Erkältungen erhöhen Exazerbations-Risiko

COPD-Patienten brauchen besonderen Schutz Foto: Fotolia / drubig-photo (No. 5950) sup.- Infekte der Atemwege haben in den Herbst- und Wintermonaten Hochsaison. Während sie für die meisten Menschen zwar lästig, aber unproblematisch sind, können Erkältungserkrankungen für COPD-Patienten lebensgefährlich werden. Nach Schätzungen leidet etwa jeder Zehnte über 40-Jährige in Deutschland an einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Bei den Betroffenen kann ein Atemwegsinfekt eine so genannte Exazerbation auslösen. So werden bei diesen Patienten akute Krankheitsschübe bezeichnet, die zur Verschlimmerung der Symptomatik wie z. B. zunehmende Atemnot, vermehrten Husten und Abgeschlagenheit führen. „Eine Exazerbation ist genauso gefährlich wie ein akuter Herzinfarkt“, warnt Dr. Thomas Voshaar…

Bei Atemnot, Husten und Auswurf zum Arzt

Raucher haben hohe Wahrscheinlichkeit für eine COPD Foto: Fotolia/Photographee.eu sup.- Bei jedem Raucher über 40 Jahre, der Symptome wie Atemnot, Husten und Auswurf aufweist, liegt mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) vor. Darauf weist der Lungenfacharzt Prof. Roland Buhl (Uniklinik Mainz) hin. Er empfiehlt Hausärzten, bei Patienten mit bekanntem Nikotinkonsum häufiger als bisher an eine COPD zu denken. Denn Fakt ist: Derzeit wird eine COPD oft erst dann diagnostiziert, wenn wegen einer akuten Atemnotverschlechterung (Exazerbation) ein Krankenhausaufenthalt notwendig wird. Früherkennung ist bei dieser chronischen Lungenerkrankung jedoch sehr wichtig, weil die Therapiechancen dann ungleich besser sind als in einem fortgeschrittenen…

Ständigen Husten nicht ignorieren

Chronische Lungenerkrankung muss therapiert werden Grafik: Supress sup.- Lästig, aber nicht weiter schlimm: So bewerten viele Raucher ihren morgendlichen Husten, quasi als zwangsläufigen Tribut an ihren Nikotinkonsum. Hinter dieser vermeintlich harmlosen Symptomatik kann sich jedoch eine chronische Lungenerkrankung verbergen, die ohne Behandlung immer weiter fortschreitet. Laut Einschätzung von Experten leiden knapp sieben Mio. Menschen in Deutschland an einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Wird diese Atemwegserkrankung nicht diagnostiziert und medikamentös therapiert, kommt es im Laufe der Zeit zu einer unumkehrbaren (irreversiblen) Zerstörung von Lungengewebe. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass die COPD im Jahr 2030 an dritter Stelle der weltweiten Todesursachen…

Ausgeprägte Unterdiagnose bei COPD

Patienten ignorieren Krankheits-Symptome Foto: Fotolia sup.- Die chronisch-obstruktive Atemwegserkrankung (COPD) wird oft nicht oder erst bei einer schweren akuten Krankheitsverschlechterung (Exazerbation) erkannt. An dieser ausgeprägten Unterdiagnose hat sich in den letzten Jahren nur wenig verändert. Der Anteil der Patienten mit COPD-Symptomen (Atemnot, Husten, Auswurf), bei denen die Erkrankung nicht festgestellt und entsprechend auch nicht behandelt wurde, betrug laut Prof. Joan B. Soriano (Palma de Mallorca) in einer spanischen Studie aus dem Jahr 1997 78 Prozent, zehn Jahre später waren es mit 73 Prozent immer noch ähnlich viele. Die Gründe für die Unterdiagnostik liegen vor allem bei den Betroffenen selbst: Sie…