Schlagwort: TNS Infratest-Studie

Arbeitswelt 4.0: Digitale Skills unentbehrlich, aber noch nicht ausreichend geschult

Aktuelle TNS Infratest-Studie 2017: Digitalisierung erhöht Weiterbildungsbedarf

Arbeitswelt 4.0: Digitale Skills unentbehrlich, aber noch nicht ausreichend geschult

Das sollten Arbeitnehmer können!

Pfungstadt bei Darmstadt, 22. Februar 2017 – Der technologische Wandel wirkt sich stark auf das tägliche Arbeiten aus – Fertigungsprozesse verändern sich schnell, die Vernetzung von Anlagen und Anwendungen nimmt zu, Teams arbeiten zunehmend virtuell. Um fit für die digitalisierte Arbeitswelt zu sein, benötigen Unternehmen daher Mitarbeiter mit vielseitigen digitalen Skills. Das aktuelle Weiterbildungsportfolio in den Unternehmen entspricht allerdings bei weitem noch nicht den digitalen Anforderungen. Dies geht aus der aktuellen TNS Infratest-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2017“ hervor. Die Umfrage wurde bereits zum neunten Mal in Folge im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) unter 300 Personalverantwortlichen in deutschen Unternehmen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen auch: Die Digitalisierung ist in Unternehmen auf allen Qualifikationsebenen angekommen. Mit ihr steigt der Weiterbildungsbedarf.

Ob produzierende oder fertigende Unternehmen oder der Dienstleistungssektor – der Einsatz von IT-Technologien ist mittlerweile in nahezu allen Berufen selbstverständlich. Dementsprechend erkennen Personalverantwortliche, wie wichtig es ist, dass Mitarbeiter über die entsprechenden digitalen Skills verfügen und mit verschiedenen Technologien umgehen können. Das bestätigen die aktuellen TNS Infratest-Ergebnisse: Der sichere Umgang mit dem Internet wird von 91 Prozent der Befragten als wichtig bis äußerst wichtig eingeschätzt, dicht gefolgt von berufsrelevanten Software-Programmen (90 Prozent) sowie Sicherheitsrichtlinien für IT (88 Prozent). Zudem sollten Mitarbeiter im Alltag diverse IT-Tools nutzen können, um den Arbeitsfluss effizient zu gestalten. So halten 88 Prozent der Befragten Kommunikations-Tools für wichtig bis äußerst wichtig, gefolgt von Tools zur Selbstorganisation (85 Prozent), zur Wissensaneignung (79 Prozent) sowie cloudbasierten Kollaborations-Tools (75 Prozent).

Digitalisierung ist in der täglichen Arbeitspraxis angekommen

„Dass die Digitalisierung Einzug in den Arbeitsalltag gehalten hat, zeigt die Studie bereits zum zweiten Mal in Folge. 66 Prozent aller Personalverantwortlichen bestätigen, dass ihr Unternehmen stark bis äußert stark davon betroffen ist“, so Brigitta Vochazer, Geschäftsführerin der SGD. Damit ist der Wert nahezu identisch mit dem letztjährigen (2016: 68 Prozent). Von den großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern sind aktuell 82 Prozent betroffen. Damit liegen sie 16 Prozentpunkte über den Gesamtergebnissen. Von den mittleren Unternehmen mit zehn bis 499 Mitarbeitern sind es 75 Prozent und von den kleinen Unternehmen mit bis zu neun Mitarbeitern 54 Prozent.

Alle Qualifikationsebenen von Digitalisierung betroffen

Doch welche Mitarbeiter sind konkret von der Digitalisierung der Arbeitswelt betroffen? Die Ergebnisse zeigen, dass sich die digitalisierte Arbeitswelt von der Fach- bis zur Führungskraft auf jeden auswirkt. Laut 81 Prozent der Befragten sind ausgebildete Fachkräfte und Sachbearbeiter mit Ausbildung stark bis äußert stark betroffen, ebenso Führungskräfte im mittleren Management (76 Prozent) und Spezialisten mit akademischem Abschluss (76 Prozent). Bei den Top-Führungskräften sind es 75 Prozent und bei angelernten Facharbeitern mit Berufserfahrung 65 Prozent.

Arbeit 4.0 erhöht Weiterbildungsbedarf

„Arbeit 4.0 bringt neue Anforderungen mit sich, denn die Menschen arbeiten immer vernetzter, Abläufe werden automatisierter und neue Technologien gehören zur täglichen Arbeitspraxis. Dies wirkt sich auch auf die betriebliche Weiterbildung aus“, so Vochazer. So geben 74 Prozent der befragten Personaler an, dass durch die Digitalisierung der Weiterbildungsbedarf stark bis äußerst stark steigt (2016: 75 Prozent). Ein Blick auf die verschiedenen Unternehmensgrößen zeigt einen hohen Weiterbildungsbedarf bei größeren Unternehmen ab 500 Mitarbeitern. Hier gehen aktuell 92 Prozent der HR-Manager von einem stark bis äußerst stark wachsenden Fortbildungsbedarf aus. In mittleren Unternehmen (zehn bis 499 Mitarbeiter) sind es 84 Prozent, in kleinen Unternehmen (ein bis neun Mitarbeiter) 60 Prozent.

Fit für die Arbeit 4.0 mit Schulungen für digitale Skills

Vom professionellen Umgang mit dem Internet bis zum Einsatz cloudbasierter Kollaborations-Tools: Personaler erwarten von Mitarbeitern vielfältige digitale Skills. Die aktuelle Studie zeigt, dass die Unternehmen ihre Fortbildungsmaßnahmen derzeit vor allem auf den Bereich Software-Programme fokussieren. 70 Prozent der Unternehmen bieten hierfür Schulungen an. Sicherheitslinien für IT werden in 59 Prozent, der sichere Umgang mit Kommunikations-Tools in 58 Prozent und der sichere Umgang mit dem Internet in 55 Prozent der Unternehmen geschult. Mehr als die Hälfte der Unternehmen fördern zudem durch Schulungen den Umgang mit Tools zur Selbstorganisation (54 Prozent) und zur Wissensaneignung (53 Prozent) sowie den Umgang mit cloudbasierten Kollaborations-Tools (51 Prozent). Bei einigen Ergebnissen zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen den digitalen Skills, die die befragten Personaler für wichtig bis äußerst wichtig erachten, und dem aktuellen Schulungsangebot. „Unternehmen, die für die Arbeitswelt 4.0 fit sein wollen, sollten die digitalen Skills umfassend im Blick haben und diese bei ihren Mitarbeitern gezielt ausbauen. Es empfiehlt sich, das Weiterbildungsangebot so anzupassen, dass genau die Skills geschult werden, die wichtig sind, von den Mitarbeitern aber noch nicht beherrscht werden“, so Vochazer.

Die Grafiken (CMYK und RGB) sowie ein Porträtfoto von Brigitta Vochazer erhalten Sie unter https://netfiles.de/maisberger/public/SGD
Quelle: SGD

Über die Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD):
Die Studiengemeinschaft Darmstadt ist eines der traditionsreichsten und größten Fernlehrinstitute Deutschlands. Jährlich bilden sich ca. 60 000 Fernschüler in mehr als 200 staatlich geprüften und anerkannten Fernlehrgängen in den Bereichen Schulabschlüsse, Sprachen, Wirtschaft, Technik, Informatik und Digitale Medien, Allgemeinbildung sowie Kreativität, Persönlichkeit und Gesundheit weiter.

Bereits seit 2001 bietet die SGD den Teilnehmern die Möglichkeit, ergänzend zum Studienmaterial auf dem Online-Campus waveLearn die Vorteile des E-Learning zu nutzen. Außerdem gibt der individuelle Rundum-Service der SGD Sicherheit und Flexibilität für das Fernlernen in unterschiedlichsten Lebenssituationen. Das zur Klett Gruppe gehörende Unternehmen wurde für seine innovativen Ideen und seine Serviceorientierung bereits mehrmals ausgezeichnet, so beispielsweise vom Branchenverband Forum DistancE-Learning oder von der Initiative Mittelstand. Zertifizierungen nach ISO 9001, ISO 29990, TÜV Süd Servicequalität und AZAV belegen die hohen Qualitäts- und Servicestandards der SGD.

Seit der Gründung im Jahr 1948 durch Werner Kamprath zählt die SGD über 900 000 Kursteilnehmer. Die Bestehensquote der Teilnehmer bei staatlichen, öffentlich-rechtlichen und institutsinternen Abschlüssen liegt bei über 90 Prozent. Dies ist auf die persönliche und individuelle Studienbetreuung durch die Fernlehrer zurückzuführen.

Weitere Informationen unter: www.sgd.de

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Weiterbildung 2015: virtuell, mobil, persönlich

TNS Infratest-Studie 2015: HR-Manager setzen bei Weiterbildungsangeboten auf einheitliches „Look-and-feel“

Weiterbildung 2015: virtuell, mobil, persönlich

Bedeutung von Tutoren in der Weiterbildung (Bildquelle: SGD)

Pfungstadt bei Darmstadt, 07. Mai 2015 – Rund zwei Drittel der Personaler halten ein einheitliches „Look-and-feel“ von Lernplattformen und Lerninhalten auf allen genutzten mobilen Endgeräten für wichtig bis äußerst wichtig. Dieses Ergebnis geht aus der aktuellen TNS Infratest-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2015“ hervor und zeigt, dass Lernen immer mobiler und vernetzter wird. Gleichzeitig spielt für die Befragten die persönliche Begleitung des Lernprozesses durch einen Tutor eine wichtige Rolle in der berufsbegleitenden Weiterbildung. Die Studie im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) wurde unter 300 Personalentscheidern durchgeführt.

Smartphone, Tablet oder Notebook haben längst Einzug in den beruflichen wie privaten Alltag gehalten. Auch aus dem Fernstudium sind mobile Lernformen und Anwendungen nicht mehr wegzudenken, da Lehrgangsteilnehmer völlig zeit- und ortsunabhängig lernen möchten. Eine Entwicklung, die auch HR-Manager sehen. Laut aktueller TNS Infratest-Studie halten 80 Prozent der Befragten mobile Technologien, die den Lernerfolg fördern, für die berufliche Weiterbildung deshalb für wichtig bis äußert wichtig.

Ein Muss: Einheitliche Darstellung der Lernumgebung
Ob zuhause oder unterwegs – wer eine berufsbegleitende Weiterbildung absolviert, will frei verfügbare Zeitfenster bestmöglich zum Lernen nutzen. Für Weiterbildungsteilnehmer ist es deshalb wichtig, dass sie Lernplattformen und Anwendungen nicht nur am heimischen PC, sondern auch auf den mobilen Endgeräten in der gewohnten Optik vorfinden. Auch für Personaler ein wichtiger Faktor. Laut TNS Infratest-Studie halten 72 Prozent der befragten HR-Manager ein einheitliches „Look-and-feel“ der Lernplattformen und Lerninhalte auf verschiedenen Endgeräten für wichtig bis äußerst wichtig. In mittelgroßen Unternehmen sind es sogar 84 Prozent der Befragten. „Durch eine einheitliche Oberfläche auf allen Endgeräten und den mobilen Zugriff auf sämtliche Funktionen und Anwendungen wird eine berufsbegleitende Weiterbildung noch flexibler und effizienter. Lernende können sich schnell orientieren und es geht nur wenig wertvolle Lernzeit verloren“, so Harald Stürmer, Leiter Innovationsmanagement bei der SGD. „Bei der SGD haben wir unsere Lernplattform, den Online-Campus waveLearn, schon im letzten Jahr mit all seinen Funktionen auf ein Intelligent Responsive Design umgestellt. Unsere Teilnehmer haben so einen einheitlichen mobilen Zugriff auf unsere Lernumgebung und ihre Anwendungen wie das interne Mailsystem, die Realtime-Seminarbuchung oder Community-Funktionen wie Video- oder Audio-Chats – ob mit dem Smartphone von unterwegs oder zuhause am heimischen PC.“

E-Medien für Motivation und Lernerfolg
Auch im Hinblick auf die Lernunterlagen und -formate ist digital im Trend. Die Studie zeigt: Personaler halten künftig E-Medien wie Lernprogramme/Webbased Trainings (81 Prozent), Studienmaterial in digitaler Form (81 Prozent), Virtuelle Seminare/Webinare (73 Prozent), Lern-MP3s/Lern-Videos (67 Prozent), Online-Campus/Community/Soziales Lernen (63 Prozent) und Lern-Apps (60 Prozent) für wichtig bis äußerst wichtig. „Die digitalen Angebote sind multimedial und interaktiv, was dem Lern- und Nutzungsverhalten der unterschiedlichen Lerntypen entspricht. Außerdem ermöglichen sie eine zeit- und ortsunabhängige Weiterbildung und geben Spielraum für die eigenverantwortliche Nutzung. Dies alles motiviert und hilft dabei, den Stoff zu verstehen, zu lernen und zu wiederholen“, so Stürmer. „Die Studie zeigt auch: Wichtig ist ein ausgewogener Mix von digitalen Lernformaten. Dieses Spektrum hilft, unterschiedliche Themen und Lernbedürfnisse noch besser abzudecken. Außerdem erleichtert und beschleunigt es den Lernprozess und bringt Abwechslung in den Lernalltag.“

Hat Zukunft: Mobiles Lernen mit persönlicher Betreuung
Neben der Möglichkeit mobil zu lernen, spielt auch der Tutor eine wichtige Rolle in der berufsbegleitenden Weiterbildung. So erachten 86 Prozent der HR-Manager die tutorielle Begleitung des Lernprozesses für wichtig bis äußerst wichtig. In mittleren Unternehmen (10 bis 499 Mitarbeitern) sind es sogar 92 Prozent der Befragten, in großen Unternehmen über 500 Mitarbeitern 88 Prozent.

Aus einer Liste mit sechs Aufgaben wählten die Personaler folgende drei Funktionen als die wichtigsten Aufgaben eines Lerntutors: Sie sollen in erster Linie Fragen zum Lernstoff beantworten (58 Prozent), Rückmeldung zum Wissensstand und Lernfortschritt geben (40 Prozent) sowie als Ansprechpartner bei der Suche nach ergänzenden Informationen dienen (36 Prozent).

Zur TNS Infratest-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2015“
Bereits zum siebten Mal in Folge führte TNS Infratest im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) die Umfrage „Weiterbildungstrends in Deutschland“ durch. Dafür wurden in diesem Jahr 300 Personalverantwortliche online zu unterschiedlichen Aspekten der beruflichen Weiterbildung befragt. Eine zusammenfassende Broschüre zu den Ergebnissen wird in Kürze auf www.sgd.de veröffentlicht.

Die Studiengemeinschaft Darmstadt ist einer der traditionsreichsten und größten Anbieter von Fernstudiengängen in Deutschland. Jährlich bilden sich ca. 60 000 Fernschüler in mehr als 200 staatlich geprüften und anerkannten Fernlehrgängen in den Bereichen Schulabschlüsse, Sprachen, Wirtschaft, Technik, Informatik, Allgemeinbildung sowie Kreativität, Persönlichkeit und Gesundheit weiter.

Bereits seit 2001 bietet die SGD den Teilnehmern die Möglichkeit, ergänzend zum Studienmaterial auf dem Online-Campus waveLearn die Vorteile des E-Learning zu nutzen. Außerdem gibt der individuelle Rundum-Service der SGD Sicherheit und Flexibilität für das Fernlernen in unterschiedlichsten Lebenssituationen. Das zur Klett Gruppe gehörende Unternehmen wurde für seine innovativen Ideen und seine Serviceorientierung bereits mehrmals ausgezeichnet, so beispielsweise vom Branchenverband Forum DistancE-Learning oder von der Initiative Mittelstand. Zertifizierungen nach ISO 9001, ISO 29990 und AZWV/AZAV belegen die hohen Qualitäts- und Servicestandards der SGD.

Seit der Gründung im Jahr 1948 durch Werner Kamprath zählt die SGD über 800 000 Kursteilnehmer. Die Bestehensquote der Teilnehmer bei staatlichen, öffentlich-rechtlichen und institutsinternen Prüfungen liegt bei über 90 Prozent. Dies ist auf die persönliche und individuelle Studienbetreuung durch die Fernlehrer zurückzuführen.

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Demografischer Wandel: Weiterbildung ist für HR-Manager ein wesentlicher Strategiebestandteil

TNS Infratest-Studie 2015: Besonders mittlere und große Unternehmen sind von den Veränderungen in der Altersstruktur und vom Fachkräftemangel betroffen

Demografischer Wandel: Weiterbildung ist für HR-Manager ein wesentlicher Strategiebestandteil

Künftige Auswirkungen des demografischen Wandels auf Altersstruktur und Weiterbildungsbedarf (Bildquelle: SGD)

Pfungstadt bei Darmstadt, 04. Mai 2015 – Der demografische Wandel beschäftigt die Arbeitswelt: Viele Wissensträger sehen in den nächsten Jahren dem Eintritt in den Ruhestand entgegen. Mit ihnen scheidet wertvolles Wissen aus. Gleichzeitig gibt es zu wenig junge Nachwuchskräfte. In der Personalentwicklung rücken demzufolge der Aufbau und Erhalt von Wissen zusehends in den Fokus. So spielt für rund neun von zehn Personalverantwortlichen der Wissenstransfer von Alt auf Jung und die berufsbegleitende Weiterentwicklung älterer sowie jüngerer Mitarbeiter künftig eine große Rolle im demografischen Wandel. Dies geht aus der TNS Infratest-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2015“ hervor, die im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) unter 300 Personalverantwortlichen durchgeführt wurde. 65 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass der demografische Wandel generell zu einem steigenden Weiterbildungsbedarf führen wird.

„Wissen ist für Unternehmen eine zentrale Ressource. Stehen auf dem freien Arbeitsmarkt weniger Fachkräfte zur Verfügung, ist es wichtig, das bereits vorhandene Wissen intern weiterzugeben“, so Andreas Vollmer, Leiter Studienprogramm und Services bei der SGD. „Dies sehen auch die befragten Personaler so. Denn 93 Prozent gehen davon aus, dass der Wissenstransfer von älteren auf jüngere Mitarbeiter künftig aufgrund des demografischen Wandels wichtig bis äußerst wichtig sein wird.“ Aufgrund der Tatsache, dass immer weniger junge Fachkräfte nachkommen, gewinnt auch die Weiterbildung des eigenen Mitarbeiterstamms an Gewicht: Für 91 Prozent ist sie bei jüngeren Mitarbeitern ein wichtiger bis äußerst wichtiger Aspekt, für 88 Prozent bei älteren Mitarbeitern. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Zwei Drittel (65 Prozent) gaben an, dass der Weiterbildungsbedarf aufgrund des demografischen Wandels künftig stark bis sehr stark steigen wird.

Demografischer Wandel: mittlere und große Unternehmen erwarten Auswirkungen
In der diesjährigen Erhebung rechnen etwas weniger Befragte mit künftigen Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Altersstruktur in ihrem Unternehmen: Waren es in der letztjährigen Befragung 58 Prozent, sind es aktuell 47 Prozent. Allerdings steigt das Bewusstsein für die Problematik mit der Unternehmensgröße: In mittleren Unternehmen (10 bis 499 Mitarbeiter) gehen laut aktueller Erhebung 60 Prozent der befragten Personalverantwortlichen davon aus, dass sich der demografische Wandel auswirken wird, in großen Unternehmen (ab 500 Mitarbeiter) sind es 68 Prozent.

Stellt man die Ergebnisse zu den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Altersstruktur einerseits und den Weiterbildungsbedarf andererseits gegenüber, zeigt sich, welch große Bedeutung die HR-Manager dem Thema Weiterbildung zusprechen: Den 47 Prozent der Befragten, die mit Auswirkungen auf die Altersstruktur rechnen, stehen 65 Prozent – also 18 Prozentpunkte mehr – gegenüber, die von einem steigenden Weiterbildungsbedarf ausgehen.

Fachkräftemangel 2011 bis 2015
Nach den Ergebnissen der Umfrage ist aktuell nahezu jedes zweite Unternehmen (49 Prozent) moderat bis sehr stark vom Fachkräftemangel akut betroffen. Betrachtet man die Gesamtergebnisse zum Fachkräftemangel, die im Rahmen dieser Studie seit 2011 erhoben werden, ist folgende Entwicklung erkennbar: Während zwischen 2011 bis 2013 die Betroffenheit vom Fachkräftemangel von 55 Prozent auf 68 Prozent anstieg, ist sie laut der Erhebung für 2014 und 2015 rückläufig. Es ist davon auszugehen, dass die breitgefächerten Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt allmählich Wirkung zeigen. „Die aktuelle Studie zeigt aber auch, dass der Fachkräftemangel den mittleren und großen Unternehmen immer noch zu schaffen macht: 66 Prozent der Personalverantwortlichen in mittleren und 74 Prozent der Personalverantwortlichen in großen Unternehmen gaben an, moderat bis sehr stark betroffen zu sein“, erklärt Vollmer.

Gesucht: ausgebildete Fachkräfte und Führungskräfte im mittleren Management
Die Art des Fachkräftemangels stellt sich nach den Angaben der befragten HR-Manager aktuell wie folgt dar: 50 Prozent gaben an, dass Arbeitskräfte auf der Ebene der ausgebildeten Fachkräfte und Sachbearbeiter mit abgeschlossener Berufsausbildung fehlen. An zweiter Stelle stehen Führungskräfte aus dem mittleren Management (27 Prozent) und an dritter Stelle Spezialisten mit akademischem Abschluss (24 Prozent). Angelernte Facharbeiter mit Berufserfahrung fehlen in 20 Prozent und Top-Führungskräfte in 14 Prozent der Unternehmen.

Bewährte Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel
Um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten, priorisieren nahezu neun von zehn der befragten Personaler bei einer Auswahl unter fünf Maßnahmen die berufsbegleitende Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter (89 Prozent) und die Förderung der Auszubildenden (88 Prozent). Ähnlich hoch sind die Werte für die Weiterbildung von Mitarbeitern über 50 Jahren (84 Prozent). Frauen und Männer in Elternzeit sind für 72 Prozent eine wichtige Zielgruppe. Die Maßnahme mit der niedrigsten Zustimmung stellte mit 43 Prozent der Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland dar.

Zur TNS Infratest-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2015“
Bereits zum siebten Mal in Folge führte TNS Infratest im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) die Umfrage „Weiterbildungstrends in Deutschland“ durch. Dafür wurden in diesem Jahr 300 Personalverantwortliche online zu unterschiedlichen Aspekten der beruflichen Weiterbildung befragt. Eine zusammenfassende Broschüre zu den Ergebnissen wird in Kürze auf www.sgd.de veröffentlicht.

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Weiterbildung bei HR-Managern hoch im Kurs

TNS Infratest-Studie 2015: Eigeninitiative fördert Neueinstellung, Aufstieg und Joberhalt

Weiterbildung bei HR-Managern hoch im Kurs

Weiterbildung signalisiert Motivation und Leistungsbereitschaft (Bildquelle: SGD)

Pfungstadt bei Darmstadt, 23. April 2015 – Ob Aufstiegsqualifizierung oder IHK-Zertifikatslehrgang: Wer sich beruflich weiterbildet und dabei Eigeninitiative zeigt, ist bei Chefs gerne gesehen. Dies geht aus der aktuellen TNS Infratest-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2015“ hervor, die im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) unter 300 Personalentscheidern in deutschen Unternehmen durchgeführt wurde. Die Befragung, seit 2009 zum siebten Mal in Folge, macht dabei deutlich: Eigenverantwortliches Weiterbildungsengagement wirkt sich positiv auf die Faktoren Arbeitsplatzsicherheit, Karrierechancen sowie das Einstellungsverhalten aus.

Weiterbildungsengagierte, die sich 2015 neue Karrierechancen eröffnen möchten oder einen beruflichen Aufstieg anstreben, haben gute Chancen. Dies zeigt die aktuelle TNS Infratest-Studie zu den Weiterbildungstrends in Deutschland. „Nicht nur im Joballtag, sondern auch speziell bei der Weiterbildung schätzen Personaler das Engagement von bestehenden und potenziellen Mitarbeitern“, so Brigitta Vochazer, Geschäftsführerin der SGD. „Wer sich also beruflich neu orientieren möchte und einen Jobwechsel anstrebt oder den nächsten Karriereschritt im Auge hat, sollte auf Weiterbildung setzen.“ So halten in der aktuellen Umfrage 84 Prozent der befragten HR-Verantwortlichen die Weiterbildungsbereitschaft für die Eröffnung neuer Karrierechancen für wichtig bis äußert wichtig (2014: 87 Prozent); bei der Einstellung neuer Mitarbeiter sind es 77 Prozent (2014: 77 Prozent) und bei der Arbeitsplatzsicherheit sind es 81 Prozent der Personaler (2014: 85 Prozent).

Signalwirkung für den beruflichen Aufstieg
Mitarbeiter, die Eigeninitiative in der Weiterbildung zeigen, eröffnen sich damit neue Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen. „Geht es um den individuellen Karriereweg eines Mitarbeiters, fließt für Personaler stets auch das Weiterbildungsengagement und der eigenverantwortliche Wissenserwerb in die gesamtheitliche Beurteilung“, so Vochazer. Dies zeigen auch die Studienergebnisse seit der ersten TNS Infratest-Studie: 2009 hielten 79 Prozent der Befragten die Weiterbildungsinitiative für wichtig bis äußerst wichtig für die Eröffnung von Karrierechancen, 2015 sind es 84 Prozent der Befragten. Bemerkenswert ist auch, dass sich die Werte über die sieben Befragungszeitpunkte hinweg durchweg auf einem hohen Niveau bewegen.

Mittelgroße Unternehmen achten besonders auf Weiterbildungsengagement
Besonders in mittleren Unternehmen (10 bis 499 Mitarbeiter) ist die Weiterbildungsbereitschaft ein wichtiger Faktor bei der Einstellung neuer Mitarbeiter. Während 2009 79 Prozent der befragten Personaler die Weiterbildungsbereitschaft als wichtig bis äußerst wichtig im Hinblick auf Neueinstellungen ansahen, sind es aktuell 91 Prozent. Dies ist ein Anstieg von 12 Prozentpunkten seit 2009. Brigitta Vochazer: „Engagierte Mitarbeiter, die sich aus eigenem Antrieb weiterbilden und ihr Wissen in den Unternehmensalltag einbringen, leisten einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und damit auch zum Unternehmenserfolg.“

Eigeninitiative fördert Arbeitsplatzsicherheit
Neben der Eröffnung von Karrierechancen und der Einstellung neuer Mitarbeiter ist für 81 Prozent der Personaler auch die Arbeitsplatzsicherheit ein wichtiger Faktor. „Geht es um den Erhalt eines Arbeitsplatzes, schauen HR-Verantwortliche durchaus auch auf das Weiterbildungsengagement eines Mitarbeiters. Schließlich liefert diese Einstellung einen Anhaltspunkt darüber, wie motiviert der Mitarbeiter ist und wie er sich mit seiner Aufgabe identifiziert. Dabei wird die Weiterbildungsbereitschaft unabhängig von der aktuellen Wirtschaftslage geschätzt“, so Vochazer weiter. Dass HR-Manager positive Eigenschaften wie Motivation zu schätzen wissen, bestätigt die Umfrage: Aus einer Liste mit sechs Eigenschaften und drei Wahlmöglichkeiten sprechen die Befragten ihren engagierten Mitarbeitern Motivation und Leistungsbereitschaft als wichtigste Charaktereigenschaft zu (63 Prozent).

Weiterbildungsbudgets 2015
Die Weiterbildungsbudgets in den Unternehmen bewegen sich auch in diesem Jahr auf einem gleichbleibend hohem Niveau: So rechnen 75 Prozent der befragten HR-Manager mit gleichbleibenden bzw. steigenden, 15 Prozent mit sinkenden Budgets. Im Vorjahr gingen dagegen 76 Prozent von gleichen bzw. steigenden und 20 Prozent von sinkenden Budgets aus.

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