Schlagwort: Inamori-Stiftung

Der weltweit tätige Unternehmer und Philanthrop Kazuo Inamori erhält die Ehrenritterwürde von ihrer Majestät Königin Elisabeth

Der weltweit tätige Unternehmer und Philanthrop Kazuo Inamori erhält die Ehrenritterwürde von ihrer Majestät Königin Elisabeth

Paul Madden, der britische Botschafter in Japan (links), und Kazuo Inamori (rechts) (Bildquelle: British Embassy Tokyo)

Kyoto/Neuss, 09. Dezember 2019. Dr. Kazuo Inamori, weltweit tätiger Unternehmer und Philanthrop, erhielt am 28. November 2019 den Titel „Honorary Knight Commander of the Most Excellent Order of the British Empire“ (KBE) von Queen Elisabeth II, Königin von Großbritannien.

Die Ehrung wurde in Japan von Paul Madden, Botschafter und Generalbevollmächtigter von Großbritannien, während einer festlichen Amtseinführung in der Botschafterresidenz verliehen und durch die Kyocera Corporation, die KDDI Corporation, Japan Airlines Co., Ltd und die Inamori-Stiftung bekannt gegeben.

Inamori ist der Gründer und Ehrenvorsitzende von Kyocera, Berater ehrenhalber bei KDDI und Japan Airlines sowie der Gründer der gleichnamigen Inamori-Stiftung.

Der Ehrentitel KBE wird für herausragende Leistungen und Beiträge für die Gesellschaft verliehen. Unter anderem haben auch Bill und Melinda Gates, Steven Spielberg, Alan Greenspan, James Watson, Bono und Ralph Lauren diese Ehrung erhalten.

„Die von Dr. Inamori gegründeten Unternehmen Kyocera und KDDI haben tausende Arbeitsplätze geschaffen und lokale Wirtschaftssysteme in ganz Großbritannien wiederbelebt, darunter Datenzentren in den London Docklands, die mehr als die Hälfte des öffentlichen Internetverkehrs in Europa abwickeln. Dr. Inamori spielte eine entscheidende Rolle bei den Vertragsverhandlungen zum Kauf von Airbus-Flugzeugen durch Japan Airlines. Der von Dr. Inamori gestiftete Kyoto-Preis hat seit 1984 zwölf angesehene britische Persönlichkeiten geehrt. Mit Hilfe der Inamori-Stiftung gründete die Blavatnik School of Government der Oxford University die jüngste Abteilung der Universität und damit eine der führenden Bildungsstätten für Staatsangelegenheiten. Dort werden zukünftige Führungskräfte ausgebildet, die weltweit Regierungen zum Wohle der Bevölkerungen beraten werden“, hieß es in der Begründung der Britischen Botschaft in Japan.

Der britische Botschafter Paul Madden brachte seinen Respekt für Inamoris persönliche Führungsqualitäten und sein Engagement zum Ausdruck und beglückwünschte ihn herzlich zu seiner Ehrenritterwürde.

Inamori gründete mit 27 Jahren Kyocera und widmete sich kontinuierlich der Entwicklung und Vermarktung von Feinkeramik. Nach der Deregulierung des japanischen Telekommunikationsmarktes gründete er die DDI (heute KDDI) Corporation, um die Gebühren für Ferngespräche zu reduzieren. 2010, im Alter von 78 Jahren, übernahm er freiwillig das Amt des Vorsitzenden von Japan Airlines, führte das Unternehmen aus der Insolvenz zurück in solide Profitabilität und brachte es wieder an die Börse von Tokyo. Der Philanthrop gründete 1984 die gemeinnützige Inamori-Stiftung und stiftete den Kyoto-Preis, um Forscher und Künstler zu ehren, die herausragende Beiträge zur Förderung und Entwicklung der Menschheit geleistet haben. So verleiht er seiner lebenslangen Überzeugung Ausdruck: „Menschen haben keine größere Berufung als nach dem höheren Gemeinwohl der Menschheit und der Welt zu streben“.

Inamoris aktuellste Verbindung zu Großbritannien begann mit einem Vortrag, den er 2013 in der Botschaft hielt. Im Folgejahr wurde er als Sprecher in die University of Oxford eingeladen. Anschließend schlug die Universität eine jährliche Vorlesungsreihe vor, die jedes Jahr als Forum für die Preisträger des Kyoto-Preises dienen sollte, um deren Leben und Werk zu diskutieren. Die Reihe namens „Kyoto Prize at Oxford“ („Kyoto-Preis in Oxford“) begann 2017 im Rahmen des Inamori-Forums der Universität und trägt so zu engeren Beziehungen zwischen Japan und Großbritannien bei.

„Dies ist wirklich eine größere Ehre als ich verdiene. Ich möchte mich in aller Form herzlichst bedanken“, erklärte Inamori. „Die Verleihung dieser Ehrung ist in meinen Augen das größte Lob für die Dienste, die Kyocera, KDDI, Japan Airlines und die Inamori-Stiftung gemeinsam mit der britischen Bevölkerung im Kontext ihrer jeweiligen Geschichte erbracht haben“, fuhr Inamori fort. „Ich möchte diese Ehrung mit allen Kollegen in all diesen Unternehmen teilen und werde mich auch in Zukunft bemühen, die Freundschaft zwischen Japan und Großbritannien stets weiter zu vertiefen.“

Über Kyocera

Die Kyocera Corporation mit Hauptsitz in Kyoto ist einer der weltweit führenden Anbieter feinkeramischer Komponenten für die Technologieindustrie. Strategisch wichtige Geschäftsfelder der aus 286 Tochtergesellschaften (31. März 2019) bestehenden Kyocera -Gruppe bilden Informations- und Kommunikationstechnologie, Produkte zur Steigerung der Lebensqualität sowie umweltverträgliche Produkte. Der Technologiekonzern ist weltweit einer der erfahrendsten Produzenten von Solarenergie-Systemen, mit mehr als 40 Jahren Branchenfachwissen. 2019 belegte Kyocera Platz 655 in der „Global 2000“-Liste des Forbes Magazins, die die größten börsennotierten Unternehmen weltweit beinhaltet.

Mit etwa 77.000 Mitarbeitern erwirtschaftete Kyocera im Geschäftsjahr 2018/2019 einen Netto-Jahresumsatz von rund 12,99 Milliarden Euro. In Europa vertreibt das Unternehmen u. a. Drucker und digitale Kopiersysteme, Halbleiter-, Feinkeramik-, Automobil- und elektronische Komponenten sowie Druckköpfe und keramische Küchenprodukte. Kyocera ist in Deutschland mit fünf eigenständigen Gesellschaften vertreten: der Kyocera Fineceramics GmbH in Neuss und Esslingen, der Kyocera Fineceramics Precision GmbH in Selb, der Kyocera Fineceramics Solutions GmbH in Mannheim, der Kyocera Automotive and Industrial Solutions GmbH in Dietzenbach sowie der Kyocera Document Solutions GmbH in Meerbusch.

Das Unternehmen engagiert sich auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für das Lebenswerk hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen (umgerechnet zurzeit ca. 828.000 Euro*).

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Inamori-Stiftung verleiht zum 35. Mal den Kyoto-Preis an Wissenschaftler aus den Bereichen Advanced Technology, Basic Science und Arts und Philosophy

Inamori-Stiftung verleiht zum 35. Mal den Kyoto-Preis an Wissenschaftler aus den Bereichen Advanced Technology, Basic Science und Arts und Philosophy

Am 10. November 2019 erhielten der Chemiker Dr. Ching W. Tang, der Astrophysiker Dr. James Gunn und die Gründerin des Thetre du Soleil Ariane Mnouchkine in der alten japanischen Kaiserstadt den Kyoto-Preis. Dieser gilt neben dem Nobelpreis als eine der weltweit wichtigsten Ehrungen für das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in Kultur und Wissenschaft.

Kyoto/Neuss, 14.11.2019. Bereits zum 35. Mal wurde gestern der Kyoto-Preis an die diesjährigen Laureaten aus den Kategorien „Advanced Technology“, „Basic Sciences“ und „Arts and Philosophy“ vergeben. Die hochdotierte Ehrung wird stets am 10. November bei einer feierlichen Zeremonie im Kyoto International Conference Center durch die Inamori-Stiftung verliehen. Die drei Preisträger nahmen die Auszeichnung in der alten japanischen Kaiserstadt im Beisein von Prinzessin Takamado, einem Mitglied der Kaiserfamilie, und mehr als tausend Gästen aus Wirtschaft, Politik und Kultur weltweit entgegen. Der Kyoto-Preis umfasst eine Urkunde, die Kyoto-Preis Medaille aus 20-karätigem Gold und das Preisgeld in Höhe von jeweils 100 Millionen Yen (derzeit rund 828.000 Euro).

Kyoto-Preis: Auszeichnung mit Tradition
Der Kyoto-Preis wurde 1984 von Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologie-Konzerns Kyocera mit Hauptsitz in Kyoto, ins Leben gerufen. Zu den Preisträgern der letzten 34 Jahre zählen bedeutende Persönlichkeiten wie der Philosoph Jürgen Habermas, die Choreographin Pina Bausch sowie der japanische Modeschöpfer Issey Miyake. Der Physiker Dr. Michel Mayor, Kyoto-Preisträger in der Kategorie „Basic Sciences“ im Jahr 2015, nahm zudem erst kürzlich den Nobelpreis in Physics entgegen. Neben Mediziner Dr. Tasuku Honjo und Molekularbiologe Yoshinori Ohsumi ist Dr. Mayor bereits der elfte Laureat des Kyoto-Preises, dem auch der Nobelpreis verliehen wurde.

Die Kyoto-Preisträger 2019

Dr. Ching W. Tang, China – IAS Bank of East Asia Professor an der Hong Kong University of Science and Technology sowie Professor Emeritus an der University of Rochester
Dr. Tang hat Lichtemissionsprozesse in elektrisch gesteuerten, organischen Materialien untersucht und eine neue Bauelementstruktur erfunden, in der zwei speziell ausgewählte Materialien übereinander angeordnet wurden, die eine hocheffiziente Lichtemission bei niedrigen Betriebsspannungen ermöglichen. Diese bahnbrechende Arbeit hat zur praktischen Anwendung von organischen Leuchtdioden (OLEDs) und deren weitreichender Applikation in Displays und Beleuchtungen geführt.

Dr. James E. Gunn, USA – Emeritus Eugene Higgins Professor of Astrophysical Sciences an der Princeton University
Dr. Gunn war Leiter des Sloan Digital Sky Survey, bei der eine dreidimensionale, digitale kosmische Karte einer ausgedehnten Region erstellt wurde. Er spielte eine führende Rolle im Projekt, einschließlich Planung, Instrumentenentwicklung und Datenanalyse, und trug zur Aufklärung der evolutionären Geschichte des Universums bei. Er ist Autor vieler wegweisender astrophysikalischer Theorien und hat so einen signifikanten Beitrag zum Verständnis des Universums geleistet.

Ariane Mnouchkine, Frankreich – Gründerin und Direktorin des Thetre du Soleil
Ariane Mnouchkine produziert kontinuierlich Meisterwerke mit historischen und politischen Themen. Unter Berücksichtigung der traditionellen Aufführungen des Ostens sowie des Westens hat sie durch ihre kollaborativen Schöpfungen die theatralischen Ausdrucksformen weiterentwickelt. Die zusammenführenden Kreationen basieren auf der Methodik ihrer einzigartigen theatralischen Organisation, die hierarchische Ordnungen vermeidet.

Weitere Informationen zum Kyoto-Preis sowie zur Inamori-Stiftung finden Sie unter http://www.kyotoprize.org/en/

Die Kyocera Corporation mit Hauptsitz in Kyoto ist einer der weltweit führenden Anbieter feinkeramischer Komponenten für die Technologieindustrie. Strategisch wichtige Geschäftsfelder der aus 286 Tochtergesellschaften (31. März 2019) bestehenden Kyocera -Gruppe bilden Informations- und Kommunikationstechnologie, Produkte zur Steigerung der Lebensqualität sowie umweltverträgliche Produkte. Der Technologiekonzern ist weltweit einer der erfahrendsten Produzenten von Solarenergie-Systemen, mit mehr als 40 Jahren Branchenfachwissen. 2019 belegte Kyocera Platz 655 in der „Global 2000“-Liste des Forbes Magazins, die die größten börsennotierten Unternehmen weltweit beinhaltet.

Mit etwa 77.000 Mitarbeitern erwirtschaftete Kyocera im Geschäftsjahr 2018/2019 einen Netto-Jahresumsatz von rund 12,99 Milliarden Euro. In Europa vertreibt das Unternehmen u. a. Drucker und digitale Kopiersysteme, Halbleiter-, Feinkeramik-, Automobil- und elektronische Komponenten sowie Druckköpfe und keramische Küchenprodukte. Kyocera ist in Deutschland mit fünf eigenständigen Gesellschaften vertreten: der Kyocera Fineceramics GmbH in Neuss und Esslingen, der Kyocera Fineceramics Precision GmbH in Selb, der Kyocera Document Solutions GmbH in Mannheim, der Kyocera Automotive and Industrial Solutions GmbH in Dietzenbach sowie der Kyocera Document Solutions GmbH in Meerbusch.

Das Unternehmen engagiert sich auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für das Lebenswerk hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen (umgerechnet zurzeit ca. 828.000 Euro*).

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Bekanntgabe der Kyoto-Preisträger 2019

Der Kyoto-Preis 2019 geht an einen Chemiker, einen Astrophysiker und eine Regisseurin.

Kyoto/Neuss, 17. Juni 2019. Der Kyoto-Preis gilt neben dem Nobelpreis als eine der weltweit wichtigsten Auszeichnungen für das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in Kultur und Wissenschaft. Die diesjährigen Preisträger sind der IAS Bank of East Asia Professor an der Hong Kong University of Science and Technology sowie Professor Emeritus an der University of Rochester Dr. Ching W. Tang, der Emeritus Eugene Higgins Professor of Astrophysical Sciences an der Princeton University Dr. James Gunn und Ariane Mnouchkine, Regisseurin und Gründerin des Theatre du Soleil.

Die Inamori-Stiftung wurde 1984 von Dr. Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologiekonzerns Kyocera, ins Leben gerufen und zeichnet jährlich drei Preisträger in den Kategorien „Advanced Technology“, „Basic Sciences“ und „Arts and Philosophy“ mit dem Preis aus. Die feierliche Verleihung findet am 10. November 2019 in Kyoto statt. Jeder der Preisträger erhält eine Urkunde, die Kyoto-Preis-Medaille aus 20-karätigem Gold sowie ein Preisgeld von 100 Millionen Yen (zurzeit rund 818.000 Euro).

Die Kyoto-Preisträger 2019

Dr. Tang hat Lichtemissionsprozesse in elektrisch gesteuerten, organischen Materialien untersucht und eine neue Bauelementstruktur erfunden, in der zwei speziell ausgewählte Materialien übereinander angeordnet wurden, die eine hocheffiziente Lichtemission bei niedrigen Betriebsspannungen ermöglichen. Diese bahnbrechende Arbeit hat zur praktischen Anwendung von organischen Leuchtdioden (OLEDs) und deren weitreichender Applikation in Displays und Beleuchtungen geführt.

Dr. James Gunn war Leiter des Sloan Digital Sky Survey, bei der eine dreidimensionale, digitale kosmische Karte einer ausgedehnten Region erstellt wurde. Er spielte eine führende Rolle im Projekt, einschließlich Planung, Instrumentenentwicklung und Datenanalyse, und trug zur Aufklärung der evolutionären Geschichte des Universums bei. Er ist Autor vieler wegweisender astrophysikalischer Theorien und hat so einen signifikanten Beitrag zum Verständnis des Universums geleistet.

Ariane Mnouchkine, die Gründerin und Direktorin des Theatre du Soleil, produziert kontinuierlich Meisterwerke mit historischen und politischen Themen. Unter Berücksichtigung der traditionellen Aufführungen des Ostens sowie des Westens hat sie durch ihre kollaborativen Schöpfungen die theatralischen Ausdrucksformen weiterentwickelt. Die zusammenführenden Kreationen basieren auf der Methodik ihrer einzigartigen theatralischen Organisation, die hierarchische Ordnungen vermeidet.

Die Kyocera Corporation mit Hauptsitz in Kyoto ist einer der weltweit führenden Anbieter feinkeramischer Komponenten für die Technologieindustrie. Strategisch wichtige Geschäftsfelder der aus 286 Tochtergesellschaften (31. März 2019) bestehenden Kyocera -Gruppe bilden Informations- und Kommunikationstechnologie, Produkte zur Steigerung der Lebensqualität sowie umweltverträgliche Produkte. Der Technologiekonzern ist weltweit einer der erfahrendsten Produzenten von Solarenergie-Systemen, mit mehr als 40 Jahren Branchenfachwissen. 2019 belegte Kyocera Platz 655 in der „Global 2000“-Liste des Forbes Magazins, die die größten börsennotierten Unternehmen weltweit beinhaltet.

Mit etwa 77.000 Mitarbeitern erwirtschaftete Kyocera im Geschäftsjahr 2019 einen Netto-Jahresumsatz von rund 12,99 Milliarden Euro. In Europa vertreibt das Unternehmen u. a. Drucker und digitale Kopiersysteme, Halbleiter-, Feinkeramik-, Automobil- und elektronische Komponenten sowie Drucker und Küchenprodukte. Kyocera ist in Deutschland mit zwei eigenständigen Gesellschaften vertreten: der Kyocera Fineceramics GmbH in Neuss und Esslingen sowie der Kyocera Document Solutions in Meerbusch.

Das Unternehmen engagiert sich auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für das Lebenswerk hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen (umgerechnet zurzeit ca. 818.000 Euro*).

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Kyoto-Preis 2017 geht an Halbleiter-Ingenieur, Pflanzenphysiologen und Musikwissenschaftler

Auch in diesem Jahr zeichnet die Inamori-Stiftung das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in Kultur und Wissenschaft aus.

Kyoto-Preis 2017 geht an Halbleiter-Ingenieur, Pflanzenphysiologen und Musikwissenschaftler

Dr. Graham Farquhar, Dr. Richard Taruskin, Dr. Takashi Mimura (Preisträger Kyoto-Preis 2017)

Kyoto / Neuss, Juni 2017. Der Kyoto-Preis gilt neben dem Nobelpreis als eine der weltweit wichtigsten Auszeichnungen für das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in Kultur und Wissenschaft. Die diesjährigen Preisträger sind der japanische Halbleiter-Ingenieur Dr. Takashi Mimura, der australische Pflanzenphysiologe Dr. Graham Farquhar und der amerikanische Musikwissenschaftler Dr. Richard Taruskin. Die Inamori-Stiftung, die 1984 von Dr. Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologiekonzerns Kyocera, ins Leben gerufen wurde, verleiht den mit 50 Millionen Yen (rund 400.000 Euro) pro Kategorie dotierten Preis jährlich an drei Preisträger in den Kategorien „Advanced Technology“, „Basic Sciences“ und „Arts and Philosophy“. Die feierliche Preisverleihung findet am 10. November 2017 in Kyoto statt.

Die Kyoto-Preisträger 2017

Dr. Takashi Mimura (Japan) – . Gastwissenschaftler Advanced ICT Research Institute
Dr. Takashi Mimura hat Transistoren mit hoher Elektronenbeweglichkeit (high electron mobility transistor – HEMT), die zwei Halbleiter verbinden, erfunden. Er hat ebenso ihre umfassende Verwendung im hochfrequenten Bereich erforscht. Heute findet man HEMTs in Mikrowellenempfängern für Radioastronomie, in Empfängern für Satelliten- und GPS-Systeme, in Mobiltelefonen, deren Basisstationen sowie in KFZ-Abstands-Radars zur Kollisionsvermeidung. Die Erfindung des HEMT hat die Erforschung von Elektronen mit reduzierten Dimensionen entscheidend vorangebracht und maßgeblich zum Fortschritt der Informations- und Kommunikationstechnologie beigetragen. Sie leisten somit einen unverzichtbaren Beitrag in unserer modernen Kommunikationsgesellschaft. Dr. Takashi Mimura, 72, aus Osaka ist Gastwissenschaftler am Advanced ICT Research Institute des National Institute of Information and Communications Technology, Japan. Er erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen, darunter die renommierte Ehrenmedaille am Violetten Band der Japanischen Regierung, den ISCS Heinrich Welker Award und den Japan Society of Applied Physics Achievement Award.

Dr. Graham Farquhar (Australien) – Professor an der Australian National University
Dr. Graham Farquhar hat eine Reihe von Prozessmodellen der Photosynthese entwickelt, die die Vorhersage von Umweltreaktionen des Kohlendioxidaustausches zwischen Vegetation und Atmosphäre ermöglichen. Außerdem sind diese Prozesse unverzichtbar für die Berechnung nahezu aller heute vorhandener Modelle der terrestrischen Biosphären- und Kohlenstoffzyklen und leisten einen essentiellen Beitrag für die Erforschung des Klimawandels sowie für die Umweltwissenschaften insgesamt. Auf Basis seiner prozessbasierten Modelle hat Dr. Farquhar außerdem bei der Auswahl von Dürre-resistenten Weizen- und Erdnuss-Sorten mitgearbeitet. Er war Mitglied des Intergovernmental Panel on Climate Change und hat als wissenschaftlicher Berater Australien bei den Verhandlungen zum Kyoto-Protokoll vertreten. Dr. Graham Farquhar, 69, aus Tasmanien arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Michigan State University-U.S. Department of Energy Plant Research Laboratory, bevor er an seine Universität, die Australian National University, zurückkehrte. Er erhielt den Humboldt-Forschungspreis, den Prize for Science des australischen Premierministers und ist Officer of the Order of Australia.

Dr. Richard Taruskin (USA) – emeritierter Professor an der University of California, Berkeley
Dr. Richard Taruskin ist Musikwissenschaftler und -kritiker, der sich konventionellen kritischen Paradigmen widersetzt und zeitgenössische Perspektiven der Musik seinen historische Forschungen und Essays unterwirft. Er argumentiert, dass zeitgenössische Aufführungen der Alten Musik keine wahre Authentizität bieten, sondern eher Reflexionen der Ästhetik des späten 20. Jahrhunderts seien. Seiner Überzeugung nach kann keine strikte Analyse von musikalischen Texten jemals die wahre Absicht des Komponisten offenbaren, die immer ein „Mysterium“ bleiben muss. Diese Argumentation beeinflusste die Aufführungspraxis der frühen Musik. Seine revolutionäre Methode, die originalen Kompositionen in ihrem kontextuellen Umfeld zu analysieren, spiegelt seine umfangreichen Kenntnisse von Geschichte, Kultur, Politik, Kunst, Literatur und Religion wider. Zu seinen international anerkannten Büchern zählt die Oxford History of Western Music, der umfangreichste Überblick über die westliche Musikgeschichte, der jemals von einem einzigen Autor geschrieben wurde. Die Qualität und der Umfang seiner Arbeit zeigen, dass die Musik Kreativität nicht nur in Komposition und Aufführung, sondern auch im detaillierten Diskurs über den Zusammenhang, in dem Musik entstanden ist, erfordert. Der gebürtige New Yorker Dr. Richard Taruskin, 72, erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter die Dent-Medaille und den Royal Philharmonic Society Music Award.

Die Kyocera Corporation mit Hauptsitz in Kyoto ist einer der weltweit führenden Anbieter feinkeramischer Komponenten für die Technologieindustrie. Strategisch wichtige Geschäftsfelder der aus 231 Tochtergesellschaften (31. März 2017) bestehenden Kyocera-Gruppe bilden Informations- und Kommunikationstechnologie, Produkte zur Steigerung der Lebensqualität sowie umweltverträgliche Produkte. Der Technologiekonzern ist weltweit einer der ältesten Produzenten von Solarenergie-Systemen, mit mehr als 40 Jahren Branchenerfahrung. 2017 belegte Kyocera Platz 522 in der „Global 2000“-Liste des Forbes Magazins, die die größten börsennotierten Unternehmen weltweit beinhaltet.

Mit etwa 70.000 Mitarbeitern erwirtschaftete Kyocera im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Netto-Jahresumsatz von rund 11,86 Milliarden Euro. In Europa vertreibt das Unternehmen u. a. Drucker und digitale Kopiersysteme, mikroelektronische Bauteile und Feinkeramik-Produkte. Kyocera ist in Deutschland mit zwei eigenständigen Gesellschaften vertreten: der Kyocera Fineceramics GmbH in Neuss und Esslingen sowie der Kyocera Document Solutions in Meerbusch.

Das Unternehmen engagiert sich auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für das Lebenswerk hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen (umgerechnet zurzeit ca. 400.000 Euro*)

Firmenkontakt
Kyocera Corporation
Daniela Faust
Hammfelddamm 6
41460 Neuss
02131/16 37-188
daniela.faust@kyocera.de
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