Schlagwort: Erbvertrag

Nachlassregelung mit Auslandsberührung und Europäische Erbrechtsverordnung (EuErbVO)

Neuer Fachbeitrag von Notarin Sonja Selzer gibt eine Übersicht über das Vererben über Grenzen hinweg.

Nachlassregelung mit Auslandsberührung und Europäische Erbrechtsverordnung (EuErbVO)

Sonja Reiff zur Nachlassregelung mit Auslandsberührung und EU-Erbrechtsverordnung

Frankfurt, 30. Oktober 2019 – Ob Wohnsitz im Ausland oder beim Vererben zwischen Menschen mit mehreren Staatsangehörigkeiten: Wenn ein Auslandsbezug besteht, ist beim Erstellen eines Testaments oder Erbvertrages vieles zu berücksichtigen, damit die Nachlassregelung später rechtssicher ist. Sonja Reiff, Notar in Frankfurt, gibt in einem neuen Fachbeitrag einen Überblick über das Vererben mit Auslandsbezug.

„Auch nach dem Erstellen eines Testaments oder Erbvertrages können übrigens noch Probleme erstehen, wenn z.B. ein deutscher Erblasser langfristig ins Ausland auswandert“, weist die Notarin nur auf einen der vielschichtigen Aspekte hin.

Eine wesentliche Zäsur im innereuropäischen Erbrecht stellt die Europäische Erbrechtsverordnung (EuErbVO) dar, welche in den EU-Mitgliedstaaten, mit Ausnahme von Dänemark, Irland und dem Vereinigten Königreich im August 2015 ratifiziert wurde. Bis dahin beurteilte sich das einschlägige Erbrecht nach dem deutschen internationalen Privatrecht nach der Staatsangehörigkeit des Erblassers. Anschließend, nach der EuErbVO, ist nun der gewöhnliche Aufenthaltsort zum Zeitpunkt des Erbfalls maßgeblich.

Für deutsche Staatsangehörige, die ins Ausland auswandern, gilt also jetzt im Erbfall das Recht des Landes, in dem sie leben. Allerdings räumt die EU-Erbrechtsverordnung mit Einschränkungen auch die Möglichkeit ein, eine Rechtswahl zu treffen und ein anderes Recht zu wählen, als das des Wohnortes. Zudem setzt sich die Rechtswahl aus zwei unterschiedlichen Punkten zusammen: So hat der Erblasser die Wahl zwischen Erbstatut und Testamentsstatut.

Neben der EU-Erbrechtsvorordnung hat Deutschland mit einer Reihe von Staaten Staatsverträge geschlossen, deren Regelungen im Erbfall zum Tragen kommen. So ist beispielsweise im deutsch-türkischen Konsulatsvertrag geregelt, dass sich das Recht des beweglichen Vermögens nach der Staatsbürgerschaft beurteilt und das Recht des unbeweglichen Vermögens nach dem Belegort.

Es gibt jedoch nicht für jedes Land einen entsprechenden Staatsvertrag. „Möchte ein in Deutschland lebender Erblasser, der keine EU-Staatsbürgerschaft, sondern die eines Drittlandes hat, ein Testament oder einen Erbvertrag schließen, muss daher im Einzelfall überprüft werden, welches Erbrecht für ihn gilt und ob eine Rechtswahl möglich ist,“ erklärt Notarin Sonja Reiff. Sonst bestehe die Gefahr, dass eine beispielsweise in einem Testament im Hinblick auf das deutsche Recht getroffene Rechtswahl im Heimatland des Erblassers nicht akzeptiert wird.

Bei der Testamentserstellung mit Auslandsbezug oder auch bei einem möglichen zukünftigen Auslandsbezug ist daher besondere Umsicht geboten. Einen ausführlicheren Überblick finden Sie im neuen Fachartikel auf der Homepage der Kanzlei Selzer Reiff Notare, Frankfurt. Aufgrund der schwierigen und teils unübersichtlichen Rechtslage sind eine vorherige Beratung und spätere Erstellung durch einen Notar jedoch dringend zu empfehlen.

Link zum ausführlichen Fachartikel:
https://www.selzer-reiff.de/fachbeitraege-publikationen/testamente-und-erbvertraege-mit-auslandsberuehrung-die-europaeische-erbrechtsverordnung-euerbvo/

Über Sonja Reiff, Notar in Frankfurt:
https://www.selzer-reiff.de/notare/sonja-reiff/

Über die Kanzlei SELZER REIFF Notare in Frankfurt

Als vereidigte Notare in Frankfurt am Main bieten Notar Bettina Selzer und Notar Sonja Reiff in ihrem Notarbüro im Westend Frankfurt sämtliche notariellen Dienstleistungen in allen Rechtsgebieten an, unter anderem im Erbrecht, im Handelsrecht und Gesellschaftsrecht, im Grundstücks- und Immobilienrecht sowie im Familienrecht und bei klassischen Treuhandtätigkeiten.

Die Kanzlei existiert schon seit 1998, davon über 17 Jahre am aktuellen Standort im Frankfurter Westend. Seit Berufung von Bettina Selzer zur Notarin in Frankfurt im Jahr 2011 ist sie auch Notarbüro. Inzwischen sind die beiden Notarinnen RA Bettina Selzer und RA Sonja Reiff ausschließlich im notariellen Bereich tätig.

Die Kanzleiräume liegen in Frankfurt am Main in zentraler Lage nahe der Alten Oper im Westend (U-Bahn Alte Oper und S-Bahn Taunusanlage).

Tag-It: Testament, Erbe, Erbvertrag, Vererben mit Auslandsberührung, Internationales Erbrecht, Europäische Erbrechtsverordnung (EuErbVO), Staatsvertrag, Rechtswahl, Notar, Notarbüro, Notariat

Über die Sozietät SELZER REIFF Notare, Frankfurt am Main:

Zentral im Westend Frankfurt gelegen, ist die Sozietät SELZER REIFF Notare ein modernes Notarbüro.

Mit RA Bettina Selzer und RA Sonja Reiff verfügt die Kanzlei über zwei in Frankfurt vereidigte Notare und bietet sämtliche notarielle Dienstleistungen in allen Rechtsgebieten an, unter anderem im Erbrecht, im Gesellschaftsrecht, im Grundstücks- und Immobilienrecht sowie bei der Vermögens- und Unternehmensnachfolge.

Die Notare können aufgrund ihrer juristischen und notariellen Kenntnisse und Erfahrungen die Mandanten jederzeit fachgerecht beraten und ihnen auf sie zugeschnittene Lösungen anbieten. Sie erstellen gerne kurzfristig und in bester Qualität Urkundenentwürfe, beurkunden diese und sorgen für eine zügige und verlässliche Abwicklung.

Ergänzt wird das Angebot der Kanzlei durch erfahrene Kooperationspartner, z.B. in den Bereichen Familien- und Erbrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Unternehmensberatung und Steuerberatung. Privatpersonen und Unternehmen finden so breite Unterstützung in Rechtsangelegenheiten.

Darüber hinaus sind Rechtsanwältin und Notarin Bettina Selzer sowie Rechtsanwältin und Notarin Sonja Reiff seit vielen Jahren regelmäßig als Rechtsexperten Interviewpartner des Hessischen Rundfunks.

Weitere Informationen: https://www.selzer-reiff.de

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Eurotax Consulting nimmt die Erbschaftssteuer unter die Lupe

AUF MALTA WIRD WEDER EINE SCHENKUNGS- NOCH ERBSCHAFTSSTEUER ERHOBEN.

Eurotax Consulting nimmt die Erbschaftssteuer unter die Lupe

Alfons Schwarte – EUROTAX CONSULTING Ltd.

Unter dem Begriff Erbschaftssteuer versteht man jene Abgabe, die beim Übergang von
Vermögenswerten einer verstorbenen Person an die Erben erhoben wird. Dabei unterscheidet man
zwischen natürlichen und juristischen Personen. Weltweit ist die Erbschafts- und Schenkungssteuer
unterschiedlich geregelt – sowohl was die jeweilige Berechnungsgrundlage betrifft als auch die
generelle Abgabe.

Erbschaftssteuer in Deutschland

Erstmals wurde in Deutschland die Erbschaftssteuer im Jahr 1906 einheitlich eingeführt. Ihre
Rechtsgrundlage ist in der Erbschaftssteuer-Durchführungsverordnung und im Erbschaftssteuer- und
Schenkungssteuergesetz verankert. Als sogenannte Steuergegenstände gelten Zweckzuwendungen,
in besonderen Fällen Stiftungsvermögen, Schenkungen zu Lebzeiten sowie bei Erbschaft und
Vermächtnis der sogenannte „Erwerb von Todes wegen.“

Erbschaftssteuer auf Malta

Wie in Österreich und in anderen Ländern wird auf Malta seit November 1992 keine Erbschaftssteuer
erhoben. Stattdessen kommt eine sogenannte Dokumenten- und Übertragungssteuer zum Tragen,
die im Regelfall für Immobilien bei 5% und für Aktien bei 2% liegt. Außerdem besteht ein
Doppelsteuerabkommen mit Deutschland, das eine doppelte Besteuerung gleichzeitig auf Malta und
in Deutschland verhindert.

Das Konzept der Eurotax Consulting

Die sowohl in Deutschland als auch auf Malta ansässige Eurotax Consulting Ltd. gibt Geschäftsleuten und
Unternehmern Einblick in die vielfältigen Facetten des Steuerrechts. Insbesondere auch dann, wenn
diese planen, eine Dependance auf Malta zu errichten oder den Firmensitz gänzlich auf die sonnige
Mittelmeerinsel zu verlegen. Fundiertes Fachwissen, exakte Analysen und persönliche Gespräche
führen dazu, dass die Planungsstrukturen immer deutlicher werden. Aufgrund langjähriger Erfahrung
steht die Eurotax Consulting mit Rat und Tat zur Seite, um Strategien zu entwickeln und bei der
Umsetzung zu unterstützen. Dazu gehören unter anderem die Antworten auf Fragen, wie man
beispielsweise die Übertragung von Immobilien im Rahmen der Erbschaftssteuer durchführt und wie
sich andere Steuervorteile realisieren lassen.

Aktuelle Veranstaltungen finden Sie unter eurotaxconsulting.com/veranstaltungen/

Die Eurotax Consulting ist davon überzeugt, dass das regelmäßig stattfindende Unternehmerforum eine wichtige Investition für jene Inhaber und Geschäftsführer darstellt, die sich mit dem Gedanken
tragen, ihrer Firmenstruktur auf Malta neues und zukunftsweisendes Potenzial zu verleihen.

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Erbschleicher: was, wenn Oma das Familienvermögen neu verteilt?

Oma Agnes ist tot. Ein schwerer Schlag für die Angehörigen, im Besonderen für ihre Kinder. Der Schicksalsschlag hatte sich zwar angekündigt, Oma Agnes war seit längerem bettlägerig und krank. In den letzten Jahren wurde sie von Maria gepflegt, für di

Erbschleicher: was, wenn Oma das Familienvermögen neu verteilt?

Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke

Testamentseröffnung – Überraschung für die Hinterbliebenen?

Die Testamentseröffnung, ein neuer Schock für die Hinterbliebenen: handschriftlich hatte Oma Agnes in ihren letzten Tagen verfügt, dass Maria ihre Alleinerben wird. Der Familienrat schäumt und wittert eines: Erbschleicherei.

„In Deutschland herrscht Privatautonomie. Jeder gestaltet seine privaten Rechtsverhältnisse nach eigener Entscheidung frei. Dazu gehören neben der Vertrags- und Eigentumsfreiheit, die Eheschließungsfreiheit und die Testierfreiheit. Grundsätzlich vererbt jeder sein Vermögen an wen er will. Zum Schutze der Abkömmlinge und Familienangehörigen gibt es das Pflichtteilsrecht. Die nicht bedachten Angehörigen äußern den Verdacht, der neu eingesetzte Erbe habe sich seine Erbenstellung erschlichen. Hierfür gibt es Anzeichen und Gegenmaßnahmen“, meint der Berliner Rechtsanwalt Christian H. Röhlke.

Anzeichen für Erbschleicherei

Besonders anfällig für Erbschleicher sind ältere Menschen, die am Abend des Lebens alleinstehend und hilfsbedürftig sind. Weitere Betroffene sind lebenslustige Senioren, die noch eine neue Bekanntschaft machen und das Leben genießen. In diesen Situationen versuchen Erbschleicher, dass Opfer durch Manipulation und Trickserei von der Familie zu isolieren. Den Kontakt mit der Familie vermeidet der Erbschleicher und damit wird seine Existenz den Angehörigen nicht bekannt. Dem Opfer, der spätere Erblasser, ist Achtsamkeit und Vorsicht geboten, wenn ihm von bisher fremden übermäßiges Interesse entgegenkommt, ihm geschmeichelt wird oder übermäßige Hilfe angeboten wird. Erbschleicher versuchen an das Mitleid des Opfers zu appellieren, um eine Erbeinsetzung zu erreichen.

Vorsichtsmaßnahmen für Erblasser

Eine gute Maßnahme, um das Vermögen in der Familie zu halten und ein Eindringen außenstehender in Form der ungeplanten Erbeinsetzung zu verhindern, sind gemeinschaftliche Testamente (das sogenannte „Berliner Testament“) oder Erbverträge. Das gemeinschaftliche Testament steht dem Ehegatten offen, der Erbvertrag schließt der Erblasser mit jedermann. Beiden Maßnahmen gemein ist, dass in ihnen unveränderliche Regelungen getroffen werden. Bei einem gemeinschaftlichen Testament heißen sie wechselbezügliche Verfügungen, beim Erbvertrag vertragsmäßige Verfügungen. Diese Verfügungen sind in einem Erbvertrag sofort bindend und Änderungen sind nicht einseitig zu ändern. In einem gemeinschaftlichen Testament werden sie nach dem Tod des zuerst versterbenden Ehegatten bindend. Spätere, gegebenenfalls handschriftlich abgegebene Testamente sind unwirksam, sofern sie dem gemeinschaftlichen Testament oder dem Erbvertrag widersprechen.

Vorsicht ist geboten

Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke rät zu Vorsichtsmaßnahmen: „Diese Verträge gehören in die amtliche Verwahrung! Das dient der Sicherheit der Angehörigen. Ein handschriftliches, beim späteren Opfer des Erbschleichers in der Schreibtischschublade aufbewahrtes gemeinschaftliches Testament kann vom Erbschleicher oder vom manipulierten Erblasser vernichtet werden und wird unwirksam.“

Weitere Vorsichtsmaßnahme liegt in der Erteilung von Vorsorgevollmachten oder Generalsvollmachten über den Tod hinaus. Im Besten Fall trifft der Erblasser mit seinen Familienangehörigen eine Abstimmung, wem diese Vollmacht zu erteilen ist. Dafür kommt eine vertrauenswürdige Person infrage, der den Familienangehörigen wohlwollend gegenübersteht. Im schlimmsten Falle hat sich der Erbschleicher die Vorsorgevollmacht vom späteren Erblasser erschlichen und schaltet und waltet, wie es ihm beliebt.

Möglichkeiten für Angehörige nach dem Todesfall?

„Die wichtigste Vorsorgemaßnahme ist keine rechtliche, sondern eine menschliche: Halten Sie Kontakt zu ihren Angehörigen, besuchen Sie Oma Agnes im Krankenhaus oder im Heim, sprechen Sie mit ihr über die Vorsorgeplanung“, meint Rechtsanwalt Röhlke. Denn die Erbschleicherei gelingt, wenn das Opfer von der Familie entfremdet wird. Wenn den Familienangehörigen, die beispielsweise berufsbedingt hunderte von Kilometern entfernt wohnen, die Aufrechterhaltung der persönlichen Kontakte nicht gegeben ist, bespricht mit Oma Agnes über die Beauftragung eines seriösen und geprüften Pflegedienstes. Wenn die geistigen Fähigkeiten langsam nachlassen wird beim Amtsgericht ein Betreuer bestellt. Hierfür ist Fingerspitzengefühl und Abstimmung nötig, damit Oma Agnes nicht den Verdacht hegt, entmündigt zu werden. Dies spielt Erbschleichern in die Hände.

Was tun, wenn der Ernstfall eingetreten ist und der Erblasser in letzter Sekunde die Familienangehörigen zugunsten eines Außenstehenden enterbt hat? Stehen diese rechtlos da? „Will der Erbschleicher beispielsweise Immobilien umschreiben oder aufgrund eines handschriftlichen Testamentes an die Bankkonten des Verstorbenen gelangt, benötigt er einen Erbschein. Im amtlichen Erbscheinsverfahren bringen die Erblasser Einwendungen gegen die Erbenstellung vor. Derjenige, dem die Beseitigung der testamentarischen Verfügungen unmittelbar zugutekommt, erklärt die Testamentsanfechtung – das sind meistens die gesetzlichen Erben oder Familienmitglieder“, erläutert Rechtsanwalt Chrisitan- H. Röhlke.

Zum Beispiel wird argumentiert:

– Dass der Erblasser bei Neufassung des Testamentes nicht mehr testierfähigen war, üblicherweise bei fortgeschrittener Demenz. Die Nachweise sind manchmal schwierig zu erbringen, eine Bezugnahme auf ärztliche Diagnosen ist vor Gericht hilfreich.
– Dass der neu eingesetzte Erbe den Erblasser getäuscht oder bedroht hat, ein neues Testament aufzusetzen und bisherige Testamente aufzuheben, bestehende Testamente verfälscht hat oder unterdrückt hat. In solchen Fällen wird eine Erbunwürdigkeit des Erbschleichers festgestellt.
– Auch Formfehler kommen vor. Da der Erbschleicher heimlich vorgehen wird, wird das geänderte Testament wahrscheinlich ein privatschriftliches sein und nicht ein solches, das von einem Notar beurkundet wurde. Handschriftliche Testamente sind von vorn bis hinten handschriftlich geschrieben. Die schlichte Unterschrift unter einem maschinenschriftlichen Text reicht nicht aus.
– Einen gesetzlichen Unwirksamkeitsgrund enthält das Heimgesetz. Testamente sind unwirksam, wenn Kranken oder Pflegeheime oder deren Mitarbeiter bedacht werden und sie hiervon Kenntnis haben.

Fazit: „Sterben und Erben bringt viel Kummer“ – Deutsches Sprichwort.

Der übergangene Erbe ist nicht rechtlos. Der Willen des Erblassers ist zu respektieren, in jedem Falle ist zunächst eine Auslegung des Testamentes vorzunehmen, um den Willen zu erforschen und bestmöglich umzusetzen. Wurde der Wille des Erblassers unzulässig manipuliert, werden Gegenmaßnahmen erforderlich. Um angemessen zu reagieren, ist eine ordnungsgemäße Sachverhaltsaufklärung und anwaltliche Begleitung unabdingbar.

Röhlke Rechtsanwälte haben ihre Kernkompetenz im Bereich des Kapitalanlagenrechts und der angrenzenden Gebiete des Zivilrechts, insbesondere im Handels- und Gesellschaftsrecht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Kleinverdienern, denen vermietete Eigentumswohnungen zur Altersvorsorge als Immobilienrente schmackhaft gemacht wurden. Ein wesentlicher Tätigkeitsschwerpunkt ist auch das Recht der Handelsvertreter, die Regelungen über Provisionen, Buchauszüge, Wettbewerbsverbote etc.Weitere Information finden Sie unter: www.kanzlei-roehlke.de

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Erben und Vererben in der Patchwork-Familie

Ein neuer Fachbeitrag der Kanzlei Selzer Reiff Rechtsanwälte Notare informiert über Besonderheiten und Fallstricke der Nachlassregelung in Patchwork-Familien.

Erben und Vererben in der Patchwork-Familie

Bettina Selzer und Sonja Reiff, Notare der Kanzlei Selzer Reiff Rechtsanwälte Notare in Frankfurt

Frankfurt, 2. Juli 2019 – Heutzutage bleiben viele Ehen nicht mehr ein Leben lang bestehen. Ehen werden geschieden, neue Partnerschaften werden geschlossen, eine weitere Familie gegründet. Dies führt nicht nur zu Lebzeiten zu verschiedenen rechtlichen Fragestellungen, sondern auch über den Tod hinaus. Denn das deutsche Erbrecht orientiert sich im Rahmen der gesetzlichen Erbfolge weiterhin an der traditionellen Familie, bei welcher ein verheiratetes Paar dauerhaft zusammenbleibt. Ein neuer Fachartikel der Kanzlei Selzer Reiff Rechtsanwälte Notare weist auf wesentliche Besonderheiten der Nachlassregelung in Patchwork-Familien hin.

Die gesetzliche Erbfolge kann im Falle der Patchwork-Familie nicht gewollte Folgen oder sogar Ungerechtigkeiten begründen. Ohne eine entsprechende Nachlassregelung kann beispielsweise – je nach Reihenfolge des Versterbens – ein großer Teil des eingebrachten Vermögens eines Partners als Erbe an die Stiefkinder anstatt an die eigenen leiblichen Kinder fallen.

Von besonderer Bedeutung ist auch der Familienstatus der Patchwork-Familie. Leben die neuen Partner ohne Trauschein zusammen, so muss ein gewünschtes gegenseitiges Erbe zwingend vor dem Todesfall geregelt werden. Denn vor dem Gesetz existiert in diesem Fall gar kein Verwandtschaftsverhältnis und somit auch kein Erbanspruch.

Neben der gesetzlichen Erbfolge gibt es im deutschen Erbrecht mit dem Testament und dem Erbvertrag jedoch weitere Möglichkeiten, den Nachlass nach den eigenen Vorstellungen zu regeln. Notare beraten hierzu und geben Hilfestellung bei der Abfassung von Testamenten und Erbverträgen, damit der tatsächliche Wille auch rechtssicher dokumentiert ist.

Im neuen Fachartikel „Erben und Vererben in der Patchwork-Familie“ gehen die Notare von Selzer Reiff Rechtsanwälte Notare aus Frankfurt näher auf die Problematik der Nachlassregelung in Patchwork-Familien ein. Einzelne Fallstricke werden hierbei anschaulich anhand von Beispielen erläutert.

Weiterführende Informationen:

https://www.selzer-reiff.de/aktuelles/fachbeitraege-publikationen/erben-und-vererben-in-der-patchwork-familie/

Über die Kanzlei SELZER REIFF Rechtsanwälte Notare in Frankfurt

Als vereidigte Notare in Frankfurt am Main bieten Notar Bettina Selzer und Notar Sonja Reiff in ihrem Notarbüro im Westend Frankfurt sämtliche notariellen Dienstleistungen in allen Rechtsgebieten an, unter anderem im Erbrecht, im Handelsrecht und Gesellschaftsrecht, im Grundstücks- und Immobilienrecht sowie im Familienrecht und bei klassischen Treuhandtätigkeiten.

Regelmäßig sind die beiden Notarinne auch als Rechtsexpertinnen in Presse und Rundfunk gefragt.

Weitere Informationen zum Notarbüro:
https://www.selzer-reiff.de

Informationen zu wichtigen Rechtsbegriffen finden Sie im Notarlexikon auf der Kanzlei-Homepage:
https://www.selzer-reiff.de/notar-lexikon

Tag-It: Erben, Vererben, Testament, Erbvertrag, Nachlass, Erbe Patchwork-Familie, Nachlass regeln, Vorerbe, Nacherbe, Erbengemeinschaft, Ehevertrag, Nießbrauchrecht, Immobilie

Über die Sozietät SELZER REIFF Rechtsanwälte Notare, Frankfurt am Main:

Zentral im Westend Frankfurt gelegen, ist die Sozietät SELZER REIFF Rechtsanwälte Notare ein modernes Notarbüro.

Mit Rechtsanwältin Bettina Selzer und Rechtsanwältin Sonja Reiff verfügt die Kanzlei über zwei in Frankfurt vereidigte Notare und bietet sämtliche notarielle Dienstleistungen in allen Rechtsgebieten an, unter anderem im Erbrecht, im Gesellschaftsrecht, im Grundstücks- und Immobilienrecht sowie bei der Vermögens- und Unternehmensnachfolge.

Die Notare können aufgrund ihrer juristischen und notariellen Kenntnisse und Erfahrungen die Mandanten jederzeit fachgerecht beraten und ihnen auf sie zugeschnittene Lösungen anbieten. Sie erstellen gerne kurzfristig und in bester Qualität Urkundenentwürfe, beurkunden diese und sorgen für eine zügige und verlässliche Abwicklung.

Ergänzt wird das Angebot der Kanzlei durch erfahrene Kooperationspartner, z.B. in den Bereichen Familien- und Erbrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Unternehmensberatung und Steuerberatung. Privatpersonen und Unternehmen finden so breite Unterstützung in Rechtsangelegenheiten.

Darüber hinaus sind Rechtsanwältin und Notarin Bettina Selzer sowie Rechtsanwältin und Notarin Sonja Reiff seit vielen Jahren regelmäßig als Rechtsexperten Interviewpartner des Hessischen Rundfunks.

Weitere Informationen: https://www.selzer-reiff.de

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Info-Veranstaltung: „Was Sie über Erben und Vererben wissen sollten“

Die Notarinnen Bettina Selzer und Sonja Reiff informieren interessierte Bürger im Rahmen des Bürger-Info-Tages der Notarkammer Frankfurt am Main am 08.05.2019 über Wissenswertes zum Thema Erbe.

Info-Veranstaltung: "Was Sie über Erben und Vererben wissen sollten"

Infoveranstaltung: Notarinnen Selzer und Reiff informieren am 08.05.2019 über Erben und Vererben

Frankfurt, 25. April 2019 – In der Veranstaltung „Was Sie über Erben und Vererben wissen sollten“ informieren die Notare Selzer und Reiff Interessierte über das wichtige Thema Erbe und Nachlass. Die Veranstaltung findet im Rahmen des 15. Bürger-Info-Tages der Notarkammer Frankfurt am Main am Mittwoch, den 08.05.2019 um 18 Uhr im Palais Livingston, Ulmenstraße 20 in 60325 Frankfurt statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Im Zusammenhang mit Erbe und Nachlass stellen sich viele Fragen. Die Notarinnen Bettina Selzer und Sonja Reiff gehen in ihrem Vortrag hierauf ein.

In welchen Fällen reicht ein handschriftliches Testament aus und warum sollte ich überhaupt einen Notar bei diesem Thema hinzuziehen?

Wer erbt nach dem Gesetz, wenn der Erblasser keine letztwillige Verfügung, also Testament oder Erbvertrag, errichtet hat? Wer ist also gesetzlicher Erbe? Muss ich als Erbe einen Erbschein beantragen und wo kann ich das tun?

Entspricht die gesetzliche Erbfolge meinen bzw. unseren Wünschen? In welchen Fällen sollte sie dagegen ausgeschlossen werden? In welcher Form ist das überhaupt möglich? Wer ist im Falle der Enterbung überhaupt Pflichtteilsberechtigter?

Ist ein Testament oder ein Erbvertrag die bessere Lösung und welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es dabei?

Und was passiert, wenn der Erblasser kein Deutscher ist oder dauerhaft ins Ausland auswandert. Welches Recht welchen Landes greift dann ein?

Gute Information und Beratung sind unbedingt hilfreich, um den Nachlass angemessen und mit Voraussicht zu regeln. Die beiden Notarinnen laden daher alle interessierten Bürger herzlich zu dieser Veranstaltung ein und freuen sich über eine rege Teilnahme.

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Regelmäßig sind die beiden Notarinne auch als Rechtsexpertinnen in Presse und Rundfunk gefragt.

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Informationen zu wichtigen Rechtsbegriffen finden Sie im Notarlexikon auf der Kanzlei-Homepage:
https://www.selzer-reiff.de/notar-lexikon

Weitere Informationen zum Bürger-Info-Tag:
https://www.notarkammer-ffm.de/buergerinfotag.html

Tag-It: Bürger-Infotag Notarkammer Frankfurt am Main, Erben und Vererben, Testament, Erbvertrag, Nachlass, Vorsorge, Erbfolge, Notar Frankfurt, Notarbüro, Notariat

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Ehegattenerbrecht: Nachlass in der Ehe regeln

Testament, Erbvertrag, Pflichtteil: Angelika Lübke-Ridder, Rechtsanwältin für Familien- und Erbrecht aus Stuttgart zu den Vorgaben und Gestaltungsmöglichkeiten der Nachlassregelung in der Ehe.

Ehegattenerbrecht: Nachlass in der Ehe regeln

Angelika Lübke-Ridder Rechtsanwältin aus Stuttgart zum Ehegattenerbrecht

Stuttgart, 30. Juni 2017 – Für Ehegatten gibt es unterschiedliche Formen, wie sie ihren Nachlass regeln können. Der Gesetzgeber hat zudem auch nahe Verwandte unter den Schutz des Erbrechts gestellt, z.B. mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtteil. Angelika Lübke-Ridder, Rechtsanwalt für Familien- und Erbrecht in Stuttgart, gibt in einem Fachartikel einen Überblick über die Gestaltungsmöglichkeiten sowie gesetzliche Vorgaben, auf die Ehegatten bei der Niederschrift ihres Letzten Willens zurückgreifen können.

So bietet das Ehegattenerbrecht mit dem Testament und dem Ehegattenerbvertrag grundsätzlich zwei unterschiedliche Instrumente an, mit denen Eheleute ihren Nachlass rechtsverbindlich regeln können. Beim Testament gibt es die Möglichkeit, ein Einzeltestament, ein gemeinschaftliches Ehegattentestament mit Einheitslösung oder ein gemeinschaftliches Ehegattentestament mit Trennungslösung zu errichten. Welche der Möglichkeiten die jeweils beste ist, hängt von der individuellen Lebenssituation und der angestrebten Nachlassgestaltung ab.

Das gesetzliche Ehegattenerbrecht wird im Wesentlichen vom bestehenden Güterrecht beeinflusst. Eheleute können den gesetzlich vorgesehenen Güterstand, die sogenannte Zugewinngemeinschaft, beibehalten oder die Gütertrennung oder die Gütergemeinschaft gewählt haben. Jeder Güterstand wirkt sich anders auf das gesetzliche Ehegattenerbrecht aus.

Wird nun die Verteilung des Nachlasses festgelegt, ist zunächst zu prüfen, wer gesetzlicher Erbe sein könnte und inwiefern diese zu berücksichtigen sind, damit das Testament oder der Erbvertrag Bestand hat. Denn nahen Verwandten wie Kindern, Geschwistern, Eltern und Großeltern steht nach deutschem Erbrecht ein Pflichtteil am Erbe zu. Sie können nicht ohne weiteres Übergangen oder „Enterbt“ werden.

„Für die Nachlassregelung innerhalb der Ehe gibt es unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten sowie gesetzliche Vorgaben, die genau beachtet werden müssen. Ehegatten sollten sich daher sehr genau überlegen, welche Testamentsform auf sie am besten passt“, rät Anwältin Angelika Lübke-Ridder. Hierbei ist oftmals auch eine erbrechtliche Beratung im Vorhinein sinnvoll, damit sich keine Fehler oder unglückliche Formulierungen in die letztwillige Verfügung einschleichen, die den Letzten Willen gefährden.

Den gesamten Fachartikel können Sie hier einsehen:
www.scheidung-erbrecht.com/aktuelles/urteile/50-ehegattenerbrecht-ehepartner-und-testament.html

Rechtsanwältin Angelika Lübke-Ridder, Stuttgart

Rechtsanwältin Angelika Lübke-Ridder hat seit 1994 einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf das Scheidungsrecht, Familienrecht und Erbrecht gelegt. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung als Anwalt für Erbrecht und Ehescheidungen. Betroffene und Mandanten finden ausführlichere Informationen über die Leistungen der Lübke-Ridder Anwaltskanzlei in Stuttgart zu den Rechtsgebieten Scheidung, Familienrecht und Erbrecht auf einer speziellen Internetseite unter der Adresse: www.scheidung-erbrecht.com

Tag-It: Ehegattenerbrecht, Rechtsanwalt Erbrecht Stuttgart, Zugewinngemeinschaft, Gütertrennung, Nachlass regeln, Testament erstellen, Erbvertrag, Erbe, Familienrecht

Die Lübke-Ridder Anwaltskanzlei wurde 1994 von Rechtsanwältin Angelika Lübke-Ridder gegründet. Die Kanzlei betreut Mandate in den Rechtsgebieten Wirtschaftsrecht, Urheber- und Medienrecht, Internetrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht sowie den auf der neuen Homepage vorgestellten Bereichen Familienrecht, Erbrecht und Scheidung – unter anderem auch mit einschlägigen Erfahrungen im internationalen Scheidungsrecht. Mit einem Team aus erfahrenen Anwälten in den unterschiedlichen Rechtsgebieten bietet die Kanzlei eine umfassende Beratung und Vertretung an, sowohl am Standort Stuttgart als auch in Frankfurt am Main.

Weitere Informationen zu den Themen Scheidung, Familienrecht und Erbrecht:
http://www.scheidung-erbrecht.com

Kontakt
Lübke-Ridder Anwaltskanzlei
Angelika Lübke-Ridder
Kirchstraße 4
70173 Stuttgart
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presse@scheidung-erbrecht.com
http://www.luebke-ridder.de

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Erbvertrag und Testament mit Auslandsberührung

Grenzüberschreitend den Nachlass regeln: Rechtsanwältin Sonja Reiff von der Kanzlei Selzer Reiff Rechtsanwälte Notar aus Frankfurt zu den Besonderheiten beim Testament oder Erbvertrag mit Auslandsberührung.

Erbvertrag und Testament mit Auslandsberührung

Rechtsanwältin Sonja Reiff zum Erbvertrag oder Testament mit Auslandsberührung

Frankfurt, 4. Mai 2017 – Bei der Gestaltungspraxis von Testamenten und Erbverträgen häufen sich die Fälle mit Auslandsberührung. Hier gilt nicht automatisch deutsches Recht. Damit auch tatsächlich der Letzte Wille zur Anwendung kommt, sind einige Besonderheiten zu beachten, wie Rechtsanwältin Sonja Reiff in einem neuen Fachbeitrag zum Erbrecht auf der Website der Kanzlei SELZER REIFF Rechtsanwälte Notar erklärt.

Wenn der Erblasser ausländischer Staatsbürger ist, als Deutscher im Ausland lebt oder wenn sich das zu vererbende Vermögen im Ausland befindet, muss zuerst überprüft werden, nach welchem Recht sich die Erbfolge überhaupt regelt.

Gibt es entsprechende Staatsverträge zwischen Deutschland und weiteren Ländern, die vorrangig gelten? „Bilaterale Abkommen bestehen unter anderem mit der Türkei, dem Iran und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion“, erklärt Rechtsanwältin Sonja Reiff.

In der gesamten EU mit Ausnahme des Vereinigten Königreichs, Irland und Dänemark gilt seit August 2015 die Europäische Erbrechtsverordnung. Ihr zufolge ist hier nicht die Staatsbürgerschaft des Erblassers entscheidend, sondern es gilt das Erbrecht des Landes, in dem der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hatte. Ist dies nicht gewünscht und soll zum Beispiel für einen im europäischen Ausland lebenden Deutschen trotzdem das deutsche Erbrecht Anwendung finden, steht dem Erblasser das Instrument der Rechtswahl zu. Er kann im Testament oder Erbvertrag regeln, dass für ihn das Recht des Landes gilt, dessen Staatsbürger er ist.

Für Drittstaat (außerhalb der EU) ist nicht grundsätzlich gesichert, ob dieses Land eine Rechtswahl, in der das Heimatrecht gewählt wird, tatsächlich anerkennt. Hier sollte man sich frühzeitig entsprechenden Rechtsrat bei einem Rechtsanwalt mit Kenntnissen des jeweiligen Rechts einholen.

Rechtsanwältin Sonja Reiff empfiehlt bei Auslandsbezug in jedem Fall eine Erstellung des Testaments oder Erbvertrages durch einen Notar sowie die nachfolgende notarielle Beurkundung. „Aber auch ohne einen Bezug zum Ausland und ausländischem Recht ist ein notarielles Testament oder Erbvertrag sinnvoll. Die erbrechtlichen Regelungen sind so komplex, dass Laien in der Regel nicht immer in der Lage sind, rechtssicher ihren letzten Willen darzulegen. Der Notar stellt aber den Willen fest und verfasst eine wirksame und rechtssichere letztwillige Verfügung.“ Zudem biete die notarielle Beurkundung weitere Vorteile.

Den ausführlichen Fachartikel zum Thema Erbvertrag und Testament mit Auslandsberührung können Sie hier einsehen:

www.selzer-reiff.de/aktuelles/fachbeitraege-publikationen/erbvertrag-und-testament-mit-auslandsberuehrung

Über die Kanzlei SELZER REIFF Rechtsanwälte Notar in Frankfurt

In ihrer Kanzlei betreuen Rechtsanwältin und Notar Bettina Selzer und Rechtsanwältin Sonja Reiff Mandanten in den Bereichen Erbrecht, Arbeitsrecht, Handelsrecht und Gesellschaftsrecht, Immobilienrecht sowie Vertragsrecht. Als berufener Notar in Frankfurt bietet Notarin Selzer sämtliche notarielle Dienstleistungen in allen Rechtsgebieten an, unter anderem im Erbrecht, im Handelsrecht und Gesellschaftsrecht, im Grundstücks- und Immobilienrecht sowie im Familienrecht und bei klassischen Treuhandtätigkeiten.

Mit Heirat von Frau Bettina Selzer, geb. Schmidt, wurde die Kanzlei im Oktober 2016 umbenannt: Aus der Kanzlei Schmidt & Kollegen Rechtsanwälte, Notarin wurde SELZER REIFF Rechtsanwälte Notar.

Weitere Informationen hierzu:
www.selzer-reiff.de/notariat
www.notar-frankfurt-am-main.de

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Zentral im Westend Frankfurt gelegen, bietet die Kanzlei SELZER REIFF Rechtsberatung und Rechtsvertretung in den Rechtsgebieten Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht und Handelsrecht, Immobilienrecht sowie Vertragsrecht an. Ein Schwerpunkt der Rechtsanwaltskanzlei ist die Betreuung kleinerer und mittelständischer Unternehmen. Mandanten profitieren vom flexiblen, kreativen Umfeld einer kleinen Kanzlei, die ihnen darüber hinaus durch Einbindung in ein etabliertes Expertennetzwerk auch in benachbarten Rechtsgebieten und bei steuerlichen oder wirtschaftlichen Fragenstellungen kompetente Hilfe anbieten kann.

Mit einer bestellten Notarin in Frankfurt bietet die Kanzlei auch die Leistungen eines Notariats, z.B. Beurkundung von Verträgen oder Beglaubigung von Unterschriften. Rechtsanwältin und Notarin Bettina Selzer, geb. Schmidt, berät bei der Vertragsgestaltung und prüft für ihre Mandanten auch fremde Verträge. Darüber hinaus sind Rechtsanwältin und Notarin Bettina Selzer und Rechtsanwältin Sonja Reiff seit vielen Jahren regelmäßig als Rechtsexperten Interviewpartner des Hessischen Rundfunks.

Weitere Informationen: http://www.selzer-reiff.de

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Gemeinschaftliches Testament oder Erbvertrag

Einen gemeinsamen Nachlass regeln: Sonja Reiff, Rechtsanwältin aus Frankfurt zu den Unterschieden zwischen gemeinschaftlichem Testament und Erbvertrag.

Gemeinschaftliches Testament oder Erbvertrag

Rechtsanwältin Sonja Reiff zu den Unterschieden zwischen gemeinschaftlichem Testament und Erbvertrag

Frankfurt, 9. März 2017 – Eheleute wollen ihren Nachlass oft gemeinsam regeln. Vielen ist hierbei die Möglichkeit eines gemeinschaftlichen Testamentes präsent. Als weniger bekannte Alternative bietet sich der Erbvertrag an. Und eröffnet in vielen Fällen Vorteile, wie Rechtsanwältin Sonja Reiff in einem neuen Fachbeitrag auf der Internetseite der Kanzlei SELZER REIFF Rechtsanwälte Notar erklärt.

So kann ein Erbvertrag nicht nur zwischen Ehegatten und eingetragenen Lebenspartnern, sondern auch zwischen Lebensgefährten und sonstigen Personen getroffen werden. Auch ist es möglich, den Erbvertrag nicht nur zwischen zwei Erblassern zu schließen. Es lassen sich weitere Beteiligte aufnehmen. Und sogar lebzeitige Verpflichtungen, wie z.B. eine Pflegeverpflichtung, können bindend vereinbart werden.

Darüber hinaus zeichne sich der Erbvertrag im Vergleich zum gemeinschaftlichen Testament durch die flexiblere Rücktritts- und Änderungsmöglichkeiten aus, so Sonja Reiff. Sofern diese gewünscht sind, andernfalls lassen sie sich vertraglich auch ausschließen.

Einen weiteren wesentlichen Vorteil beim Erbvertrag sieht die Anwältin im stärkeren Schutz eingesetzter Erben schon zu Lebzeiten: Haben sich beispielsweise die Ehepartner bindend gegenseitig als Erben und das gemeinsame Kind als Schlusserben eingesetzt und versucht nun der Überlebende nach dem Tod seines Partners, die Nachlassgegenstände in beeinträchtigender Absicht an einen neuen Lebensgefährten zu verschenken, so ist das Kind als Vertragserbe davor geschützt. Bei einem Testament greift dieser Schutz erst mit dem Erbfall ein.

Vorteile bietet der Erbvertrag auch, wenn er außerhalb Deutschlands gelten soll, erklärt Rechtsanwältin Sonja Reiff: „Da die meisten Staaten ein gemeinschaftliches Testament mit Bindungswirkung, wie wir es in Deutschland haben, nicht kennen, ist dessen Einordnung in der neuen Europäische Erbrechtsverordnung (EU-ErbVO) umstritten. Erbverträge hingegen sind in der EU-Verordnung eindeutig geregelt.“

Letztendlich seien auch die Notarkosten zur Beurkundung eines gemeinschaftlichen Testaments und eines Erbvertrages gleich, so dass die Erstellung eines Testaments keinen Kostenvorteil bringt. Zwar muss der Erbvertrag zwingend von einem Notar beurkundet werden, während ein gemeinschaftliches Testament auch handschriftlich gefasst werden kann. Allerdings sei von einer eigenhändigen Erstellung eines gemeinschaftlichen Testamentes abzuraten: „Ist nämlich der Wortlaut des Testaments nicht eindeutig, so kann es zu Auslegungsschwierigkeiten und am Ende zu Rechtsstreitigkeiten zwischen den Erben und Nichtbedachten kommen. Und aufgrund der Komplexität der Regelungsmöglichkeiten ist die Erstellung eines Testaments für einen juristischen Laien kaum rechtssicher möglich“, so Sonja Reiff.

Den ausführlichen Artikel zum Vergleich von gemeinschaftlichem Testament und Erbvertrag können Sie hier einsehen

www.selzer-reiff.de/aktuelles/gemeinschaftliches-testament-oder-erbvertrag/

Über die Kanzlei SELZER REIFF Rechtsanwälte Notar in Frankfurt

In ihrer Kanzlei betreuen Rechtsanwältin und Notarin Bettina Selzer und Rechtsanwältin Sonja Reiff Mandanten in den Bereichen Arbeitsrecht, Handelsrecht und Gesellschaftsrecht, Immobilienrecht sowie Vertragsrecht. Ein Schwerpunkt der Kanzlei liegt in der Beratung und Vertretung von kleineren und mittelständischen Unternehmen, sowohl im Bereich Arbeitsrecht als auch in gesellschaftsrechtlichen und vertragsrechtlichen Fragestellungen.

Mit Heirat von Frau Selzer, geb. Schmidt, wurde die Kanzlei Oktober umbenannt: Aus der Kanzlei Schmidt & Kollegen Rechtsanwälte, Notarin wurde SELZER REIFF Rechtsanwälte Notar.

Rechtsanwältin Bettina Selzer berät als Notarin in Frankfurt zudem Firmenkunden und Privatleute bei beurkundungspflichtigen Rechtsgeschäften, unter anderem im Erbrecht, Grundstücks- und Immobilienrecht, bei Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, im Handels- und Gesellschaftsrecht sowie im Familienrecht und bei klassischen Treuhandtätigkeiten.

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Zentral im Westend Frankfurt gelegen, bietet die Kanzlei SELZER REIFF Rechtsberatung und Rechtsvertretung in den Rechtsgebieten Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht und Handelsrecht, Immobilienrecht sowie Vertragsrecht an. Ein Schwerpunkt der Rechtsanwaltskanzlei ist die Betreuung kleinerer und mittelständischer Unternehmen. Mandanten profitieren vom flexiblen, kreativen Umfeld einer kleinen Kanzlei, die ihnen darüber hinaus durch Einbindung in ein etabliertes Expertennetzwerk auch in benachbarten Rechtsgebieten und bei steuerlichen oder wirtschaftlichen Fragenstellungen kompetente Hilfe anbieten kann.

Mit einer bestellten Notarin in Frankfurt bietet die Kanzlei auch die Leistungen eines Notariats, z.B. Beurkundung von Verträgen oder Beglaubigung von Unterschriften. Rechtsanwältin und Notarin Bettina Selzer, geb. Schmidt, berät bei der Vertragsgestaltung und prüft für ihre Mandanten auch fremde Verträge. Darüber hinaus sind Rechtsanwältin und Notarin Bettina Selzer und Rechtsanwältin Sonja Reiff seit vielen Jahren regelmäßig als Rechtsexperten Interviewpartner des Hessischen Rundfunks.

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Testament ändern, sofort!

Richtig vererben nach der neuen EU-Erbrechtsreform am Beispiel Italien

Testament ändern, sofort!

Erbrecht: Das ändert sich ab dem 17.08.2015

Richtig vererben nach der neuen EU-Erbrechtsreform am Beispiel Italien

Testament ändern, sofort!

Frankfurt, 13.08.2015: Mit dem Stichtag 17.August gilt in Europa ein neues Erbrecht. Dann entscheidet bei grenzübergreifenden Erbfällen nicht mehr das Staatsangehörigkeitsprinzip, sondern das Erbrecht des Staates, in dem der Verstorbene seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Ein in Italien lebender deutscher Staatsbürger, der dort verstirbt, wird dann nach italienischem Erbrecht beerbt. Was viele nicht wissen: Das italienische Erbrecht unterscheidet sich erheblich vom deutschen Gesetz.

Bereits Goethe schwärmte in seinen Reisebeschreibungen von der Schönheit Italiens. Und auch heutzutage steht das Land in der Gunst der Deutschen ganz oben. Im vergangenen Jahr waren etwa 5,5 Millionen Deutsche nach Bella Italia gereist (Quelle: Statista 2015). Doch viele verbringen nicht mehr nur ihren Urlaub dort. Offiziell leben etwa 37.000 Deutsche dauerhaft in Italien (Quelle ISTAT Italienisches Nationales Institut für Statistik 2015). Über die Zahl derer, die sich über längere Zeit im Jahr in Italien aufhalten oder dort Vermögen, wie zum Beispiel eine Immobilie besitzen, gibt es keine genauen Angaben. Ob Expatriates und Auswandererfamilien, Rentner und Frühruheständler oder Unternehmer und Arbeitnehmer: Sie alle können von der neuen EU-Erbrechtsverordnung betroffen sein.

Erbvertrag und Berliner Testament sind unwirksam

Für Erbangelegenheiten gibt es in Deutschland klare Regeln und Verträge, wie zum Beispiel den Erbvertrag oder das gemeinschaftliche Testament (Berliner Testament), in dem sich Eheleute gegenseitig zu alleinigen Erben und die Kinder als Schlusserben nach dem Tod beider Elternteile einsetzen. In Italien sind diese Erklärungen unwirksam. „Ein deutsches Ehepaar, das in Deutschland ein Berliner Testament gemacht hat und dann an den Gardasee oder nach Südtirol gezogen ist, hat ab 17. August keine Garantie mehr, dass seine Wunschverteilung des Nachlasses auch wirklich umgesetzt wird“, warnt der auf deutsch-italienisches Recht spezialisierte Rechtsanwalt und Avvocato Dr. Jürgen Reiß . Wer sicherstellen möchte, dass sein letzter Wille erfüllt wird und, dass den Hinterbliebenen viele Unannehmlichkeiten erspart werden, der kommt um eine vorherige Regelung der Vermögensnachfolge nicht herum. Damit diese auch in Italien anerkannt wird, muss sie zwingend in Testamentsform erfolgen.

Wie ist die gesetzliche Erbfolge?

Liegen keine vom Erblasser festgelegten Regelungen vor, greift die gesetzliche Erbfolge. Das italienische Erbrecht kennt sechs Klassen von Erbberechtigten: Überlebender Ehegatte, eheliche/nichteheliche Abkömmlinge, Eltern und Vorfahren, Seitenverwandte (Geschwister), die übrigen Verwandten und den Staat. Mit einem Testament kann die Erbfolge abweichend vom Gesetz geregelt werden. Den Pflichtteil kann man aber auch auf diese Weise nicht ausschließen. Das bedeutet, dass, egal was im Testament festgehalten ist, die nächsten Angehörigen das Recht auf einen bestimmen Teil des Erbes haben. „Der Nachlass wird in Italien anders aufgeteilt als in Deutschland, was mitunter zu unliebsamen Überraschungen führen kann“, erklärt der Experte Dr. Jürgen Reiß . So erbt beispielsweise der Ehegatte neben dem Kind (oder dessen Nachkommen) die Hälfte, neben mehreren Kindern ein Drittel, neben Eltern, Großeltern und Geschwistern zwei Drittel (siehe Infografik). Erst wenn keine dieser Verwandten vorhanden sind, erbt er den gesamten Nachlass. Dazu bekommt er auch ein lebenslanges Nutzungsrecht an der Ehewohnung.

Vorsicht Pflichtteilsrecht (Noterbenrecht)

Anders als in Deutschland geht der Nachlass in Italien nicht automatisch auf die Erben über. Diese müssen die Erbschaft erst annehmen. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass es in Italien sogar möglich ist, sich als Pflichtteilsberechtigter in die Erbengemeinschaft einzuklagen. Ist dies der Fall, droht unter den Hinterbliebenen oftmals Streit ums Erbe. Das Pflichtteilsrecht ist in Italien wesentlich stärker ausgeprägt. Durch ein sogenanntes Noterbenrecht steht den enterbten leiblichen Abkömmlingen und dem Hinterbliebenen Ehepartner per Gesetz eine echte Teilhabe am Nachlass zu.

Was bedeutet „gewöhnlicher Aufenthalt“?

Eine klare Definition gibt die neue Verordnung nicht. „Als Faustregel gilt, dass ein Auslandsaufenthalt von mehr als sechs Monaten im Jahr zur Vermutung des gewöhnlichen Aufenthalts in einem Land führt“, erklärt der Experte Dr. Jürgen Reiß . Um diesen zu definieren, bedarf es aber erst einmal der Gesamtbeurteilung der Lebensumstände des Erblassers vor und bei seinem Tod. Anhaltspunkte können sowohl Dauer und Regelmäßigkeit des Auslandsaufenthaltes, familiäre und soziale Bindungen, Vermögensgegenstände, aber auch der Arbeitsplatz oder gar Kenntnisse der Landessprache sein.

Die Rechtswahl nutzen

Die neue Verordnung sieht explizit ein Wahlrecht vor. Das bedeutet, dass man vorab festlegen kann, dass im Todesfall das Recht des Staates gelten soll, dessen Staatsangehörigkeit man besitzt. Bei mehreren Staatsangehörigkeiten kann das Recht eines dieser Staaten gewählt werden. Zu beachten ist, dass auch hier die Rechtswahl zwingend in Testamentsform festgehalten werden muss. Daher sollten auch bestehende Testamente, sofern ein Auslandsbezug besteht, auf die inhaltliche Gültigkeit hin überprüft werden. Ein Deutscher, der in Italien wohnt, kann sich also zwischen dem deutschen und dem italienischen Erbrecht entscheiden. Er kann, als deutscher Staatsangehöriger, das deutsche Recht in Testamentsform wählen. Wird keine Entscheidung getroffen, dann kommt automatisch das italienische Recht zur Anwendung. „Welches anwendbare Recht vorteilhafter ist, und in welchen Fällen eine Rechtswahl sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Jeder konkrete Fall sollte daher einzeln betrachtet und beurteilt werden“, fasst Dr. Jürgen Reiß zusammen.

Kanzlei REISS

Die Kanzlei REISS ist ausgewiesener Experte für deutsch-italienisches Recht sowie deutsches und internationales Erbrecht.

Der mehrfache Buchautor, Rechtsanwalt und Avvocato Dr. Jürgen Reiß ist Namensgeber und Inhaber der 1996 von ihm gegründeten Kanzlei. Das deutsch-italienische und internationale Erbrecht sowie das Immobilienrecht stellt eine seiner Kernkompetenzen dar und macht ihn zum ersten Ansprechpartner für Erbfragen sowie Immobilienübertragungen in Italien.

Die Kanzlei REISS ist im Länderdreieck Deutschland, Italien und der Schweiz an insgesamt dreizehn Standorten vertreten.

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