Schlagwort: Expertengespräch

„Regeln für das Handgepäck bei Flugreisen“ – Expertengespräch der ERV

Was an Bord eines Flugzeugs erlaubt ist und was nicht

"Regeln für das Handgepäck bei Flugreisen" - Expertengespräch der ERV

Kontrolle des Reisegepäcks (Bildquelle: ERGO Versicherungsgruppe)

Die neue Fotokamera, das sizilianische Olivenöl oder die teure Creme: Wertvolles, Mitbringsel und Gegenstände für den täglichen Bedarf sollten auf Reisen gut verstaut sein. Am besten im Handgepäck, da haben Urlauber ihre Habe stets im Blick. Doch nicht alles dürfen Passagiere mit an Bord eines Flugzeugs nehmen. Spätestens beim Sicherheits-Check kann das ein oder andere Reiseutensil in der Tonne landen. Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung), beantwortet häufige Fragen von Flugreisenden.

Was gehört ins Handgepäck, was müssen Passagiere in den Koffer packen?

Wertgegenstände, Laptop, wichtige Medikamente, Geld, Schlüssel, Pass und natürlich das Ticket sollten Urlauber immer im Handgepäck verstauen. Beim Packen für Flüge, die von Flughäfen der Europäischen Union und der Schweiz abgehen, gilt es, die EU-Richtlinie für Handgepäck zu beachten. Danach ist Vorsicht etwa beim Mitführen von Flüssigkeiten geboten: Alle Behälter mit Flüssigkeiten über 100 ml sind an Bord grundsätzlich verboten. Dazu zählen neben Getränken zum Beispiel auch Duschgels, Cremes, Kosmetikartikel wie Mascara oder flüssiges Make-up, Zahnpasta und Rasierschaum. Behälter mit Flüssigkeiten müssen daher in einem durchsichtigen, wieder verschließbaren Beutel von maximal einem Liter Inhalt untergebracht sein. Pro Passagier ist nur ein solcher Plastikbeutel erlaubt! Ist eine Cremedose oder Parfumflasche mit einem größeren Fassungsvermögen zum Beispiel nur noch halb befüllt, müssen Urlauber sie dennoch bei der Sicherheitskontrolle abgeben. Wichtig zu wissen: Getränke dürfen selbst dann nicht durch den Sicherheitscheck, wenn Reisende sie vorher am Flughafen gekauft haben. Dinge des täglichen Gebrauchs wie Nagelscheren, Einmalrasierer oder Taschenmesser mit maximal 6 cm Klingenlänge sind in Deutschland zwar erlaubt. In anderen Ländern, wie etwa den USA, kann es jedoch abweichende Regelungen geben. Diese Gegenstände also sicherheitshalber nicht im Handgepäck verstauen! Grundsätzlich im Handgepäck verboten sind zum Beispiel Gasbehälter für Campingkocher, Benzinfeuerzeuge oder Flaschenöffner. Technische Geräte wie Laptop und Tablet dürfen mit, müssen aber am Sicherheitscheck einzeln durch die Kontrolle. Das Mitführen von E-Zigaretten ist übrigens erlaubt. Das gilt auch für Duty-Free Ware, die Urlauber am Tag des Fluges nach der Bordkartenkontrolle oder im Flugzeug gekauft haben. Voraussetzung: Die Ware muss sich in einem durchsichtigen, vom Personal versiegelten Beutel befinden und einen von außen lesbaren Beleg mit Verkaufsdatum und -ort enthalten. Und: Der Beutel muss, gerade bei Umsteigeverbindungen, bis zum Ende des Fluges verschlossen und versiegelt bleiben.

Was gilt für die Mitnahme von Medikamenten oder Babynahrung?

Sowohl Babynahrung als auch Medikamente, die Passagiere während des Fluges benötigen, sind von der EU-Richtlinie für Handgepäck ausgenommen. Das bedeutet: Sie müssen nicht in einem transparenten Beutel eingepackt sein, auch wenn sie flüssig oder gelartig sind. Außerdem gelten dafür keine Mengenbeschränkungen. Dennoch ist es für Passagiere Pflicht, Medikamente und Babynahrung bei der Sicherheitskontrolle separat vorzuzeigen. Für Medikamente gilt: Da das Sicherheitspersonal im Zweifelsfall einen Nachweis für die Notwendigkeit verlangen kann, sollten sie mit dem Namen des Patienten und der individuellen Dosierungsangabe beschriftet sein. Die Apotheke kennzeichnet das Medikament auf Nachfrage mit einem entsprechenden Aufkleber. Alle Medikamente am besten immer in der Originalverpackung lassen. Es empfiehlt sich auch, eine persönliche Bescheinigung des Arztes für benötigte Medikamente und Spritzen, etwa für Diabetiker, mit sich zu führen und bei Bedarf am Sicherheitscheck vorzuzeigen. Für Medikamente, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, ist ein spezielles Formular notwendig. Dieses füllt der behandelnde Arzt im Vorfeld aus.

Was passiert mit den Sachen, die Urlauber am Sicherheits-Check abgeben müssen?

Ob teures Taschenmesser, edles Parfum oder eine angefangene Wasserflasche: Was das Sicherheitspersonal an der Kontrolle einbehält, wird schlichtweg entsorgt. Wer auf seine wertvolle Fracht nicht verzichten will, kann diese bei den meisten deutschen Flughäfen gegen Gebühr bei der Gepäckaufbewahrung lagern und auf der Heimreise wieder mitnehmen. Reisende, die ohne den abgenommenen Gegenstand im Urlaub nicht auskommen wollen, können meist entweder das Handgepäck mit dem gesamten Inhalt gegen Gebühr noch als zusätzliches Gepäckstück aufgeben oder die abgenommenen Sachen nachträglich im eingecheckten Koffer verstauen. In den meisten Fällen kann das Flughafenpersonal das Gepäck noch zurückholen. Urlauber können den Gegenstand auch als Postpaket an die eigene Adresse verschicken. Das gilt natürlich auch auf der Heimreise für Urlaubssouvenirs, die sonst nicht den Weg nach Hause finden würden. Generell empfiehlt es sich für alle Passagiere, sich bereits zu Hause auf der Webseite der jeweiligen Airline über die Bestimmungen für das Handgepäck zu informieren.
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„Freiheit im Schrebergarten?“ – Expertengespräch der D.A.S. Rechtsschutzversicherung

Freiheit im Schrebergarten?

"Freiheit im Schrebergarten?" - Expertengespräch der D.A.S. Rechtsschutzversicherung

Besonders in Großstädten sind Schrebergärten für viele Menschen idyllische und ruhige Rückzugsorte. Allerdings sind Schrebergärtner nicht alleine. Meistens sind die Häuschen Teil einer Gartenkolonie und damit eines Vereins. Um ein harmonisches Zusammenleben zu gewährleisten, sind daher Regeln unerlässlich. Worauf Schrebergartenbesitzer achten sollten, weiß die D.A.S. Rechtsexpertin Michaela Zientek.

Was sollten Naturfreunde beachten, die einen Schrebergarten bewirtschaften wollen?

Wer mit einem Schrebergarten liebäugelt, sollte sich zunächst darüber informieren, ob die eigenen Vorstellungen mit den Vorgaben des Bundeskleingartengesetzes und des ortsansässigen Kleingartenvereins vereinbar sind. Befinden sich die Kleingärten auf Gemeindeland, erlässt die jeweilige Stadt als Verpächter zudem oft eine eigene Gartenordnung. All diese Regelungen geben den Rahmen für die Gestaltung der Gärten vor. So informieren die Vorschriften beispielsweise über die erlaubte Höhe der Bäume, wie groß der Anteil an Obst und Gemüse an der Gesamtfläche sein sollte oder welche Pflanzen nicht angepflanzt werden dürfen. Tierfreunde sollten zudem berücksichtigen, dass Kleintiere in den meisten Schrebergartensiedlungen keine gern gesehenen Gäste sind: In vielen Fällen ist die Haltung von Tieren nur mit schriftlicher Zustimmung des Vereinsvorstands zulässig – oftmals ist sie stark eingeschränkt oder sogar vollständig verboten. Grundsätzlich gilt: Was das Bundeskleingartengesetz oder die jeweiligen Satzungen des ortsansässigen Kleingartenvereins vorschreiben, müssen alle Gärtner einhalten. Alle Punkte, die nicht explizit geregelt sind, sind dagegen dem Selbstverwirklichungsrecht der Schrebergartenbesitzer überlassen. Das bedeutet: In diesem Fall können die Laubenpieper ihren Kleingarten nach ihren individuellen Vorstellungen gestalten – sofern sie dadurch die Besitzer umliegender Parzellen nicht beeinträchtigen.

Bäume und Sträucher wachsen mit der Zeit, und irgendwann wird auch der Kleingarten nebenan beschattet oder im Herbst mit unerwünschtem Laub eingedeckt. Müssen Betroffene das hinnehmen?

Um einen Streit zu vermeiden, empfiehlt es sich in jedem Fall, mit dem Nachbarn eine einvernehmliche Lösung zu suchen. So lässt sich sicher klären, wann Bäume zurückgeschnitten werden sollen oder welchen Abstand zum Zaun sie einhalten sollten. Was viele nicht wissen: Gesetzliche Vorschriften, die Grenz- und Pflanzabstände zu Nachbargrundstücken regeln, gelten nicht für Schrebergärten! Denn der Gesetzgeber sieht die einzelnen Kleingärten lediglich als Teilstücke des Grundstückes an, das die gesamte Schrebergartensiedlung umfasst. Aber: Die Satzung des Kleingartenvereins oder die Gartenordnung der jeweiligen Gemeinde enthalten meist besondere Vorschriften zu den Abständen, die sowohl zwischen bestimmten Pflanzen als auch zur Parzellengrenze hin einzuhalten sind. Und oft dürfen nur Bäume gepflanzt werden, die eine bestimmte Größe, etwa drei Meter, nicht überschreiten. An diese Vorgaben müssen sich die Vereinsmitglieder halten.

Dürfen Kleingartenbesitzer in ihrer Gartenlaube auch wohnen?

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, wenn der Besitzer einer Gartenlaube dort die Nacht verbringen möchte – zum Beispiel nach einem sommerlichen Grillabend. Rechtlich bedenklich wird es erst, wenn es nicht bei einer Übernachtung bleibt. Denn eine vorschriftsmäßige Gartenlaube darf einschließlich Terrasse höchstens 24 Quadratmeter Grundfläche haben und nicht so ausgestattet sein, dass sie sich als dauerhafter Wohnsitz eignet. Dies schreibt § 3 des Bundeskleingartengesetzes vor. Auch der Bebauungsplan der jeweiligen Gemeinde unterscheidet zwischen einem Kleingartengebiet und einem Wohngebiet. Ausdrücklich verboten ist das Wohnen in der Laube in der Regel schon durch die Satzung des Kleingartenvereins. Aus dieser strikten Unterscheidung zwischen Wohnsitz und Gartenlaube ergeben sich für Kleingärtner aber auch Vorteile: So sind die Besitzer von Schrebergärten seit dem 1. Januar 2013 von der Rundfunkgebührenpflicht ausgenommen. Zwar sieht der Rundfunkbeitragsstaatsvertrag die Ausnahme nur für Lauben vor, die den Vorgaben des Bundeskleingartengesetzes entsprechen. Und viele größere Lauben aus früheren Zeiten genießen Bestandsschutz. Aber: Die Landesrundfunkanstalten („Beitragsservice“) gehen davon aus, dass alle Lauben in Kleingartenanlagen unabhängig von ihrer Größe nicht zum Wohnen geeignet sind und damit keine Gebühr anfällt. Sonderregeln gibt es für Lauben außerhalb von Kleingartenanlagen: Dürfen diese nicht ganzjährig bewohnt werden, ist auf Antrag eine halbjährige Befreiung vom Beitrag möglich.
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Kurzfassung:

5 Fakten rund um Schrebergärten

Was Kleingärtner wissen sollten, erklärt Michaela Zientek, Juristin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung

-Das Bundeskleingartengesetz, Regelungen des ortsansässigen Kleingartenvereins und die Gartenordnungen der Gemeinde geben einen verbindlichen Rahmen für die Gestaltung von Schrebergärten vor.
-Alle Punkte, die dort nicht explizit geregelt sind, sind dem Selbstverwirklichungsrecht der Kleingartenbesitzer überlassen.
-Gesetzliche Vorschriften, die Grenz- und Pflanzabstände zu Nachbargrundstücken regeln, gelten nicht für Schrebergärten.
-Für die Gartenlaube gilt: Ihre Grundfläche darf einschließlich der Terrasse höchstens 24 Quadratmeter betragen. Außerdem darf ihre Ausstattung kein dauerhaftes Bewohnen zulassen.
-Besitzer von Schrebergärten sind seit dem 1. Januar 2013 von der Rundfunkgebührenpflicht ausgenommen. Bei Gartenlauben, die sich außerhalb von Kleingartenanlagen befinden und nicht ganzjährig bewohnt werden dürfen, ist auf Antrag eine halbjährige Befreiung vom Beitrag möglich.
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„Rentner unter Palmen“ – Expertengespräch der ERGO Lebensversicherung

Altersruhesitz im Ausland: Was heißt das für die Rente?

"Rentner unter Palmen" - Expertengespräch der ERGO Lebensversicherung

Im Rentenalter ins Ausland?

Viel Sonne, ein mildes Klima, vielleicht sogar mehr Kaufkraft für das Ersparte: Viele Menschen hätten nichts dagegen, ihren Lebensabend außerhalb Deutschlands zu verbringen. Das zeigen die Ergebnisse einer im Auftrag von ERGO durchgeführten repräsentativen Umfrage von Ipsos*: Etwa zwei Drittel der Befragten im Alter von 16 bis 70 können sich vorstellen, im Rentenalter im Ausland zu leben. Wer diese Idee auch umsetzen möchte, sollte sich frühzeitig vorbereiten. Dabei geht es vor allem um finanzielle Sicherheit: Erhalten Rentner im Ausland ihre vollen Altersrenten? Was gilt für die Riester-Rente oder die private Rentenversicherung? Und wie werden Renten im Ausland besteuert? Antworten auf diese Fragen gibt ERGO Vorsorgeexpertin Tatjana Höchstödter.

Erhalten Rentner, die ihren Lebensabend im Ausland verbringen wollen, dort auch ihre gesetzliche Rente aus Deutschland?
Innerhalb der Europäischen Union (EU) erhalten Rentenberechtigte ihre volle gesetzliche Rente aus sämtlichen beitragspflichtigen und beitragsfreien Zeiten. Dies betrifft auch die Rentenansprüche für Zeiten, in denen sie im Ausland gearbeitet und in Deutschland oder in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen Rentenansprüche erworben haben. Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt Renten derzeit in rund 150 Länder. Dabei können verschiedene Sonderregelungen und Vorschriften gelten. So muss zum Beispiel mit Rentenkürzungen rechnen, wer außerhalb der EU wohnt und nicht Staatsangehöriger eines EU-Staates ist. Die Kosten für die Rentenüberweisung müssen Rentner immer selbst tragen. Damit die Rente ankommt, sollten sie rechtzeitig eine internationale Bankverbindung am geplanten Ruhesitz einrichten. Ganz wichtig: Umzugswillige Rentner sollten die Deutsche Rentenversicherung möglichst mehrere Monate im Voraus über die Pläne informieren und sich beraten lassen.

Müssen im Ausland wohnende Rentner ihre Renten versteuern?

Die aktuellen Bestimmungen zur Besteuerung von Renten gelten seit dem 1. Januar 2005. Sie betreffen auch Rentenempfänger mit Wohnsitz im Ausland. Das heißt konkret: Deutsche Renten werden besteuert – im Inland wie im Ausland. Die Steuerpflicht in Deutschland richtet sich nach dem deutschen Einkommensteuergesetz. Dies gilt unabhängig davon, ob ein Rentner in seinem Wohnsitzstaat bereits eine Steuererklärung eingereicht hat und dort Steuern zahlt. Um eine Doppelbesteuerung der Einkünfte zu vermeiden, hat Deutschland mit vielen Staaten ein sogenanntes Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen. Es regelt im Einzelfall, welcher Staat besteuern darf und in welcher Form der Wohnsitzstaat die Doppelbesteuerung vermeiden muss. Übrigens: Rentner mit Auslandswohnsitz, die mindestens 90 Prozent ihres Einkommens aus Deutschland beziehen, können auf Antrag in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig bleiben. So profitieren sie weiter von den Steuerfreibeträgen. Zentrale Anlaufstelle für alle im Ausland lebenden Rentner ist das Finanzamt Neubrandenburg. Weitere Informationen bietet die Behörde unter www.finanzamt-neubrandenburg.de.

Was gilt für eine Riester-Rente und für die private Rente?

Wer seinen Alterssitz innerhalb der EU hat, erhält die volle Riester-Rente – inklusive Zulagen. Grund dafür ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2009 (EuGH, Az. C-269/07). Demnach können Riester-Sparer, die ihren Ruhestand in einem anderen EU-Land verbringen, die staatliche Förderung behalten. Das gilt auch für Island, Norwegen und Liechtenstein. Denn diese Länder sind Teil des Europäischen Wirtschaftsraums. Befindet sich die neue Heimat jedoch außerhalb der EU, muss der Riester-Sparer die bis zum Zeitpunkt der Auswanderung erhaltenen Zulagen zurückzahlen. Für Rentner mit privaten Rentenversicherungen gilt: Die Versicherung zahlt immer. Wo der Rentenempfänger wohnt spielt keine Rolle. Die Überweisung von Renten ins Ausland ist problemlos möglich.
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Kurzfassung:

7 Fakten rund um den Rentenbezug im Ausland von Tatjana Höchstödter, Vorsorgeexpertin bei ERGO

1. Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt Renten derzeit in rund 150 Länder. Dabei können verschiedene Sonderregelungen und Vorschriften gelten.

2. Wer außerhalb der EU wohnt und nicht Staatsangehöriger eines EU-Staates ist, muss mit Kürzungen der gesetzlichen Rente rechnen. Private Rentenversicherungen zahlen die volle Rente in jedes Land weltweit.

3. Innerhalb der EU erhalten Rentenberechtigte ihre volle gesetzliche Rente aus beitragspflichtigen und beitragsfreien Zeiten.

4. Deutsche Renten werden auch im Ausland nach dem deutschen Einkommensteuergesetz besteuert. Ein Doppelbesteuerungsabkommen verhindert, dass Rentner zweimal zur Kasse gebeten werden.

5. Rentner mit einem Auslandswohnsitz, die mindestens 90 Prozent ihres Einkommens aus Deutschland beziehen, können auf Antrag in Deutschland uneingeschränkt steuerpflichtig bleiben.

6. Wer einen Alterssitz innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums besitzt, behält bei seiner Riester-Rente den Zulagenanspruch.

7. Das Finanzamt Neubrandenburg ist die zentrale Anlaufstelle für alle im Ausland lebenden Rentner.
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ERGO ist eine der großen Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa. Weltweit ist die Gruppe in über 30 Ländern vertreten und konzentriert sich auf die Regionen Europa und Asien. ERGO bietet ein umfassendes Spektrum an Versicherungen, Vorsorge und Serviceleistungen. Im Heimatmarkt Deutschland gehört ERGO über alle Sparten hinweg zu den führenden Anbietern. Rund 46.000 Menschen arbeiten als angestellte Mitarbeiter oder als hauptberufliche selbstständige Vermittler für die Gruppe. 2013 nahm ERGO Beiträge in Höhe von 18 Mrd. Euro ein und erbrachte für ihre Kunden Versicherungsleistungen von 17 Mrd. Euro. ERGO gehört zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger. Mehr unter www.ergo.com

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„Pflegebedürftige auf Reisen“ – Expertengespräch der ERV

Tipps zur Reiseplanung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen

"Pflegebedürftige auf Reisen" - Expertengespräch der ERV

Einen Urlaub mit einem Freund oder Angehörigen, der unter alters- oder krankheitsbedingten Einschränkungen leidet, traut sich nicht jeder zu. Dabei sind Reisen für pflegebedürftige Menschen und ihre Begleiter gut möglich. Denn inzwischen gibt es ein breites Spektrum spezialisierter Reiseanbieter. Allerdings steht und fällt ein solcher Urlaub mit der richtigen Planung. Die wichtigsten Fragen beantwortet Birgit Dreyer, Expertin der ERV (Europäische Reiseversicherung).

Dem Alltag entfliehen, die Seele baumeln lassen – das wünschen sich auch Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen auf fremde Hilfe angewiesen sind. Wie können Angehörige pflegebedürftige Reisende auf das Abenteuer Urlaub vorbereiten?
Pflegebedürftigkeit ist kein Grund, auf Reisen zu verzichten. Das A und O für einen gelungenen Urlaub ist eine sorgfältige Planung. Die Auswahl von Ziel und Art der Reise sollte sich nach den Ansprüchen des pflegebedürftigen Mitreisenden richten. Wer gesundheitlich unter starken Beeinträchtigungen leidet, fährt am besten mit einem spezialisierten Veranstalter, der einen medizinisch begleiteten Urlaub anbieten kann. Gehbehinderte benötigen barrierefreie Zimmer, Aufzüge und Rampen. Im nächsten Schritt ist zu klären, wie sich die Pflege am Urlaubsort organisieren lässt. Es gibt inzwischen auch sogenannte Pflegehotels, in denen hilfebedürftige Urlauber und ihre Begleiter ganz entspannt Ferien machen können. Was Angehörige oft nicht wissen: In vielen Fällen trägt die Pflegekasse bei solchen Reisen einen Teil der Kosten. Es empfiehlt sich generell eine ausführliche Beratung, etwa bei einem Reiseanbieter, der Erfahrung mit pflegebedürftigen Reisenden hat. Als erste Anlaufstelle bieten sich die örtlichen Pflegeinformationsbüros an. Grundsätzlich gilt: Je sorgfältiger die Vorbereitung, umso geringer das Risiko, dass es unterwegs zu Problemen kommt.

Ein Flug gemeinsam mit einer pflegebedürftigen Person dürfte vielen Menschen schwierig erscheinen. Was kann die Begleitperson tun, um die Reise für sich und ihren Angehörigen oder Freund zu erleichtern?
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, dass ältere, gebrechliche oder behinderte Menschen eine Flugreise unternehmen. Allerdings kommt es auch hierbei auf die richtige Vorbereitung an. Zuallererst steht ein Termin beim Hausarzt an: Der Betroffene sollte sich ausführlich beraten lassen und abklären, ob es aus medizinischer Sicht Einwände gegen einen Flug gibt. Ohnehin empfiehlt sich bei älteren, behinderten oder chronisch kranken Menschen ein umfassender Gesundheitscheck – gerade wenn die Reise in ferne Länder gehen soll. Nicht nur der Flug, auch das fremde Klima und die Zeitumstellung können zur Strapaze werden. Hat der Arzt keine Bedenken, kann es losgehen. Hilfreich ist aber, der Airline schon bei der Buchung mitzuteilen, welche Einschränkungen bestehen. Die Reisenden sollten außerdem möglichst früh klären, in wie weit es Unterstützung für hilfebedürftige Fluggäste gibt, zum Beispiel einen Rollstuhl-Service am Flughafen. Im Flugzeug selbst ist es generell wichtig darauf zu achten, genug zu trinken – sonst droht eine Austrocknung der Schleimhäute.

Ist es möglich, auch mit Demenzkranken auf Reisen zu gehen?
Die Antwort hängt sehr stark vom jeweiligen Fall und von der Schwere der Erkrankung ab. Es gibt durchaus Demenzpatienten, vor allem im Anfangsstadium, die noch gerne verreisen. Andere sind eher ängstlich veranlagt und fühlen sich vielleicht nur an Ferienorten wohl, die sie schon aus ihrer Kindheit oder Jugend kennen. Wieder anderen würde eine Reise keinerlei Freude machen, weil sie am liebsten zu Hause sind – dies sollten die Angehörigen auch respektieren. Wer sich zu einer Reise mit einem Demenzkranken entschließt, sollte aber unbedingt sicherstellen, dass am Zielort rund um die Uhr geschultes Fachpersonal zur Verfügung steht. Denn der Betreuungsbedarf von Demenzpatienten kann fernab ihrer vertrauten Umgebung drastisch steigen. Hilfreich ist auch, auf Reisen an gewohnten Ritualen wie festen Essenszeiten oder dem allabendlichen Kartenspiel festzuhalten, um den Betroffenen Sicherheit zu vermitteln. Ob sie sich später an den Urlaub erinnern, spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass sie den Moment genießen können – die Sonne auf der Haut, den Sand unter den Füßen. Informationen über Angebote und Veranstalter gibt es etwa über die Deutsche Alzheimer Gesellschaft unter www.deutsche-alzheimer.de

Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 4,493

Kurzfassung:

6 Tipps zur Reiseplanung für Pflegebedürftige und Angehörige
von Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung)

1. *Die Pflegekasse übernimmt bei Reisen mit Pflegebedürftigen in vielen Fällen einen Teil der Kosten.
2.*Es empfiehlt sich bei Flugreisen, der betreffenden Airline im Vorfeld mitzuteilen, welche Einschränkungen bestehen.
3.*Spezialisierte Reiseveranstalter und Pflegehotels bieten gesundheitlich beeinträchtigten Menschen einen medizinisch begleiteten Urlaub an.
4.*Angehörige von Gehbehinderten sollten bei ihrer Urlaubsplanung gezielt auf Hotels mit barrierefreien Zimmern, Aufzügen und Rampen achten.
5.*Begleiter von Demenzkranken sollten sicherstellen, dass am Urlaubsort rund um die Uhr geschultes Fachpersonal zur Verfügung steht.
6.*Pflegeinformationsbüros beraten rund um den Urlaub mit Pflegebedürftigen. Unter www.deutsche-alzheimer.de informiert die Deutsche Alzheimer Gesellschaft über Angebote und Veranstalter von Reisen mit Demenzkranken.
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Verständlich erklärt: Glasversicherung“ – Expertengespräch der ERGO Versicherung

Verständlich erklärt: Glasversicherung

Verständlich erklärt: Glasversicherung" - Expertengespräch der ERGO Versicherung

Das beliebte Sprichwort „Scherben bringen Glück“ gilt spätestens dann nicht mehr, wenn der Designerglastisch in tausend Stücken am Wohnzimmerboden liegt oder der Wintergarten nach einem Sturm ein Loch hat. Neben dem Ärger bedeutet ein solcher Schaden in der Regel auch hohe Kosten. Wer beizeiten eine Glasversicherung abgeschlossen hat, kann jetzt davon profitieren. Welche Schäden diese Versicherung abdeckt und für wen sie sinnvoll ist, fasst Schadenexpertin Tanja Cronenberg von ERGO zusammen.

Wozu eine Glasversicherung – so schnell geht doch keine
Scheibe kaputt?

Das stimmt, doch Scheiben sind ja nicht die einzigen Gegenstände in einem Haushalt, die aus Glas oder Kunststoff bestehen. Beide Materialien sind wichtige Bestandteile in jedem Haushalt, angefangen von Fenstern und Türen über Duschkabinen bis hin zu Spiegeln, Bildern und Glaskeramikkochflächen in der Küche. Da reicht es schon, wenn bei einer Party der Sektkorken frontal in die geätzte Sammlervitrine fliegt oder die schwere Porzellanschüssel aus dem Schrank auf das Cerankochfeld kracht: Die Wahrscheinlichkeit, dass etwas zu Bruch geht, ist im Haushalt recht hoch. Eine Glasversicherung bietet hier einen umfassenden Schutz und kann als Erweiterung zu einer bestehenden Hausratversicherung abgeschlossen werden. Übrigens: Ob bei den Schäden ein Eigen- oder Fremdverschulden vorliegt, spielt für die Übernahme der Kosten keine Rolle.

Glas kommt in jeder Wohnung vor, angefangen bei dem Flurspiegel bis hin zum Panoramafenster im Wohnzimmer.
Welches Glas ist denn versichert?

Versichert werden sogenannte Gebäude- und Mobiliarverglasungen. Zu den Gebäudeverglasungen zählen zum Beispiel Scheiben aus Glas und Kunststoff von Fenstern, Türen, Terrassen, Balkonen, Wintergärten, aber auch von Duschkabinen. Der Schutz für Mobiliarverglasungen umfasst Glas- und Kunststoffscheiben etwa von Bildern, Vitrinen, Spiegeln, Glasscheiben sowie Sichtfenster von Mikrowellen, Aquarien, aber eben auch Glaskeramikkochflächen.

Meist folgen auf einen Glasschaden noch Kosten für Reparatur und Montage. Sind sie auch Teil des Versicherungsschutzes?

Eine Glasversicherung geht weit über den eigentlichen Sachschaden hinaus: Landet beispielsweise bei einem Sturm ein Ast im Wintergarten, sind nicht nur die zu Bruch gegangenen Scheiben zu ersetzen. Zuvor müssen die zerstörten Scheiben entsorgt und das Loch in der Verglasung zumindest vorübergehend abgedeckt werden. All diese Kosten übernimmt die Glasversicherung, ebenso natürlich die Kosten für den Einbau der neuen Scheiben. Und falls für die Reparatur womöglich noch der Sonnenschutz auf- und abmontiert werden muss, so ist selbst dieser Aufwand Teil des Versicherungsschutzes. Ohne Versicherung kann so etwas richtig ins Geld gehen. Wichtig: Schäden, die infolge eines Glasbruchs entstehen, sind nicht über die Glasversicherung versichert. Solche Folgeschäden, wie zum Beispiel Schäden am Hausrat durch eintretendes Regenwasser, sind ein Fall für die Hausratversicherung. Kleiner Tipp: Reine Oberflächenbeschädigungen, wie ein Kratzer im Cerankochfeld, sind nicht Teil des Versicherungsschutzes – auch wer eine Glasversicherung hat, sollte daher mit Glasflächen behutsam umgehen.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 3.187

Kurzfassung:
Glasschaden – eine Glasversicherung hilft
Tanja Cronenberg, Schadenexpertin der ERGO Versicherung, erklärt, welchen Schutz eine Glasversicherung bietet

– Was ist alles versichert?
* Versichert ist das Glas von Gebäude und Mobiliar.
* Zur Gebäudeverglasung zählen alle Scheiben aus Glas oder Kunststoff in Fenstern, Türen, Terrassen, Balkonen, Wintergärten und Duschkabinen.
* Bei der Mobiliarverglasung ist Glas und Kunststoff in Bildern, Vitrinen, Spiegeln, Glasscheiben, Aquarien oder Glaskeramikkochflächen versichert.
* Zur Gebäudeverglasung zählen alle Scheiben aus Glas oder Kunststoff in Fenstern, Türen, Terrassen, Balkonen, Wintergärten und Duschkabinen.

– Was ist nicht versichert?
* Nicht abgedeckt sind Folgeschäden, wie etwa Schäden am Hausrat durch eintretendes Wasser. Auch kleinere Schäden an der Oberfläche, wie Kratzer, sind nicht versichert.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 853

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ERGO ist eine der großen Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa. Weltweit ist die Gruppe in über 30 Ländern vertreten und konzentriert sich auf die Regionen Europa und Asien. ERGO bietet ein umfassendes Spektrum an Versicherungen, Vorsorge und Serviceleistungen. Im Heimatmarkt Deutschland gehört ERGO über alle Sparten hinweg zu den führenden Anbietern. Rund 46.000 Menschen arbeiten als angestellte Mitarbeiter oder als hauptberufliche selbstständige Vermittler für die Gruppe. 2013 nahm ERGO Beiträge in Höhe von 18 Mrd. Euro ein und erbrachte für ihre Kunden Versicherungsleistungen von 17 Mrd. Euro. ERGO gehört zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger. Mehr unter www.ergo.com

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„Ewige Ruhe im See?“ – Expertengespräch der ERGO Direkt Versicherungen

Welche alternativen Bestattungsformen es gibt und welche in Deutschland erlaubt sind

"Ewige Ruhe im See?" - Expertengespräch der ERGO Direkt Versicherungen

Zur ewigen Ruhe finden – aber wie?

Beim Gedanken an die letzte Ruhestätte entscheidet sich die Mehrheit der Deutschen noch immer für eine Sarg- oder eine Urnenbeisetzung. Daneben haben technischer Fortschritt und veränderte Lebensweisen inzwischen eine Vielzahl an neuartigen Bestattungsformen hervorgebracht, die auf die individuellen Wünsche des Verstorbenen und seiner Angehörigen zugeschnitten sind. Reinhard Hacker, Experte für Sterbegeldversicherungen der ERGO Direkt Versicherungen, stellt unterschiedliche Formen der Beisetzung vor und erklärt, was Menschen berücksichtigen sollten, die sich zu Lebzeiten für ein alternatives Begräbnis entscheiden.

Welche Alternativen zur traditionellen Urnen- oder Sargbestattung gibt es?

Eine beliebte Alternative sind Naturbestattungen. Hier wird die Asche des Verstorbenen beispielsweise in den Bergen, einem Wald oder Gewässer entweder beigesetzt oder verstreut. Auf diese Weise finden naturverbundene Menschen ihre ewige Ruhe in einer Umgebung, in der sie sich zeitlebens wohl gefühlt haben. Angehörige, die den Verstorbenen nach seinem Tod ganz nah bei sich tragen möchten, haben die Möglichkeit einer Diamantbestattung. Dabei wird aus einem Teil der Asche des Verstorbenen ein Diamant gefertigt. Die restliche Asche kann anschließend in einer Urne beigesetzt werden. Eine sehr aufwändige und auch kostenintensive Bestattungsform ist die Weltraumbestattung: Ein Teil der Asche wird in einer Aschekapsel an eine Raumsonde angebracht. Sobald diese in der Erdatmosphäre verglüht, verteilt sich die Asche im Weltraum.

Sind alle alternativen Bestattungsformen in Deutschland erlaubt?

In Deutschland gibt es für die letzte Ruhestätte eine Vielzahl an Regelungen, beispielsweise die Friedhofspflicht. Sie besagt, dass Verstorbene ausschließlich auf Friedhöfen oder auf genehmigten Flächen bestattet werden dürfen. Dazu gehören aber auch spezielle Seegebiete oder Friedwälder. Auf einem Friedwald ruht die Asche Verstorbener in einer biologisch abbaubaren Urne direkt an den Wurzeln eines Baumes. Eine Namenstafel am Baum macht auf die Grabstätte aufmerksam. Davon abgesehen, sind Naturbestattungen hierzulande meist unzulässig. Bei der Auslegung des Friedhofszwangs kann es allerdings regionale Unterschiede geben, da die einzelnen Bundesländer unterschiedliche Bestattungsgesetze haben: So erlaubt etwa Bremen ab Januar 2015, die Asche eines verstorbenen Angehörigen im eigenen Garten zu verstreuen. Wer sich eine Diamant-, Luft-, Almwiesen- oder Felsbestattung wünscht, muss dagegen weiterhin auf Nachbarländer wie die Schweiz ausweichen. Dort gelten wesentlich weniger strenge Vorschriften bezüglich alternativer Bestattungsformen. Weltraumbestattungen bieten derzeit nur die USA und Russland an. In Deutschland sind sie nicht zulässig. Angehörige müssten die Aschekapseln ihres Verstorbenen daher in diese Länder überführen.

Müssen Menschen ihre Wünsche hinsichtlich ihrer Bestattung schriftlich festhalten?

Die meisten alternativen Bestattungsformen setzen eine Einäscherung voraus. Sie kann nur erfolgen, wenn eine sogenannte Kremations- oder Bestattungsverfügung vorliegt. Zwar können notfalls auch die engsten Angehörigen des Verstorbenen nach dessen Tod eine entsprechende Verfügung verfassen. Dennoch empfiehlt es sich, bereits zu Lebzeiten eine entsprechende Bestattungsverfügung zu hinterlegen – mit Details zu Art, Ort und dem Ablauf der Bestattung. Auch die Angabe einer Vertrauensperson ist hilfreich: Sie kann eine Entscheidung zu Aspekten treffen, die nicht explizit aus der Bestattungsverfügung hervorgehen – etwa zu den Bestandteilen der Trauerfeier wie Blumenschmuck, Musik oder Trauerfeierrede. Es empfiehlt sich, die Verfügung von einer Person bezeugen zu lassen.
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Kurzfassung:

Welche Bestattungsformen sind in Deutschland erlaubt?

Reinhard Hacker, Experte für Sterbegeldversicherungen der ERGO Direkt Versicherungen, gibt Antworten

* Erlaubte Bestattungsorte in Deutschland
– Friedhöfe
– Genehmigte Seegebiete
– Friedwälder
– Garten (Verstreuen der Asche ab Januar 2015 nur in Bremen erlaubt)

* In Deutschland verbotene Bestattungsarten
– Luft-, Almwiesen- oder Felsbestattung (erlaubt in Holland, Schweiz)
– Diamantbestattung (erlaubt in Holland, Schweiz)
– Weltraumbestattung (erlaubt in Russland, USA)

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