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Insolvenzantrag – PIM Gold-Anleger suchen Hilfe

Warum eine Interessengemeinschaft für die betroffenen Anleger? Die Idee der Interessengemeinschaft liegt in welchem Sinn und Zweck?

Insolvenzantrag - PIM Gold-Anleger suchen Hilfe

Dr. Thomas Pforr – Rechtsanwalt

Es melden sich immer mehr verunsicherte Anleger in der Kanzlei Pforr Rechtsanwälte und Kollegen Partnerschaftsgesellschaft mbB aus Bad Salzungen. Dr. Thomas Pforr fungiert als Rechtsberater der IG PIMGold. Die betroffenen Anleger der PIM Gold GmbH hatten dem Unternehmen PIM Gold GmbH ihr Geld anvertraut auf der Suche nach einer attraktiven Anlagemöglichkeit. Investitionen in Edelmetalle wie auch Gold gelten als attraktiv. Leider werden zurzeit die Privatanleger wieder auf eine harte Probe gestellt, der nächste Skandal im Zusammenhang mit Edelmetallen ist ins Rollen gekommen. Die Unternehmen PIM Gold GmbH und Premium Gold Deutschland GmbH stehen in Verdacht, dass Gold im Wert von ca. 90 Millionen Euro fehlen. Die PIM Gold GmbH und Premium Gold Deutschland GmbH haben den Insolvenzantrag gestellt. Tausende Anleger sind betroffen und fragen sich, ob eine Interessengemeinschaft Sinn macht.

Warum eine Interessengemeinschaft für die betroffenen Anleger?

Die Kanzlei Rechtsanwälte Pforr und Kollegen hat sich bereits frühzeitig der Problematik rund um die PIM Gold GmbH angenommen und die „Interessengemeinschaft PIM Gold“ gegründet. Die Idee der Interessengemeinschaft liegt im Sinn und Zweck der Bündelung und Konzentration der Ansprüche der vielen Kunden der PIM Gold GmbH. Ein qualifiziertes und kompetentes Team von Rechtsanwälten leistet erfolgreiche Aufklärungsarbeit, sammelt die Ansprüche der geschädigten Anleger und möchte die Ansprüche gestärkt durch die Gemeinschaft durchsetzen.

Die Interessengemeinschaft IG PIM Gold macht nach dem Bekanntwerden des Insolvenzantrages für die Anleger Sinn, weil nun die Anleger Gewissheit haben, dass es mit beiden Unternehmen wirtschaftlich nicht weitergeht. Die Unternehmen werden im Rahmen eines Insolvenzverfahrens abgewickelt werden. Betroffene Anleger werden mit zahlreichen Fragen konfrontiert werden und müssen Entscheidungen treffen, die rechtlich fundierte Antworten brauchen.

Die Interessengemeinschaft PIM Gold ist für die betroffenen Anleger eine mögliche Plattform, um alle Fragen zu erklären mit rechtlichen Beistand, wenn es nötig ist.

Der Fall PIM Gold ist Komplex für die betroffenen Anleger. Hilfe ist in dieser Situationen für die geschädigten Anleger nur mit einem in der Sache erfahrenen Rechtsanwalt aus dem Bereich Bank und Kapitalmarktrecht denkbar. Die Wahrung der Ansprüche gegenüber dem Insolvenzverwalter, um sich zur Wehr zu setzen. „Pforr Rechtsanwälte und Kollegen werden versuchen über die IG einen Platz im vorläufigen Gläubigerausschuss zu bekommen“, so Rechtsanwalt Dr. Thomas Pforr.

Fazit: IG PIM Gold – Interessengemeinschaft als gebündelte Kraft der Anleger

Festzuhalten ist, dass nicht immer sofort und bei allen Fragen einen Rechtsanwalt beauftragen werden muss. Der wesentlich preiswertere Weg erfolgt über eine Interessengemeinschaft wie der IG PIM Gold. Die Interessengemeinschaft bündelt Kräfte und Energie, um ein Gegengewicht zum Insolvenzverwalter zu haben. Der Insolvenzverwalter will erfahrungsgemäß entweder Gelder nicht herausgeben bzw. möchte oftmals Gelder von den Anlegern zurückhaben während des Insolvenzverfahrens. Erfolgsaussichten lassen sich erfahrungsgemäß sich durch gemeinsame Bündelung der geprellten Anleger erreichen und umzusetzen.

Rechtsanwalt Hans-Jürgen Pforr, Gründer der Kanzlei 1990 und Rechtsanwalt Dr. Thomas Pforr seit 2005 als Rechtsanwalt zugelassen sind in Bad Salzungen tätig. Pforr Rechtsanwälte und Kollegen Partnerschaft mbB beraten und vertreten Mandanten zu allen Rechtsfragen im privaten und gewerblichen Bereich gemäß unseren Tätigkeitsschwerpunkten. Hierbei ist unter anderem durch Konzentration der einzelnen Anwälte auf Tätigkeitsschwerpunkte fallspezifische Spezialisierung gegeben. Informationen unter: www.rechtsanwaltskanzlei-pforr.de

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Insolvenz von Thomas Cook: Das gilt jetzt für Kunden!

ARAG Experten zur Pleite des weltweit zweitgrößten Tourismus-Riesen

Insolvenz von Thomas Cook: Das gilt jetzt für Kunden!

Das 1841 gegründete Reiseunternehmen Thomas Cook ist pleite. Branchenintern spricht man von dem ersten Opfer des Brexit-Chaos. Die unsicheren Wirtschaftsprognosen und das aufgeweichte britische Pfund haben der Reiselust der Briten einen gehörigen Dämpfer verpasst. Doch nicht nur Urlauber aus dem Vereinten Königreich müssen sich Sorgen machen. Auch die Kunden der deutschen Thomas-Cook-Ableger wie z. B. Neckermann Reisen, Bucher Last Minute, Öger Tours, Air Marin und Thomas Cook Signature sind betroffen. Was die Pleite für deutsche Urlauber bedeutet, erklären ARAG Experten.

Im Urlaub von der Pleite überrascht
Viele tausend Urlauber aus Deutschland sind mit Thomas Cook oder einem der Tochterunternehmen unterwegs. Die Nachricht von der Pleite trifft sie unvermittelt im Urlaub. Condor, die Fluggesellschaft des insolventen Unternehmens, will den Flugbetrieb zwar bis auf weiteres aufrechterhalten, aber eine Garantie haben betroffene Passagiere nicht. Immerhin sind deutsche Pauschaltouristen vor den Folgen einer Insolvenz rechtlich abgesichert, wenn auch die deutschen Tochterfirmen einen Insolvenzantrag stellen. Nach Auskunft der ARAG Experten müssen Reiseveranstalter bei Abschluss einer Pauschalreise einen so genannten Reisesicherungsschein aushändigen. Darauf ist die Insolvenzversicherung des jeweiligen Veranstalters vermerkt. Und die stellt sicher, dass Urlauber nach Hause gebracht werden. Wie im Falle der erst im Februar pleite gegangenen Airline Germania, kann das durch die Unterstützung anderer Fluggesellschaften geschehen oder auch auf anderen Wegen, z. B. per Schiff oder Bahn. Fallen dabei Mehrkosten an, werden sie in der Regel von der Insolvenzversicherung erstattet.

Allerdings müssen Urlauber nun damit rechnen, dass die Reise vorzeitig beendet ist und sie im schlimmsten Fall vom Hotelier auf die Straße gesetzt werden. Doch bevor man sich auf eigene Faust nach einer Ersatzunterkunft umschaut und auf diesen Kosten unter Umständen sitzen bleibt, raten die ARAG Experten, sich an die Reiseleitung vor Ort zu wenden.

Reise gebucht: Was tun?
Der Hinweis auf der deutschen Thomas-Cook-Homepage ist eindeutig: „Die Durchführung von Reisen mit Abreisedatum 23. und 24. September kann nicht gewährleistet werden. Jeglicher Verkauf von Reisen ist gestoppt.“ Nach eigenen Angaben haben die in Deutschland vertretenen Tochterunternehmen von Thomas Cook den Verkauf von Reisen und Flügen bis auf weiteres komplett eingestellt. Urlauber, die also bereits auf gepackten Koffern sitzen und im Begriff sind, zum Flughafen zu fahren, können wieder auspacken. Das Geld für die nicht angetretene Reise erstattet ihnen der Veranstalter, über den die Pauschalreise gebucht wurde, oder die Insolvenzversicherung. Auf Schadensersatz für entgangene Urlaubsfreude sollten die enttäuschten Urlauber nach Auskunft der ARAG Experten allerdings nicht zu sehr hoffen.

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Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit mehr als 4.100 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von 1,7 Milliarden EUR.

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Abweisung der Insolvenz mangels Masse – was passiert nun?

Abweisung der Insolvenz mangels Masse - was passiert nun?

Wurde Ihr Antrag auf Insolvenz mangels Masse abgewiesen? Rufen Sie uns an unter 089 / 255 47 152 (Bildquelle: © Birgit Reitz-Hofmann / panthermedia.net)

Die Abweisung der Insolvenz mangels Masse wirkt im ersten Schritt erschreckend. Allerdings sind die Konsequenzen weniger dramatisch, als sie im ersten Moment erscheinen. Denn trotz dieser Abweisung steht Ihnen weiterhin der Weg für einen finanziellen Neubeginn offen.

Allerdings sollten Sie spätestens zu diesem Zeitpunkt eine Schuldnerberatung aufsuchen. Denn dort finden Sie genau die Spezialisten, die Sie auf Ihrem Weg mit wertvollen Ratschlägen und Know-how begleiten.

In diesem Beitrag erläutern wir Ihnen, unter welchen Umständen eine Insolvenz mangels Masse abgewiesen wird und wie wir Ihnen als Schuldnerberatung helfen können.

Wann wird eine Insolvenz mangels Masse abgewiesen?

Eine Insolvenz ist für Sie immer mit Kosten verbunden. Unabhängig davon, ob Sie als Privatperson oder Unternehmen Insolvenz anmelden. Gerichtskosten fallen während des Insolvenzverfahrens genauso an wie Kosten für den Insolvenzverwalter und die Mitglieder des Gläubigerausschusses.

Stellen Sie nun aufgrund Ihrer finanziellen Situation einen Antrag auf Insolvenz, schätzt das Gericht die vermutlichen Kosten und prüft, ob Sie diese Kosten aus dem bestehenden Vermögen begleichen können. Reicht das vorhandene Vermögen nicht zur Deckung der Kosten aus, weist das Gericht die Insolvenz mangels Masse ab.

Erhalten Sie einen solchen Abweisungsbescheid, nehmen Sie umgehend mit der Schuldnerberatung Kontakt auf. Die dort tätigen Experten unterstützen Sie auf Ihrem Weg der erfolgreichen Entschuldung.

Welche Form der Insolvenz trifft auf Sie zu?

Die Folgen der Abweisung Ihrer Insolvenz und die weitere Vorgehensweise hängen von Ihrem Status ab. Das Gesetz unterscheidet zunächst nur zwischen zwei Formen der Insolvenz:

1. Verbraucherinsolvenz
2. Regelinsolvenz (Firmeninsolvenz)

Bei der Abweisung mangels Masse wird hingegen darauf abgestellt, ob der Insolvenzantrag von einer natürlichen Person oder einer juristischen Person gestellt wurde.

Privat- oder Verbraucherinsolvenz

Die Verbraucherinsolvenz steht nur natürlichen Personen offen, die nicht selbstständig tätig sind. Juristische Personen wie Aktiengesellschaften, Stiftungen, eingetragene Vereine, GmbHs und Genossenschaften sind keine natürlichePersonen,Freiberufler und selbständige Unternehmer hingegen schon.

Ehemals selbständige Einzelunternehmer oder Freiberufler können einen Verbraucherinsolvenzantrag nur stellen, wenn sie die selbständige Tätigkeit nachweislich aufgegeben haben und

– die Schulden n in keinem Zusammenhang mit Arbeitsverhältnissen stehen und
– weniger als 20 Gläubiger vorhanden sind..

Erfüllen Sie diese Voraussetzungen, kann eine Verbraucherinsolvenz beantragt werden.

Ziel eines Insolvenzverfahrens einer natürlichen Person ist immer die Erteilung der Restschuldbefreiung!

Regelinsolvenz

Die Regelinsolvenz ist einschlägig für alle Unternehmen (juristische Personen), Selbstständigen und Freiberufler. Wird der Regelinsolvenzantrag einer juristischen Person abgewiesen, erhalten die Gläubiger wieder das Recht auf Vollstreckung und das Unternehmen wird aufgelöst. Zusätzlich wird der Handelsregister-Eintrag gelöscht und es erfolgt ein Eintrag ins Schuldnerverzeichnis.

Wird eine Regelinsolvenz mangels Masse abgewiesen, prüft die Staatsanwaltschaft immer, ob eine strafbare Insolvenzverschleppung der Geschäftsführer des Unternehmens vorliegt.

Natürliche Personen, wie Freiberufler und Selbstständige sind von einer Strafbarkeit wegen Insolvenzverschleppung nicht betroffen, diese stehen im weiteren Verfahren die gleichen Möglichkeiten auf eine Restschuldbefreiung offen, wie Privatpersonen.

Stundung der Verfahrenskosten – Ihre Chance auf einen finanziellen Neubeginn

Sehen Sie positiv nach vorne: Es gibt eine Lösung! Für Privatpersonen, Freiberufler und Selbstständige ohne ausreichendes Vermögen heißt die Lösung „Stundung der Verfahrenskosten“. Doch was genau bedeutet das für Sie?

Ist das vorhandene Vermögen zu gering für die anfallenden Kosten des Insolvenzverfahrens, stundet Ihnen der Staat diesen Betrag. Allerdings müssen Sie dafür mehrere Voraussetzungen erfüllen.

– Sie sind eine natürliche Person im juristischen Sinn.
– Es gibt keine dritten Personen, von denen Sie einen Verfahrenskostenzuschuss erhalten können.
– Der Antrag auf Stundung wird mit einem Vordruck des Insolvenzgerichts gestellt.
– Das Gericht geht davon aus, dass ein Rechtsanwalt nicht erforderlich ist. Daher werden dessen Kosten nur in genehmigten Ausnahmefällen übernommen.

Dem Antrag fügen Sie noch die Erklärung hinzu, dass Sie innerhalb der letzten fünf Jahre vor Antrag auf Insolvenz zu keiner Geldstrafe in Höhe von mehr als 90 Tagessätzen oder einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Monaten rechtskräftig verurteilt wurden. Relevante Straftaten sind in diesem Fall, Bankrott, Verletzung der Buchführungspflicht oder Gläubigerbegünstigung nach §§ 283-283 c StGB.

Bewilligt das Insolvenzgericht die Stundung der Verfahrenskosten, gilt dies immer nur für einzelne Verfahrensabschnitte. Wie Sie sehen, handelt es sich um ein für Sie aufwendiges Verfahren. Um keine Fristen zu versäumen und alle Anträge korrekt zu stellen, sollten Sie sich Hilfe bei einer Schuldnerberatung holen.

Die dort tätigen Spezialisten unterstützen Sie bei der Antragstellung und beraten Sie umfassend über die detaillierte Vorgehensweise. Dadurch erhöhen Sie Ihre Chance auf eine erfolgreiche Restschuldbefreiung.

Wie zahlen Sie die gestundeten Verfahrenskosten zurück?

Bei einer Stundung erhalten Sie nur einen Zahlungsaufschub bis zur offiziellen Erteilung der Restschuldbefreiung. Allerdings müssen Sie keine zusätzliche finanzielle Belastung befürchten. Denn die Zahlung der gestundeten Verfahrenskosten erfolgt laut Gesetz vorrangig aus der Insolvenzmasse.

Als Insolvenzmasse gilt das während des Insolvenzverfahrens festgelegte pfändbare Einkommen und Vermögen. Damit begleichen Sie die vereinbarten Forderungen der Gläubiger und die gestundeten Verfahrenskosten.

Keine Angst vor der Abweisung der Insolvenz mangels Masse

Wie Sie sehen, ist es für Sie als Privatperson, Freiberufler oder beruflich selbstständige Person kein Problem, wenn Ihr Insolvenzantrag mangels Masse abgewiesen wird. Aber lassen Sie es gar nicht so weit kommen. Denn eine finanzielle Notlage kann jeden Menschen treffen. Holen Sie sich rechtzeitig Hilfe bei einer Schuldnerberatung und gewinnen Sie dadurch mehrfach.

Sollte es bereits zu spät sein, sind die erfahrenen Schuldnerberater ebenfalls für Sie da und unterstützen Sie auf Ihrem Weg durch die Insolvenz in eine neue finanziell gesicherte Zukunft.

Haben Sie darüber hinaus noch Fragen zum Thema? Vereinbaren Sie noch heute den ersten Beratungstermin unter 089 / 255 47 152, schreiben Sie eine Nachricht an kanzlei@schuldnerberatung-fehse.de oder vereinbaren Sie online einen Beratungstermin.

Quelle: https://www.schuldnerberatung-fehse.de/insolvenz-mangels-masse/

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Das Team der Schuldnerberatung München, vertreten durch Sebastian Fehse, ist bereits seit mehr als 5 Jahren in der Schuldnerberatung und im Insolvenzrecht tätig. Profitieren Sie von unseren Erfahrungen!

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Insolvenzanfechtung: Antworten auf die 8 wichtigsten Fragen

Insolvenzanfechtung: Antworten auf die 8 wichtigsten Fragen

Sind auch Sie von einer Insolvenzanfechtung betroffen? Rufen Sie uns an unter 089 85635744. (Bildquelle: © Randolf Berold / fotolia.com)

Insolvenzanfechtung: Antworten auf die 8 wichtigsten Fragen

Der Insolvenzverwalter verfolgt mit der Insolvenzanfechtung ganz allgemein das Ziel, die Insolvenzmasse im Interesse der Gläubiger möglichst zu steigern. Dazu verhilft ihm unter anderem die Insolvenzanfechtung als ein „Zurückholen“ von Zahlungen, die der insolvente Schuldner vor der Insolvenzeröffnung geleistet hat. In solchen Situationen ist der Insolvenzverwalter, wie man sagt, eher rigoros als zurückhaltend.

Zu den Zahlungsempfängern können – müssen aber keineswegs nur – Gläubiger gehören. Wenn an sie geleistete Zahlungen zurückgeholt werden, dann geschieht das aus Gründen der Gleichbehandlung aller Gläubiger.

Werden Zahlungen oder Vermögensübertragungen an Nichtgläubiger storniert, dann ist der Sinn eine Erhöhung der Vermögensmasse, die dem Insolvenzverwalter zur gleichmäßigen Verteilung auf alle Gläubiger zur Verfügung steht.

1. Was kann angefochten werden?

Möglich ist eine Insolvenzanfechtung für bargeldlose sowie für Barzahlungen, die innerhalb der verschiedenartigen Fristen gemäß der Insolvenzordnung InsO geleistet worden sind. Dasselbe gilt für die Vermögensübertragung mit einem Geld- oder Sachwertvorteil des Begünstigten.

Entscheidend ist die nachweisliche Tatsache, dass der Begünstigte über die bevorstehende Insolvenz informiert war oder sie aufgrund der Gesamtumstände hätte erkennen können. Das sind häufig Situationen, die zu Unstimmigkeiten über die Insolvenzanfechtung führen; oder anders gesagt, die ein Anlass zur Anfechtung der Insolvenzanfechtung sind.

2. Wonach richtet sich die Insolvenzanfechtung?

Zu den Rechtsgrundlagen gehören die §§ 130 ff InsO. Danach gilt eine dreimonatige Frist für anfechtbare Zahlungen, die vor der Insolvenzeröffnung geleistet worden sind, obwohl dem Zahlungsempfänger die Zahlungsunfähigkeit bekannt war. Eine Schenkung kann nach § 134 InsO im Einzelfall bis zu vier Jahre rückwirkend angefochten werden.

Dasselbe gilt nach einer höchstrichterlichen Entscheidung des Bundesgerichtshofes BGH auch für die Spende an eine gemeinnützige Organisation. Und die Übertragung von Immobilienbesitz kann ebenfalls angefochten, das heißt rückgängig gemacht werden.

3. Wer ist von der Insolvenzanfechtung betroffen?

Betroffen sein können im Grunde genommen sämtliche Begünstigte von Geld und Vermögen aus den vergangenen Jahren. Die InsO sieht für solche Vermögensübertragungen unterschiedliche Fristen vor. Der Insolvenzverwalter ist im Interesse der Gläubiger dazu verpflichtet, jeden einzelnen Vorgang zu prüfen, zu bewerten und gegebenenfalls anzufechten.

Gemäß § 134 InsO handelt es sich dabei um unentgeltliche Leistungen, im Gegensatz zu Zahlungen für einen Leistungsaustausch. Ausgenommen von der Insolvenzanfechtung ist das sogenannte Gelegenheitsgeschenk mit einem geringen materiellen Wert.

4. Was sind typische Beispiele?

Auf der Gläubigerseite gehören solche Zahlungen des Schuldners dazu, die in den letzen Wochen und Monaten vor der Insolvenzeröffnung geleistet worden sind. Hier stellt sich die Frage nach dem Wissensstand des Zahlungsempfängers. Empfänger von Schenkungen, Spenden und andere Vermögensübertragungen sind in aller Regel Nichtgläubiger.

Oftmals müssen und können sie nichts von einer möglicherweise bevorstehenden Zahlungsunfähigkeit wissen oder ahnen. Sie handeln vielmehr vertrauensvoll und im guten Glauben.

Der erhaltene Vermögenswert wird in vielen Fällen mit Mehrwert genutzt, verwertet, investiert oder veräußert. In diese Handlungskette greift Jahre später der Insolvenzverwalter mit der Anfechtung ein.

5. Wie ist der Ablauf einer Insolvenzanfechtung?

Sie ist ein zivilrechtliches Verfahren zwischen dem Insolvenzverwalter als einer juristischen Person sowie dem Begünstigten als der natürlichen oder ebenfalls juristischen Person des Privatrechts. Der Insolvenzverwalter kann, wie man sagt aus freien Stücken Kontakt aufnehmen und seinen Anspruch geltend machen. Niemand leistet gerne und freiwillig Rückzahlungen.

Im nächsten Schritt reicht der Insolvenzverwalter eine Klage beim zuständigen Gericht ein. Ab jetzt gelten die Grundsätze der zivilen Gerichtsbarkeit mit den Gerichtsinstanzen ab dem Amtsgericht aufwärts.

6. Was sind die Voraussetzungen und die Folgen?

Die ganz allgemeine Voraussetzung ist ein Rechtsgeschäft mit Rechtswirkung. Dazu gehören sämtliche Übereignungen, Abtretungen, Verpfändungen sowie Maßnahmen, durch die ein Dritter begünstigt wird. Der Schuldner kann seinerseits solche Rechtshandlungen des Insolvenzverwalters anfechten, die nicht in dessen Befugnis fallen, über das Schuldnervermögen zu verfügen.

Die Folgen können im Einzelfall durchaus gravierend sein. So werden beispielsweise vor Jahren vorgenommene Rechtsgeschäfte rückabgewickelt.

7. Wie hilft ein Schuldnerberater in diesem Kontext?

Der Insolvenzverwalter handelt immer und ausschließlich im Interesse der Gläubiger. Er ist bestrebt, für sie zu Lasten des Schuldners, wie es heißt, so viel wie möglich rauszuholen. In dieser Situation vertritt der Schuldnerberater die Interessen des Schuldners.

Dieser sollte sich insbesondere dann professionell beraten und vertreten lassen, wenn sich die Insolvenzanfechtung gegen Nichtgläubiger richtet.

Nur mit dem Schuldnerberater an Iher Seite haben Sie als Schuldner die Chance, dem Insolvenzverwalter gleichwertig entgegenzutreten und Ihre Rechte wahren zu können.

Buchen Sie am besten gleich online Ihren kostenlosen Ersttermin, rufen Sie uns unter 089/85635744 oder schreiben Sie uns eine Nachricht an info@schuldnerberatung-richter.de. Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Quelle: https://www.schuldnerberatung-richter.de/insolvenzanfechtung/

Tino Richter – Schuldnerberatung München
Eduard-Schmid-Str. 34, 81541 München

Telefon: 089 85635744
Fax: 089 85635745

E-Mail: info@schuldnerberatung-richter.de
Web: https://www.schuldnerberatung-richter.de

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Öffnungszeiten:

Mo: 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Di – Do: 09:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Fr: 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Tino Richter ist ein von der Regierung von Oberbayern anerkannter Schuldnerberater in München. Er bietet Ihnen als Privatperson oder Unternehmer umfassende Beratung und Betreuung bei drohender Privatinsolvenz.

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4. Nürnberger Restrukturierungslunch: „Wider dem Konsens – Sanierung gegen die Interessen einzelner Stakeholder“

4. Nürnberger Restrukturierungslunch: "Wider dem Konsens - Sanierung gegen die Interessen einzelner Stakeholder"

Am 21. Mai 2019 besuchten zahlreiche interessierte Branchenvertreter den Nürnberger Restrukturierungslunch. Die Podiumsdiskussion „Wider dem Konsens – Sanierung gegen die Interessen einzelner Stakeholder?“ wurde dabei engagiert geführt – auch unter reger Beteiligung aus dem Publikum.

Gute Gespräche in ungezwungener Atmosphäre – dafür steht der Nürnberger Restrukturierungslunch. Bereits zum vierten Mal luden die Organisatoren Concentro Management AG, RestrukturierungsPartner, Rödl & Partner sowie Schultze & Braun zahlreiche Vertreter aus den Bereichen Banken, Rechtsberatung, Insolvenzverwaltung, Restrukturierungs- und M&A-Beratung sowie Geschäftsführer zur Podiumsdiskussion „Wider den Konsens – Sanierung gegen die Interessen einzelner Stakeholder“ in den Presse-Club Nürnberg ein:

Unter der Moderation von Dr. Alexander Sasse (Concentro Management AG) und Isabelle Pernegger (Rödl & Partner) diskutierten die Podiumsgäste Sadiye Mesci-Alpaslan (Politische Sekretärin, IG Metall), Manfred Metzroth (Regionalleiter Restrukturierung, UniCredit Bank AG, München und Nürnberg), Dr. Lennart Schley (Managing Director, mutares AG) und Dr. Michael Winkelmann (Projektleiter Portfoliomanagement, SüdFactoring GmbH) rege miteinander.
Dass es Interessenskonflikte in Sanierungsfällen gibt, stand dabei außer Frage, ob und wie diese in einem gemeinsamen Konsens gelöst werden sollten, darüber wurde auch unter Beteiligung des Publikums lebhaft und vielschichtig debattiert.

In ungezwungener Atmosphäre wurden die Diskussionen im anschließenden Get-together rege fortgesetzt. Der Restrukturierungslunch bot dabei wieder allen Besuchern aus der Branche eine gute Gelegenheit sich vielseitig auszutauschen und Kontakte zu pflegen. Gute Gespräche dabei immer inklusive.

Die Concentro Management AG ist eine mittelstandsorientierte Beratungsgesellschaft mit den Schwerpunkten M&A-Beratung, vorwiegend in Umbruchsituationen, Restrukturierungsberatung und Unternehmenssteuerung. Mit 30 Mitarbeitern an vier Standorten in Deutschland arbeitet Concentro umsetzungs- und erfolgsorientiert. Ziel ist es, durch eine individuelle Beratungsleistung Mehrwert für den Kunden zu generieren.

Firmenkontakt
Concentro Management AG
Dr. Alexander Sasse
Hugo-Junkers-Straße 9
90411 Nürnberg
+49 911 580 58 0
+49 911 580 58 333
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Pressekontakt
Concentro Management AG
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80801 München
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Infinus Skandal: Wer bezahlt gemeinsamen Vertreter der FuBus Schuldverschreibungsgläubiger?

Zahlen oder nicht Zahlen – betroffene Anleger suchen Rat

Infinus Skandal: Wer bezahlt gemeinsamen Vertreter der FuBus Schuldverschreibungsgläubiger?

Infinus Skandal: Wer bezahlt gemeinsamen Vertreter der FuBus Schuldverschreibungsgläubiger?

Nach der Insolvenz der Infinus Gruppe wurden u.a. von der FuBus KGaA Versammlungen der Insolvenzgläubiger durchgeführt, in welchen für diese nach dem Schuldverschreibungsgesetz sogenannte gemeinsame Vertreter gewählt wurden.

Diese wollten sich gerne aus der Insolvenzmasse der FuBus KGaA einen Vorschuss für ihre Tätigkeit auszahlen lassen. Da dies nicht erfolgte, wurde geklagt. Zunächst vor dem Landgericht (LG) Dresden, danach im Wege der Sprungrevision vor dem Bundesgerichtshof (BGH).
Hierbei entschied der BGH für viele überraschend, dass die gemeinsamen Vertreter keinen Anspruch auf Vergütung ihrer Tätigkeiten für die Anleger gegen die Insolvenzmasse geltend machen können.

a) Leitentscheidung des BGH

In einer sog. Leitentscheidung zum Az. IX ZR 87/16 entschied der BGH, dass der Anspruch eines im Insolvenzverfahren über das Vermögen des Emittenten bestellten gemeinsamen Vertreters von Anleihegläubigern auf Vergütung keine Masseverbindlichkeit darstellt.

Mit anderen Worten: Der gemeinsame Vertreter der Anleihegläubiger bekommt nichts aus der Insolvenzmasse.

Er wendet sich daher wegen seiner Kosten nicht mehr an die Insolvenzmasse und somit den Insolvenzverwalter, sondern nunmehr an die einzelnen Anleger, um sich seine Tätigkeit im Rahmen der Insolvenzanmeldung von den Anlegern vergüten zu lassen.

Das Urteil des BGH ist speziell in Sachen FuBus KGaA ergangen.

Ob zwingend eine Zahlungsverpflichtung der Anleger besteht, ist allerdings ebenfalls nach dem Urteil des BGH offen.

Das BGH hat entschieden, dass der gemeinsame Vertreter die Möglichkeit hat, die Übernahme der Tätigkeit davon abhängig zu machen, ob die ihm zustehende Vergütung von den Anleihegläubigern direkt oder mittelbar aus der vom gemeinsamen Vertreter erzielten Befriedigungsquote aufgebracht wird.

Im Übrigen obliege des dem Gesetzgeber, die rechtlichen Voraussetzungen für eine bessere Absicherung des Vergütungsanspruchs des gemeinsamen Vertreters im Insolvenzverfahren zu schaffen, so der BGH in Randziffer 32 seiner Entscheidung.

Unklar ist daher, ob die Anleger der Infinus, die nun durch ihren jeweils bestellten gemeinsamen Vertreter in Sachen FuBus KG aA zur Kasse gebeten werden, auch wirklich zahlen müssen.

Das oben genannte BGH Urteil sagt zu einer Verpflichtung der Anleger zur Zahlung zumindest nichts Konkretes aus. Vielmehr macht es deutlich, dass es Sache des gemeinsamen Vertreters und ggf. auch des Gesetzgebers ist, sich hier um die Vergütungsansprüche zu kümmern.

Zahlen oder nicht zahlen?

Die Rechnung des gemeinsamen Vertreters muss daher vom Anleger nicht zwingend bezahlt werden, da er dessen Tätigkeit schließlich nicht selbst bestellt hat. Zudem ist die Bestellung eines gemeinsamen Vertreters im Schuldverschreibungsgesetz vorgesehen, nicht aber die Vergütung durch den betroffenen vertretenen Anleger oder gar ein Zwang für diesen, einen Vertrag mit dem gemeinsamen Vertreter abzuschließen.

Aus dem Urteil des BGH könnte abgeleitet werden, dass es Aufgabe des gemeinsamen Vertreters sein dürfte, sich um seine Honoraransprüche zu kümmern. Er muss mit jedem Gläubiger eine Vereinbarung darüber treffen, ob dieser direkt etwas für seine Tätigkeit vergütet und in welcher Form dies geschehen soll. Denkbar nach BGH wäre auch eine Abtretung von Erstattungsansprüchen aus der Insolvenzmasse.

Zahlt der betroffene Anleger die Rechnung, könnte hierdurch ein konkludenter Vertrag zustande kommen. Rückforderungen an den gemeinsamen Vertreter mangels konkreten Auftrags über Bereicherungsrecht sind aber ebenfalls für den betroffenen Anleger denkbar, wenn dieser schon gezahlt hat.

b) Fehlinformation bei Abstimmung?

Insoweit kann momentan noch nicht von einer Fehlinformation durch den Insolvenzverwalter Kübler gesprochen werden. Dieser hatte mitgeteilt, die Tätigkeit des gemeinsamen Vertreters sei nicht durch die Anleger zu vergüten. Dies wohl ausgehend von der Annahme, dass die Kosten des gemeinsamen Vertreters der Insolvenzmasse zur Last fallen würden.

Eines besseren durch den BGH belehrt, werden die Karten im Infinus Prozess neu verteilt. Zunächst einmal scheinen die nunmehr bestellten gemeinsamen Vertreter die Dummen zu sein, die den schwarzen Peter gezogen haben, nicht die Anleger und auch nicht der Insolvenzverwalter.

Es bleibt spannend, wie das bisher ungeklärte Problem der Vertretung der Anleger durch einen gemeinsamen Vertreter und dessen Vergütung durch die Gerichte gelöst werden wird.
Denkbar wäre, dass der Ansprüche stellende gemeinsame Vertreter zumindest einen Anspruch aus Geschäftsführung oder ähnlichem gegen die betroffenen Anleger zuerkannt bekommt. Sicher ist dies aber keinesfalls.

Fazit: Zahlen oder nicht Zahlen – betroffene Anleger suchen Rat

Betroffene Anleger, die Post oder eine Rechnung von gemeinsamen Vertretung in Sachen FuBus, Prosavus oder Eco Consort erhalten, sollten sich daher an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden, der sich im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts auskennt.

Die Rechtsanwälte haben sich auf die folgenden Rechtsgebiete spezialisieren:
-Bankrecht
-Datenschutzrecht
-Insolvenzrecht
-Internetrecht
-Kapitalmarktrecht
-Privates Baurecht
-Prospektrecht / Beratung bei Prospekterstellung
-Schufa-Recht
-Steuersparmodelle
-Anwalts- und Notarhaftung
-Unternehmensberatung
-Versicherungsrecht
-Wohnungseigentumsrecht (Schwerpunkt Schrottimmobilien)
-Zivilrecht mit Schwerpunkt Verbraucherschutz
ADVOADVICE – kompetente Beratung von erfahrenen Rechtsanwälten. Von einem Rechtsanwalt erwarten Sie vor allem zwei Dinge: faire Beratung und kompetente Experten. Die Rechtsanwälte der Kanzlei sind in zahlreichen Online- und Printmedien in Erscheinung getreten. Weitere Informationen unter http://www.advoadvice.de

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Privatkonkurs neu erleichtert die Entschuldung

Privatkonkurs neu erleichtert die Entschuldung

Privatkonkurs neu im Nationalrat beschlossen

Am 21.6.2017 wurden im Nationalrat Änderungen des Privatkonkurses beschlossen, die eine Entschuldung vieler in Zahlungsschwierigkeiten geratener Schuldner wesentlich erleichtern werden. Die neue Rechtslage ist auf alle Privatkonkurse anwendbar, die ab dem 1.11.2017 beantragt werden.
Wesentliche Änderungen

Die zentralen Änderungen stellen sich wie folgt dar:

1. Nach aktueller Rechtslage ist das Abschöpfungsverfahren nur dann möglich, wenn zuvor vom Schuldner ein Zahlungsplan vorgelegt wurde. Diese Subsidiarität des Abschöpfungsverfahrens wird beseitigt, sodass dieses direkt beantragt werden kann.

2. Das Abschöpfungsverfahren dauerte bislang sieben Jahre lang. Nach der neuen Rechtslage wird es nur noch zumindest fünf Jahre, maximal aber sieben Jahre betragen. Ursprünglich war überhaupt eine Verkürzung des Abschöpfungsverfahrens auf drei Jahre geplant gewesen, Gläubigerschutzverbände und Wirtschaft setzten sich aber mit Ihren Bedenken gegen eine derart kurze Abschöpfungsperiode durch.

3. Im Abschöpfungsverfahren hat der Schuldner bislang zumindest 10 % aller Forderungen seiner Gläubiger zu befriedigen. Diese Mindestquote entfällt ersatzlos. Jene bedeutsame Änderung führt dazu, dass in Einzelfällen eine Entschuldung sogar dann denkbar sein könnte, wenn der Schuldner überhaupt keine Zahlungen leistet – also 0 % der Forderungen der Gläubiger befriedigt erhalten.

4. Als gewissen Ausgleich zum Entfall der Mindestquote haben Schuldner allerdings einmal jährlich nachzuweisen, dass sie sich um geeignete Arbeit bemühten, ihnen also im Ergebnis höhere Zahlungen an die Gläubiger, als tatsächlich geleistet werden, nicht möglich sind.

Zusammenfassung

Dem Privatkonkurs neu zufolge haben Schuldner über fünf bis sieben Jahre alle Bezüge, die über das unpfändbare Existenzminumum hinausgehen, quotenmäßig an ihre Gläubiger abzuführen. Es ist nicht entscheidend, welche Quote der Forderungen der Gläubiger befriedigt wird. Nach Ablauf der Abschöpfungsdauer tritt eine Restschuldbefreiung ein, das heißt der Schuldner wird von allen im Abschöpfungsverfahren nicht erfüllten Schulden seiner Gläubiger befreit.

Über Schmelz Rechtsanwälte

Dies ist eine Information der Schmelz Rechtsanwälte. Diese Anwaltskanzlei, die in Wien und Klosterneuburg tätig ist, ist unter anderem auf Unternehmensrecht, die Vertretung vor Gericht, Vertragsrecht und Familienrecht spezialisiert.

Schmelz Rechtsanwälte ist eine in Wien und Klosterneuburg tätige Rechtsanwaltskanzlei. Die Sozietät ist insbesondere auf die Gebiete des Arbeitsrechts, Erbrechts, Familienrechts, Immobilienrechts, Schadenersatz- und Gewährleistungsrechts, Unternehmensrechts, Gesellschaftsrechts, Medienrechts und Vertragsrechts spezialisiert.

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Handbuch zur Insolvenz – Sicher beraten in der Krise!

Handbuch zur Insolvenz - Sicher beraten in der Krise!

Die Insolvenzpraxis wird durch sehr komplexe und eng verzahnte rechtliche und betriebswirtschaftliche Fragestellungen bestimmt. Kompetente Insolvenzberatung ist daher besonders gefragt. Damit Sie als Berater diese Chance konsequent nutzen können, bietet Ihnen unser Handbuch zur Insolvenz das nötige Rüstzeug.
Rechtliche, steuerliche und betriebswirtschaftliche Aspekte, u.a. des Regelinsolvenz- und Eigenverwaltungsverfahrens sowie der Sanierungsberatung, werden aufgezeigt. Dazu Arbeitsrecht, Strafrecht, Besteuerung, und Rechnungslegung, kurzum in einem Werk enthalten Sie alle Themengebiete, die das Insolvenzrecht betreffen, komplett dargestellt und kommentiert.

Die inhaltlichen Schwerpunkte
– Einzigartige Darstellung und Kommentierung des kompletten Insolvenzrechts in einem Werk
– Wegen der Struktur und Darstellungstiefe für Einsteiger und Profis gleichermaßen geeignet
– Umfassende Auswertung der neuesten Rechtsprechung und relevanten Literatur
– Praxisbewährte Arbeitshilfen (z.B. Musterformulierungen, Checklisten etc.)

Das ist neu
– Berücksichtigt aktuelle Änderungen und Entwicklungen, wie z.B. durch das Gesetz zur Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens und der Stärkung der Gläubigerrechte

Autoren
– Dipl.-Finanzwirt Joachim Kraemer
– Professor Dr. Heinz Vallender, Richter am Amtsgericht
– Regierungsdirektor Dr. Norbert Vogelsang

Handbuch zur Insolvenz
LBW mit Fortsetzungsbezug in 2 Ordnern
z.Z. ca. 3.700 Seiten; ca. 4 Aktualisierungen pro Jahr
ISBN 978-3-08-254800-4
Preis 102,- €
(Fortsetzungsbezug mindestens 1 Jahr)
Das Handbuch ist auch in folgenden Fachportalen enthalten:
Stotax First | Stotax Basismodul Personal

Stollfuß Medien mit Sitz in Bonn wurde 1913 als Fachverlag gegründet und zählt heute zu einem der bundesweit führenden Medien- und Softwarehäusern mit Kernkompetenz in den Bereichen Steuern, Wirtschaft und Recht. Stollfuß Medien bietet eine breite Palette an Fachliteratur an. Eine Fülle von Online-Fachdatenbanken für die mobile Recherche und effiziente Software-Komplettlösungen für Steuerberater, Wirtschaftsbüros, die gewerbliche Wirtschaft und Unternehmenssteuerabteilungen runden das breite Leistungsspektrum ab.

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Rickmers Insolvenz: Kanzlei Andersen prüft Ansätze für Schadenersatzforderungen

Privatanlegern droht 250-Millionen-Euro-Schaden durch Kurssturz der Anleihe.

Rickmers Insolvenz: Kanzlei Andersen prüft Ansätze für Schadenersatzforderungen

Niels Andersen, Rechtsanwalt

Die Rickmers Holding AG – eine der großen und traditionsreichen Reedereien – hat am 1. Juni 2017 überraschend einen Insolvenzantrag gestellt. Zuvor hatte der Vorstand der HSH Nordbank AG (HSH) am 31. Mai 2017 das Sanierungskonzept des Unternehmens abgelehnt. Der Schaden für private Kapitalanleger, die 2013 Rickmers-Anleihen erworben hatten, wird immens sein. Befürchtet werden muss nahezu ein kompletter Verlust von insgesamt 250 Millionen Euro. Die Kanzlei Andersen prüft daher aussichtsreiche Ansätze für mögliche Schadensersatzforderungen für Mandanten.

Die HSH ist wohl die mit Abstand größte Gläubigerin, mit angeblich rund 1,5 Milliarden Euro, wobei die Rickmers-Gruppe Gesamtverbindlichkeiten über 2,3 Milliarden Euro aufwies (laut Konzernabschluss 2015). Das Problem für Anleger: Die Rickmers Holding hatte in 2013 eine Anleihe begeben, über die zunächst 175 Millionen Euro von Kapitalanlegern eingeworben wurden. Im Herbst 2013 wurde eine weitere Tranche über 75 Millionen Euro emittiert. Verkauft wurde die Anleihe im „breiten Markt“, also auch an private Kapitalanleger.

Die Erlöse aus dieser Emission sollten zu etwa gleichen Teilen dem Wachstum und der Refinanzierung der Rickmers-Gruppe dienen. Denn der Schifffahrtsmarkt, Reedereien und Besitzer von Containerschiffen sind seit 2008 in einer Dauerkrise. Schuld daran sind hohe Überkapazitäten und der Preisverfall für Schiffscharter. Die Schiffe stehen meist nicht im Eigentum der Reeder, sondern gehören Fondsgesellschaften, bei denen Kapitalanleger und Banken investiert haben und die Reederei die Geschäftesführung inne hat – so auch in diesem Fall. So verfügt die Rickmers-Gruppe sogar über ein eigenes Emissionshaus nebst Treuhandverwaltungsgesellschaft, und zwar die ATLANTIC Gesellschaft zur Vermittlung internationaler Investitionen mbH & Co. KG. Über sie wurde nach eigener Darstellung ein Investitionsvolumen von über 1 Milliarde Euro abgewickelt.

Unser besonderes Augenmerk als Spezialkanzlei für Kapitalmarktrecht gilt jetzt der Rickmers-Anleihe und deren Investoren. Geschädigte Anleger sollten sich dabei möglichst gemeinsam vertreten lassen. Bei einem Insolvenzverfahren wie diesem ist solch ein Vorgehen ausgesprochen sinnvoll. Vor allem aber sollten jetzt rasch Ansätze für Schadensersatzansprüche geprüft werden. Der Kurs der Anleihe notierte zuletzt bei sechs Prozent des Ausgabepreises. Befürchtet werden muss u.U. ein Totalverlust, also insgesamt durchaus 250 Millionen Euro.

Ansätze für Schadensersatzansprüche wären zunächst eine eingehende Überprüfung der Ausgangssituation zur Emission im Jahr 2013. Zudem sollte die Rolle der HSH untersucht werden. Sie hat, neben dem Geschäft der Rickmers-Gruppe, viele Schiffe in den dafür aufgelegten Fondsgesellschaften finanziert. Daneben müssen die damaligen Kapitalmarktinformationen (der Prospekt der Anleihe) unter die Lupe genommen werden, und zwar besonders in Hinblick auf die hohen, seinerzeit schon absehbaren Risiken und damals erfolgter einschlägiger Insolvenzen.

Schließlich gab es bereits kurz nach Ausbruch der Krise bei den Schiffsfondsgesellschaften zahlreiche Pleiten, ab 2010 am Gesamtmarkt. Mittlerweile sind mehrere hundert Fondsgesellschaften und deren Privatinvestoren betroffen. In solchen Fällen – wie auch bei dem oben genannten Emmissionshaus Atlantic der Rickmers-Gruppe – beraten und vertreten wir Investoren in der Begleitung von Insolvenzverfahren sowie der Prüfung und Durchsetzung von Schadensersatzforderungen wegen Fehlern von Verkaufsprospekten.

Eine Besonderheit kommt in diesem Fall hinzu: In zahlreichen von uns für Investoren geführten Verfahren im Zusammenhang mit Fonds des Rickmers-Emissionshauses haben wir es jüngst mit dem Phänomen zu tun, dass sowohl das Emissionshaus wie auch die Treuhandgesellschaft kürzlich über komplexe Umstrukturierungen des Gesellschaftsvertrags nach Luxemburg „verschoben“ wurden. Nach unserer Bewertung zum massiven Nachteil unserer Mandanten.

Über die vergangenen acht Jahre – seit den ersten Insolvenzfällen – haben wir uns ein hohes Maß an Know-How und detaillierten Kenntnissen der maritimen Wirtschaft erworben. Hierzu gehört auch die chronische Verzahnung der Banken mit den Marktakteuren. Allen diesen Aktivitäten gehen wir auf den Grund.

Weitere Informationen unter: www.andersenweyer.com

Wir sind eine im Kapitalanlagerecht spezialisierte Kanzlei mit langjährig gewachsenem Fokus auf den Schifffahrtsbereich. Eine enge Vernetzung zu Sanierungsexperten, Steuerberatern und Spezialisten der maritimen Wirtschaft können wir zum Nutzen unserer Mandanten einbringen. Unsere Expertise beinhaltet umfangreiche Erfahrungen sowohl in der Rechtsberatung als auch in der forensischen Tätigkeit, schwerpunktmäßig für Investoren bei „Sammelschäden“ mit den dort eigenen Anforderungen. Derzeit vertrauen rund 4.000 Mandanten allein im Bereich Schifffahrt und Maritime Assets auf unsere Expertise.

Kontakt
AndersenWeyer Rechtsanwalts GmbH
Niels Andersen
Spree-Etagen Hof – Alt-Moabit 62-63
10555 Berlin
+49 (0)30 644 929 450
+49 (0)30 644 929 460
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Insolvenz der Lombard Classic 3 KG angemeldet

Insolvenz der Lombard Classic 3 KG eine beunruhigende Entwicklung Rund um die Unternehmen des Lombardium-Verbundes aus Hamburg.

Insolvenz der Lombard Classic 3 KG angemeldet

Lombard Classic 3 KG meldet Insolvenz an – von Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke, Berlin

Lombardium-Skandal: Beunruhigende Entwicklung für die Lombardium Betroffenen – auch Lombard Classic 3 KG meldet Insolvenz an – Totalschaden für Anleger droht

Am 04.05.2017 hat das Amtsgericht Chemnitz die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Lombard Classic 3 GmbH & Co. KG angeordnet. Rechtsanwalt Frank Rüdiger Scheffler ist zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmt.

Insolvenzkette rund um den Lombardium-Skandal

Der Vorgang reiht sich nahtlos ein in die Insolvenzkette rund um die Unternehmen des „Lombardium“-Verbundes aus Hamburg. Nach der Insolvenz der Lombardium Hamburg KG, die als Hauptschuldner der Lombard Classic 3 GmbH & Co. KG (LC3) fungierte, war die Insolvenz der LC3 zu erwarten gewesen. Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke vertritt eine Vielzahl geschädigter Mandanten und hat bereits Erfahrung in der gerichtlichen Aufarbeitung des Lombardium-Skandals.

Unternehmen Lombardium-Konzern: Fidentum GmbH – Erste Oderfelder GmbH & Co. KG – LC2 – LC3

Er erklärt: „Nachdem durch die Untersagungsverfügung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) gegenüber der Lombardium Hamburg KG im Dezember 2015 bekannt wurde, dass diese unerlaubte Geschäfte betrieben hatte, fielen die Unternehmen des Lombardium-Konzerns wie Dominosteine. Zunächst traf es die prospektverantwortliche Fidentum GmbH, die auch den Vertrieb des Kapitalanlagenproduktes organisiert hatte, dann die Erste Oderfelder GmbH & Co. KG, die für die ersten Tranchen der Lombard-Anlagen der Vertragspartner der Anleger als atypisch stiller Gesellschafter war. Schon hier schlug die Empörung der Anleger große Wellen, als bekannt wurde, dass von den mutmaßlich eingesammelten über 100 Mio. Euro nur ein unterer einstelliger Prozentbereich übrige geblieben ist und der Insolvenzverwalter möglicherweise sogar noch die bisherigen Ausschüttungen zurückverlangt. Die Erste Oderfelder KG (auch als LC 2 bekannt) hatte das Geld der Anleger, ebenso wie die jetzt insolvente LC 3, weiter verliehen an die Lombardium Hamburg KG, die wiederum ebenfalls Insolvenz anmelden musste. Damit bestand auch für die LC 3 zu keinem Zeitpunkt mehr die Möglichkeit, wirtschaftlich auf die Beine zu kommen und das Geld der Anleger zurückzuzahlen. Die Insolvenz ist logische Folge der anscheinend planwidrigen Mittelfehlverwendung bei der Lombardium Hamburg KG. Die gerichtliche Aufarbeitung des Falles in zivilrechtlicher Hinsicht dürfte sich jetzt auf eine Haftung der Vertriebsgesellschaften und Kapitalanlagenberater konzentrieren“, meint Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke.

Wie geht es weiter – Geltendmachung von Ansprüchen der Anleger – Haftung und Schadensersatzanforderungen?

Im Frühjahr 2016 hatte die Staatsanwaltschaft in Hamburg eine groß angelegte Durchsuchung der Geschäftsräume des Lombardium-Konzerns vorgenommen, ohne dass bisher eine Anklageerhebung bekannt geworden ist. Zivilrechtlich sind Anleger bereits erfolgreich gegen die LC 2 auf Rückzahlung ihrer Einlagen vorgegangen, allerdings ging die Erste Oderfelder KG in die Insolvenz, bevor Rechtskraft eintreten konnte. Da die ursprünglichen Verträge mit der Fondgesellschaft somit nicht mehr erfüllt werden können, konzentrieren sich die Ansprüche der Anleger jetzt zwangsläufig auf Schadensersatzforderungen. Ansprüche gegen die Vertriebsgesellschaften und die Berater können geltend gemacht werden, da die prospektverantwortliche Gesellschaft Fidentum GmbH zwischenzeitlich ebenfalls insolvent gegangen ist. Geprüft wird, ob die Komplementärsgesellschaften der Ersten Oderfelder KG und auch der Lombard Classic 3 GmbH & Co. KG wirtschaftlich in der Lage sind, die immensen Schäden der Anleger begleichen zu können.

„Bereits Anfang 2017 haben Röhlke Rechtsanwälte ein Urteil für eine hier vertretene Mandantin gegen einen Kapitalanlagenberater der LC 3 vor dem Landgericht Leipzig erwirkt. Es handelt sich zwar bisher nur um ein Versäumnisurteil, gegen das der Vermittler Einspruch eingelegt hat. Ein solches Urteil ergeht aber nur, wenn das Gericht davon überzeugt ist, dass die Argumentation der Klägerseite Sinn macht und das begehrte Klageziel trägt. Wir hatten vorgetragen, dass der Berater zum Zeitpunkt der Vermittlung der Beteiligung an der LC 3, konkret war es eine Vermittlung im Januar 2014, bereits wissen konnte, dass die Lombardium Hamburg KG unerlaubte Geschäfte betreibt. Denn die Vertriebe haben bereits im November 2013 eine Liste mit Pfandgegenständen bekommen, in der die illegalen Inhabergrundschuldgeschäfte aufgeführt waren. Schon deswegen hätte hier eine erhöhte Aufklärungspflicht bestanden“, meint Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke.

Fazit: Hoffnung für betroffene Anleger – die Vermögensschadenshaftpflicht für Versicherungsvermittler und Finanzanlagenvermittler?

Da seit einigen Jahren die Pflicht zum Abschluss einer Vermögensschadenshaftpflicht vor Genehmigung der Versicherungsvermittlung und Finanzanlagenvermittlung besteht, haben betroffne Anleger hier im Falle eines gerichtlichen Erfolges durchaus Optionen, so die Erfahrungen des Berliner Juristen. Allen betroffenen Anlegern ist geraten, umgehend anwaltlichen Rat aufzusuchen, um weiteren Schaden abzuwenden. Röhlke Rechtsanwälte stehen für weitere Informationen und eine kostenfreie Ersteinschätzung gerne unter 030.71520671 und office@kanzlei-roehlke.de gerne zur Verfügung.

Röhlke Rechtsanwälte haben ihre Kernkompetenz im Bereich des Kapitalanlagenrechts und der angrenzenden Gebiete des Zivilrechts, insbesondere im Handels- und Gesellschaftsrecht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Kleinverdienern, denen vermietete Eigentumswohnungen zur Altersvorsorge als Immobilienrente schmackhaft gemacht wurden. Ein wesentlicher Tätigkeitsschwerpunkt ist auch das Recht der Handelsvertreter, die Regelungen über Provisionen, Buchauszüge, Wettbewerbsverbote etc.Weitere Information finden Sie unter: www.kanzlei-roehlke.de

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UNTERNEHMER ZUBCIC ÜBERNIMMT SÄCHSISCHEN FLACHGLASVEREDLER SAXO ISOTHERM & SPROSSENHERSTELLER GKT

UNTERNEHMER ZUBCIC ÜBERNIMMT SÄCHSISCHEN FLACHGLASVEREDLER SAXO ISOTHERM & SPROSSENHERSTELLER GKT

Brand-Erbisdorf/Chemnitz/Leipzig/Nürnberg, den 23.03.2017

Nach rund fünfmonatiger Insolvenzzeit gibt es für die Spezialisten aus dem Bereich Flachglasveredelung und Sprossenherstellung einen Neustart mit einem starken Partner. Der Coburger Unternehmer Stefan Zubcic, Inhaber der Sachsenring Karosseriemodule GmbH in Zwickau und der Nündel Kunststofftechnologie GmbH in Wendelstein, hat rückwirkend zum 01. März 2017 beideGesellschaften übernommen.
Saxo Isotherm mit Sitz in Brand-Erbisdorf versteht sich als Spezialist für Flachglasveredelung. Kerntätigkeit in der 26 jährigen Unternehmensgeschichte ist die Produktion von Isolierglas, Einscheibensicherheitsglas, teilvorgespanntem Glas sowie Verbundsicherheitsglas. Als Vollsortimenter in Kombination mit sehr gut ausgebildeten und erfahrenen Mitarbeitern kann die Saxo Isotherm flexibel auf alle Kundenwünsche „aus einer Hand“ reagieren und sich dementsprechend vom in- und ausländischen Wettbewerb differenzieren.
GKT, als Zulieferer der Saxo Isotherm, fertigt Sprossenrahmen, Sprossengittermodelle und Spritzgussteile als Werk- und Hilfsstoffe für die Fenster- und Isolierglasbranche.

Deutlich gestiegene Glaspreise sowie eine fehlende Finanzierung zur Umstrukturierung waren dafür verantwortlich, dass die Unternehmen im Herbst 2016 Insolvenzantrag stellen mussten.

Als Insolvenzverwalter wurden die Rechtsanwälte Dr. Dirk Herzig (Saxo Isotherm) und Frank Milimonka (GKT) bestellt, Concentro Management AG wurde als erfahrener M&A-Berater beauftragt.
Nach fünfmonatiger Fortführung und begonnener Sanierung durch die Insolvenzverwalter konnte der M&A-Prozess im März 2017 erfolgreich abgeschlossen werden.
„Nach intensiven Gesprächen mit vielen potentiellen Investoren hat sich gezeigt, dass der strategische Fit für beide Unternehmen am besten durch das Konzept des Coburger Unternehmer Stefan Zubcic, das eine Eingliederung in die Sachsenring-Gruppe vorsieht, gegeben ist.“, erläuterten Projektmanagerin Anina Empl und Michael Raab, verantwortlicher Partner der Concentro.

Diese Einschätzung wird durch Dr. Dirk Herzig und Frank Milimonka ausdrücklich bekräftigt. „Ich bin sicher, dass wir mit Herrn Zubcic den passenden Investor gefunden haben“, erklärt Dr. Herzig. „Er hat umfangreiche Erfahrungen in der Restrukturierung von Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und bewiesen, dass er diese Unternehmen wieder in die Erfolgsspur bringen kann.“ Der Unternehmer Stefan Zubcic ist zuversichtlich, dass die in der Branche gut etablierten Unternehmen durch ihr breites Leistungsspektrum unter neuer unternehmerischer Führung zukünftig weitere Wachstumsmöglichkeiten realisieren können. Die Geschäfte werden unter der Firma „Saxo Glaswerke GmbH“ am bisherigen Standort fortgeführt.

Ausschlaggebend für den erfolgreichen Abschluss der Transaktion war die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Insolvenzverwaltung, Unternehmensleitung, Concentro, dem Erwerber Stefan Zubcic und den trotz Insolvenz hoch motivierten Mitarbeitern von Saxo Isotherm und GKT.

Die Concentro Management AG ist eine mittelstandsorientierte Beratungsgesellschaft mit den Schwerpunkten M&A-Beratung, Restrukturierung und Unternehmenssteuerung. Mit 35 Mitarbeitern an vier Standorten in Deutschland arbeitet Concentro umsetzungs- und erfolgsorientiert. Ziel ist es, durch eine individuelle Beratungsleistung Mehrwert für den Kunden zu generieren.

Schultze & Braun ist ein führender Dienstleister für Insolvenzverwaltung und Beratung von Unternehmen in der Krise. Mit rund 650 Mitarbeitern an mehr als 40 Standorten in Deutschland und im europäischen Ausland vereint Schultze & Braun als einer der wenigen Anbieter juristischen und betriebswirtschaftlichen Sachverstand unter einem Dach. Schultze & Braun unterstützt Unternehmen regional, national und international in allen Sanierungs- und Restrukturierungsfragen, führt sie durch Krise und Insolvenz oder zeigt, wie sich Insolvenzen vermeiden lassen. Darüber hinaus berät und vertritt Schultze & Braun Mandanten in Fragen der klassischen Unternehmens-, Rechts- und Steuerberatung.

Paul & Collegen ist eine etablierter Dienstleister mit einer über 20 jährigen Expertise in der Durchführung von außerinsolvenzlichen Sanierungen und der Begleitung von Insolvenzverfahren als Insolvenzverwalter und rechtlicher Berater. Neben diesen Tätigkeiten übernimmt Paul & Kollegen Zwangsverwaltungen, Betreuungen und Pflegschaften oder erstellen regelmäßig Sachverständigengutachten in Wirtschaftsstrafverfahren.

Die Concentro Management AG ist eine mittelstandsorientierte Beratungsgesellschaft mit den Schwerpunkten M&A-Beratung, vorwiegend in Umbruchsituationen, Restrukturierungsberatung und Unternehmenssteuerung. Mit 30 Mitarbeitern an vier Standorten in Deutschland arbeitet Concentro umsetzungs- und erfolgsorientiert. Ziel ist es, durch eine individuelle Beratungsleistung Mehrwert für den Kunden zu generieren.

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Aktuell: Lombardium Hamburg KG vorläufiges Insolvenzverfahren

Insolvenzverwalter Erste Oderfelder kündigt Anfechtung der Auszahlungen und Rückforderungen von Anlegern an – Was ist mit der Lombard Classic III KG?

Aktuell: Lombardium Hamburg KG vorläufiges Insolvenzverfahren

Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke: Aktuell Lombardium-Skandal zur Insolvenz Lombardium Hamburg KG

Nicht zuletzt aufgrund des Berichtstermins des Insolvenzverwalters über das Vermögen der Ersten Oderfelder GmbH & Co. KG (EOBK) in der Gläubigerversammlung vom 29.03.2017 in Chemnitz besteht Anlass, die Vorgänge im Hamburger „Lombardium“-Skandal aktuell zu betrachten. Nach aktuellem Sachstand hat auch die Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG ein Insolvenzverfahren beantragt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt von Buchwald, Hamburg bestellt. Betroffene Anleger sind verunsichert. Auch der Insolvenzverwalter Scheffler der EOBK berichtete in der Gläubigerversammlung Unangenehmes.

Was ist mit der Lombardium Classic III KG?

Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke aus Berlin, vertritt eine Vielzahl geschädigter Anleger, führt Klagen für diese Betroffenen und hat für die Anleger gewonnen, gibt ein Update zum Sachstand „Lombardium-Skandal“.

Lombardium Hamburg KG: Vorläufiges Insolvenzverfahren

„Nach einer etwas hektischen Sitzverlegung in den Bereich des Amtsgerichts in Niebüll in der nordwestlichsten Ecke Schleswig-Holsteins ist dort zum Aktenzeichen 5 IN 70/16 ein vorläufiges Insolvenzverfahren über das Vermögen der Lombardium Hamburg KG beantragt worden. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist bereits bestellt“, erläutert Rechtsanwalt Röhlke.

Gibt es konkrete Lösungsansätze, Lichtblicke für betroffene Anleger?

Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke kann die Enttäuschung der Anleger spüren, aber leichter wird es nicht. „Diese Insolvenz hat zu einer weiteren Verkomplizierung der Sachlage geführt. Denn die Lombardium Hamburg KG ist größter Einzelschuldner der insolventen EOBK und der Lombard Classic 3 KG. Wenn aber die Lombardium Hamburg KG insolvent ist und die von der EOBK und der LC 3 KG aufgenommenen Darlehensgelder nicht mehr zurückzahlen kann, werden diese ihre Bilanzen auch entsprechend zu korrigieren haben, mit allen Auswirkungen. Zudem bedeutet dies, dass die Pfandgüter nunmehr wohl vom Insolvenzverwalter der Lombardium Hamburg KG ebenso wie vom Insolvenzverwalter der EOBK als auch von der Isetreuhand GmbH i. L. und von der LC 3 KG beansprucht werden. Tatsächlich sind die Pfandgüter allerdings noch von der Staatsanwaltschaft in Hamburg beschlagnahmt. Hier wird es eines juristischen Alexanders benötigen, um den gordischen Eigentumsknoten zu zerschlagen“, meint Röhlke.

Gläubigerversammlung EOBK in Chemnitz: unangenehme Wahrheiten und Auswirkungen kommen auf die geschädigten Anleger zu – Wird es noch schlimmer?

Der erfahrene Anwalt Röhlke war anwesend bei der Gläubigerversammlung im Insolvenzverfahren der EOBK vom 29.03.2017. Zwei wesentliche Erkenntnisse waren dieser Versammlung nach Meinung des Rechtsanwalts zu entnehmen: zum einen, das von den eingelegten Geldern der Anleger in Höhe von 107 Millionen Euro sicherlich kein Rückfluss in dieser oder auch anderweitig nennesnwerter Höhe erfolgen kann. Die aufgefundenen, zwischen verschiedenen Parteien umstrittenen Faustpfänder hätten danach allenfalls einen Wert von ungefähr 8 Millionen Euro, was eine Insolvenzquote wohl nur im einstelligen Bereich zulässt. Die Anleger müssen also damit rechnen, dass auch im Rahmen der Insolvenz nahezu ein Totalverlust zu verzeichnen sein wird.

Die zweite unangenehme Erkenntnis war, dass es hierbei voraussichtlich nicht bleiben wird. Nach einer rechtlich durchaus schlüssigen, für die Anleger bitteren Prüfung ergebe sich leider, dass die bisherigen Auszahlungen der EOBK in den vergangenen Jahren, seien es erfolgte Rückzahlungen der vollen Beteiligungssumme oder aber die Zahlungen der Verzinsung im halbjährlichen Rhythmus, tatsächlich nicht von Gewinnen der Gesellschaft gedeckt waren.

Verlust anstatt Gewinn: Müssen Anleger eine Rückzahlung ihrer Auszahlungen befürchten?

„Soweit die Zinsen betroffen sind, wird nach einer entsprechenden Überprüfung der Jahresabschlüsse und erstmaligen Erstellung von Jahresabschlüssen für die Jahre 2015 und 2016 wohl davon auszugehen sein, dass die Gesellschaft Verluste gemacht hat und keine Gewinne. Dann aber hätte nach dem Gesellschaftsvertrag auch kein Anspruch auf eine Auszahlung bestanden. Dann sind diese Auszahlungen ohne Rechtsgrund und im Sinne des Insolvenzrechtes unentgeltlich erfolgt, was sie insolvenzrechtlich anfechtbar macht. Der Insolvenzverwalter wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Zahlungen zurückfordern, so dass die Anleger dem schlechten Geld noch gutes hinterher werfen müssen. Sollte dieser Fall eintreten, können die Anleger wenigstens die von der EOBK an die Finanzämter direkt abgeführten Steuern auf die angeblichen Zinsen allerdings zurückverlangen“, erläutert Rechtsanwalt Röhlke.

Ängste der Lombard Classic III KG Anleger wegen Rückforderungsprozess berechtigt?

Ein ähnliches Szenario hatte die LC 3 KG gegenüber ihren Anlegern in einem Rundbrief und auch in Internetveröffentlichungen ihres damit befassten Rechtsanwalts angekündigt. Rechtsanwalt Röhlke gibt zu bedenken, dass bei der LC 3 Ausschüttungen nur erfolgen, wenn entsprechende Gewinne auf einem Verrechnungskonto gutgeschrieben wurden. Da aber auch bei der LC 3 voraussichtlich keine Gewinne in entsprechender Höhe angefallen waren, könnten auch diese Zahlungen zu Unrecht erfolgt sein, so dass sie von der LC 3 KG zurückgefordert werden können.

Gegenwärtig ist noch nicht bekannt, wie weit entsprechende Rückforderungsprozesse der LC 3 KG bisher gediehen sind. In diesem Zusammenhang ist auch noch wichtig zu wissen, dass Anleger der LC 3 im Gegensatz zu den Anlegern der EOBK nicht am Verlust der Gesellschaft beteiligt sind. Allerdings können die Einlagen aufgrund eines Rangrücktritts im Gesellschaftsvertrag nur zurückgefordert werden, wenn sich hierdurch die Liquiditäts- und Vermögenslage der Gesellschaft nicht entscheidend ändert und keine Insolvenzsituation eintreten würde. Sollte es dennoch zu einer Insolvenz kommen, könnten die an der LC 3 KG beteiligten stillen Anleger ihre Forderungen nicht zur Insolvenztabelle anmelden, da sie nur nachrangig im Sinne des § 39 InsO zu berücksichtigen wären.

Rechtsanwalt Röhlke weist auf einen Lichtblick hin: die Möglichkeit auf Schadensersatzanspruch für die betroffenen LC 3-Anleger

„Dies betrifft allerdings nicht die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen aufgrund einer fehlerhaften Beratung durch Kapitalanlagenvermittler oder einer fehlerhaften Prospektierung des LC 3“, meint Röhlke.

„Im Rahmen von Schadenersatzansprüchen gegenüber der LC 3 KG sowie des eingesetzten Vermittlers haben Röhlke Rechtsanwälte bereits Klagen für Mandanten eingereicht. Röhlke Rechtsanwälte hoffen, dass es in Kürze zu einer mündlichen Verhandlung kommt und über den Sachverhalt zunächst einmal vom zuständigen Gericht für Prospekthaftungssachen in Sachsen, dem Landgericht Leipzig, entschieden wird. Der Prospekt weist nach unserer Meinung an vielen Punkten Fehler auf. So ist zum Beispiel nicht darauf hingewiesen, dass die Lombardium Gruppe Inhabergrundschuld-Geschäfte betreibt, die nicht vom Mittelverwendungskontrollvertrag umfasst sind. Dies hätte allerdings prospektiert werden müssen, da letztlich diese Inhabergrundschuldgeschäfte zu einer Untersagung des diesbezüglichen Geschäftsbetriebes der Lombardium Hamburg KG geführt haben. Ebenfalls zu beachten ist, dass die Untersagungsverfügung auch deshalb erging, weil die Lombardium Hamburg KG offensichtlich ungesicherte, vom Geschäftszweck nicht vorgesehene Darlehen an Gesellschafter und fremde Gesellschaften herausgegeben hat – auch hiervon ist kein Wort im Emissions Prospekt (EP) zu finden“, meint Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke.

Röhlke Rechtsanwälte empfehlen allen Lombardium Hamburg KG Anlegern, sich auch im Hinblick auf eine Haftung der Kapitalanlagenvermittler unabhängig, fair und kompetent anwaltlich beraten zu lassen.

Röhlke Rechtsanwälte haben ihre Kernkompetenz im Bereich des Kapitalanlagenrechts und der angrenzenden Gebiete des Zivilrechts, insbesondere im Handels- und Gesellschaftsrecht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Kleinverdienern, denen vermietete Eigentumswohnungen zur Altersvorsorge als Immobilienrente schmackhaft gemacht wurden. Ein wesentlicher Tätigkeitsschwerpunkt ist auch das Recht der Handelsvertreter, die Regelungen über Provisionen, Buchauszüge, Wettbewerbsverbote etc.Weitere Information finden Sie unter: www.kanzlei-roehlke.de

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Privatinsolvenz in Großbritannien und Brexit

EU-Mitgliedschaft-Referendum: Die Auswirkungen des Brexit auf das Privatinsolvenzverfahren für Deutsche in England

Privatinsolvenz in Großbritannien und Brexit

Auswirkungen des Brexit auf das Privatinsolvenzverfahren für Deutsche in England

Spätestens seit den Abstimmungen des britischen Unterhauses vom 8.2.2017 und des Oberhauses vom 13.3.2017, in denen das Ergebnis des EU-Mitgliedschaft-Referendums vom 23.06.2016 offiziell angenommen wurde, steht fest, dass das Vereinigte Königreich die Europäische Union verlassen wird. In den vergangen Jahren nutzten viele Deutsche, die insolvent geworden waren, England als Ort um sich möglichst schnell von ihren Schulden zu befreien und damit einen anschließenden Neubeginn zu ermöglichen. Durch den bevorstehenden Austritt des Vereinigten Königreiches ist das Fortbestehen dieser Möglichkeit ungewiss.

Insolvenzrecht: Der Vorteil der englischen Restschuldbefreiung

Das englische Recht bietet im Vergleich zum deutschen Insolvenzrecht einen entscheidenden Vorteil: Die Restschuldbefreiungsperiode dauert in England lediglich sechs bis zwölf Monate, während diese in Deutschland gemäß § 300 Abs. 1 Nr. 1 InsO drei bis fünf Jahre beträgt. Dieser unterschiedliche Umgang mit der Insolvenz lässt sich historisch und sprachlich verstehen.

Das deutsche Recht entstammt dem antiken römischen Recht.

Letzterem zufolge traf einen zahlungsunfähigen Schuldner neben dem wirtschaftlichen Ruin auch der gesellschaftliche Ruin, Infamie genannt. Eine Ausnahme konnte hierbei nur im Falle einer unverschuldeten Zahlungsunfähigkeit durch komplettes Überschreiben des aktuellen und zukünftigen Vermögens an die Gläubiger durch die Lex Iulia erwirkt werden. Auch sprachlich wird dem insolventen „Schuldner“, der eine „Schuld schuldet“, ein Verschulden vorgeworfen.

Das englische Recht, ist als Common Law-System nicht primär vom römischen Recht abgeleitet.

Sprachlich, wird die Schuld als „owing a debt“ neutral beschrieben. Die rechtliche Auswirkung dieses unterschiedlichen Umgangs mit der Zahlungsunfähigkeit findet sich in der obig beschriebenen Dauer der Restschuldbefreiungsperiode wieder.

In Deutschland soll der Schuldner aus der Zahlungsunfähigkeit herausgeführt werden, indem er mehrere Jahre nur das pfändungsfreie Einkommen erhalten kann, während in England der insolvente Schuldner nach einer viel kürzeren Periode zur Wiederherstellung des Rechtsfriedens wieder an der Volkswirtschaft teilnehmen soll.

Europäische Verordnung Insolvenzverfahren

Seit dem Inkrafttreten der europäischen Verordnung über Insolvenzverfahren (EUInsVO) am 29. Mai 2000 ist gemäß Art. 12 EUInsVO eine universelle Entschuldung durch ein Insolvenzverfahren in einem Mitgliedsstaat der EU möglich. Aus diesem Grund verlegen viele privatinsolvente Schuldner ihren Wohnsitz von Deutschland nach England, wo sie, nachdem sie dort zwischen dreieinhalb und sechs Monaten gelebt haben, einen Insolvenzantrag stellen können.

Nach der Entschuldungsperiode können die Schuldner spätestens zwölf Monate später komplett legal von allen Restschulden befreit nach Deutschland zurückkehren und einen Neuanfang starten.

Die Auswirkung des Brexit auf das Privatinsolvenzverfahren – Restschuldbefreiung

Jetzt, wo das Vereinigte Königreich die Europäische Union jedoch verlassen möchte, stellt sich aufgrund des Beginns des Trennungsprozesses die Frage, inwieweit die vorstehend beschriebene Restschuldbefreiung in England vom Brexit betroffen sein wird.
Vorab muss festgestellt werden, dass durch die zweijährige Verhandlungsdauer über die Einzelheiten des EU-Austritts, gemäß Art. 50 Abs. 2 und 3 EUV, mit dem tatsächlichen EU-Austritt des Vereinigten Königreichs, vorbehaltlich weiterer Verzögerungen der Abgabe der Austrittserklärung durch die britische Regierung, nicht vor März 2019 zu rechnen ist. Bis dahin, so bestätigte es der Insolvency Service des High Court of Justice in London, bleibt die Entschuldung in England ohne weiteres möglich. Ungewiss bleibt, was nach dem tatsächlichen Austritt passieren wird. Fest steht, dass gemäß Art. 50 Abs. 3 EUV Verträge und Verordnungen der EU keine Anwendung mehr auf das betroffene Land finden werden und somit auch die Restschuldbefreiung in England nicht mehr gemäß Art. 12 EUInsVO eine automatische Schuldbefreiung in der EU bedeuten wird.

Europäischer Binnenmarkt – Lossagung von der EU

Der Chancellor of the English High Court of Justice, Sir Geoffrey Vos, erklärte, dass die britische Regierung sich darum bemühen werde, bei den Austrittsverhandlungen eine Regelung zu finden, wonach die Möglichkeit der universellen Restschuldbefreiung in England weiterhin bestehen soll. Die Erfolgsaussichten dieser Bemühungen sind indes ungewiss. Die britische Premierministerin Theresa May erklärte in ihrer Grundsatzrede vom 17.01.2017, dass es einen „harten Brexit“ geben werde. Dies bedeutet, dass das Vereinigte Königreich auch den europäischen Binnenmarkt verlassen soll und sich komplett von der EU lossagen wird.

In Reaktion hierauf erklärte die EU dass, so der damalige deutsche Wirtschaftsminister und heutige Außenminister Sigmar Gabriel, es kein „Rosinenpicken“ beim EU-Austritt geben werde. Die Bereitschaft der EU der britischen Regierung entgegen zu kommen, dürfte also eher gering sein. Dennoch würde eine solche Vereinbarung auch im Interesse der verbleibenden EU-Staaten sein, da ansatzweise Gesetzeskompatibilität in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung von großem Nutzen ist. Es bleibt daher abzuwarten, inwieweit hier eine Vereinbarung im Rahmen der Austrittsverhandlungen getroffen werden wird.

Alternativen für den Fall einer ausbleibenden Einigung mit der EU

Sollte es im Rahmen der Trennungsverhandlungen zu keiner Einigung zwischen Großbritannien und der Europäischen Union kommen, wäre ein Privatinsolvenzverfahren nach englischem Recht mit anschließender und für die EU geltenden Restschuldbefreiung für EU-Bürger rechtlich nicht möglich. Gleichwohl bieten sich für privatinsolvente Deutsche trotzdem einige Alternativen an. So ist beispielsweise in der Republik Irland das Insolvenzrecht weitgehend deckungsgleich mit dem englischen Verfahren, sodass hier eine zügige Befreiung von Schulden im Zuge eines Insolvenzverfahrens weiterhin möglich sein wird. Auch in anderen Ländern der EU, wie beispielsweise in Spanien oder Frankreich, ist eine relativ schnelle Restschuldbefreiung möglich.

Fazit: Restschuldbefreiungsperiode in EU Ländern – Trennungsverhandlungen und Einigung zwischen Großbritannien und der EU betrifft das Privatinsolvenzverfahren.

Die Zukunft der Restschuldbefreiung durch ein Insolvenzverfahren in England bleibt zunächst ungewiss. Obwohl diese Möglichkeit zumindest bis voraussichtliche März 2019 bestehen wird, bleibt unklar, inwieweit eine Regelung für die Zeit nach dem eigentlichen EU-Austritt getroffen werden wird. Es verbleiben jedoch, unabhängig von den Resultaten der Austrittsverhandlungen, dennoch für zahlungsunfähige Deutsche Möglichkeiten der zügigen Restschuldbefreiung. Ratsuchende oder Interessierte sollten sich im Zweifelsfall an eine spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei wenden.

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EN Storage GmbH: Das müssen die Anleger jetzt beachten!

EN Storage GmbH: Das müssen die Anleger jetzt beachten!

03.03.2017 – Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugsverdachts. Ein Insolvenzantrag für die EN Storage GmbH aus Herrenberg wurde gestellt. Die Anleger sollten schon jetzt tätig werden und sich zur Sicherung eventueller Ansprüche an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden.

Das Unternehmensziel der EN Storage GmbH

Nach dem Geschäftskonzept der EN Storage GmbH sollte die Datenspeicherung für international tätige Firmen, Industrieunternehmen und staatliche Nutzer als Dienstleitung angeboten werden. Die von zwei Geschäftsführern (Edvin Novalic und Lutz Beier) geführte Firma finanzierte ihre Geschäfte unter anderem über Anlegergelder.

Verbotenes Einlagengeschäft

Bereits im Jahr 2014 hatte die EN Storage GmbH versucht an Anlegergelder zu kommen. Dieser Versuch scheiterte jedoch. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ordnete die Rückabwicklung der Verträge an. Begründet wurde dies damit, dass es sich um ein verbotenes Einlagengeschäft handeln würde.

Neues Anlagekonzept

Schnell war aber eine neue Idee gefunden, Anlegergelder einzusammeln. Schon im Jahr 2015 ging die EN Storage GmbH mit einer Inhaber-Teilschuldverschreibung in Höhe von EUR 15.000.000,00 an den Markt. 7% Zinsen sollten hierbei pro Jahr erwirtschaftet werden. Im Jahr 2016 folgten zwei weitere Inhaber-Teilschuldverschreibungen. Laufzeitabhängig sollte die eine mit 5,6% und die andere mit 6,8% verzinst werden. Hier betrug das Volumen der beiden Inhaber-Teilschuldverschreibungen insgesamt über EUR 30.000.000,00.

Verdacht des Betruges

Am 23.02.2017 durchsuchte die Staatsanwaltschaft die Geschäftsräume der Gesellschaft. Der Firmengründer und Geschäftsführer der EN Storage GmbH, Edvin Novalic, wurde verhaftet, unklar ist, ob er sich auch jetzt noch in Untersuchungshaft befindet. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wegen Betruges laufen auf Hochtouren.

Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Kurz nach den Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft informierte der zweite Geschäftsführer der EN Storage GmbH, Herr Lutz Beier, darüber, dass der Betrieb eingestellt worden wäre und er einen Insolvenzantrag gestellt hätte. Schuld an der ganzen Misere sei Edvin Novalic, er selbst habe von nichts gewusst.

Was die Anleger tun sollten

Kommt es zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens, müssen die Anleger der EN Storage GmbH ihre Forderung zur Insolvenztabelle anmelden. Es empfiehlt sich, sich hierbei durch einen Rechtsanwalt vertreten zu lassen, der schwerpunktmäßig im Bank- und Kapitalmarktrecht tätig ist. Zur weiteren Sicherung ihrer Ansprüche sollten betroffene Anleger zudem überprüfen lassen, ob ihnen möglicherweise Schadensersatzansprüche zustehen.

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Dr. Steinhübel Rechtsanwälte ist schwerpunktmäßig im Kapitalanlagerecht tätig. Neben institutionellen Investoren vertritt die Kanzlei vor allem Privatanleger, die durch den Erwerb einer Kapitalanlage einen finanziellen Schaden erlitten haben. Typische Anlageprodukte sind insoweit alle Wertpapierarten, (geschlossene) Fondbeteiligungen (Medien-, Schiffs-, LV- und Immobilienfonds etc.), sog. „Schrottimmobilien“ und (atypisch) stille Beteiligungen. Rechtsanwalt Dr. Steinhübel zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichen Anlegerschutzanwälten. Die Zeitschrift „FOCUS“ (24/2000) nahm ihn bereits im Jahr 2000 in ihre Liste der Spezialisten für Kapitalanlagerecht auf. Die Zeitschrift „Capital“(07/2008) listete ihn als Experten im Bankrecht.

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Schaidt Innovations: Nach Jungbrunnen verkauft!

Schaidt Innovations: Nach Jungbrunnen verkauft!

(Mynewsdesk) Wörth-Schaidt/Lausanne/St. Gallen, 10. Januar 2017 – Der Elektronik-Dienstleister Schaidt Innovations GmbH ( www.sc-innovations.de, ehem. Harman-Gruppe) wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2017 durch die Webasto SE übernommen. Der Geschäftsbetrieb wird mit rund 166 Mitarbeitern als Webasto Mechatronics fortgeführt. Die Webasto-Gruppe gehört mit einem Umsatz von nahezu 3 Milliarden Euro und rund 12.000 Mitarbeitern zu den 100 größten Automobilzulieferern weltweit.

Ein von Rasenberger Toschek ( www.r-t.com) geführtes Expertenteam leitete erstmalig einen Innovationsprozess unter Insolvenzbedingungen ein. Aus Innovationsgesichtspunkten ausgewählte Mitarbeiter der Schaidt Innovations arbeiteten über sieben Monate mit externen Beratern an der Entwicklung und Umsetzung eines neuen unternehmensinternen Innovationsprozesses zusammen. Zum ersten Mal wurde der neue Ansatz Transformation as Restructuring (TaR) in der Praxis angewendet, der dann zum Einsatz kommen soll, wenn ein Unternehmen nicht klassisch saniert werden kann, weil die Geschäftsgrundlage entfallen ist. Auslöser für den Wegfall der Geschäftsgrundlage im Fall Schaidt Innovations waren die Veränderungen im modernen Automobilbau. Für die Produkte von Schaidt Innovations – mit die besten auf dem Weltmarkt – gab es schlichtweg keine Nachfolgeaufträge.

„Wer hier einseitig auf Kostenreduzierung und Personaleinsparung setzt, verkennt die Lage. Nur mit neuen Produkten und Kundenkreisen gibt es eine Zukunft“, sagt der Unternehmenssanierer, Dr. Jochen Brinkmann. Zu dem weiteren Kreis der bekannten Top Berater gehörten u.a. Georg von der Ropp (BMI Lab), Dr. Christoph Wecht (BGW, St. Gallen) und Professor Peter Russo (EBS Universität).

Dem anschließenden Verkauf der Schaidt Innovations war ein strukturierter, intensiver Investorenprozess vorausgegangen, der weltweit auf Interesse stieß. Es wurden Gespräche mit 140 potenziellen Investoren geführt, bis Webasto aufgrund der überzeugendsten Lösung den Zuschlag erhielt. Der Verkaufsprozess wurde vom Schweizer M&A-Beratungsunternehmen Rasenberger Toschek begleitet unter der Führung von Sebastian Kordt, CFA.

Webasto, als Weltmarktführer für Dach-, Cabriodach- und Thermosysteme, verstärkt mit diesem Zukauf seine Kompetenz durch eine eigene Elektronikfertigung. Infolgedessen wird Webasto künftig einen Teil seiner Elektronik-Komponenten in Eigenfertigung produzieren. Durch die globale Präsenz der Webasto ist eine Internationalisierung der bisher auf Deutschland fokussierten Schaidt Innovations zügig möglich. Das Konzept des Käufers für den Standort in Wörth-Schaidt überzeugte alle Beteiligten. Schon heute verfügt Webasto über eine langjährige Mechatronik-Entwicklungskompetenz, die durch Schaidt Innovations optimal ergänzt wird. Die Komplexität und Bedeutung elektronischer Komponenten für alle Webasto-Produkte steigt seit Jahren. Der TaR-Prozess zeigte, dass die Stärken der Schaidt Innovations bestens zu Webasto passen. Silke Nötzel, zuständige Bezirkssekretärin der IG Metall Bezirksleitung Mitte, ergänzt: „Der neuartige Ansatz zur Entwicklung von Geschäftsmodellinnovationen hat geholfen, für mehr als 160 Mitarbeiter eine langfristige Zukunftsperspektive zu eröffnen. Die IG Metall hat dieses Vorgehen als einen wichtigen Baustein unterstützt, damit in Schaidt nach dem langem Kampf die Tore nicht geschlossen werden müssen.“

Zum 1. Januar 2017 übernahm Webasto alle Vermögenswerte sowohl der operativen Schaidt Innovations GmbH & Co. KG als auch der Besitzgesellschaft Schaidt Holding GmbH. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Druckfähige Fotos zu Schaidt Innovations: www.sc-innovations.de/presse.html

Projektteam: http://tinyurl.com/jp9xkp5

Kontakt Rasenberger Toschek

Dr. Jochen Brinkmann

jochen.brinkmann@r-t.com

Rasenberger Toschek | World Trade Center | Avenue de Gratta Paille 2 | 1000 Lausanne 30

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Das Beratungsunternehmen Rasenberger Toschek mit Geschäftsaktivitäten in Europa, Asien und USA wurde 2005 gegründet. Aktuell unterstützt ein internationales Team von 25 Beratern mittlere und große Unternehmen bei komplexen Rettungsszenarien. Die Beauftragung erfolgt vor allem durch Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Lösungen werden mit internationalen Partnern erarbeitet und umgesetzt. www.r-t.com: http://www.r-t.com/

Das BMI Lab/BGW (St. Gallen) begleitet das Team bei der systematischen Umsetzung des Innovationsprozesses. Als Spin-off des Institute of Technology Management der Universität St. Gallen bietet es mit dem Business Model Navigator einen wissenschaftlich fundierten und praktisch bewährten Ansatz zur systematischen Entwicklung von Geschäftsmodellen. www.bmilab.com: http://www.bmi-lab.ch/ / www.bgw-sg.com: http://www.bgw-sg.com/

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SOKA Bau Tarifvertrag nicht allgemeinverbindlich – Ein Paukenschlag des BAG?

Ein Interview von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck mit Fachanwalt für Arbeitsrecht Volker Dineiger, Berlin und Essen.

Ein Interview von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck mit Fachanwalt für Arbeitsrecht Volker Dineiger, Berlin und Essen.

Das BAG stellt im Beschluss vom 21.09.2016, Az. 10 ABR 48/15, fest, dass die Erklärung über die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages 2014 über die Sozialkasse Bau (SOKA Bau) nicht wirksam war. Der Beitrag umreißt die ersten Folgerungen aus diesem Beschluss.

Fachanwalt Bredereck: Das BAG hat einen Beschluss gefasst, in dem die Erklärung über die Allgemeinverbindlichkeit eines Tarifvertrages für unwirksam erklärt wurde. Hat das tatsächlich so gravierende Auswirkungen wie Du glaubst?

Fachanwalt Dineiger: Der Beschluss betraf die Sozialkasse des Baugewerbes in Deutschland. Auf den ersten Blick ist der Beschluss sicher unscheinbar, die Auswirkungen sind aber gravierend.

Fachanwalt Bredereck: Dann werden wir uns damit zu beschäftigen haben. Klären wir doch zunächst, was die Sozialkasse des Baugewerbes eigentlich ist.

Fachanwalt Dineiger: Die Sozialkasse des Baugewerbes ist eine gemeinsame Einrichtung der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände des Bauhauptgewerbes in Deutschland. Diese Sozialkasse leistet Urlaubsgeld und Sonderleistungen wie betriebliche Altersvorsorge für die Arbeitnehmer des Bauhauptgewerbes in Deutschland. Es handelt sich dabei um eine relativ einmalige Einrichtung.

Fachanwalt Bredereck: Wer zahlt denn in diese Sozialkasse ein?

Fachanwalt Dineiger: In diese Sozialkasse würden grundsätzlich nur die Arbeitgeber (und natürlich auch die Arbeitnehmer) einzahlen, die tarifgebunden sind. Nachdem dieser Tarifvertrag aber für allgemeinverbindlich erklärt worden ist, heißt das, dass alle Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus dem Bauhauptgewerbe in Deutschland in diese Sozialkasse einbezahlt haben und einbezahlen.

Fachanwalt Bredereck: Warum ist dieser Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt worden? Unter welchen Voraussetzungen ist es dazu gekommen?

Fachanwalt Dineiger: Wie auch in der Vergangenheit ist für das Jahr 2014 der Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt worden, weil das Bundesarbeitsministerium davon ausgegangen ist, dass die Voraussetzungen des § 5 Tarifvertragsgesetz (TVG) vorliegen. Danach kann ein Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt werden, wenn ein öffentliches Interesse an dieser Allgemeinverbindlicherklärung vorliegt oder die tarifgebundenen Arbeitgeber mehr als 50 % der Arbeitnehmer in dieser Branche beschäftigen.

Fachanwalt Bredereck: Das war offensichtlich nicht der Fall?

Fachanwalt Dineiger: Nein, eben gerade nicht. Tatsächlich hat das BAG festgestellt, dass beide Voraussetzungen für eine solche Allgemeinverbindlicherklärung nicht vorgelegen haben. Wenn das allerdings der Fall ist, darf ein Tarifvertrag nicht für allgemeinverbindlich erklärt werden.

Fachanwalt Bredereck: Was heißt das dann jetzt?

Fachanwalt Dineiger: Das ist gerade der Punkt, der diese Entscheidung so spektakulär macht. Wenn der Tarifvertrag nicht allgemeinverbindlich ist, dann müssen nicht tarifgebundene Arbeitgeber auch nicht in die Sozialkasse einbezahlt. Genau das haben sie aber in all den Jahren getan, in denen dieser Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt worden ist.

Fachanwalt Bredereck: Das heißt also, es werden Rückforderungsansprüche entstehen?

Fachanwalt Dineiger: Genau das ist das Problem. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können Beiträge, die sie nicht in die Sozialkasse einbezahlen mussten, jetzt zurückfordern. Intern geht die Arbeitsgerichtsbarkeit davon aus, dass es sich um Rückforderungen im Bereich von Milliarden von Euro handeln könnte. Es kann also durchaus eine Klagewelle auf die SOKA-Bau zu rollen. Im Dezember entscheidet das Bundesarbeitsgericht möglicherweise auch noch über weitere Tarifverträge der SOKA Bau aus anderen Jahren.

Fachanwalt Bredereck: Wie geht es jetzt weiter? Und was müssen betroffene Arbeitgeber und Arbeitnehmer beachten?

Fachanwalt Dineiger: Zunächst müssen wir den Volltext der Entscheidung abwarten. Nicht tarifgebundene Zahlungsverpflichtete, also sowohl Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer, sollten aber bereits jetzt zusammenstellen, welche Zahlungen sie an die SOKA Bau in den betroffenen Jahren geleistet haben. Vorsorglich sollten diese Rückzahlungspflichten schnellstmöglich zunächst einmal schriftlich unter Fristsetzung angemeldet und gegebenenfalls dann auch gerichtlich durchgesetzt werden, damit die Ansprüche noch gesichert werden können.

Fachanwalt Bredereck: Wir bleiben dran. Die Einzelheiten stellen wir in einem weiteren Interview vor.

10.10.2016

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck und Fachanwalt für Arbeitsrecht Volker Dineiger, Berlin und Essen.

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

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Liquidität durch Einzelforderungsverkauf für Unternehmen

ateivs AG verschafft zusätzliche Liquidität für Unternehmen durch den Verkauf einzelner Forderungen auf factoringbörse.de

Die atevis Aktiengesellschaft bietet mit der Factoringbörse einen neuen Dienst an.

Mit der von atevis entwickelten Factoringbörse können ab sofort Unternehmen jeglicher Größenordnung über den Verkauf einzelner, rechtsbeständiger und nicht bestrittener Forderungen gegenüber gewerblichen Kunden ihre Liquidität verbessern.
Der bislang als Factoring bekannte übliche revolvierende Forderungsverkauf von ganzen Forderungsbeständen wird um die Möglichkeit erweitert, einzelne Forderungen zu verkaufen.
Über ein Ausschreibungsverfahren ist gewährleistet, dass ein optimaler Marktpreis für alle Seiten erzielt wird. Die Forderungen dürfen allerdings nicht zahlungsgestört und auch nicht bereits anderweitig, z.B. Rahmen einer Globalzession an die Hausbank, abgetreten sein.
Käufer sind in erster Linie Finanzinstitute, die über eine entsprechende Zulassung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verfügen (z.B. Factoringgesellschaften).
Die atevis Aktiengesellschaft aus Alzenau in Unterfranken bietet diese neue Möglichkeit der Finanzierung unter der Internetadresse www.factoringbörse.de an.
Der atevis-Dienst der Factoringbörse finanziert sich über eine Gebühr, die vom Factor bei erfolgreicher Transaktion geleistet wird. Auf den Forderungsverkäufer entfällt lediglich ein prozentualer Abschlag für den regresslosen Ankauf und die Bevorschussung der Forderung.
„Die Kosten für solch einen Einzelforderungsverkauf hängen von der Bonität des Schuldners und des Verkäufers sowie von Laufzeit, Branche und Forderungshöhe ab. „Die Kosten dafür dürften in einem Intervall von 0,5% bis 5% der Forderungshöhe liegen“ so atevis-Vorstand Bodo Kibgies. „Das ist recht preisgünstig, weil neben dem Zufluss der liquiden Mittel auch das Risiko des Forderungsausfalls durch Insolvenz oder Zahlungsunwilligkeit des Schuldners zu 100% auf den Forderungskäufer übergeht“ ergänzt Kibgies.
Die atevis AG öffnet mit diesem Verfahren des Einzelforderungsverkaufs gerade den KMUs eine neue Möglichkeit, relativ schnell Liquidität zu generieren und dies bankenunabhängig.
Durch den Einzelforderungsverkauf können Unternehmerinnen und Unternehmer diese Art der Finanzierung zunächst ohne großen Aufwand testen und bei Bedarf ausweiten. „Unternehmen, die auf den Geschmack gekommen sind, können sich dann auch für das Factoring ihres gesamten Forderungsbestandes entscheiden und diesen über die atevis ausschreiben. Das machen wir für unsere Kunden schließlich seit mehr als 25 Jahren und gehören zu den Pionieren der Branche“, so Detlef Heydt, Vorstandsvorsitzender der atevis AG.
Wer einzelne Forderungen zur Erweiterung der Liquidität factorn, d.h. verkaufen möchte, der sollte die Möglichkeiten der Factoringbörse in Anspruch nehmen und von den zahlreichen damit verbundenen Vorteilen profitieren.
Als konzernunabhängiges Unternehmen wurde die atevis Aktiengesellschaft von Kreditversicherungs- und Finanzierungsspezialisten gegründet und hilft Unternehmen im deutschsprachigen Raum bei der Sicherung von Liquidität und Rentabilität.
Ansprechpartner
Bodo Kibgies
Vorstand Marketing und Vertrieb
Tel: +49 (6023) 9477662
E-Mail: info@atevis.de

atevis Aktiengesellschaft
Carl-Zeiss-Straße 2
D-63755 Alzenau
Tel +49 (6023) 9477660
www.atevis.com
www.factoringbörse.de

Firmenportrait atevis Aktiengesellschaft

Die atevis Aktiengesellschaft verschafft Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz finanzielle Spielräume und Schutz vor Forderungsausfällen.

Als Intermediär hat sich die atevis Aktiengesellschaft spezialisiert auf die Bereiche

– Factoring (Forderungsfinanzierung),
– Kreditversicherung (Forderungsabsicherung),
– Kautionsversicherung (Bürgschaften, Avale),
– Einkaufsfinanzierung (Finetrading),
– Auftragsfinanzierung sowie
– Eigenkapitalbeschaffung.

Im Jahre 2000 als Internet-Startup von Branchenspezialisten gegründet, betreibt die atevis AG etliche Informationsportale im Bereich des Forderungs- und Finanzierungsmanagements und bietet Lösungen für Unternehmen jeglicher Größenordnung in den Bereichen Kreditversicherung, Kautionsversicherung (Bürgschaften), Factoring, Einkaufsfinanzierung und Beteiligungskapital (z.B. unter warenkreditversicherung.biz, factoring.info, kautionsversicherung.biz, factoringbörse.de, einkaufsfinanzierung.biz, eigenkapital-marktplatz.de)

Bei weitergehendem Interesse können Unternehmen die Spezialisten der atevis AG direkt kontaktieren und sich individuell beraten lassen. In den Sparten Kreditversicherung und Bürgschaften können auch online Produkte abgeschlossen werden.

Kontakt
atevis Aktiengesellschaft
Bodo Kibgies
Carl-Zeiss-Straße 2
63755 Alzenau
+49 (6023) 9477662
+49 (6023) 9477669
presse@atevis.de
www.atevis.com

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INVESTOR ÜBERNIMMT KUNSTSTOFF-SPEZIALIST NÜNDEL

Mit der übertragenden Sanierung der S.E. Nündel Kunststoff-Technik GmbH an den Unternehmer und Inhaber der Sachsenring Karosseriemodule GmbH in Zwickau, Stefan Zubcic, konnten die Nürnberger Beratungsgesellschaft Concentro Management AG und der Insol

INVESTOR ÜBERNIMMT KUNSTSTOFF-SPEZIALIST NÜNDEL

S.E. Nündel Kunststoff-Technik GmbH saniert.

Wendelstein/Nürnberg, den 20.09.2016
Nach rund sechsmonatiger Insolvenzzeit gibt es für den insolventen Spezialisten aus dem Bereich Kunststoffverarbeitung einen Neustart mit starkem Partner. Der Coburger Unternehmer Stefan Zubcic, Inhaber der Sachsenring Karosseriemodule GmbH in Zwickau, hat zum 01. September 2016 die Gesellschaft übernommen.

Nündel ist ein mittelständisches Unternehmen das im Bereich der Herstellung und dem Vertrieb von verarbeiteten Kunststoffen für Kunden aus dem Sanitär-, Medizin- und Automotive-Umfeld über jahrzehntelange Erfahrung und Kompetenz verfügt. Nündel fertigt Luftkissen in Form von Massagematten, Seitenhalt- und Lordosekissen für Automobilzulieferer, sowie im Bereich Medizin medizinische Leer- bzw. Kammerbeutel für Pharmaunternehmen, Großhändler und Konfektionie-rer. Im Bereich Sanitär werden Badewannen- und Dusch-Sicherheitseinlagen hergestellt.
Der Umsatzeinbruch, nach dem Verlust eines Hauptkunden aus der Automobilindustrie im Jahr 2012, konnte aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen im Jahr 2015 kompensiert werden. Jedoch wurde das Unternehmen nach dem Ableben des Firmengründers und Hauptgesellschafters Ende 2015 sowie Finanzierungsproblemen gezwungen aufgrund von drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag Anfang März 2016 zu stellen. Als Insolvenzverwalter wurde Herr RA Dr. Christian Uhr eingesetzt.
Nach sechsmonatiger aktiver Fortsetzung der Restrukturierung und Fortführung des Traditionsunternehmens Nündel konnte durch Dr. Uhr mit Unterstützung der Concentro Management AG erfolgreich ein neuer Investor gefunden werden.

„Nach intensiven Gesprächen mit verschiedenen potentiellen Investoren hat sich gezeigt, dass der strategische Fit und die Zukunftsperspektiven mit dem Coburger Unternehmer Stefan Zubcic und der Eingliederung in die Sachsenring-Gruppe am größten waren“, erläuterten die Sanierungsexperten Manuel Giese und Anina Empl, die seitens Concentro die erfolgreiche Transaktion verantwortet haben.
Diese Einschätzung wird durch den neuen Investor bekräftigt. Der Unternehmer Stefan Zubcic ist zuversichtlich zukünftig weitere Wachstumsmöglichkeiten im Automobil- und Medizinbereich realisieren zu können. Das Geschäft wird unter dem Namen Nündel Kunststofftechnologie GmbH am bisherigen Standort seit dem 01. September 2016 vom neuen Erwerber fortgeführt.
Mit der Sachsenring-Gruppe konnte damit dank der guten Zusammenarbeit von Insolvenzverwaltung, den Mitarbeitern von Nündel und Concentro ein strategischer und investitionsstarker Investor gefunden werden, der den Fortbestand des Traditionsunternehmens am Standort in Wendelstein künftig sicherstellen wird.

Die Concentro Management AG ist eine mittelstandsorientierte Beratungsgesellschaft mit den Schwerpunkten M&A-Beratung, vorwiegend in Umbruchsituationen, Restrukturierungsberatung und Unternehmenssteuerung. Mit 30 Mitarbeitern an vier Standorten in Deutschland arbeitet Concentro umsetzungs- und erfolgsorientiert. Ziel ist es, durch eine individuelle Beratungsleistung Mehrwert für den Kunden zu generieren.

Firmenkontakt
Concentro Management AG
Alexander Sasse
Hugo-Junkers-Straße 9
90411 Nürnberg
+49 911 580 580
info@concentro.de
http://www.concentro.de

Pressekontakt
Concentro Management AG
Elisabeth Wenkemann
Hugo-Junkers-Straße 9
90411 Nürnberg
+49 911 580 58 306
wenkemann@concentro.de
http://www.concentro.de

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Future Business KGaA: Etappensieg für Dr. Steinhübel Rechtsanwälte

Future Business KGaA: Etappensieg für Dr. Steinhübel Rechtsanwälte

Dr. Steinhübel Rechtsanwälte

19.09.2016 – Neue Hoffnung für die Anleger der Future Business KGaA: Der Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte ist ein wichtiger Zwischenerfolg gelungen. In einem Schadensersatzprozess gegen den Wirtschaftsprüfer soll jetzt ein Sachverständiger dessen Fehlverhalten bestätigen.

Future Business KGaA, PROSAVUS AG und ecoConsort AG

Die Future Business KGaA (FuBus) und die INFINUS AG Finanzdienstleistungsinstitut galten einmal als sächsische Vorzeigeunternehmen. Zahlreiche Anleger investierten deshalb nicht nur in Orderschuldverschreibungen, Genussrechte und Nachrangdarlehen der Future Business KGaA, sondern erwarben auch Kapitalanlagen der PROSAVUS AG und der ecoConsort AG.

Insolvenzverfahren und Strafprozess

Seit 2013/2014 befinden sich die Future Business KGaA, PROSAVUS AG und ecoConsort AG aber in der Insolvenz. Wie diese Insolvenzverfahren ausgehen werden, ist offen. Die Insolvenzverwalter Dr. Kübler und Scheffler halten sich mit Angaben hinsichtlich der Insolvenzquoten und der Dauer der Verfahren eher bedeckt. Das liegt u.a. auch daran, dass strafrechtliche Aspekte zu beachten sind. Da die Staatsanwaltschaft Dresden den Unternehmensverantwortlichen der FuBus-Gruppe Kapitalanlagebetrug durch betrügerisches Schneeballsystem vorwirft, müssen sich diese seit einiger Zeit vor dem Landgericht Dresden in einem Strafprozess verantworten.

Schadensersatzprozess gegen den Wirtschaftsprüfer

Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt auch gegen den Wirtschaftsprüfer der Future Business KGaA. Da die Kanzlei Dr. Steinhübel der Auffassung ist, dass der FuBus-Wirtschaftsprüfer den Anlegern zum Schadensersatz verpflichtet ist, hat sie Klagen bei Gericht eingereicht. In einem „Musterprozess“ ist der Kanzlei jetzt der Durchbruch gelungen: Ein Sachverständiger der Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, soll ein Gutachten erstellen, um das Fehlverhalten des FuBus-Wirtschaftsprüfers zu beweisen.

Konsequenzen des Beweisbeschlusses

Dieses Gutachten dürfte weitreichende Folgen haben. Denn der Sachverständige war auch schon in die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen involviert. Rechtsanwalt Dr. Steinhübel: „Wenn das Fehlverhalten des Wirtschaftsprüfers in unserem „Musterprozess“ gutachterlich nachgewiesen ist, können auch andere FuBus-Anleger Schadensersatz verlangen. Wegen der Frist von 3 Jahren drohen diese Schadensersatzansprüche Ende des Jahres 2016 zu verjähren. Anleger der Future Business KGaA sollten daher frühzeitig die Kanzlei Dr. Steinhübel beauftragen, um verjährungshemmende Maßnahmen einzuleiten.

Dr. Steinhübel Rechtsanwälte
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Über Dr. Steinhübel Rechtsanwälte:
Dr. Steinhübel Rechtsanwälte ist schwerpunktmäßig im Kapitalanlagerecht tätig. Neben institutionellen Investoren vertritt die Kanzlei vor allem Privatanleger, die durch den Erwerb einer Kapitalanlage einen finanziellen Schaden erlitten haben. Typische Anlageprodukte sind insoweit alle Wertpapierarten, (geschlossene) Fondbeteiligungen (Medien-, Schiffs-, LV- und Immobilienfonds etc.), sog. „Schrottimmobilien“ und (atypisch) stille Beteiligungen. Rechtsanwalt Dr. Steinhübel zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichen Anlegerschutzanwälten. Die Zeitschrift „FOCUS“ (24/2000) nahm ihn bereits im Jahr 2000 in ihre Liste der Spezialisten für Kapitalanlagerecht auf. Die Zeitschrift „Capital“(07/2008) listete ihn als Experten im Bankrecht.

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