemängelt der Personalberater.

Um sich fit für die Zukunft zu machen, sollten die Konzerne jetzt systematisch das Personal-Thema angehen und einen Fünf-Jahres-Plan aufstellen. „Selbstverständlich braucht die Branche weiterhin versierte Maschinenbau- und Fahrzeugbauingenieure. Aber das reicht nicht mehr aus. Das Personal wird immer internationaler werden. Englisch wird zur Standardsprache. Neben den klassischen Ingenieuren braucht die Branche richtige Nerds – junge Leute mit High Tech Skills im Softwarebereich. Auch wenn wir das autonome Fahren in unseren Innenstädten vielleicht erst in 25 oder 30 Jahren haben werden, müssen jetzt die Weichen gestellt werden. Das heißt, die Automobilbranche muss sich rasend schnell öffnen, vor allem für neue Talente. Wer sich jetzt abschottet und im Personalbereich – überspitzt gesagt – „Inzucht“ betreibt, der wird den Kürzeren ziehen und auf der Strecke bleiben“, so der centomo-Chef.

Dass die Branche im Wandel ist, spürt Zondler im eigenen Unternehmen. Heute kämen Personal-Anfragen von Autokonzernen wie sie vor ein paar Jahren IT-Start Ups an Personaldienstleister gestellt hätten.

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Das selbstfahrende Fahrzeug wird zum mobilen Schlafzimmer

Testosteron, autonomes Fahren und die Lösung der demografischen Frage

Von Ansgar Lange +++ Auf den ersten Blick irritiert es, das männliche Sexualhormon Testosteron, den Trend zum autonomen Fahren und die demografische Frage in einen Topf zu rühren. Doch diese drei Dinge gehören unmittelbar zusammen, wie eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de herausgefunden hat. Der überraschende Befund: Zwei Drittel der von centomo befragten Bundesbürger im fortpflanzungsfähigen Alter gaben an, die Zeit im autonomen Automobil nicht etwa für das Lesen der Morgenzeitung oder Büroarbeit zu nutzen, sondern dazu, der trauten Zweisamkeit zu frönen.

„Das Ergebnis hat uns absolut erstaunt“, stellt centomo-Chef Michael Zondler fest. „Mein Team und ich sind ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass die Mehrheit der Studienteilnehmer das selbstfahrende Auto vornehmlich als mobiles Büro nutzen möchte. Doch diese Antwort rangierte bei unserer Befragung ganz unten. Nur ein Prozent der Befragten gab an, die gewonnene Zeit im selbstfahrenden Fahrzeug für das Lesen und Bearbeiten dienstlicher Mails etc. nutzen zu wollen. Sogar fünf Prozent wollten die gewonnene Zeit endlich mal dafür nutzen, mit beiden Händen in der Nase zu bohren. Drei Viertel der 18- bis 45-Jährigen sagten, sie würden in einem solchen Auto gerne Sex haben. Dieser Befund könnte der Autoindustrie und IT-Konzernen in der Tat helfen, den Mega-Trend autonomes Fahren mit Emotion und Testosteron quasi aufzuladen. Wir überlegen, eine solche Studie nun auch in Frankreich und Italien zu machen, in Ländern also, deren Bewohner dem Klischee nach heißblütiger erscheinen als die vermeintlich arbeitswütigen Teutonen. Mal schauen, was der Renault-Fahrer aus Paris und der Fiat-Pilot aus Turin bei unserer Studie sagen werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort mehr Menschen als in Deutschland das autonome Auto als Büro nutzen möchten.“

Gefahrendwerden als Lustgewinn

Die Ergebnisse der brandaktuellen centomo-Studie widerlegen somit die Aussage des Bremer Verkehrsplaners Michael Glotz-Richter, der im Gespräch mit der österreichischen Wochenzeitung Die Furche gesagte hatte, durch autonom fahrende Autos sei „Kein Testosteron mehr auf der Straße“ http://www.furche.at/system/showthread.php?t=72200 „Genau das Gegenteil ist der Fall“, sagt Zondler. „Nur wird beim autonomen Fahren das Testosteron des Fahrers eben nicht mehr für riskante Überholmanöver, sondern für galante Liebesabenteuer genutzt. Das macht den Verkehr insgesamt sicherer und wird sich langfristig positiv auf die Gesundheit der Menschen und sicher auch auf die Geburtenrate auswirken.“

Berliner Polit-Insider berichten, dass Politiker der Großen Koalition schon fieberhaft versuchen, an die centomo-Studie zu gelangen, die bisher noch nicht öffentlich vorgestellt wurde. „Natürlich ist die Politik daran interessiert. Denn wer findet es schon gut, bis 70, 75 oder 85 zu arbeiten oder die dröge Riester- oder Rürup-Rente zu verteidigen. Nein, mit solchen Thesen verdient man sich als Politiker keinen Blumentopf. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Autoindustrie, die IT-Wirtschaft und die Politik auf den fahrenden Zug aufspringen und nur noch vom Dreiklang aus Testosteron, autonomem Fahren und der Lösung unserer demografischen Frage sprechen werden.“

Der Verkehrsexperte Glotz-Richter hatte diese Entwicklung in seinem Furche-Interview am Ende schon angedeutet, als er nicht die Freude am Fahren, sondern am Gefahrenwerden beschwor: „Nehmen wir doch das Beispiel des Cabrios, das die Küstenstraße entlangbraust. Wenn es da ein Küsschen gibt, war das bislang eine Gefährdung des Verkehrs. Freude kann also auch anders aufkommen. Diese Bequemlichkeit kann auch einen Lustgewinn bringen.“

Drei Viertel der Deutschen scheinen dies laut der centomo-Studie ähnlich zu sehen. Erst geben sie die Kontrolle über das Fahren an eine Maschine ab, dann lassen sie alle Kontrollen und Hemmungen fallen.

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Die neuen Angstbürger

Politik, Medien, Lebensmittel- oder Gesundheitsindustrie: kein Ort ohne Angst – nirgends

von Ansgar Lange +++ Angst ist ein Grundgefühl des Menschen. Sie erfüllt wichtige Funktionen und kann uns in Gefahrensituationen schützen, indem sie als eine Art Frühwarnsystem fungiert. Angst hilft uns, unnötigen Gefahren aus dem Wege zu gehen. Doch wenn die Angst überhandnimmt und über unser Leben bestimmt, dann spricht man auch von einer Angststörung.

Bezogen auf die politische Situation in Deutschland kann man feststellen: Der Puls dieses Landes rast derzeit. Kalter Angstschweiß klebt auf der Stirn dieses Landes. Nicht zuletzt die Wahlerfolge einer vermeintlichen Alternative für Deutschland in drei Bundesländern belegen dies. Und so haben wir es weniger mit besorgten Bürgern oder mit Wutbürgern zu tun, sondern mit Angstbürgern.

Manchmal haben die Menschen Angst vor Phänomenen, die sie aus eigener Anschauung kaum kennen. So liegt der Anteil der ausländischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung in Sachsen-Anhalt bei unter drei Prozent. Trotzdem oder gerade deshalb, weil Ängste oft irrational sind, hat die Alternative für Deutschland (AfD), die nicht unbedingt als ausländeraffin gilt, in diesem Bundesland 15 Direktmandate gewonnen und zieht als zweitstärkste Kraft in den Landtag ein. Laut FAZ http://www.faz.net bedeutet das 25-Prozent-Ergebnis für die AfD, dass jedes zehnte Parteimitglied es in den Magdeburger Landtag geschafft hat.

Angst als Erfolgsmodell

Wer Ängste mobilisiert, kann also durchaus politisch erfolgreich sein. Dies gilt für rechte Parteien genauso wie für linke, die zum Beispiel Ängste vor sozialem Abstieg schüren. Auch zahlreiche Medien – vor allem im Internet – leben von dem Schüren von Ängsten. Dort wimmelt es dann von Verschwörungstheorien, es droht die Apokalypse oder zumindest der Untergang des Abendlandes, die EU steht vor dem Zerfall, der Dritte Weltkrieg und die Dschihadisten stehen vor der Tür. Natürlich sind manche Sorgen und Ängste berechtigt. Doch wenn sie – gerade auch von den Medien – überzeichnet und übertrieben werden, dann entsteht eine kollektive Angstneurose.

Auch die vermeintlich so nüchterne Bundeskanzlerin versteht sich darauf, den Menschen Angst zu machen. Dabei wäre es doch gerade ihre Aufgabe, pragmatisch und unaufgeregt zu regieren und den Bürgern vielleicht sogar Orientierung zu geben. In ihrer Regierungserklärung vom 19. Mai 2010 bezeichnete Angela Merkel die Maßnahmen zur Stabilisierung des Euro als „alternativlos“. „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“: Ganz großes Angstkino der Kanzlerin! Ob sie durch den Appell an die Emotionen der Sache einen Gefallen getan hat, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Auch Altkanzler Helmut Kohl verstand es, auf der Klaviatur der Ängste zu spielen. Europa sei eine Frage von Krieg und Frieden und unser Schicksal. Frieden und Freiheit hingen von einem geeinten Europa ab. Wer solche bombastischen Worte findet, darf sich nicht wundern, wenn die Bürger angesichts der kleinkrämerischen Diskussionen innerhalb der EU in der Flüchtlingsfrage in Panik geraten.

Angst als Big Business

Doch auch in der Wirtschaft ist Angst längst ein Thema. „Angst als Big Business“ nennt dies der Personalexperte Michael Zondler. Beispielsweise die Autoindustrie nutze bewusst, aber subtil die emotionale Ansprache und gewinne Kunden durch den Verweis auf immer neue Sicherheitssysteme. Am Ende ist der Mensch das einzige Sicherheitsrisiko. Das selbstfahrende Auto bleibt dann unausweichlich. Medien, die Lebensmittelindustrie, die Pharmaindustrie und Ärzte (Vorsorge als riesiges Geschäftsmodell), Versicherer, Berater, Psychologen, Banken, Parteien, besorgte Eltern etc.: kein Ort ohne Angst, nirgends.

„Wir leben leider mit deutlich mehr Angst- als Mutmachern“, sagt Zondler, dessen Beratungsunternehmen centomo http://www.centomo.de von Ludwigsburg aus operiert. „Auch wenn die Wirtschaft häufig selber mit Ängsten spielt, ist Angst letztlich Gift für sie. Nehmen wir das Beispiel Zuwanderung. Jeder weiß, dass unser Land auf lange Sicht auf die Zuwanderung qualifizierter Ausländer angewiesen ist. Doch zurzeit legt sich die Flüchtlingsdiskussion wie Mehltau über das Land. Viele trauen sich daher nicht mehr, einer modernen Zuwanderungsregelung das Wort zu reden. In unserem reichen Bundesland Baden-Württemberg liegt die AfD im ersten Anlauf sogar vor der SPD. Vielleicht schafft es nun ein modernes Zukunftsbündnis aus Grün und Schwarz, den Menschen die Ängste zu nehmen und wieder Lust auf Zukunft zu machen.“

Ob Angst etwas typisch Deutsches ist – so gibt es ja sogar den Begriff der „German Angst“ -, ist zweifelhaft. Starke Männer wie Erdogan, Putin oder Trump bedienen das Sicherheitsbedürfnis ihrer Wähler und schüren Panik, wenn es ihnen politisch in den Kram passt. Und beim täglichen Nachrichtenkonsum drängt sich der Eindruck auf, dass wir in recht hysterischen Zeiten leben. Angstbürger sind die neuen Weltbürger – sie sind überall zuhause.

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Rechtsunsicherheit ist Gift für die Personalbranche

Politischer Streit um Leiharbeit und Werkverträge noch nicht ausgestanden

Von Ansgar Lange +++ Der politische Streit um Leiharbeit und Werkverträge ist noch nicht ausgestanden. Für den ersten Gesetzentwurf zur Zeitarbeit hatte die Feder führende Arbeitsministerin Andreas Nahles (SPD) Kritik geerntet. Ihr nachgebesserter Gesetzentwurf zur Regulierung von Zeitarbeit und Werkverträgen wird nun jedoch von den mächtigen Industriegewerkschaften unterstützt. Die Zeitarbeitsbranche sieht die geplanten gesetzlichen Neuregelungen aber immer noch kritisch, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. „Wenig Licht, viel Schatten“ sah beispielsweise der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands BAP, Thomas Hetz. Werner Stolz vom Nachbarverband IGZ urteilte, der neue Entwurf gehe trotz einiger Verbesserungen über den Koalitionsvertrag hinaus, errichte bürokratische Hürden und missachte die Tarifautonomie der Branche http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/ig-metall-und-industrie-tragen-nahles-gesetz-zu-werkvertraegen-mit-14079978.html

Dass derzeit Rechtsunsicherheit herrscht, missfällt dem Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de , Michael Zondler: „Unternehmen greifen auf externe Spezialisten wie Ingenieure, Controller und IT-Fachleute in der Regel zurück, um sie für zeitlich befristete Aufträge und Projekte einzusetzen. Von dieser Regelung profitieren sowohl die Unternehmen als auch die externen Experten. Durch die öffentliche Debatte über die Scheinselbständigkeit und einschlägige Urteile entsteht aber nun ein falscher Eindruck. Wir reden in Deutschland leider oft einseitig negativ über Zeitarbeit und Dienstverträge. Dabei ist Zeitarbeit oft ein gutes Mittel, um auch geringer Qualifizierte oder Menschen, die länger ohne festen Job waren, wieder in eine geregelte Beschäftigung zu bekommen. Und auch der Dienstvertrag ist dazu geeignet, hoch qualifizierte freiberufliche Spezialisten in Deutschland adäquat einzusetzen. Natürlich gibt es immer schwarze Schafe, aber die pauschale Geringschätzung oder gar Kriminalisierung dieser Beschäftigungsformen ist kontraproduktiv.“

Im Koalitionsvertrag von 2013 hatten CDU/CSU und SPD die Bekämpfung des Missbrauchs von Werkverträgen im Niedriglohnsektor vereinbart. Der aktuelle Gesetzesvorschlag von Arbeitsministerin Nahles umfasst nun überraschend auch Regulierungen zum Dienstvertrag, welcher meist die Basis selbstständiger Expertenarbeit ist. „Hochqualifizierte selbstständige Wissensarbeiter und Experten, die zum Beispiel wie Sie als freie Unternehmensberater im Finance Umfeld oder in der IT tätig sind und mit Ihrer Expertise den deutschen Unternehmen projektbezogen zur Seite stehen, sind plötzlich von einer massiven Einschränkung bedroht und laufen Gefahr zum Kollateralschaden aktueller Regulierungstendenzen zu werden“, schreiben die Betreiber des Blogs der Spezialisten-Agentur Krongaard http://blog.krongaard.de

„Wir müssen weiter wachsam sein und die Pläne der Politik kritisch begleitet. Eine arbeitsmarktpolitische Rolle rückwärts in vergangene Regulierungszeiten können wir uns nicht leisten. Sie wäre ein Anschlag auf die unternehmerische Freiheit hochqualifizierter selbstständiger Wissensarbeiter, auf die der Standort Deutschland dringend angewiesen ist“, so Zondler, dessen Beratungsunternehmen vor allem im Automobilsektor tätig ist. Dass die Autoindustrie, das „Rückgrat des deutschen Exportwunders“, am stärksten von drohenden Restriktionen bei Werkverträgen betroffen und daher am verletzlichsten sei, bestätigt auch Christian Kleinhans von der Münchner Managementberatung Berylls Strategy Advisors. Gegenüber der Wirtschaftswoche sagte er, Tausende Arbeitsplätze seien in Gefahr.

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Produktivität statt Präsenz

Personalexperte Michael Zondler: Arbeitswelt ist noch vom Fabrikzeitalter geprägt

Von Ansgar Lange +++ „Jeder 3. Deutsche arbeitet zu viel!“. Diese Schlagzeile prangte jüngst unter zwölf mehr oder weniger leicht bekleideten Damen, die sich für den Titel „Bild-Girl des Jahres 2015“ beworben hatten. Glaubt man der Auswertung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), auf die sich die Schlagzeile bezieht, dann sieht die deutsche Arbeitswelt nicht so sexy aus. Jeder dritte Vollbeschäftigte arbeite mehr als 45 Stunden pro Woche. Jeder sechste arbeite sogar mehr als 48 Stunden. „Der DGB zieht aus seinem Befund den richtigen Schluss: Arbeitnehmer sollten ihre Arbeitszeit flexibler gestalten können als bisher. Allerdings brauchen wir dafür nicht neue Regeln, wie der DGB reflexartig fordert“, sagt der Personalexperte Michael Zondler, Chef des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de

Das Grundproblem sieht Zondler darin, dass Deutschlands Unternehmen häufig nicht im digitalen, sondern im Fabrikzeitalter angesiedelt seien. „Arbeitnehmer werden häufig nicht nach ihrer Produktivität, sondern nach ihrer Präsenz bewertet. Derjenige, der die meisten Stunden im Büro verbringt, gilt oft als der Beste und Fleißigste. Dabei kann ein Arbeitnehmer viel wertvoller für sein Unternehmen sein, der sein Arbeitspensum in kürzerer Zeit bewältigt“, sagt der centomo-Geschäftsführer.

Nicht nur Stress, auch Langeweile kann ernsthaft krank machen

Dabei gehe es nicht darum, den Druck zu erhöhen und die Daumenschrauben anzuziehen. „In Deutschland kommt es immer gut an, wenn man über zu viel Stress klagt. Wer zugibt, dass er sich langweilt und viel Zeit im Büro mit privaten Dingen oder Surfen im Internet verbringt, erntet eher skeptische Blicke. Die Süddeutsche Zeitung hat kürzlich berichtet, dass sich elf Prozent der Berufstätigen in unserem Land bei der Arbeit unterfordert fühlen. Dies sei die beste Voraussetzung für einen Bore-Out. In deutschen Büros werde Leistung immer noch in Form von Anwesenheit gewertet. Eineinhalb bis drei Stunden Arbeitszeit verbrächten Angestellte im Schnitt pro Tag mit Nichtstun oder Privatem. Dieses Problem müssen wir angehen und beseitigen, unter anderem durch eine andere Art der Personalführung, die Mitarbeitern Freiräume gewährt und Vertrauen höher wertet als Kontrolle“, so Zondler.

Langeweile am Arbeitsplatz macht langfristig krank und führt zu negativem Stress und Erschöpfungssyndromen. „Es ist tatsächlich so, dass wir eine optimale Form von Stress brauchen. Wir haben eine Stressform, die uns guttut, wenn wir gefordert sind“, weiß der Facharzt für psychosomatische Medizin, Wolfgang Merkle.

Jim Thompson, weltbekannter Autor amerikanischer Noir-Romane (z. B. „Getaway“ mit Steve McQueen und Ali Macgraw), hat das Phänomen permanenter Unterforderung, durch die sich Arbeitnehmer wie in einem Hamsterrad befinden, in seinem Thriller „Der Mörder in mir“ plastisch beschrieben: „Es gibt ja verschiedene Sorten von Faulheit. Es gibt Typen, die überhaupt keine Lust zu Arbeiten haben, und es gibt welche, die es einfach nicht fertigbringen, die ausgefahrenen Gleise zu verlassen. Du nimmst einen Job an. Nur vorübergehend, denkst Du, aber dann bleibst Du dabei. Du brauchst noch ein bisschen Geld, ehe Du den Absprung wagen kannst. Und außerdem kannst Du Dich nicht recht entscheiden, wohin der Sprung gehen soll.“

Den Sprung ins Ungewisse wagen

Damit der „Sprung“ in die richtige Richtung geht, müssten sich Arbeitnehmer und Führungskräfte ihrer Verantwortung bewusst sein, sagt Zondler. „Beide Gruppen sollten in regelmäßigen Personalgesprächen abklopfen, ob das Arbeitsverhältnis noch zur beiderseitigen Zufriedenheit verläuft, oder ob man nicht durch neue und positive Leistungsanreize und Herausforderung die Spannung aufrechterhalten kann. Leider verwechseln manche Chefs eine Art Friedhofsruhe ihrer Mitarbeiter häufig mit deren Zufriedenheit. Dabei brodelt es innerlich. Aber auch der einzelne Arbeitnehmer ist gefragt. Er sollte Defizite offen ansprechen und sich um Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen kümmern. Außerdem ist der Job nicht alles. Manchmal helfen schon ein neues Hobby oder mehr Sport, damit die Zufriedenheit auch im Beruf wieder ansteigt. Wenn das alles nicht hilft, sollte man sich externe Hilfe holen und einen Coach oder einen Berater kontaktieren. Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, und ein neuer Kontakt von außen kann ein wichtiger Anstoß für eine berufliche oder auch private Neuorientierung sein. Ganz schnell muss aber auch das Tabu weg, dass nur Stress krank machen kann, nicht Langeweile.“

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David gegen Goliath

Sind Deutschlands Autoriesen auf das „Apple Car“ vorbereitet?

Von Ansgar Lange +++ Der aktuelle VW-Skandal zeigt, dass Deutschlands Autoindustrie zwar stark, aber auch arrogant und damit sehr verwundbar ist. „VW schickt Mitarbeiter in lange Ferien“ titelt Focus Online http://www.focus.de/finanzen/boerse/volkswagen-skandal-im-news-ticker-vw-betriebsratschef-falsche-verbrauchswerte-druecken-verkaeufe_id_5117195.html und beschreibt die Folgen der Krise: Der Wolfsburger Konzern ruft europaweit 8,5 Millionen Diesel-Fahrzeuge zurück. Die Justiz in Deutschland, Amerika und Frankreich ermittelt gegen VW. Die US-Umweltbehörde droht mit einer saftigen Strafzahlung von bis zu 18 Milliarden Dollar.

Dabei ist Deutschland Autoland. Deutsche Premiumhersteller haben Weltgeltung. Nicht wenige halten deutsche Autos und deutsche Ingenieure für die besten der Welt. Für einen realistischen Blick auf Deutschlands Autoindustrie plädiert der Ludwigsburger Personalexperte Michael Zondler vom Beratungsunternehmen centomo http://www.centomo.de „Wenn man in Baden-Württemberg geboren wurde, lebt und arbeitet hat man ja quasi Benzin im Blut. Hier in der Region wissen die Menschen ganz genau, dass eine Menge abhängt von der Autoindustrie. „Mir schaffet beim Daimler“: Diese stolzen Worte sagen viel aus über die Beziehung der Menschen zu dem Konzern mit dem Stern. Als Berater, der beruflich viel mit der Autoindustrie zu tun hat, hat man einen etwas anderen Blick auf die Autoindustrie. Er sollte realistisch sein, fern von Schönfärberei oder Schwarzseherei.“

Zondler wagt den Blick in die Glaskugel. „Fest steht, die deutschen Automobilgiganten müssen sich auf völlig neue Welten einstellen. Bisher war ihr Markenbild geprägt von PS und Prestige. Der digitale Wandel geht in Deutschland deutlich zu langsam voran: In Amerika ist er in vollem Gange. Dies heißt übersetzt: Sind VW, BMW, Mercedes, Opel und Co. auf das „Apple Car“ oder das „iCar“ vorbereitet?

Deutschlands Autokonzerne sind wie große Tanker. Sie sind manchmal ein wenig unbeweglich und müssen eine gigantische Infrastruktur vorhalten wie Autohäuser etc. Außerdem ist die Produktpalette der meistern Konzerne inzwischen super aufgebläht durch Diversifizierung bis in die letzte Nische. Dies führt ebenfalls zu hohen Kosten. Was passiert, wenn Apple sein „Apple Car“ wie damals den VW-Käfer als Auto für alle ganz einfach in den Apple Store stellt?“, so Zondler.

Google oder Apple seien noch keine Automobilbauer und könnten daher ihre Preise frei gestalten. Sie könnten die deutschen Dickschiffe mit einer aggressiven Preispolitik herausfordern. Der centomo-Geschäftsführer erinnert daran, dass Nokia einst ein bedeutender Mobiltelefonhersteller und von 1998 bis 2011 Marktführer in dieser Branche gewesen sei. Doch 2007 kam das iPhone, und alles wurde anders.

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Anschlag auf das Recht auf unternehmerische Freiheit

Warum Werkverträge gute Arbeit und kein Lohndumping sind

Von Ansgar Lange +++ Beschäftigte der Automobilindustrie haben jüngst in Leipzig gegen den Missbrauch von Werkverträgen in ihrer Branche demonstriert. An dem Aktionstag beteiligten sich laut Angaben der IG Metall deutschlandweit zehntausende Beschäftigte.

Michael Zondler, Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens centomo http://www.centomo.de , das selbst stark in der Automobilbranche und bei Zulieferern engagiert ist, hält es für überzogen, wenn Gewerkschaften nun generell mobil gegen Werkverträge machen. „Es ist das gute Recht der Arbeitnehmer, auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren. Aber ich denke, dass ein Blick auf die Fakten und ein wenig Aufklärung über den tatsächlichen Charakter von Werkverträgen die Sorgen der meisten Beschäftigten zumindest mindern würde. Natürlich muss der Gesetzgeber gegen Scheinselbstständigkeit vorgehen. Das tut er ja auch schon. Dass aber zurzeit ein Klima erzeugt wird, indem Werkverträge unter Generalverdacht gestellt werden, halte ich für sehr problematisch. Denn Scheinselbstständigkeit gilt in Deutschland rechtlich als Schwarzarbeit. Dies trifft auf die allermeisten Werkverträge aber sicher nicht zu“, so Zondler.

Der Personalexperte aus Baden-Württemberg sieht die derzeitige unklare Rechtssituation mit sehr gemischten Gefühlen: „Unternehmen greifen auf externe Spezialisten wie Ingenieure, Controller und IT-Fachleute in der Regel zurück, um sie für zeitlich befristete Aufträge und Projekte einzusetzen. Von dieser Regelung profitieren sowohl die Unternehmen als auch die externen Experten. Durch die öffentliche Debatte über die Scheinselbständigkeit und einschlägige Urteile entsteht aber nun ein falscher Eindruck. Wir reden in Deutschland leider oft einseitig negativ über Zeitarbeit und Dienstverträge. Dabei ist Zeitarbeit oft ein gutes Mittel, um auch geringer Qualifizierte oder Menschen, die länger ohne festen Job waren, wieder in eine geregelte Beschäftigung zu bekommen. Und auch der Dienstvertrag ist dazu geeignet, hoch qualifizierte freiberufliche Spezialisten in Deutschland adäquat einzusetzen. Natürlich gibt es immer schwarze Schafe, aber die pauschale Geringschätzung oder gar Kriminalisierung dieser Beschäftigungsformen ist kontraproduktiv.“

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) http://www.insm.de wirbt derweil mit einer Imagebroschüre für eine sachliche Diskussion. „Werkverträge sind gute Arbeit!“ lautet das Motto der Kampagne. Und sie lässt Fakten sprechen: So liegt der Durchschnittsverdienst eines Angestellten bei 2.533 Euro im Monat. Ein selbstständiger Werkvertragsnehmer kommt auf 3.501 Euro im gleichen Zeitraum. Mit 1,9 Prozent seien selbstständige Werkvertragsnehmer ein kleiner, aber wichtiger Teil des Arbeitsmarktes. „Die relativ geringe Zahl derjenigen, die als Werkunternehmer tätig sind, zeigt auch, dass hier nun wirklich kein neues Feld für Bürokraten und Durchregulierer ist. In vielen hochspezialisierten Branchen ist das Outsourcing von Dienstleistungen unabdingbar. Wer das nicht begreift, betreibt Sozialromantik und will den Menschen die Freiheit nehmen, die aus voller Überzeugung als Werkunternehmer tätig sind“, sagt der centomo-Chef.

Selbstständige mit Werkverträgen haben überdies auch von allen Erwerbsgruppen das niedrigste Armutsrisiko. Bernhard Steinkühler, Fachanwalt für Arbeitsrecht, kann die Einmischung der Gewerkschaften nicht ganz nachvollziehen. Würden Werkverträge durch weitere Gesetze reguliert, dann sei das grundgesetzlich geschützte Recht auf unternehmerische Freiheit in Gefahr.

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Die Digitalisierung der Autowelt geht jeden an

Autonomes Fahren braucht aber noch viel Überzeugungsarbeit

Von Ansgar Lange +++ Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) ist das autonome Fahren wieder ein Thema. Ansonsten beschäftigen sich meist der Auto- oder der Wirtschaftsteil der Zeitungen mit selbstfahrenden Automobilen. „Das Thema ist so groß und wichtig, dass wir eine gesamtgesellschaftliche Debatte brauchen. Wenn Daimler-Chef Dieter Zetsche sagt, dass wir vor der Neuerfindung des Automobils stehen, dann meint er nicht nur die technische Seite. Hier geht es auch um ethische, juristische, datenschutzrechtliche und versicherungstechnische Fragen. Ja, die Digitalisierung der Autowelt berührt sogar ganz grundsätzliche, gleichsam philosophische Fragen. Es ist gut, dass nun auch das Feuilleton der FAZ groß aufgemacht über das autonome Fahren berichtet. Der Autor Niklas Maak schreibt, dass die gesellschaftlichen Prioritäten ,weg von Freiheit und Selbstbestimmung hin zu Abschottung, Komfort und Heilung“ verschoben würden. Das autonome Auto wisse nun besser, was für den Fahrer gut ist“, sagt Michael Zondler, Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens centomo recruitment & interim http://www.centomo.de

Vom aktiven Fahrer zum „loungenden Mitfahrer“

Maak, so Zondler, betonte vor allem die eher negativen Seiten, den „Totalschaden auf der Datenautobahn“ http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/automesse-iaa-zeigt-datensammelnde-fahrende-computer-13804985.html Der FAZ-Feuilletonist unterstellt der Autoindustrie, dass sie ihr Produkt gerade zu einem Replikanten umbaue, „der zwar noch aussieht wie ein Auto, in Wirklichkeit aber ein motorisierter Supercomputer“ sei. Die Spezies Auto zerfalle in zwei nur noch phänotypisch ähnliche Gattungen: „In mechanische Vehikel, in denen sich der Fahrer nach wie vor gegen den Zugriff interessierter Dritter abschotten kann, und in selbstfahrende Computer – und die Verwandlung des Fahrers vom aktiven Lenker in einen loungenden Mitfahrer verändert auch die Form des Automobils selbst.“ Der Preis des autonomen Fahrens sei die Autonomie des Fahrers, so Maak.

„Es lässt sich nicht mehr wegdiskutieren, dass die Zukunft des autonomen Fahrens bereits jetzt begonnen hat, auch wenn es noch sehr viel zu regeln gibt, bevor die Autos wirklich eigenständig über unsere Straßen fahren. Aus Sicht des Personalexperten ist diese Entwicklung positiv zu bewerten, denn die Digitalisierung der Autoindustrie verlangt nach entsprechend geschultem Personal auch aus dem IT-Bereich. Digitalisierung und Sicherheitsfragen, die so genannte Cybersecurity, sind hierbei ein Top-Thema. Und letztlich müssen auch die Verbraucher vom autonomen Fahren überzeugt werden. Denn nach einer aktuellen Umfrage des Tüv Süd halten viele der Befragten autonomes Fahren für sehr unsicher. Den größten Nutzen sehen die Befragten darin, bis ins hohe Alter mobil sein zu können“, so Zondler mit Verweis auf die Tüv-Süd-Umfrage http://www.heise.de/autos/artikel/Umfrage-Viele-halten-autonomes-Fahren-fuer-unsicher-2819825.html

Der Tüv Süd hält beim autonomen Fahren noch „viel Überzeugungsarbeit“ für notwendig. So ist autonomes Fahren laut der Umfrage für 57 Prozent unwichtig und für 23 Prozent egal. Zudem ist auch der Wissensstand zum Thema eher gering. Von dem Thema gehört haben zwar schon 79 Prozent, doch nur 18 Prozent haben sich auch aktiv drüber informiert, schreibt heise Autos.

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Der „Vollhorst“: Sind Politiker die schlechteren Menschen?

Leidenschaft und Optimismus statt opportunistischer Bräsigkeit

von Ansgar Lange +++ Das Ansehen der Politiker ist schlecht. Dies hat seinen Grund, wie der Unternehmensberater und Kommunikationsexperte Hasso Mansfeld in einem Beitrag für The European schreibt: „Parteien kehren die negativsten Eigenschaften eines Menschen hervor.“ Mansfeld, der als Kandidat der FDP bei der Europawahl antrat, liefert nicht nur eine schonungslose persönliche Abrechnung, sondern auch ein paar Tipps, wie man Parteien und damit die Demokratie wieder etwas attraktiver machen könnte http://www.theeuropean.de/hasso-mansfeld/10448-wie-es-ist-sich-in-einer-partei-zu-engagieren.

Zum wichtigsten politischen Handwerkszeug gehörten nicht etwa Fachkenntnisse, Bürgernähe und persönliche Integrität, sondern ganz andere Fertigkeiten: „Allianzen schmieden“, kungeln, Strippen ziehen, hinter den Kulissen agieren, nach oben buckeln und sich anpassen. Die „Anpassung an die herrschende Meinung sei das Mittel der Wahl“. Das Führungspersonal fördere tendenziell nur solche Kandidaten, die ihnen nicht zu gefährlich werden könnten. Die „herausragende Mittelmäßigkeit“ sei das Ideal des politischen Funktionärs.

Das seiner Ansicht nach herrschende Klima in der Politik bringt der Autor wie folgt auf den Punkt: „Und mit wie vielen Menschen, mit denen ich mich privat nie abgeben würde, war ich in meiner politisch aktivsten Zeit versucht, auf „Gut Freund“ zu machen.“ Parteitage mit festen Absprachen im Vorfeld und sozialistischen Ergebnissen sowie die Denunziation von offenen Wahlen als „Kampfabstimmungen“ seien die Folge. Mansfelds Rezept: Mehr onlinegestützte Basisabstimmungen und Vorwahlen nach amerikanischem Modell, in denen die Parteibasis über Spitzenkandidaten abstimmt. So könne frischer Wind ins System geblasen werden. Vor allem brauche die innerparteiliche Demokratie mehr Wettbewerb, denn der Wettbewerb hinter vorgehaltener Hand, dieses „Intrigieren und Ausstechen“ sei höfischen Gesellschaften und Räuberbanden würdig.

„Patentrezepte dafür, wie Politik wieder attraktiver gemacht werden kann, gibt es nicht“, sagt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo. recruitment & interim http://www.centomo.de mit Firmensitzen in London und Ludwigsburg. „Es ist ein schöner Traum, dass Politik nur basisorientiert stattfindet und sich Menschen aus allen Berufen und Schichten in einer Partei engagieren. Doch so läuft das nicht. Mancher Seiteneinsteiger aus der Wirtschaft merkt schnell, dass Politik auch ganz schön anstrengend und langweilig sein kann.“

In seinem Roman „House of Cards“ – Vorbild der mit Kevin Spacey verfilmten Serie – schreibt der Autor Michael Dobbs: „Politik. Das Wort stammt aus dem Griechischen. „Poly“ bedeutet „viele“. Und ein Tic ist eine Nervenkrankheit“. Und so ist die Hauptfigur Francis Urquhart das Paradebeispiel des zynischen, karrieregeilen Machtpolitikers ohne feste Überzeugungen, der über Leichen geht.

Wanka? – Kenn ich nicht!

Doch solche Monster seien nicht die Regel in der Politik, meint Zondler. Es sei allerdings so, dass wichtige Themenfelder wie Innovation, Forschung und Entwicklung, Bildung, neue Technologien etc., die für die Zukunft des Landes wichtig seien, von den Parteien und den Politikern mit zu wenig Leidenschaft und Optimismus „verkauft“ würden.

„Wer bitteschön kennt Frau Wanka, unsere Bundesministerin für Bildung und Forschung? Es ist schade, dass so spannende Themen von einer No-Name-Politikerin vertreten werden. Und Alexander Dobrindt, der ja auch Bundesminister für digitale Infrastruktur ist, macht auf diesem Gebiet wenig von sich reden – dafür umso mehr von seiner unsinnigen Maut-Kopfgeburt“, so Zondler. Wenn der schlanke Herr in den schrägen Anzügen und mit der Nerd-Brille mehr für den digitalen Wandel und weniger für die blau-weiße Klientel machen würde, dann hätte Deutschland schon gewonnen.

Vielleicht ist also weniger Bosheit der Hauptcharakterzug von Politikern, sondern eher eine gewisse opportunistische Bräsigkeit. Der Kabarettist Bruno Jonas hat jüngst seine Typologie des modernen Politikers unter dem Titel „Der Vollhorst“ vorgelebt. Dieser müsse nicht unbedingt bayerischer Ministerpräsident sein und noch nicht einmal den Vornamen Horst tragen: „Er kann auch Gerhard oder Sigmar oder sogar Angela heißen. Hauptsache, er behauptet heute etwas, was er gestern verteufelt hat und morgen wieder vergessen haben wird. Der Vollhorst ist immer auf der Seite des Wählers, weil er hauptsächlich ankommen will. Er hat keine Überzeugungen, dafür aber umso mehr Meinungen: für jeden Wähler eine.

„Ein Leben in der Politik ist so sinnlos, als würde man all seine Wünsche an eine Schneeflocke heften. Etwas Wunderschönes. Und im nächsten Moment verschwunden“, schreibt Dobbs. Dass dies nicht ganz der Wahrheit entspreche und es eine ganze Reihe solider Volksvertreter gibt, werde schon daran deutlich, dass Deutschland gut durch die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise gekommen sei, so der centomo-Chef. Der „Vollhorst“ ist also durchaus in der Lage, bei allen opportunistischen Verrenkungen und einer gewissen Karrieregeilheit einen ganz ordentlichen Job hinzulegen.

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Unzufriedenheit als Wettbewerbsvorteil

Wer sich mit dem Erreichten zufrieden gibt, stagniert

Von Ansgar Lange +++ Gemeinhin gelten unzufriedene Mitarbeiter als Störfaktor. Nur zufriedene Mitarbeiter – so die gängige Lesart – steigern den Wert eines Unternehmens. Deutschland ist ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Land, obwohl die Deutschen nicht unbedingt als besonders zufriedene Zeitgenossen gelten. Wie lässt sich dieser Widerspruch auflösen?

„Jammern wie die Weltmeister“ lautet ein FAZ-Kommentar von Sven Astheimer, der sich ein wenig in Völkerpsychologie übt. Die Deutschen, so sein Befund, unterscheiden sich von den meisten anderen Völkern dieser Erde vor allem darin, dass sie selten so richtig mit etwas zufrieden sind. Diese chronische Unzufriedenheit sei ein unheimlich belebendes Element im wirtschaftlichen Alltag. Als Beleg führt Astheimer an, dass es Deutschland mit jährlich 14.000 neuen Patenten „zur Ideenschmiede Nummer eins“ auf der Welt gebracht habe.

„Jammen wie die Weltmeister“

Doch an die Stelle chronischer Unzufriedenheit als Stimulanz für Tüftlergeist und Innovationsfreude scheint nun allgemeine Zufriedenheit und Behäbigkeit zu treten. Nach Dänemark schaut Deutschland nämlich am optimistischsten in die Zukunft, wie das Marktforschungsunternehmen Nielsen http://www.nielsen.com/de/de/insights/news/2015/CCI_Q1_2015.html in einer aktuellen Studie herausgefunden hat. Grund für die Zuversicht der deutschen Verbraucher seien die stabile wirtschaftliche Lage und die gute Situation auf dem Arbeitsmarkt. Die weiter steigenden Einkommen sowie der anhaltend niedrige Zinssatz deuteten darauf hin, dass das Konsumklima in Deutschland auch auf längere Sicht freundlich bleiben werde.

Laut Astheimer braucht ein rohstoffarmes Land mit hohem Lebensstandard, vergleichsweise hohen Löhnen und einem hohen Maß an sozialer Sicherheit aber weiterhin eine kreative Unzufriedenheit. „Wer sich mit dem Erreichten zufrieden gibt, stagniert“, bestätigt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo. recruitment & interim http://www.centomo.de mit Firmensitzen in London und Ludwigsburg. „Der FAZ-Autor hat Recht“, so Zondler, dessen Personalberatung vor allem im Bereich der Automobilzulieferer tätig ist. „Gerade die Akribie hiesiger Premiumhersteller und das ständige Ringen um die allerbeste Lösung sind der Garant für die enorme Wertschätzung, welche die deutsche Automobilindustrie weltweit genießt.“

Die hervorragenden Produkte dieser deutschen Schlüsselindustrie fußen nach seiner Ansicht auf zwei Grundlagen: „Zum einen auf einer im positiven Sinne kritischen Arbeitskultur mit – so Astheimer – nonkonformen Mitarbeitern und nie zufriedenen Vorgesetzten. Zum anderen auf sehr gut ausgebildeten Fachkräften. Letztlich ist der Faktor Mensch für den Erfolg entscheidend, also das Personal“, sagt der centomo-Chef.

Der Faktor Mensch entscheidet

Kein Wunder, dass deutsche Automobilhersteller ganz oben in der Gunst der europäischen Absolventen stehen. So hat das Trendence-Institut http://www.trendence.com jüngst herausgefunden, dass Google und VW die Wunscharbeitgeber sind. Die IT- und Automobilbranche sowie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften dominieren die Top 10 der beliebtesten Arbeitgeber der Ingenieure, Informatiker und Wirtschaftswissenschaftler, so eines der Ergebnisse des Graduate Barometers, das das Trendence Institut unter rund 300.000 abschlussnahen Studierenden in 24 Ländern Europas durchgeführt hat http://www.markenartikel-magazin.de/no_cache/unternehmen-marken/artikel/details/10011963-google-vw-sind-wunscharbeitgeber-europaeischer-absolventen/. „Während auf den ersten Blick drei Branchen die TOP 10 der beliebtesten Arbeitgeber dominieren“, so Zondler, „sind es auf den zweiten Blick nur noch zwei. Denn die IT und Automobilbranche werden – Stichwort selbstfahrende Autos – in Zukunft immer mehr zusammenwachsen.“

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Ein Land im Innovationsstau

Warum wir eine neue Agenda 2010 brauchen

Von Ansgar Lange +++ „Noch geht es unserer Wirtschaft gut. Dies ist die Folge fleißiger deutscher Arbeitnehmer und innovativer Unternehmen. Doch wir laufen Gefahr, als Wirtschaftsstandort zurückzufallen, wenn der Staat nicht bald die Maßstäbe zurecht rückt und mehr in Zukunft und Infrastruktur investiert. Während der Bundesfinanzminister die schwarze Null zum Fetisch erhoben hat, werden den Kommunen immer mehr Aufgaben von Land und Bund übertragen, für deren Finanzierung sie dann zuständig sind. Dies trifft insbesondere für den Sozialbereich zu. Kann es langfristig gut gehen, wenn eine Großstadt fast 40 Prozent ihrer Ausgaben für Soziales verwenden muss, weil es sich um Pflichtaufgaben handelt? Um diese Lasten zu schultern, werden die Steuern und Sozialabgaben zahlenden Bürger und Unternehmen immer stärker zur Kasse gebeten“, sagt der Wirtschaftsexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de mit Firmensitzen in London und Ludwigsburg.

Vor Ort werden die Probleme am sichtbarsten. Dort sind sie nicht abstrakt. Während die Politelite in Berlin und Brüssel über das x-te Rettungspaket für Griechenland diskutiert, stehen Millionen Pendler täglich im Stau, Schulen und Schwimmbäder verrotten, kulturelle Einrichtungen müssen schließen etc.

Mehr Optimismus wagen

Die Kommunen stöhnen schon lange unter ihrer Belastung, doch der Bund trägt die schwarze Null wie eine Monstranz vor sich her – die sich ringsum auftürmenden Probleme einfach ignorierend. „Wir haben eine Schieflage in Richtung der sozialen Themen“, beklagte jüngst der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, im Gespräch mit dem Bonner General-Anzeiger. „Wir beschäftigen uns auf allen politischen Ebenen fast ausschließlich mit sozialer Gerechtigkeit und schaffen eine riesige Bürokratie. Das wichtige Thema Infrastruktur spielt in den Sonntagsreden eine Rolle, aber im tatsächlichen politischen Handeln immer weniger.“ Laut einer Studie beträgt der Innovationsstau der Kommunen mittlerweile 132 Milliarden Euro.

Doch Trübsal blasen und in Weltuntergangsgefühlen zu schwelgen kann keine Lösung sein, sagt Zondler. Die Politik habe es doch gerade jetzt in der Hand, beherzt zu handeln: „Wenn, wenn nicht jetzt, könnten die Weichen gestellt werden für einen Wechsel weg vom Verfrühstücken der eigenen Zukunft hin zu einer Politik über den Tag hinaus? Wozu braucht man eine Große Koalition im Bund, wenn sie nicht die großen Fragen angeht?“ Anhand der derzeitigen außenpolitischen Herausforderungen (Griechenland, Ukraine, internationaler Terrorismus etc.) blieben leider manchmal die innenpolitischen und wirtschaftlichen Themen auf der Strecke. „Wir brauchen wieder so ein bisschen Aufbruchstimmung wie damals bei der Agenda 2010 von Kanzler Schröder“, fordert der centomo-Chef.

Kinder sind unsere Zukunft

Doch auch die Wirtschaft müsse sich teilweise noch positiver dem Thema Zukunft stellen. „Damit unsere Unternehmen weiter Weltspitze bleiben und die Menschen in Lohn und Brot sind, ist Bildung das A und O“, so Zondler. „Unser System ist langfristig darauf ausgerichtet, dass beide Partner arbeiten. Die klassische Ein-Verdiener-Ehe ist irgendwann in der Ära von Helmut Kohl auf der Strecke geblieben. Doch gerade Unternehmen tun hier noch zu wenig. Nur rund 1,2 Prozent aller Kindergärten sind Betriebskitas. Wer morgen gute Fachkräfte haben will, muss sich heute für Kinderbetreuung in Unternehmen stark machen. Und auch 24-Stunden-Kitas, die es ja teilweise schon gibt, dürfen kein Tabu sein. Wie soll denn sonst die allein erziehende Krankenschwester im Schichtdienst ihr Kind betreuen?“ Eltern wie Unternehmen sähen beim Thema frühkindliche Bildung aber immer noch in erster Linie „Vater Staat“ in der Pflicht.

Doch statt sich mit der Frage zu beschäftigen, wie die Arbeit von morgen aussehen könne, konzentriere sich die bienenfleißige Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) darauf, wie man Arbeit staatlich regulieren könne. „Ob es um abschließbare Kleiderschränke am Arbeitsplatz oder die Betriebssicherheit von Paternostern geht – Andrea Nahles kümmert sich darum“, lästert Die Welt.

Die Menschen bräuchten wieder mehr Freiräume, um ihr eigenes (Arbeits-)Leben zu gestalten, so Zondler. Wer immer nur kontrolliere und reguliere, misstraue den eigenen Bürgern und töte Optimismus und Innovationsfreude ab. Aber genau diese Tugenden bräuchten wir, um auch in Zukunft in der ersten Liga mitzuspielen.

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