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Die Mär vom Mundraub: Obstklau ist Diebstahl

R+V-Infocenter: Grundstücksbesitzer kann Strafantrag stellen

Die Mär vom Mundraub: Obstklau ist Diebstahl

Wiesbaden, 13. August 2019. Im Sommer locken am Wegesrand viele süße Früchte. Doch wer sich ungefragt an privaten Obstbäumen bedient, begeht Diebstahl – egal ob er nur eine Frucht pflückt oder einen ganzen Eimer voll. Darauf macht das Infocenter der R+V Versicherung aufmerksam. Auf vielen öffentlichen Flächen ist das Mitnehmen hingegen erlaubt.

Besitzer kann Strafantrag stellen
Früher galt es als Mundraub, wenn jemand Obst von fremden Grundstücken mitgenommen hat. Heute wird es als „normaler“ Diebstahl eingeordnet. „Bei Diebstahl ist es unerheblich, was aus dem privaten Besitz entwendet wurde“, erläutert Sascha Nuß, Jurist bei der R+V Versicherung. Sofern keine größeren Mengen Obst mitgenommen werden, handelt es sich in der Regel um einen sogenannten Diebstahl geringwertiger Sachen. „Der Besitzer des Grundstücks kann in diesem Fall einen Strafantrag stellen. Der Dieb muss dann mit einer Strafe rechnen, normalerweise mit einer Geldbuße.“ Zudem muss er dem Besitzer den entstandenen Schaden ersetzen.

Überwindet der Obstdieb bei seiner Tat einen Zaun, kann der Grundstücksbesitzer ihn zusätzlich wegen Hausfriedensbruchs anzeigen. Das heißt aber nicht, dass ein mit Obst und Gemüse bepflanztes Privatgrundstück besonders gekennzeichnet sein muss. „Auch ohne Zäune und Verbotsschilder darf auf dem Privatgrundstück nicht geerntet werden“, sagt R+V-Experte Nuß.

Auf öffentlichen Flächen ist Pflücken oft erlaubt
Anders ist die Situation unter Umständen auf öffentlichen Grünflächen oder in Parks. Ob Äpfel, Nüsse oder andere Früchte: Was hier wächst, dürfen Verbraucher meist mitnehmen, jedoch nur in geringen Mengen und für den persönlichen Bedarf. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich beim zuständigen Grünflächenamt oder bei der Gemeinde erkundigen. Wildwachsende Früchte wie Beeren, aber auch Pilze und Kräuter dürfen für den Eigenbedarf gepflückt werden – sofern sie an öffentlichen Stellen zu finden sind und das Betreten der Fläche erlaubt ist.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
– Fallobst, das von dem Baum auf ein anderes Grundstück gefallen ist, darf der dortige Eigentümer sammeln.
– Soweit das Obst jedoch noch an Zweigen hängt, die lediglich über die Grundstücksgrenze auf ihr Grundstück reichen, gehört das Obst dem Nachbarn, auf dessen Grund der Baum steht.
– Steht ein Obstbaum oder Beerenstrauch auf einer Grundstücksgrenze, gehören die Früchte den angrenzenden Nachbarn zu gleichen Teilen.
– Im Internet gibt es verschiedene Seiten, die Hinweise geben, auf welchen Flächen deutschlandweit Obstbäume und -sträucher zu finden sind, die Allgemeingut sind oder von den Eigentümern zur Ernte zur Verfügung gestellt werden.

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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So pflückt man Erdbeeren richtig

So pflückt man Erdbeeren richtig

Frische Erdbeeren vom Feld (Bildquelle: @pixabay @walkersalmanac)

Düsseldorf, 27. Juni 2017 – Oh, wie schön blühen die Erdbeerfelder! Endlich ist der Sommer auch in Deutschland angekommen und an vielen Straßenecken laden Schilder von Erdbeerbauern zum Pflücken auf dem Acker ein. Bei sonnigem Wetter sollten sich Erdbeerfreunde den Spaß auf keinen Fall entgehen lassen: Ob mit Freunden oder Familie – Erdbeerpflücken macht gute Laune und lässt den Erdbeerkuchen im Anschluss noch besser schmecken. Mit folgenden Tipps landen nur die besten Früchtchen im Körbchen:

– Erdbeerpflücker sollten früh aufstehen, denn die Früchte lassen sich besonders gut in den kühleren Morgenstunden ernten. Steht die Sonne zu hoch am Himmel, erwärmen sich die Erdbeeren und werden druckempfindlicher oder sogar matschig.

– Erdbeeren haben eine empfindliche Oberfläche, die bei zu viel Druck einreißt. Deswegen sollten Erdbeerpflücker nicht am Fruchtfleisch ziehen, um die Erdbeere zu ernten, sondern die Frucht samt Kelchblätter und Stiel mit Zeigefinger und Daumen abtrennen.

– Das Körbchen mit den bereits geernteten Früchten sollte möglichst im Schatten stehen, damit die Erdbeeren in der Zwischenzeit nicht matschig werden.

– Auch für den Transport nach Hause sollten Erdbeerfreunde darauf achten, dass die Früchte nicht unter Hitze oder Platzmangel leiden. Um Druckstellen zu vermeiden, verwenden sie am besten rechteckige, atmungsaktive Spankörbe, in denen die Erdbeeren nicht zu sehr aufeinander liegen.

Erdbeeren aus Europa
Die heimische Erdbeersaison hat zwar gerade erst begonnen, doch Mitte Juli neigt sie sich schon wieder ihrem Ende zu. Auch wenn das Erdbeerpflücken dann nicht mehr möglich ist, können Erdbeerfreunde immer noch auf Früchte aus dem sonnigen Süden zurückgreifen. Besonders häufig befinden sich dann Beeren der Sorte Elsanta aus Huelva in den deutschen Supermärkten.

Die markenzeichen Gruppe ist ein unabhängiger Verbund inhabergeführter Kommunikationsagenturen mit Hauptsitz in Frankfurt sowie weiteren Standorten in Düsseldorf und München. Die Gruppe betreut mit über 50 Mitarbeitern Kunden u.a. aus den Bereichen FMCG, Telekommunikation, Energie, Finanzwirtschaft, Tourismus und Food. Geschäftsführer und Gesellschafter der Unternehmen sind Bodo Bimboese, Max Bimboese, Jörg Müller-Dünow, Christian Vogt und Dr. Egon Winter.

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