Schlagwort: Pause

Gesundheitsmanagement: Pausen machen klug und erfolgreich

Work-Life-Balance: Wie die Balance finden, gesund und lebensfroh den Alltag gestalten? Die Balance trägt jeder von Geburt an in sich – wir haben es vergessen!

Gesundheitsmanagement: Pausen machen klug und erfolgreich

Company-move – Gesundheitsmanagement: Pausen machen klug und erfolgreich

Das Unternehmen Company-move hilft durch Sensibilisierung, Vorträge und Workshops aktiv die Work-Life-Balance durch betriebliche Gesundheitsförderung wieder zu finden – von Nadine Jokel, Company-move GmbH

Der modernen Gesellschaft wird der natürliche Lebensrhythmus abspenstig gemacht. Immer und überall zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar und aktiv einsetzbar sein. Funktionieren und Schaffen, der technologische Fortschritt macht es möglich. Ist der Mensch dafür gemacht? Doppelbelastung, Schnelllebigkeit, Zeitmanagement – In Zeiten hoher Informations- und Arbeitsbelastungen sind erfolgreiche Strategien zum Entspannen ein wesentlicher Punkt, um die mentale Gesundheit zu erhalten. Ohne die richtige Balance zwischen Arbeit, Freizeit und Gesundheit entstehen Krankheiten schleichend.

Den Tagesrhythmus optimieren – nicht leicht, aber wichtig!

Der innere Rhythmus für Arbeit und Freizeit ist geprägt. Nicht jeder ist gleich. Der innere Rhythmus gibt vor, wie sinnvoll und natürlich dieses Prinzip des periodischen Wechselns von Beanspruchung und Entspannung zu gestalten ist. Die rhythmischen Strukturen können kultiviert werden. Betriebliches Gesundheitsmanagement hilft, die Experten der Company-move erläutern in Vorträgen und Workshops wie der Rhythmus angelegt ist: „Ein Hoch beispielsweise ermöglicht mit vollem Einsatz zu arbeiten und das Tief, das nach dem Rhythmusgesetz folgt, ist für die Pause bestimmt. Die Arbeit wird damit ausgeglichen. Das Tief sollte auf keinen Fall bekämpft werden. Es wird mit Kaffee oder anderen koffeinhaltigen Möglichkeiten das Tief so weit wie möglich herausgezögert, aber genau das widerspricht der menschlichen Natur. Es gilt: umso besser das Tief für eine Pause genutzt wird, desto erfolgreicher gestaltet sich das nachfolgende Hoch.“

Wie dem gesunden Rhythmus folgen?

Ein gesunder Rhythmus hat mit Ritualen zu tun. Regelmäßig stattfindende Aktivitäten, die in derselben Art und Weise ablaufen, sind von unschätzbarem Wert. Diese sollten nicht vernachlässigt werden. Ein gesunder Rhythmus schafft Balance zwischen Körper, Geist und Gemüt. Von Sitzen und sich bewegen, von anspruchsvollem Tun und anspruchslosen Tätigkeiten, von alleine arbeiten und Kontakt mit anderen. All das ist die Balance, die es einzuhalten gilt. Ein gesunder Rhythmus benötigt die sanfte Gestaltung der Übergänge. Ein abruptes Arbeitsende führt zu Anspannung und Stress. Jeder kennt das Gefühl: ein Zug muss erreicht werden, die Kinder warten, es gibt keine Gleitzeit. Dieser Stress führt zum Tief verbunden mit Unwohlsein. Der Rhythmus ist gestört.

Die Company- move hat sich mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement auf die Umsetzung spezialisiert. „Die Gesellschaft hat es verlernt auf die innere Stimme zu hören. Von Klein an wurden moderne Werte vermittelt und anerzogen. Ein Umdenken, verstehen und das Erlernen von neuen Verhaltensweisen ist notwendig, um langfristig die Balance wiederzuerlangen und zu trainieren. Die Bausteine Bewegung, Ergonomie, Ernährung, Entspannung, Massage und Suchtberatung tragen zur erfolgreich und langfristig zur Motivation der einzelnen Mitarbeiter bei. Dies zählt zur Prävention“, erläutert Nadine Jokel. Fragen zum gelebten und gesunden Tages- und Wochenrhythmus, der das Wohlbefinden steigert und dadurch dem Stress und der Anspannung natürlich entgegenwehrt müssen geklärt und bearbeitet werden. Ein gesunder Rhythmus bedeutet, leistungsfähiger zu sein und langfristig die Gesundheit zu stärken, damit entsteht eine Win-Win Situation für Unternehmen und Betriebe und den Mitarbeitern.

Entspannte Pausen im Berufsalltag – Schaffung von Zeitinseln

Überlebenswichtig sind entspannte kurze Pausen – wie diese schaffen? Die Experten der Company-Move wissen aus jahrelanger Erfahrung, dass Konzentration hohe geistige Anspannung und eine Belastung darstellt, die immer wieder in Entlastungsphasen Entspannung finden muss. Gebraucht werden kleine Zeitinseln für Einkehr und zum Sinnieren. Zeitinseln oder kleine Auszeiten können so kurz, wie der Weg vom Sitzungszimmer zurück in das eigene Büro sein. Manchmal ist auch eine ganze Stunde nötig, da bietet sich beispielsweise die Mittagspause an. Die Unternehmenskultur sollte es den Verantwortlichen und Mitarbeitern erlauben, Zeitinseln zum kurzen Ausklinken zu finden. Ausgefüllte Arbeitstage mit entsprechendem Leistungsdruck brauchen Ausgleich mit ausreichender Bewegung, so funktioniert der Mensch. Alleine in der Mittagspause Spazierengehen wirkt Wunder. Die Zeit vom Arbeitsplatz nach Hause, ist eine Zeitinsel, um abzuschalten und sich auszuklinken.

Fazit: Pausieren macht klug! Gute Ideen und Geistesblitze entstehen in Entspannungsphasen – ein Mehrwert für alle Beteiligten

Viel und intensiv zu arbeiten, ist spannend, so soll es bleiben. Geist und Körper benötigen aber immer wieder Entspannung, um sich den neuen Dingen zu widmen und weiter zu funktionieren. Pausen schaffen Mehrwert: Pausen helfen, knifflige Probleme aus einer neuen Perspektive mit neuen Lösungsansätzen zu betrachten. In einer entspannten Pause eine bahnbrechende Idee für den kometenhaften Erfolg der ganzen Firma, weil den Mitarbeitern die Chance für eigene kurze Zeitinseln gewährt wurde – was für eine Aussicht!

Company-move ist Partner für das betriebliche Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung von Mitarbeitern durch Firmenfitness, Gesundheitstagen, Teambuilding bis hin zu Fitnessstudios für Unternehmen. Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung geht es vor allem um die Aktivierung von Mitarbeitern innerhalb der Gesamtstrategie. Die Company move hat ihren Sitz in Dresden. Weitere Informationen unter www.company-move.de

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Pause: Wie viel Pausenzeit muss der Arbeitgeber gewähren?

Ein Interview von Maximilian Renger, wissenschaftlicher Mitarbeiter, und Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Berlin und Essen.

Pause: Wie viel Pausenzeit muss der Arbeitgeber gewähren?

Arbeitsrecht

Maximilian Renger: Wie lange dürfen Arbeitnehmer eigentlich Pause machen?

Fachanwalt Bredereck: Zunächst ist es, glaube ich, hilfreich, noch einmal klarzustellen, was Pause eigentlich tatsächlich bedeutet. Hier gibt es in der Praxis oft Missverständnisse. Eine Pause zeichnet sich dadurch aus, dass der Arbeitnehmer vorher genau weiß, von wann bis wann er diese antreten kann und dass er während dieser Zeit auch tatsächlich nicht arbeiten muss. Ich höre immer wieder von Arbeitnehmern in bestimmten Berufen, wie z.B. der Kinderbetreuung, dass sie „Pause“ machen, aber sich dann trotzdem währenddessen beispielsweise um ein Kind kümmern, das gerade Hilfe braucht. In solchen Fällen, in denen es zu Unterbrechungen kommt und der Arbeitnehmer doch wieder arbeiten muss, handelt es sich dann nicht wirklich um Pausen.

Maximilian Renger: Pause also nur bei einer klaren Arbeitsbefreiung für eine vorher festgelegte Zeit ja? Wie lange darf man denn dann so Pause machen?

Fachanwalt Bredereck: So ist es. Zur Dauer der Pause gibt es nun Regelungen im Arbeitszeitgesetz. Danach muss der Arbeitgeber mindestens 30 Minuten Pause gewähren, wenn der Arbeitnehmer mehr als sechs Stunden arbeitet, und mindestens 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden.

Maximilian Renger: Okay, das sind also die Mindestzeiten. Kann mir der Arbeitgeber denn auch vorschreiben, wann genau ich meine Pause zu nehmen habe?

Fachanwalt Bredereck: Solange dabei die genannten Anforderungen gewahrt werden, also der Arbeitnehmer nicht mehr als sechs Stunden am Stück arbeitet, ist es kein Problem, wenn der Arbeitgeber die Pause zu einer bestimmten Zeit anordnet. Umgekehrt muss man aber auch beachten, dass es allein mit der Einhaltung der Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes oftmals nicht getan sein wird. In Arbeitsverträgen, Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen können sich Regelungen finden, die zusätzliche Pausenzeiten für die Arbeitnehmer vorsehen. An die muss sich der Arbeitgeber dann natürlich auch halten.

Maximilian Renger: Hört sich dann ja insgesamt relativ eindeutig an.

Fachanwalt Bredereck: Am ehestens gibt es Streit, was das Thema Pausen angeht, wie schon angedeutet, dadurch, dass sich die Parteien nicht einig sind, ob überhaupt eine Pause vorliegt. Wird eine angebliche Pause vom Arbeitgeber unterbrochen, nützt es auch nichts, wenn der dem Arbeitnehmer erlaubt, seine „Pause“ zu verlängern, die ganze Zeit zählt dann schlicht nicht als Pause. Das wird in der Praxis zwar vielfach trotzdem so gehandhabt, das heißt aber nicht, dass es keinen Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz darstellen kann. Allerdings gilt natürlich auch hier immer, dass das weitestgehend unproblematisch ist, wenn sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber dabei einig sind. Man sagt nicht umsonst – wo kein Kläger, da kein Richter.

20.4.2017

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Darf der Arbeitgeber zwei Stunden Pause am Stück anordnen?

Ein Interview von Maximilian Renger, wissenschaftlicher Mitarbeiter, mit Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Darf der Arbeitgeber zwei Stunden Pause am Stück anordnen?

Arbeitsrecht

Maximilian Renger:

Interessante Nachfrage eines Zuschauers auf YouTube vor kurzem zum Thema Pausenzeiten, der wissen wollte, ob der Arbeitgeber eigentlich zwei Stunden Pause am Stück anordnen darf. Wie siehst Du das denn?

Fachanwalt Bredereck:

Das ist in der Tat eine interessante Frage. Grundsätzlich ist es ja so, dass das Arbeitszeitgesetz dem Arbeitgeber verschiedene Vorgaben zu Pausenzeiten etc. macht, die er mindestens einzuhalten hat. Er kann aber natürlich darüber hinaus auch mehr Pausen gewähren, als zwingend vorgeschrieben sind. Teilweise kann es dazu auch Vorgaben in Arbeits- oder Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen geben, die dann für den Arbeitgeber wiederum bindend sind. Die Möglichkeit, zusätzliche Pausen anzuordnen, etwa weil man der Meinung ist, dass sich die Arbeitnehmer mehr erholen sollten, besteht also grundsätzlich für den Arbeitgeber.

Maximilian Renger:

Was soll ich denn als Arbeitnehmer überhaupt gegen zusätzliche Pausen haben?

Fachanwalt Bredereck:

Nun ja, wenn einem der Chef jetzt erlaubt, auch während der Arbeitszeit Pausen einzulegen, wird man natürlich eher nichts dagegen haben. Die klassische Pause aber zählt ja nicht zur Arbeitszeit. Das heißt es gibt keine Vergütung und die tatsächliche Arbeitszeit läuft erst im Anschluss weiter. Das finden viele Arbeitnehmer dann verständlicherweise nicht mehr so toll.

Maximilian Renger:

Darf der Arbeitgeber denn solche langen Pausen einseitig anordnen?

Fachanwalt Bredereck:

Da habe ich durchaus meine Zweifel. Mir sind keine medizinischen Erwägungen bekannt, nach denen es zwingend sinnvoll oder notwendig wäre, zwei Stunden Pause zu machen. Es kann natürlich in bestimmten Bereichen (z. B. LKW-Fahrer) wieder Ausnahmen geben, in denen das Gesetz etwa auch entsprechend lange Pausenzeiten vorschreibt. In „normalen“ Arbeitsverhältnissen dagegen würde ich zwei Stunden Pause nicht für erforderlich halten, mit der Folge, dass der Arbeitgeber das auch nicht einseitig anordnen darf. Andernfalls müssten Arbeitnehmer mit einer Arbeitszeit von acht Stunden ganze zehn Stunden auf der Arbeit verbringen plus ggf. noch längere Anfahrtszeiten in Kauf nehmen. Das halte ich nicht für gerechtfertigt, solange kein besonderes Interesse des Arbeitgebers oder spezielle gesetzliche Vorschriften vorliegen.

Maximilian Renger: Verstehe, vielen Dank.

10.4.2017

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Der D.A.S. Leistungsservice informiert: Urteile in Kürze – Nachbarschaftsrecht

Darf ein Rasenroboter ganztags mähen?

Ein Mähroboter darf von sieben Uhr morgens bis 20 Uhr abends den Rasen mähen, wenn er die mittägliche Ruhezeit zwischen 13 und 15 Uhr einhält. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) das Amtsgericht Siegburg. Laut Gericht hielt das fragliche Gerät alle gesetzlichen Lärmschutzvorschriften ein, sodass die Nachbarn keinen Anspruch auf Unterlassung hatten.
AG Siegburg, Az. 118 C 97/13

Hintergrundinformation:
Lärm ist eine der häufigsten Ursachen für Nachbarschaftsstreitigkeiten. Nachbarn können einen Unterlassungsanspruch haben, wenn es zu laut wird – und auch die meist von der Gemeinde vorgegebenen Ruhezeiten sind einzuhalten. Außerdem geben mehrere technische Regelwerke Lärmgrenzwerte vor. Die Technische Anleitung Lärm (TA Lärm) etwa dient dem Schutz der Allgemeinheit und der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche. Sie beurteilt hauptsächlich die von Gewerbebetrieben ausgehenden Lärm-Emissionen, dient aber auch bei anderen Lärmquellen oft als Entscheidungshilfe. Der Fall: Eine Frau hatte ihren Rasenmähroboter so programmiert, dass er von morgens um sieben Uhr bis abends um 20 Uhr permanent automatisch auf ihrem Rasen herumfuhr und diesen mähte. Das Gerät machte zwischendurch immer wieder Pausen, um den Akku zu laden. Es hielt die Ruhezeit zwischen 13 und 15 Uhr am Nachmittag ein. Sonn- und feiertags blieb es abgeschaltet. Die Nachbarn waren aber trotzdem nicht begeistert. Sie fühlten sich durch das dauerhafte Geräusch des Rasenroboters gestört und verlangten von der Besitzerin des Geräts, das automatische Rasenmähen zu unterlassen oder zumindest auf fünf Stunden am Tag zu beschränken. Diese lehnte ab. So kam es zum Prozess. Das Urteil: Das Amtsgericht Siegburg wies nach Informationen des D.A.S. Leistungsservice die Klage der Nachbarn ab. Es berief sich dabei hauptsächlich auf die Grenzwerte der TA Lärm für Wohngebiete. Am Schlafzimmerfenster der Nachbarn durchgeführte Messungen eines Sachverständigen hatten ergeben, dass der Lärm des Rasenroboters deutlich unter den Grenzwerten lag. Bei geschlossenem Fenster war er überhaupt nicht zu hören. Auch sei die durch eine Verordnung der Gemeinde für das Rasenmähen vorgeschriebene Mittagsruhe eingehalten worden. Zum Schluss prüfte das Gericht noch die Einhaltung des Landes-Immissionsschutzgesetzes von Nordrhein-Westfalen. Denn dieses verbietet das unnötige Laufenlassen von Motoren. Da der Rasenroboter aber die ganze Zeit „bei der Arbeit“ war, war sein Motorengeräusch aus Sicht des Gerichts auch nicht unnötig. Dass das Geräusch eine gewisse Dauerbelastung darstelle, sei kein ausreichender Grund, den Betrieb zu untersagen oder einzuschränken. Denn der Lärm blieb weit unter den Grenzwerten und die Akku-Ladepausen sorgten für stundenlange Unterbrechungen des Betriebs. Insgesamt sah das Gericht den Betrieb des Rasenroboters als unwesentliche Lärmbelastung an, die die Nachbarn dulden müssten.
Amtsgericht Siegburg, Urteil vom 19.02.2015, Az. 118 C 97/13

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Pokemon Go am Arbeitsplatz – Vorsicht Arbeitnehmer

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Pokemon Go am Arbeitsplatz - Vorsicht Arbeitnehmer

Arbeitsrecht

Pokemon Go im Hype

Das Smartphone-Game Pokemon Go erlebt zurzeit einen Hype und erfreut sich größter Beliebtheit. Es wird daher wohl auch einige Arbeitnehmer geben, die mit dem Gedanken spielen, am Arbeitsplatz ein wenig zu spielen. Davor kann man nur dringend warnen.

Zocken während der Arbeitszeit tabu

Während der Arbeitszeit darf man keinen privaten Vergnügungen nachgehen, sondern muss auch tatsächlich arbeiten. Das wird man nicht ordnungsgemäß tun, wenn man parallel dazu auf seinem Smartphone Pokemon jagt. Man muss sich also auf jeden Fall auf das Spielen während der Pausenzeiten beschränken.

Arbeitnehmern droht Kündigung

Eine fristlose Kündigung droht laut einem aktuellen Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg vom 14. Januar 2016 – 5 Sa 657/15 – auch bei übermäßiger privater Internetnutzung während der Arbeitszeit. Wer also nur vorgibt zu arbeiten, aber tatsächlich am Handy spielt, begeht einen Arbeitszeitbetrug, der den Arbeitgeber ebenso zur Kündigung, jedenfalls aber Abmahnung berechtigt. Der Nachweis wird dem Arbeitgeber wohl auch nicht besonders schwer fallen, wenn man sich zum Zwecke des Zockens auch noch aktiv bewegt hat und dabei z. B. von anderen Kollegen gesehen wurde.

Besonders verantwortungsvolle Jobs erfordern volle Konzentration

Wer im Bereich Flugsicherung, Fahrdienstleitung etc. arbeitet, sollte zu jeder Zeit die Finger von seinem Handy lassen. Wenn man hier Schäden an Sachen oder Personen verursacht, weil man am Zocken und deshalb unaufmerksam war, kommt neben einer Kündigung auch noch ein Strafverfahren auf einen zu.

Deutschlandweite Vertretung von Arbeitnehmern in Kündigungsfällen

Wir vertreten Arbeitnehmer deutschlandweit bei Kündigungsschutzklagen gegen ihren Arbeitgeber und erstreiten Abfindungen. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch und unverbindlich die Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage. Hierbei können Sie auch die Kosten, bzw. das Kostenrisiko im Verhältnis zu der zu erwartenden Abfindung besprechen.

Handbuch Arbeitsrecht der Stiftung Warentest

Wir empfehlen Ihnen das Handbuch Arbeitsrecht der Stiftung Warentest. Die Fachanwälte für Arbeitsrecht Volker Dineiger und Alexander Bredereck haben als Autoren dieses Handbuchs ihre praktischen Kenntnisse aus jahrelanger Tätigkeit im Kündigungsschutzverfahren eingebracht. Das Handbuch ist aus wechselseitiger Arbeitnehmer- und Arbeitgeberperspektive geschrieben.

22.8.2016

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Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

Spezialseite Kündigungsschutzklage für Arbeitnehmer: Hier können Sie prüfen, welche Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage in Ihrem Fall bestehen und wie die Aussichten sind, mit einer Kündigungsschutzklage entweder den Bestand des Arbeitsverhältnisses zu sichern oder eine gute Abfindung zu erzielen. Sie finden Formulare für eine Kündigungsschutzklage mit Ausfüllhinweisen. Es folgt eine ausführliche Darstellung des Ablaufs des Kündigungsschutzverfahrens mit Praxistipps für das Verhalten vor dem Arbeitsgericht. Des Weiteren finden Sie ein Muster für einen Aufhebungsvergleich mit typischen Formulierungen und Hinweisen zum Ausfüllen. Sie können zudem auf Muster für Widersprüche gegen Sperrzeitanordnungen der Bundesagentur für Arbeit und Kostenbeispiele zugreifen. Das besondere Angebot: der Onlinecheck für Ihre Kündigung zum Preis von 50 EUR zuzüglich MwSt.

Das alles hier: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de

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Erst die Arbeit, dann das Vergnügen? – Eine Fehleinschätzung

3 Dinge, die Vorgesetzte von Trainern im Leistungssport lernen können

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen? - Eine Fehleinschätzung

Michael Czerwinski, M.A., Coach (FH)

Top-Leistung, den ganzen Tag – so sieht die Idealvorstellung vieler Menschen von Ihrer eigenen Arbeit und Leistungsfähigkeit bzw. der ihrer Mitarbeiter aus. Oft habe ich Anfragen in meiner Beratungspraxis, in der es darum geht, die eigene Leistungsfähigkeit auf ein vermeintliches Optimalniveau zu erhöhen und z.B. zu lernen, die eigene Konzentrationsfähigkeit zu verbessern. Die Betroffenen stellen fest, dass sie sich im Laufe des Tages oder zu bestimmten Tageszeiten als abgelenkt empfinden und damit hinter ihren eigenen Vorstellungen bleiben, was das Resultat ihrer Arbeit angeht. In früheren Jahren der wurde versucht, dem Thema mit Zeitmanagement-Seminaren Herr zu werden. Heute wird eher im Bereich der Psychologie nach Lösungen für individuell empfundene Motivations- und Leistungskrisen gesucht.

Dahinter steht das mechanistische Verständnis von Arbeitsleistung, die Zeit müsse einen gleichförmigen Arbeitsertrag liefern. Genau das ist nicht korrekt: Bereits aus frühen Untersuchungen der Arbeits- und Organisationspsychologie und aus viel älteren Kulturtechniken wie Yoga ist bekannt, dass Phasen der Anspannung (Leistung) mit Phasen der Entspannung (Regeneration) gekoppelt werden müssen, um zu Spitzenleistungen zu kommen oder überhaupt über einen nennenswerten Zeitraum Leistung aufrecht zu erhalten. Wird ohne Pausen gearbeitet, sinkt bei den meisten Menschen spätestens nach 90 Minuten die Konzentration, so dass die Fehlerwahrscheinlichkeit die positiven Erträge der geleisteten Arbeit auffrisst.

Das Ergebnis eines solchen pausenlosen Arbeitsumfeldes sind frustrierend fehlerhafte Arbeitsergebnisse und eine ständige Überspannung – eine Tendenz, die im Extremfall direkt in den Burn Out führt. Letzteres trifft vor allem zu, wenn der Betroffene sich das Erkennen der eigenen Erschöpfung erfolgreich abtrainiert hat und nach Ende des Arbeitstages nicht mehr entspannen kann.

Der Autor Peter Solc stellt in seinem lesenswerten Buch „Die Time-out-Taktik“ (siehe Amazon ) ausführlich dar, was Mitarbeiter und Vorgesetzte aus einem anderen Bereich, in dem es um die Erbringungen von Höchstleistungen geht, lernen können – aus dem Leistungssport bzw. den Trainingswissenschaften. Die nach meiner Erfahrung in der Beratung von Coachees und Klienten wichtigsten Aspekte davon sind die folgenden drei Regeln:

1. Bilden Sie kleine Arbeitspakete, die ein konkretes Ziel haben
Das Bilden von kleinen, überschaubaren Arbeitspaketen, die in der Phase Ihrer Konzentration abgearbeitet werden, unterstützt effektiv, dass Sie sich zwischen diesen Arbeitspaketen die benötigten Pausen nehmen. Zum anderen sollten für diese Arbeitspakete Ziele benennbar sein: Sportler setzen sich für einen Wettkampf in der Regel ein Minimal- und ein Maximalziel. Ziele wirken motivierend und sorgen, richtig gesetzt, dafür, dass Sie am Tag mehrere kleine Erfolgserlebnisse haben, die Sie zur weiteren Leistung anspornen.

2. Nehmen Sie sich Zeit für Vor- und Nachbereitung
Vor der Phase der eigentlichen Leistung ist es wichtig, über das Ziel des Arbeitspaketes nachzudenken und Minimal- und Maximalziel fest zu legen – klar zu definieren, wann die Aufgabe erfolgreich erledigt ist. Analog der Technik des Mentaltrainings, in der Sportler sich Bewegungsabläufe vorstellen oder das Erreichen des Ziels visualisieren, stimmt eine sinnvolle Vorbereitung Sie auf das Umsetzen der gesteckten Ziele ein und macht Ihren Erfolg wahrscheinlicher. Gleichzeit ist die Vorbereitung der Umsetzung eine Entspannungsphase: Indem Sie nicht gleich „los legen“, gönnen Sie sich eine – in diesem Fall höchst produktive – Pause.
Genauso wichtig wie die Vorbereitung der Leistung ist deren Nachbereitung. Bei Erreichung Ihrer Ziele haben Sie einen Erfolg erzielt und sollten diesen feiern bzw. sich belohnen – auf jeden Fall Ihren Erfolg bewusst wahrnehmen. Erreichte Ziele und wahrgenommene Selbstwirksamkeit der eigenen Arbeit wirken motivierend. Ist nicht alles gelaufen wie geplant, ist es um so wichtiger zu verstehen, was schief gegangen ist, um den Fehler in der Umsetzung oder in der Einschätzung der Aufgabe beim nächsten Mal zu vermeiden. Auch die Nachbereitung der Leistung ist eine wichtige Entspannungsphase, in der Sie sich für die nächste Arbeitsleistung regenerieren.

3. Achten Sie auf Ihre Erschöpfungssignale
Spätestens die genannten Vor- und Nachbereitungsphasen sollten Sie nutzen sich zu fragen, wie es aktuell mit Ihrer Konzentration bestellt ist. Haben Sie Hunger oder Durst, ohne es zu merken? Sind Sie in einen Tunnelblick gegangen, in dem Sie sich nur noch an einem bestimmten Problem verbeißen, aber nicht mehr effektiv weiter kommen? Gerade dann, wenn Sie merken, dass die Arbeit nicht so läuft, wie Sie das geplant haben, kann das ein wichtiges Signal sein, eine kurze Auszeit zu nehmen, um z.B. einen Kaffee zu holen oder spazieren zu gehen, je nachdem, was Ihre Arbeitsumgebung zulässt. Gerade weil in den meisten Jobs anders als im Sport nachlassende Leistung nicht direkt zu bemerken ist, ist es verführerisch, Arbeit mit Leistung zu verwechseln und zu glauben, man müsse jetzt an diesem oder jenem „dran bleiben“. Schon kurze Regenerationsphasen bringen hier den Knoten zum Platzen, so dass die Zeit in die Pause effektiv besser investiert ist als in stures Weiterarbeiten.

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Bewegungspause in der Grundschule: das „Tor zum Lernen“

Kinderliedermacher Reinhard Horn gibt Tipps, wie Lieder und Bewegung ganz
selbstverständlich Einzug in jede Unterrichtsstunde halten

Bewegungspause in der Grundschule: das "Tor zum Lernen"

Praktisch! Musik 4 – Bewegungspausen (Heft incl. CD)

Natürlich weiß heute jede Pädagogin und jeder Pädagoge, dass Kinder in der Grundschule Bewegung brauchen. Dennoch stellt sich die Frage: Wie genau regt eine Grundschullehrkraft zwischen Rechtschreibung und Rechnen zu einer kurzen Bewegungspause an, ohne dass im Klassenzimmer Tumult ausbricht?

Der Kinderliedermacher Reinhard Horn hat sich mit der Grundschullehrerin Caroline Handtmann zusammengetan, um Antworten auf diese Frage zu geben. Entstanden ist das Liederbuch „Bewegungspausen“ (mit CD). In diesem vierten Produkt aus der Reihe des Kinderliedermachers mit dem Titel „Praktisch! Musik“ laden 15 Lieder zu Bewegung und Singen ein. Dazu gibt es fünf Sprechrhythmen, sechs kleine musikalische Bewegungsspiele, die sich leicht umsetzen lassen, und jede Menge Tipps zu allen Liedern.

„Bewegung ist das Tor zum Lernen, und Bewegungszeit ist niemals verlorene Unterrichtszeit“, erläutert Reinhard Horn. „Es geht darum, die Kinder von der ersten Stunde an daran zu gewöhnen, dass täglich – und dann gerne auch öfter – gesungen, geklatscht und gehüpft werden darf. Danach, das bestätigen alle meine Gespräche mit Pädagogen, sind die Kinder wieder aufnahmebereit für den Lernstoff.“ In der Einführung zum Buch beschreibt Caroline Handtmann, wie sie selbst die Bewegungspausen in ihren Klassen handhabt.

Unter den 15 Liedern sind gute alte Bekannte zu entdecken wie z. B. die „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“. Aber auch Neues wie der „Ampeltanz mit nur zwei Regeln“, den Vater Reinhard Horn und sein Sohn (Künstlername „herrH“) komponiert und getextet haben, lässt sich leicht mit 30 Kindern in eine Schulstunde einbauen.

Etwas Besonderes wird auf S. 29 vorgestellt: Dort tritt das „Bewegte Orchester“ auf. Den Instrumenten sind kleine Bewegungen zugeordnet. Die „Trompete“ stampft mit dem rechten Fuß, das „Saxophon“ stampft mit dem linken Fuß und die „Trommel“ patscht auf den Oberschenkel. Das ist nur ein Beispiel aus dem Praxishandbuch, das mit humorvollen Skizzen angereichert ist und jede Unterrichtsstunde zu einem bewegten Erlebnis macht.

„Wir verstehen Kinder!“ Diesen Gedanken möchten wir in unseren Büchern und CDs umsetzen und mit Leben füllen. Für Ihr Interesse an unserem Verlagsprogramm und den Einsatz unserer Titel danken wir Ihnen herzlich.

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Raucherpausen und betriebliche Übung

Der Arbeitnehmer kann von rauchenden Arbeitnehmern verlangen sich für die Raucherpausen fortan auszustempeln – Urteil des LAG Nürnberg vom 21.07.2015, 7 Sa 131/15.

BildDer Arbeitnehmer ist seit dem Jahr 1980 bei der Arbeitgeberin beschäftigt und als Lagerleiter tätig. Er ist Raucher und konnte lange Jahre im Aufenthaltsraum und im Lager selbst auch außerhalb der eigentlichen Pausen rauchen. Die Frühstücks- und Mittagspausen wurden ihm nicht vergütet, für das Rauchen während der Arbeitszeit wurden jedoch keine Abzüge gemacht. Im Jahr 2006 erließ die Arbeitgeberin zunächst eine Betriebsanweisung, wonach das Rauchen im gesamten Gebäude verboten wurde. Es wurde eine Raucherinsel am Haupteingang geschaffen. Nur in dieser durfte noch geraucht werden. Diese Anweisung würde ähnlich im Jahr 2007 wiederholt. Im Jahr 2012 verhandelte die Arbeitgeberin mit dem Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung, wonach das Rauchen nur in den ausgewiesenen Raucherzonen erlaubt ist. Beim Entfernen vom Arbeitsplatz müssen die Raucher die nächstgelegenen Zeiterfassungsgeräte zum Ein- und Ausstempeln zu benutzen. Das Rauchen ist gemäß der Betriebsvereinbarung in den Pausen und auch während der Arbeitzeit gestattet, solange betriebliche Belange nicht beeinträchtigt werden. Die Betriebsvereinbarung trat mit Beginn des Jahres 2013 in Kraft.

In Monat Januar 2013 zog die Arbeitgeberin dem Arbeitnehmer 111 Minuten, in den Monaten Februar 251 Minuten und im März 253 Minuten von der Arbeitszeit ab und kürzte den Lohn. Den Gesamtbetrag von EUR 183,09 klagte dieser über zwei Instanzen vergeblich ein. Er argumentierte, durch das langjährigen Dulden des Rauchens am Arbeitsplatz sei eine betriebliche Übung entstanden. Die Arbeitgeberin habe gewusst, dass er pro Zigarettenpause vier bis zehn Minuten nicht gearbeitet habe, gleichwohl habe sie ihn über Jahrzehnte vollständig bezahlt. Durch die Betriebsvereinbarung würden die Raucher diskriminiert.

Die Entscheidung zu den Raucherpausen

Dieser Argumentation konnten weder das Arbeitsgericht Würzburg noch das Landesarbeitsgericht Nürnberg folgen. Es verblieb bei dem allgemeinen arbeitsrechtlichen Grundsatz „Ohne Arbeit kein Lohn“. Die Gehaltskürzung war gerechtfertigt. Eine betriebliche Übung, also gleichförmiges und wiederholtes Verhalten des Arbeitgebers, das geeignet ist, vertragliche Ansprüche auf eine Leistung oder Vergünstigung zu begründen, liege nicht vor.

Die Arbeitgeberin habe zwar in der Vergangenheit darauf verzichtet, die Zeiten zu erfassen, in denen die Raucher zum Zwecke der Pausen ihren Arbeitsplatz verließen. Außerdem habe es keine Zeiterfassung gegeben. Die Arbeitgeberin habe letztlich nicht gewusst, wem sie wann eine zusätzliche Vergütung durch eine bezahlte Raucherpause zukommen ließ. Eine betriebliche Übung setze jedoch einen Rechtsbindungswillen des Arbeitgebers und damit ein Bewusstsein über die Höhe der gewährten Zuwendungen voraus.

Aber auch wenn ein Wille, den Rauchern eine zusätzliche Leistung zu gewähren, angenommen werden könnte, hätte der Arbeitnehmer nach Treu und Glauben nicht darauf vertrauen dürfen, dass die Raucherpausen auch in Zukunft gezahlt würden. Für diese war erkennbar, dass sie gegenüber den nichtrauchenden Arbeitnehmern objektiv privilegiert wurden, so dass sie mit einem Wegfall dieses Vorteils in der Zukunft zu rechnen hatten.

Auch seien die Raucher durch den Wegfall der Raucherpausen nicht diskriminiert worden. Es sei nicht erkennbar, welche selbst genommenen unregelmäßigen und bezahlten Pausen die Nichtraucher in Anspruch nehmen.

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Ich bin Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht und seit 2003 zur Rechtsanwaltschaft zugelassen. Nachdem ich einige Jahre als angestellte Anwältin gearbeitet habe, gründete ich 2009 meine eigene Kanzlei. Ich befasse mich mit dem Zivil- und Wirtschaftsrecht insbesondere dem Arbeits-, Miet- und Insolvenzrecht und vertrete hierbei sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen.
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Arbeitsfreiheit während der Pause – was gilt als Arbeitszeit?

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck zum Urteil des Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 21. März 2013 – 7 Sa 261/12 -.

Mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns und der Diskussion um Tricks der Arbeitgeber diesen zu umgehen, kam auch die Frage auf, ob es Arbeitgebern gestattet ist, z.B. Standzeit der Taxis beim Warten auf Kunden oder Zeiten der LKWs auf Fähren als Pausenzeiten und damit nicht als Arbeitszeit zu werten. Hier sind viele Fragen offen, einige aber auch nicht. Pause bedeutet immer arbeitsfrei, so ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Köln, Urteil vom 21. März 2013 – 7 Sa 261/12:

Wesensmerkmal der gesetzlichen Ruhepause ist, dass der Arbeitnehmer von jeder Arbeitsverpflichtung und auch von der Pflicht, sich zur Arbeit bereitzuhalten, befreit ist und vor Beginn der Pause erfährt, dass und wie lange er Pause hat.

Ist das nicht gewährleistet, wie z.B. bei dem Taxifahrer, der in der Warteschlange immer weiter vorrücken oder mit dem nächsten Gast abfahren muss, handelt es sich um Arbeitszeit. Diese muss anders als die Pause vergütet werden. Anders wäre es sicher auf der Fähre. Wenn es da Zeiten gibt, wo definitiv nichts zu tun ist, kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer in dieser Zeit die Pause gewähren. Der Rest der Überfahrt ist dann aber wieder Arbeitszeit.

Die zeitliche Lage der Pause muss nicht bereits bei Beginn der Tagesarbeitszeit festgelegt werden, es sei denn dies wird durch eine Betriebsvereinbarung so geregelt (Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 21. März 2013 – 7 Sa 261/12 -, juris).

Sind die Pausenzeiten bereits im Arbeitsvertrag festgelegt, muss der Arbeitgeber sich daran halten.

Das oben zitierte Urteil wurde übrigens zwischenzeitlich vom Bundesarbeitsgericht bestätigt.

1.4.2015

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