Schlagwort: Elternzeit

hkk-Studie: Männer leiden unter dem Spagat zwischen Beruf und Vaterrolle

(Mynewsdesk) Nur jeder dritte Vater geht in Elternzeit – und das trotz staatlicher finanzieller Anreize. Die Mehrheit davon entscheidet sich dann auch nur für die „Sparvariante“, das Minimum von zwei Monaten. Das ist das Ergebnis einer bundesweit repräsentativen Untersuchung der hkk Krankenkasse. Studienleiter Dr. Bernard Braun vom Bremer Institut für Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung (BIAG): „Kein Wunder, dass sich Väter auch heutzutage in Sachen Elternzeit in Zurückhaltung üben. Denn um eine aktive Vaterrolle leben zu können, fehlt häufig die Unterstützung durch den Arbeitgeber.“

Positiver Wandel der Vaterrolle

Väter sind der Meinung, dass sich ihre Rolle zum Positiven geändert hat. Im Vergleich zu ihren eigenen Vätern verbringen sie mehr Zeit mit ihren Kindern und übernehmen dabei mehr Verantwortung. Dennoch gaben über 80 Prozent der Befragten an, dass sie sich noch mehr Zeit mit den Kindern wünschen. Tatsächlich ist es so, dass Väter immer noch mehr als die Hälfte des Tages an ihrem Arbeitsplatz verbringen und nur 14 Prozent des Tages aktiv mit ihrem Kind. Mütter wenden hingegen mehr als die Hälfte des Tages für die Versorgung ihres Nachwuchses auf. Weit weniger Zeit (31 Prozent) verbringen die Mütter, nach Einschätzung der Väter, in ihrem Beruf. Fragt man Väter, wie sie ihre Rolle im Vergleich zur Mutter einschätzen, messen sie ihrer Partnerin als Vertrauensperson und Erzieherin für die Kinder immer noch eine größere Bedeutung bei. Als Versorger und Spielkamerad sehen sie sich hingegen auf Augenhöhe mit den Müttern.

Männer gehen nicht in Elternzeit, weil die Mutter zu wenig verdient

Die Tatsache, dass Frauen tendenziell weniger verdienen, führt dazu, dass Männer sich gegen oder nur für eine sehr kurze Elternzeit entscheiden. Dr. Braun: „Hinzu kommt, dass Frauen häufiger in Teilzeit beschäftigt sind und deshalb nicht alleine für das Familieneinkommen sorgen können.“ Familienpolitisch müssten die beruflichen Rahmenbedingungen für Mütter stärker in den Fokus gerückt und verbessert werden. Erst dann könnten Väter ihre Rolle stärker leben. „Der Wunsch ist da, die Rahmenbedingungen noch nicht“, so Dr. Braun.

Väter mit kleinen Kindern sind extrem gestresst

Dass die Rahmenbedingungen für junge Väter nicht optimal sind, zeigt sich auch bei der Messung des Stresslevels. Knapp die Hälfte aller Väter, deren jüngstes Kind unter sechs Jahre alt ist, zeigt ein signifikant höheres Stressniveau als Väter, deren jüngstes Kind bereits sieben Jahre und älter ist. Zeit zum Stressabbau finden junge Väter wohl auch nur selten. Etwa 49 Prozent der Väter mit ganz kleinen Kindern (0 bis 3 Jahre) treibt während der Woche keinen Sport. hkk-Bereichsleiter Versorgungsmanagement Dr. Christoph Vauth: „Sieben von zehn aller befragten Väter bewegen sich weniger als zwei Stunden in der Woche. Das ist aus gesundheitlicher Sicht sehr bedenklich. Eine regelmäßige und moderate sportliche Aktivität reguliert nicht nur Stress, sondern hat auch eine schützende Wirkung gegen eine Vielzahl von Erkrankungen, wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Übergewicht.“ Laut Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten Erwachsene wöchentlich mindestens 2,5 Stunden körperlich aktiv sein. hkk-Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Ritter: „Körperliche Aktivität ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Wirksamer Gesundheitsschutz setzt sich einerseits zusammen aus Verhaltensprävention, wie etwa Sport und Entspannungskursen, sowie andererseits aus Verhältnisprävention am Arbeitsplatz. Betriebe können Väter unterstützen, indem sie beispielsweise, dort wo es möglich ist, Arbeitszeitmodelle anbieten, die speziell auf die Bedürfnisse junger Väter abgestimmt sind. „Diese müssen zwar individuell und sehr sorgfältig geplant werden, damit betriebliche Abläufe nicht ins Stocken geraten, aber sie sind weitaus besser kalkulierbar als beispielsweise Ausfälle wegen Krankheit“, so Ritter.

Elternzeit nicht in allen Branchen gleichermaßen akzeptiert

Im Branchenvergleich hinsichtlich der Akzeptanz von Elternzeit zeigen sich gravierende Unterschiede. Hohe Anerkennung und weite Verbreitung der Elternzeit finden sich im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der IT- und Telekommunikationsbranche. Im Handel und im Baugewerbe ist das Verständnis hingegen besonders gering. Die Betreuung eines Kindes oder die Pflege eines kranken Kindes werden in diesem Arbeitsumfeld kaum gebilligt. Dr. Braun: „Nach wie vor fehlt in vielen Betrieben das Verständnis für Väter, die ihr krankes Kind pflegen oder sich während der Ferienzeit aktiv um ihre Kindern kümmern möchten. Dabei besteht dringender Nachholbedarf.“ So wünschen sich 41 Prozent der Väter vom Arbeitgeber mehr Unterstützung; beispielsweise in Form von flexibleren Arbeitszeiten und besseren Möglichkeiten zur Kinderbetreuung. hkk-Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Ritter fordert deshalb die Abkehr vom alten Rollenverständnis in Unternehmen: „Dabei sind Führungskräfte besonders gefragt. Sie müssen mit gutem Beispiel vorangehen und ihrerseits Eltern- sowie Erziehungszeiten in Anspruch nehmen.“ Voraussetzung dafür sei eine Betriebskultur, die es erlaubt, Arbeitszeitmodelle wie etwa Home-Office und Teilzeit offen zu diskutieren. Dies wäre insbesondere in Branchen, in denen Elternzeit für Väter bislang keine große Rolle spielt, ein wichtiger Schritt.

hkk-Studie

Im Auftrag der hkk wurden 924 gesetzlich krankenversicherte und erwerbstätige Väter im Alter zwischen 25 und 55 Jahren zu ihrer Vaterschaft befragt. Die Ausgangsthese des aktuelle hkk-Gesundheitsreports „Junge Väter im Erwerbsleben“ war, dass junge Väter ein deutlich moderneres Vaterbild haben und leben als ihre älteren Kollegen. Dabei wurde unter anderem untersucht, ob Väter ihre Rolle wirklich aktiver ausleben und tendenziell mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Zudem prüften die Wissenschaftler, welche Auswirkungen gesellschaftliche und betriebliche Rahmenbedingungen in diesem Zusammenhang haben.

Fehlzeitenreport 2017: Krankenstand bleibt auf gleichem Niveau

Der Fehlzeitenreport wertet auch den Krankenstand der erwerbstätigen hkk-Mitglieder aus. Insgesamt lag die Betroffenenquote im Jahr 2016 bei 50,9 Prozent. Das bedeutet: Mehr als die Hälfte aller Beschäftigten waren 2016 mindestens einmal krankgeschrieben. Der Krankenstand blieb mit 3,7 Prozent unverändert gegenüber dem Jahr 2015. Damit waren an jedem Tag des Jahres durchschnittlich 37 von 1.000 Erwerbstätigen krankgeschrieben. Die meisten Ausfalltage gingen auf das Konto der sogenannten Muskel-Skelett-Erkrankungen wie beispielsweise Rückenschmerzen (319 Tage je 100 Versicherte). Psychische Erkrankungen sind auf Platz zwei. Mit rund 214 Fehltagen je 100 Versicherte sind die Seelenleiden 2016 um 47 Prozentpunkte gestiegen (2015: 167 Tage je 100 Versicherte). Auf Platz drei liegen Krankheiten des Atmungssystems. Hier sanken die Ausfalltage gegenüber dem Vorjahr von 213 auf 203 Tage je 100 Versicherte. Insgesamt dauerte eine Krankschreibung im Jahr 2016 im Schnitt 11,6 Tage – einen halben Tag länger als im Vorjahr.

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Über die hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse): Die hkk zählt mit mehr als 550.000 Versicherten (davon mehr als 420.000 beitragszahlende Mitglieder), 27 Geschäftsstellen und 2.000 Servicepunkten zu den großen gesetzlichen Krankenkassen. 2016 betrug ihr Wachstum mehr als 100.000 Kunden. Ihr stabiler Zusatzbeitrag von 0,59 Prozent (Gesamtbeitrag 15,19 Prozent) macht sie seit Jahren zur günstigsten deutschlandweit wählbaren Krankenkasse. hkk-Kunden können im Vergleich zum Kassendurchschnitt abhängig von ihrem Einkommen bis zu 266 Euro jährlich sparen; gegenüber einer Kasse mit 1,7 Prozent Zusatzbeitrag sogar bis zu 579 Euro. Auch die Extraleistungen übertreffen den Branchendurchschnitt: Unter anderem erstattet die hkk zusätzliche Leistungen im Wert von über 1.000 Euro je Versicherten und Jahr in den Bereichen Naturmedizin, Vorsorge und bei Schwangerschaft. Ergänzend fördert das hkk-Bonusprogramm Gesundheitsaktivitäten mit bis zu 250 Euro jährlich. Für einen weiterführenden Gesundheitsschutz erhalten hkk-Kunden private Zusatzangebote der LVM-Versicherung zu Sonderkonditionen. Die Verwaltungskosten der hkk liegen etwa 20 Prozent unter dem Branchendurchschnitt. Rund 900 Mitarbeiter(innen) betreuen ein Ausgabenvolumen von mehr als 1,3 Mrd. Euro.

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Arbeitnehmer empfinden Karriereplanung als Hürdenlauf

Umfrage: Die meisten Arbeitnehmer fühlen sich bei ihrem beruflichen Weiterkommen von ihrem Arbeitgeber ausgebremst

Arbeitnehmer empfinden Karriereplanung als Hürdenlauf

Arbeitnehmer empfinden Karriereplanung als Hürdenlauf.

Die meisten Arbeitnehmer sind hochmotiviert. 77 Prozent ist es wichtig, Karriere zu machen. So die gute Nachricht. Die schlechte: Die meisten Arbeitnehmer fühlen sich bei ihrem beruflichen Weiterkommen von ihrem Arbeitgeber ausgebremst. Sie erleben die Karrierelaufbahn als Hürdenlauf, so das Ergebnis der aktuellen Umfrage des Online-Magazins randstadkorrespondent. Rund 1.500 Leser haben an der Befragung zum Thema Karriereplanung teilgenommen.

Elternzeit und Teilzeit als Karriereknick
Eigentlich müsste man meinen, dass die Karriereplanung primär von beruflicher Kompetenz abhängt. Dass dem nicht so ist, stellen Arbeitnehmer fest, die auf das familienfreundliche Angebot ihres Unternehmens vertrauen und Teilzeit arbeiten, in Elternzeit gehen oder für die häusliche Pflege eine Auszeit nehmen. Schnell wird diese Entscheidung zum Stolperstein und letztlich zum Karriereknick. 63 Prozent der Befragten gaben an, dass sich ihrer Meinung nach Teilzeitarbeit negativ auf die berufliche Weiterentwicklung auswirkt. Bei Elternzeit und häuslicher Pflege waren es jeweils rund 50 Prozent. Auch beim Alter über 50 sieht es mit dem Schritt nach oben auf der Karriereleiter eher schlecht aus, finden 57 Prozent der Befragten.

Arbeitgeber bleiben bei Karriereplanung oft passiv
Viele Befragte bemängelten auch, dass der Arbeitgeber sie nicht aktiv in ihren Karriereabsichten unterstützt. So merkt jeder Zweite an, dass er sich bei seiner Karriereplanung nicht gefördert fühlt. 40 Prozent sagen, dass Ihnen in Feedbackgesprächen keine Karriereperspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Bei 20 Prozent der Befragten finden noch nicht einmal Feedbackgespräche statt.

„Die Ergebnisse sind alarmierend. In Zeiten von Fachkräfteengpässen sollten sich Unternehmen unbedingt um die vorhandenen Talente bemühen und versuchen sie zu halten. Dazu gehört auch eine aktive Förderung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Das ist auch ein Ausdruck von Wertschätzung gegenüber dem Arbeitnehmer. Sonst ist er ganz schnell weg“, so Andreas Bolder, Director Group Human Resources bei Randstad Deutschland. 54 Prozent der Arbeitnehmer sind laut Umfrage bereit, den Arbeitgeber zu wechseln, um ihre Karriere voranzubringen. Für ihre Karriere würden Beschäftigte auch einige Entbehrungen in Kauf nehmen: Mit längeren Pendlerzeiten können sich immerhin 75 Prozent der Arbeitnehmer arrangieren, einen Umzug in eine andere Stadt bzw. Bundesland ziehen 37 Prozent in Betracht.

Der randstadkorrespondent
Das Online-Magazin randstadkorrespondent, das vom Personaldienstleister Randstad herausgegeben wird, erscheint alle zwei Monate und bietet viel Wissenswertes rund um das Thema Personalarbeit. Das Online-Magazin führt regelmäßig Umfragen unter seinen Lesern durch. An der aktuellen Befragung zum Thema „Karriere: Laufbahn oder Hürdenlauf?“ haben rund 1.500 Leser teilgenommen. Weitere Informationen gibt es unter www.randstad-korrespondent.de Auf der Homepage kann man sich auch für den Newsletter anmelden.

Mit durchschnittlich rund 58.000 Mitarbeitern und rund 500 Niederlassungen in 300 Städten sowie einem Umsatz von rund 2,1 Milliarden Euro (2016) ist die Randstad Gruppe der führende Personaldienstleister in Deutschland. Randstad bietet Unternehmen unterschiedlicher Branchen umfassende Personalservice-Konzepte. Neben der klassischen Zeitarbeit gehören zum Portfolio der Randstad Gruppe unter anderem die Geschäftsbereiche Professional Services, Personalvermittlung, HR Lösungen und Inhouse Services. Mit seinen passgenauen Personallösungen ist Randstad ein wichtiger strategischer Partner für seine Kundenunternehmen. Durch die langjährige Erfahrung unter anderem in der Personalvermittlung und Personalüberlassung sowie individuelle Leistungs- und Entwicklungsangebote für Mitarbeiter und Bewerber, ist Randstad auch für Fach- und Führungskräfte ein attraktiver Arbeitgeber und Dienstleister. Als Impulsgeber für den Arbeitsmarkt hat Randstad bereits im Jahr 2000 einen flächendeckenden Tarifvertrag mit ver.di abgeschlossen, der als Grundlage für die geltenden tariflichen Regelungen in der gesamten Branche diente. Randstad ist seit knapp 50 Jahren in Deutschland aktiv und gehört zur niederländischen Randstad Holding nv: mit einem Gesamtumsatz von rund 20,7 Milliarden Euro (Jahr 2016), über 620.000 Mitarbeitern täglich im Einsatz und ca. 5.800 Niederlassungen in 40 Ländern, ist Randstad einer der größten Personaldienstleister weltweit. Zur Randstad Gruppe Deutschland gehören neben Randstad auch die Unternehmen GULP, Randstad Sourceright und Randstad Outsourcing. Vorsitzender und Sprecher der Geschäftsführung der Randstad Gruppe Deutschland ist Eckard Gatzke.

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Bewerbungstipps für Mütter

Bewerbungstipps für Mütter

txn-a. (Bildquelle: @Miramiska/Fotolia/randstad)

txn-a. Viele gut ausgebildete Frauen geben, wenn es um die Gründung einer Familie geht, ihren Beruf zunächst auf, um sich einige Jahre aufopfernd um die Erziehung ihrer Kinder zu kümmern. Doch sind die aus dem Gröbsten raus, möchten sich nicht wenige Mütter erneut beruflich engagieren. Bei der Suche nach einem neuen Job sollten Frauen mit Kind daher besonderen Wert auf einwandfreie Bewerbungsunterlagen legen und vor allem zusätzliche Schlüsselkompetenzen (Soft Skills) hervorheben.

Dass Personalentscheidern klar strukturierte, aussagekräftige und einwandfrei formulierte Bewerbungen wichtig sind, ist allgemein bekannt. Die Unterlagen sollen einen ersten Eindruck vom Bewerber vermitteln und bieten die Chance auf ein persönliches Gespräch. Deshalb ist eine fehlerfreie und vollständige Form wichtig: Das Anschreiben gehört an den Anfang, direkt dahinter der Lebenslauf, anschließend folgen Zeugnisse und Praktikumsbeurteilungen.

Nach wie vor empfiehlt es sich, ein Bewerbungsfoto mitzuschicken. Denn ein gut gemachtes Foto informiert und betont für den Betrachter, wie wichtig der Job für die Bewerberin ist. Daher sollte das Foto unbedingt aktuell und von einem professionellen Fotografen gemacht worden sein. Frauen unterstreichen ihr gepflegtes Auftreten am besten durch ein Kostüm oder einen Blazer, eine ordentliche Frisur, etwas Make-up und, wenn gewollt, dezenten Schmuck. Der Gesichtsausdruck sollte freundlich aber bestimmt sein – das signalisiert Professionalität, Offenheit und Selbstbewusstsein.

Wie lange der Personalentscheider die Bewerbung schließlich tatsächlich in den Hän-den hält, hängt meist vom Anschreiben ab. In kurzen und aussagekräftigen Sätzen sollte direkter Bezug auf die Stellenanzeige, die gewünschten Fachkenntnisse und die erforderlichen Soft Skills genommen werden. Auch zusätzliche, zu dem Stellenangebot passende Stärken können hier gerne aufgeführt werden. Petra Timm, Unternehmenssprecherin vom Personaldienstleister Randstad Deutschland weiß: „Leider versuchen viele Mütter in ihrer Bewerbung, die Familienphasen wie Mutterschutz und Elternzeit zu verstecken. Dabei ist das weder nötig noch sinnvoll. Denn häufig erwerben Frauen besonders in der Zeit der Kindererziehung wertvolle Soft Skills, die für ein Unternehmen interessant sein können: zum Beispiel soziale Kompetenz, Organisations- und Durchsetzungsstärke, Kommunikationsvermögen, analytisches Denken oder die Fähigkeit zur Problemlösung.“ Zusätzlich punkten kann, wer sich ehrenamtlich oder freiwillig engagiert.

Mittlerweile erkennen viele Firmen das Potenzial von Frauen und richten ihre Unternehmenspolitik darauf aus. Sie ziehen etwa Teamplayer, die sich harmonisch in ein bestehendes Arbeitsumfeld einfügen können, Einzelkämpfern vor. Soft Skills werden daher neben den notwendigen Fachkenntnissen immer wichtiger. Mit einer gut entwickelten Sozialkompetenz fällt es Mitarbeitern beispielsweise leichter, sich auf die verschiedenen Denk- und Arbeitsweisen ihrer Kollegen einzustellen.

Es lohnt sich daher, den künftigen Arbeitgeber von den eigenen Stärken zu überzeugen. Eine Bewerberin, die sich neben ihrer Familie zum Beispiel jahrelang in einem gemeinnützigen Verein eingebracht und Arbeitsgruppen geleitet hat, beweist neben ihrem Organisationstalent eine hohe Belastbarkeit, Eigeninitiative, Selbstdisziplin, Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke und Führungsqualitäten. Bewerberinnen sollten es jedoch nicht übertreiben und auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Denn spätestens beim Bewerbungsgespräch muss sie beweisen, welche Skills sie tatsächlich beherrscht.

[Bildunterschrift]
txn-a. Eltern, die nach der Elternzeit auf der Suche nach einem neuen Beruf sind, punkten bei einer Bewerbung häufig durch ihre Soft Skills wie Teamfähigkeit, Sozialkompetenz, Fähigkeit zum Multitasking und Kommunikationsstärke.

Randstad – Die Nummer 1 in Deutschland.
Mit durchschnittlich rund 57.000 Mitarbeitern und 500 Niederlassungen in etwa 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

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Wenn nach der Elternzeit alles anders ist….

Mobbing am Arbeitsplatz

Wenn nach der Elternzeit alles anders ist....

txn-a. (Bildquelle: @Picture-Factory/Fotolia/randstad)

txn-a. Mütter, die nach längerer Abwesenheit an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren, haben es mitunter schwer. Denn sie bieten viele Angriffspunkte, weil sich über die Zeit die Situation am Arbeitsplatz grundlegend geändert hat. Neue Kollegen, andere Arbeitsabläufe und neue EDV-Systeme stellen hohe Anforderungen. Außerdem fallen Mütter aus, wenn der Nachwuchs krank wird oder sich keine Kinderbetreuung findet. Flexiblere Arbeitszeiten sind also notwendig und es gibt immer wieder „Kollegen“, die das als ungerechtfertigte Privilegien empfinden – was zu Konflikten und diskriminierenden Anfeindungen bis hin zum Mobbing führen kann.

Die Ursachen für Mobbing sind sehr unterschiedlich – häufig stecken hinter den Sticheleien unausgesprochene Konflikte oder schlicht Neid, Eifersucht oder Frust. Genauso unterschiedlich können auch die Lösungsansätze sein. Keinesfalls sollten Betroffene Situationen, in denen sie ausgegrenzt oder gestichelt werden, ignorieren oder gar schönreden. Wurden die Anfeindungen durch einen vorangegangenen Konflikt mit Kollegen ausgelöst, kann die Betroffene zunächst selbst auf diese zugehen und eine Lösung vorschlagen. Wichtig ist dabei ein selbstbewusstes Auftreten und sachliches Argumentieren. Lässt sich die Situation auf diese Weise nicht verbessern, sollten Mütter, die nach der Elternzeit von Kollegen gemobbt werden, am besten das Gespräch mit dem Chef suchen, dieser kann durch Aufklärung Mobbing nach der Elternzeit verhindern. Gelingt auch dies nicht, ist der Betriebsrat der richtige Ansprechpartner, um die Fronten zu schlichten; auch die Beratung durch einen geschulten Mediator ist hilfreich. Parallel empfiehlt sich, in einer Mobbing-Selbsthilfegruppe Rat zu suchen. Dort lernen die Teilnehmer, wie sie sich gegenüber Kollegen oder Vorgesetzten selbstsicher verhalten und in Mobbingsituationen wehren können.

Um Konflikte gar nicht erst eskalieren zu lassen und Mobbing im Vorfeld zu vermeiden, sollten Mütter versuchen, sich in die Kollegen hineinzuversetzen. Eventuell lassen sich so Kompromisse finden, die jeder Seite helfen – etwa bei der Urlaubsplanung. Wer eine reibungslose Rückkehr wünscht, kann und sollte im Vorfeld etwas dafür tun. „Erfahrungsgemäß funktioniert der Wiedereinstieg ins Berufsleben für Mütter besser, wenn sie bereits während der Elternzeit den Kontakt zu den Kollegen nicht abreißen lassen. Mal eine E-Mail oder ein Anruf trägt positiv zum Verhältnis untereinander bei“, weiß Petra Timm, Unternehmenssprecherin beim Personaldienstleister Randstad Deutschland.

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txn-a. Mobbing nach der Elternzeit muss nicht sein: Aufklärung und offene Gespräche tragen zum gegenseitigen Verständnis bei. Und kommt es doch zum Konfliktfall, gibt es verschiedene Lösungsansätze.

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Nachwuchs ist unterwegs – was sagt der Chef?

Frauen und Beruf

Nachwuchs ist unterwegs - was sagt der Chef?

txn-a. (Bildquelle: @georgerudy/Fotolia/randstad)

txn-a. Wenn Frauen zum ersten Mal schwanger werden, ist das eine aufregende Sache. Aber auch wenn sich jetzt alles um die zukünftige Familie dreht, ist es wichtig, die beruflichen Dinge zu regeln, damit der Jobaus- und Wiedereinstieg gelingt.
Zunächst einmal sollte der Arbeitgeber informiert werden. Eine gesetzliche Frist muss die werdende Mutter nicht einhalten, je früher der Chef jedoch von der Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt wird, desto eher greifen die Rechte des Mutterschutzgesetzes – zum Beispiel der Kündigungsschutz.
„Eine Schwangerschaft ist in den ersten Wochen und Monaten am unsichersten. Daher informieren die meisten Frauen ihren Arbeitgeber nach drei Monaten“, weiß Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad Deutschland. „Um das Ungeborene zu schützen, sollten Frauen, die beruflich schwere Maschinen bedienen oder mit Chemikalien in Kontakt kommen, den Vorgesetzten allerdings besser frühzeitig einweihen.“
Wichtig ist, dass der Arbeitgeber weiß, wann der errechnete Geburtstermin ist, zu welchem Datum der Mutterschutz beginnt, wie lange die Elternzeit dauern soll und ob die Frau anschließend Voll- oder Teilzeit arbeiten möchte. Schwangere sollten sich auch bereits vor dem Gespräch mit dem Chef darüber Gedanken machen, wer als Vertretung während der Elternzeit infrage kommt. Viele Arbeitgeber sind über eine grobe Vorabplanung der zukünftigen Mutter dankbar.
Der Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor und endet acht Wochen nach der Entbindung. In dieser Zeit bekommen Schwangere, sofern sie gesetzlich krankenversichert sind, von der Krankenkasse Mutterschaftsgeld in Höhe von maximal 13 Euro pro Arbeitstag. Den Rest stockt der Arbeitgeber bis zur Höhe des Nettogehaltes auf.
„Auch wenn die Geburt eines Kindes mit vielen neuen Eindrücken und Emotionen einhergeht, sollten junge Mütter ihre berufliche Zukunftsplanung nicht vergessen“, so Petra Timm weiter. „Spätestens im Mutterschutz sollten sie sich entscheiden, wie lange sie in Elternzeit gehen möchte. Diese muss nämlich bis zwei Wochen nach der Geburt beim Arbeitgeber beantragt und auch in ihrer Dauer festgelegt werden.“
Nach der Elternzeit haben Mütter bis zu drei Jahre das Recht, an ihren alten Arbeitsplatz zurückzukehren. Falls dieser bereits vergeben ist, steht ihnen zumindest eine gleichwertige, vergleichbare Stelle bei ursprünglicher Bezahlung zu.

[Bildunterschrift]
txn-a. Frauen haben in der Schwangerschaft am Arbeitsplatz besondere Rechte. Der berufliche Aus- und Wiedereinstieg gelingt am besten, wenn Mitarbeiterin und Vorgesetzte an einem Strang ziehen.

Randstad – Die Nummer 1 in Deutschland.
Mit durchschnittlich rund 57.000 Mitarbeitern und 500 Niederlassungen in etwa 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

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Elternzeit: Schutz vor Kündigung und Einkommen

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Anspruch auf Elternzeit: Um sich in den ersten Jahren nach der Geburt ausreichend um sein Kind kümmern zu können, besteht für Arbeitnehmer, Mütter und Väter, ein Anspruch auf Elternzeit gegenüber dem Arbeitgeber. Zu diesem Zweck muss spätestens sieben Wochen vor Beginn der gewünschten Elternzeit ein entsprechender Antrag gestellt werden, in dem auch die Dauer der Elternzeit angegeben wird. Bis zu drei Jahre Elternzeit kann man pro Kind nehmen. Einer Genehmigung durch den Arbeitgeber bedarf es dafür nicht.

Kündigungsschutz während der Elternzeit: Sobald die Elternzeit verlangt worden ist (höchstens jedoch acht Wochen vor Beginn der Elternzeit) und für die Dauer der Elternzeit besteht Kündigungsschutz. Damit ist jede Kündigung unwirksam, sofern sie nicht behördlich genehmigt wurde. Dies gilt auch in kleinen Betrieben. Anders als allgemein angenommen, gilt der Kündigungsschutz auch während der Probezeit. Nur wenn das Arbeitsverhältnis zur Probe befristet wurde, endet es automatisch nach Ablauf der Probezeit. Hier ist eine Kündigung nicht erforderlich, so dass die Kündigung auch nicht unwirksam sein kann. Als Arbeitnehmer kann man dagegen auch während der Elternzeit problemlos kündigen. Nach Ablauf der Elternzeit haben die Eltern einen Anspruch auf den gleichen oder einen gleichwertigen Arbeitsplatz.

Elterngeld während der Elternzeit: Da das Arbeitsverhältnis während der Elternzeit ruht, muss der Arbeitgeber auch kein Gehalt zahlen. Die Erziehungszeit ist also unbezahlter Urlaub. Dafür hat aber jedes Elternteil einen Anspruch auf Elterngeld, das vom Staat gezahlt wird. Das Elterngeld wird in Höhe von mindestens 300€ pro Monat jedem Elternteil gezahlt, unabhängig davon ob die jeweilige Person sich in einem Arbeitsverhältnis befindet oder etwa selbstständig ist, solange sie nicht mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet. Beantragt werden kann das Geld bei der Elterngeldstelle, die häufig bei den Jugendämter mit angesiedelt ist. Der Antrag kann erst gestellt werden, wenn der Nachwuchs auf der Welt ist. Dann muss er innerhalb von drei Monaten nach der Geburt bei der Elterngeldstelle eingehen.

1.9.2016

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

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Sparda-Bank München erneut als familienbewusstes Unternehmen zertifiziert

Sparda-Bank München zählt seit 2006 zu den familienfreundlichsten Unternehmen Deutschlands – Vielfältige Maßnahmen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Sparda-Bank München erneut als familienbewusstes Unternehmen zertifiziert

Auszeichnung der familienfreundlichsten Unternehmen in Deutschland (Bildquelle: Sparda-Bank München eG)

München – Für ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik ist die Sparda-Bank München erneut mit dem Zertifikat zum „audit berufundfamilie“ ausgezeichnet wor-den. Zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung stellt sich die Genossenschaftsbank seit 2006 alle drei Jahre der sogenannten Re-Auditierung.

Zeit für die Familie
Ziel ist es, für die Mitarbeiter eine unverwechselbare, von Wertschätzung, Achtsamkeit und Menschlichkeit geprägte Unternehmenskultur zu schaffen. „Mit unserem Ansatz der Stärkenorientierung schaffen wir Rahmenbedingungen, in welchen sich jeder einzelne Mitarbeiter mit seinen individuellen Stärken und Talenten erfolgreich in der Bank engagieren kann“, sagt Vorstandsvorsitzender Helmut Lind. „Dazu gehört für uns auch das Bewusstsein für die Familie und das Privatleben der Mitarbeiter.“ Bei der Sparda-Bank München gibt es deshalb eine ganze Reihe an Maßnahmen, die es den Beschäftigten erleichtern, sich Zeit für die Kinder oder den Partner zu nehmen – unter anderem eine große Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung: So waren 2015 knapp 300 der insgesamt 736 Mitarbeiter in verschiedenen Teilzeitmodellen angestellt, darunter auch 21 Männer. Weitere Angebote sind zum Beispiel das Lebensarbeitszeitkonto oder das regelmäßige Elterncafe, das den Mitarbeitern in Elternzeit Gelegenheit gibt, Kontakt zum Arbeitgeber und zu den Kollegen zu halten.

Um den Mitarbeitern auch in Zukunft einen zeitgemäßen, attraktiven Arbeitsplatz zu bieten, arbeitet die Bank unterstützt vom Elfi-Team, ein Projektteam aus Mitarbeitern, stetig an neuen Maßnahmen und weiteren Verbesserungen. „Wir wollen uns in der Personalpolitik noch stärker an den Lebensphasen der Mitarbeiter und den entsprechenden Bedürfnissen orientieren“, führt Lind weiter aus. Familienfreundliche Rahmenbedingungen ermöglichen den Mitarbeitern mehr Freiräume und bieten gleichzeitig Sicherheit und Motivation im Arbeitsalltag.

Daten und Fakten zur Sparda-Bank München eG
Die Sparda-Bank München eG, 1930 gegründet, ist heute die größte Genossenschaftsbank in Bayern mit aktuell über 276.000 Mitgliedern, 48 Geschäftsstellen in Oberbayern und einer Bilanzsumme von rund 6,7 Milliarden Euro.

2016 wurde die Bank zum neunten Mal in Folge als bestplatzierter Finanzdienstleister im Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ in der Größenkategorie 501 bis 2.000 Mitarbeiter ausgezeichnet. Für ihren ganzheitlichen Ansatz der Förderung und Weiterentwicklung der Potenziale der Mitarbeiter hat die Bank 2015 den Sonderpreis „Humanpotenzial förderndes Personalmanagement“ erhalten.

Als einzige Bank in Deutschland engagiert sie sich für die Gemeinwohl-Ökonomie, die für ein wertebasiertes Wirtschaften plädiert und das werteorientierte Handeln des Unternehmens in der Gemeinwohl-Bilanz misst. Weitere Informationen unter: www.sparda-m.de/gemeinwohl.

Über die Töchter NaturTalent Stiftung gemeinnützige GmbH und NaturTalent Beratung GmbH unterstützt, entwickelt und begleitet die Sparda-Bank München Projekte, die die Einzigartigkeit von Menschen sichtbar machen und ihnen Zugang zu ihrem Naturtalent ermöglichen.

Wohlstand ist das Ergebnis erfolgreicher Innovation. Nur wenn Menschen ihr gesamtes Potential entfalten, werden sie in der Lage sein, ihr Leben und dadurch die gemeinsame Zukunft von uns allen als Gesellschaft erfolgreich zu gestalten.

Die Bank wird ihre Mitglieder umfassend bei diesem Prozess unterstützen und als Potenzial- und Lebensbank der Zukunft ihren bisher rein wirtschaftlichen Förderauftrag auf die persönliche Förderung ihrer Mitglieder ausweiten.

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Die Arbeitsbedingungen müssen stimmen

Homeoffice

Die Arbeitsbedingungen müssen stimmen

txn-a. (Bildquelle: @SolisImages/Fotolia)

txn-a. Telearbeit, e-Work oder Homeoffice – für das Arbeiten außerhalb des Büros gibt es mittlerweile viele Bezeichnungen. Besonders Beschäftigte im Bürobereich nutzen diese Alternative häufiger: Mittlerweile arbeiten vier von zehn Angestellten zumindest gelegentlich von zu Hause aus. Für viele ist dies eine gute Möglichkeit, in Ruhe zu arbeiten oder Beruf und Familie besser unter einen Hut zu bekommen.

„Die Arbeitswelt ist im Wandel“, weiß Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad . „Unternehmen und Mitarbeiter werden flexibler. Immer mehr Arbeitnehmer möchten zukünftig zumindest hin und wieder gerne im Homeoffice arbeiten. Leider zeigt eine Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2015, dass ein Arbeitgeber, der mit dem Homeoffice für seine Mitarbeiter einverstanden ist, diese nicht immer aktiv darin unterstützt.“

Die Ausstattung eines Büros daheim, vom Schreibtisch über einen ergonomischen Schreibtischstuhl bis hin zu den technischen Voraussetzungen wie Laptop, Telefon, Drucker oder Scanner, bleibt meist dem Angestellten überlassen. Die gute Nachricht: Trotz mangelnder Unterstützung herrschen in den heimischen Arbeitsräumen in der Regel gute Arbeitsbedingungen.

„Rund 60 Prozent der Befragten gaben an, zu Hause einen separaten Raum mit verschließbarer Tür zum Arbeiten nutzen zu können“, berichtete Petra Timm weiter. „Die meisten der Mitarbeiter sorgen so eigeninitiativ für funktionale Arbeitsplätze in den eigenen vier Wänden, um optimal arbeiten zu können. Die junge Mutter, die beim Arbeiten am Küchentisch sitzt und nebenher die Kinder füttert, ist ein Bild, das sich so in der Regel nicht mit der Realität deckt.“

Für die Zukunft wünscht sich die Arbeitsmarktexpertin von Unternehmen, die ihren Angestellten die Möglichkeit zum Homeoffice geben, ein stärkeres Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem häuslichen Arbeitsplatz. Der Arbeitgeber sollte dafür Sorge tragen, dass ein Heimarbeiter fern des Büros voll arbeitsfähig und an das Geschäftsgeschehen angebunden ist – etwa durch einen Laptop samt den benötigten elektronischen Zugängen.

[Bildunterschrift – Nr. 416-69-a]
txn-a. Nach der Elternzeit zurück in den Beruf: Viele junge Mütter arbeiten von zu Hause aus. Damit dies erfolgreich funktioniert, ist die Unterstützung des Arbeitgebers gefragt.

Randstad – Die Nummer 1 in Deutschland.
Mit durchschnittlich rund 58.000 Mitarbeitern und 550 Niederlassungen in etwa 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

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Weniger Arbeitslose, Dienstleistungsbranche boomt

Erwerbstätigkeit in Deutschland auf Rekordhoch

Weniger Arbeitslose, Dienstleistungsbranche boomt

txn-a. (Bildquelle: Minerva Studio/Fotolia)

txn-a. Der Arbeitsmarkt erholt sich in großen Schritten: Laut Statistischem Bundesamt erreichte die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal 2015 den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Von Juli bis September vergangenen Jahres stieg die Erwerbstätigkeit überdurchschnittlich an, rund 43,2 Millionen Menschen arbeiteten zu der Zeit in Deutschland – etwa 343.000 Personen mehr, als im Vorjahreszeitraum. Zwar ging der Trend im Baugewerbe und auch in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft zurück, besonders in der Dienstleistungsbranche stiegen die Zahlen jedoch erheblich.
Die positiven Ergebnisse kommen nicht zuletzt aufgrund der deutlich wachsenden Erwerbstätigkeit von Frauen, insbesondere von Müttern, zustande: Insgesamt waren etwa 2013 mehr als 61 Prozent der Mütter aktiv erwerbsfähig – vor rund zehn Jahren lag die Zahl bei gerade einmal 55 Prozent.
„Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind derzeit gut, auch die Arbeitsagenturen blicken optimistisch auf die ersten Monate des Jahres 2016“, weiß Petra Timm, Arbeitsmarktexpertin vom Personaldienstleister Randstad Deutschland. „Trotz der Unsicherheit im vergangenen Jahr aufgrund der Einführung des Mindestlohns, durch Ereignisse wie die Griechenland-Krise oder die Wirtschaftsturbulenzen in China blieb der Arbeitsmarkt stabil und hat sich gut entwickelt. Somit ist auch für 2016 eine deutlich steigende Beschäftigung in Deutschland zu erwarten.“

[Bildunterschrift]
txn-a. Die Dienstleistungsbranche wächst kontinuierlich. In keinem anderen Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2015 so stark an.

Randstad – Die Nummer 1 in Deutschland.
Mit durchschnittlich rund 58.000 Mitarbeitern und 550 Niederlassungen in etwa 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

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Neue Online-Reiseplattform vermittelt Reisen während der Elternzeit

„Die Welt wartet“ vermittelt Reisen während der Elternzeit und berät Eltern rund um das Thema Familienreisen

BildDie Welt wartet berät junge Familien, die die Elternzeit für eine Reise innerhalb Europas oder auch weltweit nutzen möchten. Die Reiseberater helfen Familien dabei, das passende Ziel und die geeignete Reise-Art für den ersten Urlaub mit Nachwuchs zu finden.

Unternehmensgründerin Viola Ehrig war bereits seit ihrem Tourismus-Studium mehrere Jahre in verschiedenen Bereichen der Branche tätig. Nach der Geburt ihres Sohnes unternahm sie selbst mit ihrer Familie eine ausgedehnte Reise während der Elternzeit. Ihr Ziel ist es, Eltern die Scheu vor dem Reisen mit Kindern zu nehmen, und zu gemeinsamem Unterwegssein zu ermutigen.
„Reisen mit Kindern muss nicht anders sein, nur besser geplant“, so Viola Ehrig.

Gemäß der individuellen Wünsche der Familien werden kindgerechte Unterkünfte, Mietwägen und Flüge zusammengestellt oder die Anmietung eines Wohnmobils organisiert. So können Familien ihre komplette Reise aus einer Hand buchen und haben einen Ansprechpartner zur Seite, der vor und während des Urlaubes bei Fragen weiterhelfen kann.

Seitdem es Eltern in Deutschland erleichtert wurde, die Elternzeit ganz oder teilweise gemeinsam zu nehmen, erfreut sich das gemeinsame Reisen während dieser Monate immer größerer Beliebtheit. Auch Familien, die unabhängig von der Elternzeit auf Reisen gehen möchten, finden bei Die Welt wartet ein großes Angebot an individuellen Reise-Bausteinen oder geführten Touren speziell für Familien.

Über:

Die Welt wartet
Frau Viola Ehrig
Flurweg 16
93333 Neustadt
Deutschland

fon ..: 09445-979 1991
web ..: http://www.dieweltwartet.de
email : Viola.Ehrig@dieweltwartet.de

Die Welt wartet, das Fernweh lässt dich nicht mehr los. Du möchtest losziehen, statt lange im Internet nach Reisen zu suchen? Lass uns das doch für dich übernehmen. Wir finden dein Ferienhaus am Meer, dein Hotel in bester Lage, erfüllen deinen Traum, im Wohnmobil die Küste entlangzufahren, im glasklaren Wasser zu tauchen, dir an Bord eines Schiffes die Meeresbrise um die Nase wehen zu lassen oder durch Nationalparks zu wandern. Wir buchen dir deinen Flug in die spannendsten Metropolen und geben dir Inspirationen zu deiner Traumreise – ganz individuell nach deinen Wünschen und deinem Budget.
Wir kümmern uns nicht nur um den Kindersitz im Mietwagen, sondern planen die gesamte unvergesslichen und stressfreien Familienurlaub. Vom Kurztrip bis hin zur ausgedehnten Elternzeit-Reise. Weil wir überzeugt sind, dass Reisen mit Kindern nicht anders werden müssen, nur besser geplant. Dabei helfen wir – nur den Koffer packen, das musst du noch selbst!

„Sie können diese Pressemitteilung – auch in geänderter oder gekürzter Form – mit Quelllink auf unsere Homepage auf Ihrer Webseite kostenlos verwenden.“

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Neue Väter hat das Land

Bilanz der Elternzeit

Neue Väter hat das Land

txn-a. (Bildquelle: halfpoint/Fotolia)

txn-a. Windeln wechseln, Fläschchen zubereiten und den eigenen Tagesablauf auf das Kind anzupassen, sind für Markus Werner Selbstverständlichkeiten, seit er seine Tochter Mia in Elternzeit betreut. Dank des Bundeselterngeldes konnte Markus vorübergehend seine Arbeitszeit reduzieren, kümmert sich um den Nachwuchs und erntet dafür allseits Anerkennung. Er gehört zu der seit Jahren wachsenden Zahl junger Väter, die sich – zumindest temporär – um Babypflege statt Karriere kümmern. Hat das Elterngeld, das im Herbst 2006 eingeführt wurde, zu einem neuen Verständnis von partnerschaftlicher Erziehung und gleichberechtigter Erwerbstätigkeit in der Familie beigetragen?

Die letzte Auswertung des statistischen Bundesamtes scheint dies zu belegen: Vor Einführung des Elterngelds nahmen keine vier Prozent aller Väter eine Auszeit vom Job, inzwischen sind es rund dreißig Prozent. Das heißt, ihr Anteil hat sich mehr als versiebenfacht seit die Familienauszeit mit einer lukrativen Lohnersatzleistung honoriert wird. Immerhin ein Viertel der Väter pausiert nach den letzten Zahlen länger als zwei Monate.

Es handelt sich daher keineswegs um reine „Mitnahmeeffekte“, wie Kritiker behaupten, sondern um einen grundlegenden kulturellen Wandel. Denn die Elternzeit für Väter ist heute mitten in der Gesellschaft angekommen und längst keine Randerscheinung mehr. Was bleibt ist die Frage nach der Dauer. Denn warum sind es in den meisten Fällen nur zwei Monate? Warum nehmen nicht mehr Väter vier, fünf oder gleichberechtigte sieben Monate Elternzeit? Fehlt ihnen die Lust dazu? Ist ihre Freude für das Kind vom Chef blockiert? Oder liegt es gar an den Frauen, die zu Hause keine Verantwortung abgeben wollen? Fragen, auf die das Berliner Forschungsinstitut SowiTra mit einer von der Hans Böckler Stiftung geförderten Online-Befragung junger Familien schon 2013 interessante Antworten gefunden hat.

So hängt es im beruflichen Umfeld insbesondere von den direkten Vorgesetzten und dem Klima im Betrieb ab, ob der frisch gebackene Vater sich mehr Zeit für sein Kind nimmt. Fehlen familienpolitische Leitbilder und Vorgaben, fühlen sich Väter oft nicht unterstützt. Da schreckt schon mal das Stirnrunzeln des Chefs ab und der Karriereknick wird befürchtet. Zwar darf rein rechtlich niemandem gekündigt werden, weil er Elternzeit nimmt. Dennoch fürchten viele Väter, dass sie im Zweifelsfall für eine weitere Entwicklung nicht mehr berücksichtigt werden.

Der Fachkräftemangel, der in einigen Berufsfeldern bereits spürbar ist, lässt so manchen Personalchef umdenken. Aufmerksame Chefs haben schon heute verstanden: Auch Männer suchen ein berufliches Umfeld, das Freiraum bietet für private Interessen und Verpflichtungen. „Umso wichtiger ist es, familienpolitische Maßnahmen durch Personalmanagement und Arbeitsorganisation auf betrieblicher Ebene zu ermöglichen“, rät Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad . Die Expertin fordert daher auch für Väter planbare Arbeitsmodelle für die Familienorganisation mit flexiblen Arbeitszeiten, Teilzeitmöglichkeiten sowie kurzfristiger Freistellung.

Viel entscheidender, ob und wie lange Väter eine Auszeit für die Kinderbetreuung nehmen, ist meist jedoch die Partnerin. Sind beide qualifiziert und ist der Verdienstunterschied nicht signifikant, besteht wirtschaftlich gesehen kein Grund, warum nicht auch der Mann in Elternzeit geht. Davon profitiert die Mutter, kann sie doch nach ihrer geburtsbedingten Abwesenheit schnell wieder auf den neuesten Stand gebracht werden und an ihre berufliche Stellung vor der Schwangerschaft anknüpfen. Währenddessen hält der Partner ihr den Rücken frei.

Jetzt aber endlich zu denen, um die es doch bei der Elternzeit geht: den Kindern. Knapp 54% der Väter, die zwei Monate zu Hause bleiben, stellen fest, dass sich durch die Elternzeit eine intensive Beziehung zum Kind entwickelt hat, die danach weiter fortbesteht. Bei den Männern, die länger als drei Monate zu Hause bleiben, steigt der Anteil auf über 71% – die Nähe zum Kind wird damit zu einem der wichtigsten Faktoren für die bewusste Entscheidung zur längeren Elternzeit.

„Das enge Verhältnis zu den Kindern ist viel wert. Davon werden auch Arbeitgeber profitieren, weil sie Mitarbeiter bekommen, die gelassener, stressresistenter und emotional ausgeglichener agieren. Dieser Mehrwert ist für das Unternehmen unbezahlbar“, fasst Petra Timm zusammen.

[Bildunterschrift]
txn. Die Akzeptanz ist gestiegen: Immer mehr Väter nehmen für die Betreuung ihrer Sprösslinge die Vorzüge von Elterngeld und Elternzeit in Anspruch.

Randstad – Die Nummer 1 in Deutschland.
Mit durchschnittlich rund 63.000 Mitarbeitern und 500 Niederlassungen in etwa 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

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Fernsehanwaltswoche vom 15.6.2015 u.a. zur Vorratsdatenspeicherung und dem Poststreik

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Berlin und Essen.

Heute zu folgenden Themen: Vorratsdatenspeicherung, Bundesgerichtshof schwächt Mieterrechte bei der Eigenbedarfskündigung, dem Poststreik und einem aktuellen Urteil des Bundesarbeitsgerichts zur Urlaubskürzung wegen Elternzeit.

Vorratsdatenspeicherung III:

Über die Kritik an dem Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung hatten wir schon mehrfach berichtet. An der Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes bestehen erhebliche Zweifel. Jetzt mehrt sich auch der Widerstand in der SPD, über den Gesetzesentwurf wird nun erst nach der Sommerpause abgestimmt. Mittlerweile sind auch Parlamentsjuristen der Ansicht, dass das Gesetz verfassungswidrig ist. Ist das Gesetz noch zu halten?

Bundesgerichtshof hat Rechte der Mieter bei Eigenbedarfskündigung weiter geschwächt:

Der Schutz des Mieters vor einer Eigenbedarfskündigung verkommt zur Formalie. In einem aktuellen Urteil hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass auch ein von vornherein nur kurzfristiger, vorübergehender Eigenbedarf eine Kündigung rechtfertigen kann. Nun ein paar Fragen an den Verfassungsrechtler dazu, ob die derzeitigen gesetzlichen Regelungen dem verfassungsrechtlich gebotenen Schutz des Mieters ausreichend Gewähr bieten? Oder gibt es so einen Schutz gar nicht?

Poststreik:

Was müssen Kunden der Post beachten, wenn es um die Wahrung wichtiger Fristen geht? Dazu war ich am vergangenen Freitag war im ZDF Morgenmagazin und will jetzt die Frage nochmal mit meinem Kollegen Volker Dineiger diskutieren.

Urteil der Woche vom Bundesarbeitsgericht: keine Kürzung der Urlaubsgewährung wegen Elternzeit im beendeten Arbeitsverhältnisses

§ 17 Abs. 1 Satz 1 BEEG, wonach der Arbeitgeber den Erholungsurlaub, der dem Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin für das Urlaubsjahr zusteht, für jeden vollen Kalendermonat der Elternzeit um ein Zwölftel kürzen kann, gilt nicht mehr, wenn das Arbeitsverhältnis bereits beendet ist. Das hat das Bundesarbeitsgericht aktuell entschieden (Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 19. Mai 2015 – 9 AZR 725/13 -). Die Vorschrift setzt nämlich voraus, dass der Urlaubsanspruch noch besteht. Wenn das Arbeitsverhältnis beendet ist, kann der Arbeitnehmer aber nur noch Urlaubsabgeltung (Geld) und keinen Urlaub mehr fordern.

15.6.2015

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Urlaubskürzung wegen Elternzeit: nicht bei beendetem Arbeitsverhältnis

Ein Artikel von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen, zum Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 19. Mai 2015 – 9 AZR 725/13 -.

Der Arbeitgeber kann den Urlaub des Arbeitnehmers nicht mehr wegen Elternzeit kürzen, wenn das Arbeitsverhältnis beendet ist:

Gemäß § 17 Abs. 1 Satz 1 BEEG kann der Arbeitgeber den Erholungsurlaub des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin um ein Zwölftel kürzen für jeden vollen Kalendermonat der Elternzeit. Das Bundesarbeitsgericht hat nun in einem aktuellen Urteil klargestellt, dass dies nicht gilt, wenn das Arbeitsverhältnis schon beendet ist. (Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 19. Mai 2015 – 9 AZR 725/13 -). Die Vorschrift setzt nämlich voraus, dass der Urlaubsanspruch noch besteht. Wenn das Arbeitsverhältnis beendet ist, kann der Arbeitnehmer aber nur noch Urlaubsabgeltung (Geld) und keinen Urlaub mehr fordern.

Die bisherige Rechtsprechung zur Kürzungsbefugnis des Arbeitgebers auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses beruhte auf der vom Bundesarbeitsgericht vollständig aufgegebenen Surrogatstheorie.
Das Bundesarbeitsgericht in einer Pressemitteilung: Nach der neueren Rechtsprechung des Senats ist der Anspruch auf Urlaubsabgeltung nicht mehr Surrogat des Urlaubsanspruchs, sondern ein reiner Geldanspruch. Dieser verdankt seine Entstehung zwar urlaubsrechtlichen Vorschriften. Ist der Abgeltungsanspruch entstanden, bildet er jedoch einen Teil des Vermögens des Arbeitnehmers und unterscheidet sich in rechtlicher Hinsicht nicht von anderen Zahlungsansprüchen des Arbeitnehmers gegen den Arbeitgeber.

Quelle:

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 19. Mai 2015 – 9 AZR 725/13 –
Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Hamm, Urteil vom 27. Juni 2013 – 16 Sa 51/13 –

11.6.2015

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Wer bleibt zuhause?

Familie und Beruf

Wer bleibt zuhause?

txn. Obwohl sich heute immer mehr junge Väter um ihren Nachwuchs kümmern möchten, bleibt nach der Geburt eines Kindes meist die Mutter zuhause – und der Vater geht Vollzeit arbeiten. Dieses konservative Familienmodell verändert sich nur langsam, der Hausmann wird auch heute noch von vielen als Exot angesehen. Dabei ist es am Ende unerheblich, ob Mutter oder Vater zu Hause bleiben. Denn eines ist sicher: Wer sich um den Nachwuchs kümmert, nimmt in der Regel berufliche Nachteile in Kauf. Die Möglichkeit, den alten Job in Teilzeit auszuüben, gibt es nicht immer. Selbst wenn ein reduziertes Engagement am Arbeitsplatz möglich ist, wirkt sich die Teilzeitoption hinderlich auf die Karriere aus und schmälert die Rentenansprüche.
Aber auch das Vollzeit arbeitende Elternteil ist mit der Situation oft nicht zufrieden, da regelmäßig zu wenig Zeit bleibt, um das Familienleben im gewünschten Umfang genießen zu können.
Arbeitsmarktexpertin Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad empfiehlt: „Jedes Elternpaar sollte individuell entscheiden, welche Lösung die beste ist. Dazu gehört auch, sich von den Erwartungen anderer freizumachen und zu seiner Entscheidung zu stehen. Elterngeld und Elternzeit sind natürlich wichtige Faktoren, die sich individuell anpassen lassen. Letztlich geht es jedoch um das „Bauchgefühl“ der Eltern. Zudem müssen die finanzielle Situation, das vorhandene Betreuungsangebot und die Familienfreundlichkeit des Arbeitgebers berücksichtigt werden. Denn all“ dies beeinflusst die Möglichkeiten der jungen Familie.“
Aktuell wünschen sich die meisten Eltern, Erwerbstätigkeit und Erziehungsarbeit besser teilen zu können. Mit dem neuen Elterngeld Plus, das für Kinder gilt, die nach dem 1. Juli 2015 geboren werden, lässt sich dies mittlerweile auch besser umsetzen: Eltern, die noch während der Kinderbetreuung beide mit 25 bis 30 Stunden in Teilzeit wieder in ihren Beruf zurückkehren möchten und in etwa gleich verdienen, haben so die Möglichkeit, sich gemeinsam um den Nachwuchs zu kümmern. Durch weitere vier Bonusmonate werden junge Familien mit dem Elterngeld Plus jetzt auf maximal 1,5 Jahre stärker finanziell gefördert und können daher Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren.

[Bildunterschrift:]
Werdende Eltern haben viele Möglichkeiten, Familie und Beruf zu vereinen. Welches Modell am besten zur individuellen Situation passt, sollte frühzeitig besprochen werden.

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„Elternzeit für Großeltern“ – Verbraucherfrage der Woche der D.A.S.

Gut beraten von den Experten der ERGO Versicherungsgruppe

Herbert G. aus Duisburg:
Ich bin 60 und betreue regelmäßig unser Enkelkind. Seine Mutter ist alleinerziehend. Aber: Auch ich arbeite. Gibt es nicht für Großeltern etwas Ähnliches wie die „Elternzeit“?

Michaela Zientek, Juristin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung:
Paragraph 15 des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes räumt auch Großeltern einen Anspruch auf „Elternzeit“ ein – als Ausnahme und unter besonderen Voraussetzungen. Großeltern erhalten sie nur, wenn ein Elternteil des Enkels noch minderjährig ist oder sich im letzten oder vorletzten Jahr seiner Ausbildung befindet. Diese muss vor dem 18. Lebensjahr begonnen worden sein. Außerdem muss das Enkelkind mit den Großeltern in einem Haushalt wohnen und überwiegend von diesen betreut werden. Der Anspruch besteht nur für Zeiten, in denen keiner der Elternteile des Kindes selbst Elternzeit nimmt. Treffen die genannten Kriterien auf Ihre Familiensituation zu, können Sie Elternzeit beantragen. Übrigens können Großeltern dies auch in Notfällen tun: Wenn die Eltern ihr Kind wegen einer schweren Krankheit, Schwerbehinderung oder Tod nicht selbst betreuen können.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 1.135

Diese und weitere Verbraucherthemen finden Sie unter www.ergo.com/verbraucher. Weitere Informationen zur Rechtsschutzversicherung finden Sie unter www.das.de/rechtsportal.

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Bitte geben Sie bei Verwendung des bereitgestellten Bildmaterials die „ERGO Versicherungsgruppe“ als Quelle an.

Bei Veröffentlichung freuen wir uns über Ihr kurzes Signal oder einen Beleg – vielen Dank!

Die D.A.S. ist Europas Nr. 1 im Rechtsschutz. Gegründet 1928, ist die D.A.S. heute in beinahe 20 Ländern in Europa und darüber hinaus vertreten. Die Marke D.A.S. steht für die erfolgreiche Einführung der Rechtsschutzversicherung in verschiedenen Märkten. 2013 erzielte die Gesellschaft im In- und Ausland Beitragseinnahmen in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. Die D.A.S. ist der Spezialist für Rechtsschutz der ERGO Versicherungsgruppe und gehört damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger. Mehr unter www.das.de

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„Väter in Elternzeit“ – Verbraucherinformation der ERGO Lebensversicherung

Elternzeit für Papa

Wie sich der Elterngeldbezug auf die Rente auswirkt

Windeln wechseln, Brei kochen, Bauklötze stapeln: Sich für einen längeren Zeitraum um den Nachwuchs zu kümmern, ist für immer mehr Väter eine Option. Dennoch sind nach wie vor viele Väter unsicher, ob ihnen bei ihrer späteren Rente wegen der Zeiten mit Elterngeldbezug finanzielle Einbußen drohen. Die ERGO Vorsorgeexperten geben deshalb nützliche Tipps rund um die Elternzeit und zeigen jungen Vätern, wie sie Verluste bei der Altersvorsorge vermeiden können.

Wie lange in Elternzeit?

Immer öfter wünschen sich nicht nur Mütter sondern auch Väter nach der Geburt ihres Babys eine Auszeit vom Job, um sich der Kinderbetreuung widmen zu können. Seit 2007 hat jeder Angestellte bis zu dem Zeitpunkt, an dem das Kind sein drittes Lebensjahr vollendet hat, einen gesetzlichen Anspruch auf die sogenannte Elternzeit, also eine unbezahlte Freistellung vom Job. Eine Splittung ist ebenfalls möglich: Bis zu zwölf Monate können Eltern auch in der Zeit zwischen dem dritten und achten Lebensjahr des Kindes nehmen. „Während der Elternzeit ruht das Arbeitsverhältnis. Der Arbeitnehmer genießt Kündigungsschutz“, erklärt Tatjana Höchstödter, Vorsorgeexpertin bei ERGO. Der Antrag auf Elternzeit muss dem Arbeitgeber spätestens sieben Wochen vor Beginn der geplanten Elternzeit vorliegen. Ab dem 1. Juli 2015 wird die Elternzeit übrigens noch arbeitnehmerfreundlicher: Sie kann künftig bis zu 24 Monate zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes betragen. In diesem Fall muss der Arbeitnehmer sie 13 Wochen vor Beginn anmelden. Insgesamt stehen dann maximal drei Jahre zur Verfügung. Und die Eltern können den Zeitraum nun in drei statt bisher zwei Abschnitte aufteilen.

Wer erhält Elterngeld?

Das Elterngeld ist eine staatliche Leistung. Es erleichtert Müttern und Vätern, vorübergehend ganz oder teilweise auf eine Erwerbstätigkeit zu verzichten und so mehr Zeit für die Betreuung ihres Kindes zu haben. „Alle Eltern können Elterngeld beantragen, wenn sie in Elternzeit gehen“, erläutert Tatjana Höchstödter. Diese Einkommensersatzleistung gilt für maximal 14 Monate nach der Geburt eines Kindes. Voraussetzung ist ein ständiger Wohnsitz in Deutschland. Zudem müssen die Eltern mit dem Kind in einem Haushalt leben, es selbst betreuen und dürfen während der Elternzeit nicht voll arbeiten. „Das Elterngeld beträgt in der Regel 65 Prozent des Voreinkommens – maximal aber 1.800 Euro im Monat. Es muss mindestens zwei Monate bezogen werden, wobei innerhalb von 14 Elterngeldzahlungen maximal 12 Monate je Elternteil möglich sind“, erklärt die ERGO Vorsorgeexpertin. Für Geringverdiener mit weniger als 1.000 Euro beträgt die Erstattung bis zu 100 Prozent des Einkommens. 300 Euro zahlt der Staat mindestens, auch wenn vor Geburt des Kindes keine Erwerbstätigkeit bestand. Beantragen müssen Väter das Elterngeld bei der Elterngeldstelle. Wobei die Zuständigkeit in jedem Bundesland anders geregelt ist. Häufig ist das Jugendamt der richtige Ansprechpartner. Neben der Original-Geburtsurkunde benötigt das Amt die Einkommensnachweise aus den letzten zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes. Der Hinweis der ERGO Expertin: „Elterngeld kann grundsätzlich erst nach der Geburt des Kindes beantragt werden.“ Übrigens: Für Kinder, die ab dem 1. Juli 2015 geboren werden, gilt das neue Elterngeld Plus. Anspruchsberechtigte können dann zum Beispiel den Elterngeldbezug bis zum 28. Lebensmonat ausdehnen (Stichwort „Partnerschaftsbonus“) und parallel dazu eine begrenzte Stundenzahl in Teilzeit arbeiten.

Auswirkungen auf die gesetzliche und private Rentenvorsorge

Das Elterngeld hilft jungen Vätern und Müttern, den Einkommensverlust während der Auszeit aufzufangen. Doch welche Auswirkungen hat die Jobpause auf die spätere Rente? Dazu die ERGO Vorsorgeexpertin: „Die Dauer des Elterngeldbezugs schlägt bei der gesetzlichen Rente als sogenannte „Kindererziehungszeit“ zu Buche. Eine Lücke entsteht dadurch nicht.“ Eine Ausnahme gilt nur, wenn Vater und Mutter gleichzeitig in Elternzeit gehen. Zahlen beide in die gesetzliche Rentenversicherung ein, müssen sie dem Träger mitteilen, wem die Erziehungszeiten gutgeschrieben werden sollen. Dazu haben sie zwei Monate ab Erhalt des Elterngeldes Zeit. Für Väter mit Riester-Vertrag gilt: Erziehende erhalten während der Elternzeit auch weiterhin die staatlichen Zulagen für ihre Riester-Rente. Ab Geburt gibt es für den Nachwuchs sogar 300 Euro Kinderzulage zusätzlich. Voraussetzung für die volle Förderung ist lediglich die Einzahlung von vier Prozent des Vorjahreseinkommens (abzüglich der Zulagen) in den Riester-Vertrag.

Betriebliche Altersversorgung trotz Babypause?

Während der Elternzeit pausiert das Arbeitsverhältnis. Was bedeutet das für einen abgeschlossenen Vertrag zur betrieblichen Altersversorgung (bAV)? „Die betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung setzt voraus, dass auch tatsächlich Entgelt, also Gehalt, gezahlt wird. Während der Elternzeit ist das nicht der Fall“, erläutert Herbert Nowak, Experte für betriebliche Altersversorgung bei ERGO. Seit 2005 haben Beschäftigte aber das Recht, während der Elternzeit eigene Beiträge zum Aufbau ihrer Betriebsrente zu leisten. „Viele Versicherer bieten ihren Kunden die Möglichkeit, während der Elternzeit reduzierte Beiträge zu zahlen. Nach deren Ende können Eltern dann die vorherige Beitragszahlung in der Regel zu gleichen Konditionen wieder aufnehmen“, so der ERGO Vorsorgeexperte. Bei der neuen ERGO Betriebs-Rente Garantie beispielsweise bleibt trotz Beitragspause der wichtige Risikoschutz erhalten.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 5.515

Kurzfassung:

Väter in Elternzeit

Hinweise für junge Väter zur Elternzeit und zur Altersversorgung von den ERGO Vorsorgeexperten

-*Auswirkungen der Elternzeit auf das Arbeitsverhältnis
Jeder Angestellte mit einem Kind unter drei Jahren hat Anspruch auf Elternzeit.
Zwischen dem dritten und dem achten Lebensjahr dürfen Eltern zudem bis zu zwölf Monate unbezahlt vom Job freigestellt werden – ab dem 1. Juli 2015 sogar 24 Monate.
Da während der Elternzeit das Arbeitsverhältnis ruht, genießt der Arbeitnehmer währenddessen Kündigungsschutz.
Der Beschäftigte muss die Elternzeit spätestens sieben Wochen vor dem geplanten Beginn beantragen.

-*Auswirkungen der Elternzeit auf die Rente
Bei der gesetzlichen Rente entsteht keine Lücke durch die „Kindererziehungszeit“.
Zahlen beide Elternteile in die gesetzliche Rentenversicherung ein, wird sie jedoch nur einem Elternteil gutgeschrieben.
Väter mit Riester-Vertrag erhalten während der Elternzeit auch weiterhin die staatlichen Zulagen für ihre Riester-Rente, sofern sie vier Prozent des Vorjahreseinkommens in den Riester-Vertrag einbezahlt haben.

– *Auswirkungen der Elternzeit auf die betriebliche Altersversorgung.
Während der Elternzeit wird kein Gehalt in die betriebliche Altersversorgung eingezahlt.
Beschäftigte können währenddessen aber eigene Beiträge zum Aufbau ihrer Betriebsrente leisten und nach dem Ende der Elternzeit die vorherige Beitragszahlung in der Regel zu gleichen Konditionen wieder aufnehmen.
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Schichtarbeiter können nach Elternzeit einen Teilzeitanspruch haben

LAG Köln bestätigt Anspruch eines Schichtarbeiters auf Teilzeitstelle nach zweijähriger Elternzeit. Wirtschaftliche Nachteile dem Arbeitgeber zumutbar.
LAG Köln, Urt. v. 10.01.2013, Az. 7 Sa 766/12

Ein Maschinenführer kehrt nach zweijähriger Elternzeit in den Betrieb zurück. Das allein ist zunächst noch nichts Ungewöhnliches und meist unkompliziert. Problematisch wurde es jedoch als der Schichtarbeiter seine Arbeitszeit auf eine Teilzeitstelle reduzieren wollte.

Vor seiner Elternzeit war der Maschinenführer Vollzeit im Drei-Schicht-Betrieb beschäftigt. Nach seiner Elternzeit wollte er jedoch nicht in dieses System zurück, sondern lediglich noch 20 Stunden wöchentlich arbeiten, vorzugsweise vormittags zwischen 9 und 14 Uhr. Als Gründe führte er hierfür an, dass er zwei Kinder zu betreuen habe, da seine Frau diejenige sei, die voll erwerbstätig ist. Daher machte er gegen den Arbeitgeber einen Teilzeitanspruch geltend.

„Solch ein Teilzeitanspruch ist gesetzlich klar geregelt: Gem. § 8 Absatz 4 Satz 1 Teilzeitbefristungsgesetz (TzBfG) muss der Arbeitgeber dem Wunsch des Arbeitnehmers nach Teilzeitbeschäftigung nachkommen, es sei denn betriebliche Gründe stehen dem entgegen.“, erklärt Rechtsanwalt Markus Mingers, www.anwaelte-bonn.com

Eben solche betrieblichen Gründe führte der Arbeitgeber an um den Teilzeitwunsch des Schichtarbeiters abzulehnen. Es würden sonst spezielle Schichtübergaben eingeführt werden müssen, welche zu Produktionsverzögerungen oder gar zum Stillstand führen könnten, da der Schichtbetrieb in der Firma generell in Vollzeit durchgeführt werde. Auch würde hierdurch das Gesamte Schichtkonzept des Unternehmens unterlaufen, wodurch auch wiederum Urlaubsvertretungsplanungen und andere organisatorische Probleme entstünden. All dies sei zu kompliziert und zu teuer, nur um einem Mitarbeiter den Wunsch auf Teilzeit nach der Elternzeit in einer Produktionsabteilung zu erfüllen. Zudem befürchte der Arbeitgeber einen Nachahmungseffekt bei anderen Arbeitnehmern.

Ebenso sah der Arbeitgeber keine Option den Arbeitnehmer außerhalb des Schichtbetriebs in eine andere Teilzeitstelle einzusetzen, da im Arbeitsvertrag klar die Position eines Maschinenführers vorgesehen sei.

Der Arbeitnehmer führte hingegen an, dass bisher kein anderer Kollege Teilzeitansprüche angemeldet habe und auch die interne Regelung unter den Schichtarbeitern von Urlaubsvertretungen wäre nie ein Problem gewesen. Zudem sei die Einweisung zum Schichtbeginn lediglich eine Sache von wenigen Sekunden, könne also nicht zu gravierenden Produktionsausfällen führen.

Rechtsanwalt Markus Mingers, www.anwaelte-bonn.com erläutert dazu „Betriebliche Gründe nach § 8 Absatz 4 Satz 1 Teilzeitbefristungsgesetz (TzBfG) müssen solche sein, die eine wesentliche Beeinträchtigung der Produktions- und Arbeitsfähigkeit des Unternehmens darstellen oder unverhältnismäßig hohe Kosten verursachen.“

Das LAG Köln schloss sich dem Arbeitnehmer an und sah die organisatorischen und wirtschaftlichen Beeinträchtigungen für den Arbeitgeber als zumutbar und nicht wesentlich genug für eine Ablehnung des Teilzeitwunsches an.
Die Kölner Richter schlossen sich damit dem Arbeitsgericht Bonn und dem Landesarbeitsgericht Bonn an die bereits 2012 feststellten, dass die Änderungen in Organisation und Arbeitsablauf dem Arbeitgeber im konkreten Fall zumutbar seien.

„Das Teilzeitbefristungsgesetz dient eben dem legitimen Interesse eines Arbeitnehmers den Beruf mit der Familie vereinbaren zu können. Deshalb sollten Arbeitgeber versuchen mit dem Arbeitnehmer einen gemeinsamen Konsens über die Arbeitszeit zu erreichen, der beiden Seiten gerecht wird. Hierzu ist es allerdings auch immer ratsam, sich fachkundigen Rat im Arbeitsrecht einzuholen, um Rechte und Pflichten der Parteien exakt auszuloten.“ empfiehlt Rechtsanwalt Mingers, www.anwaelte-bonn.com

Insgesamt bleibt festzustellen, dass Arbeitgeber sich sehr genau und konkret fallbezogen rechtfertigen müssen, wenn sie den arbeitsrechtlichen Wunsch eines Mitarbeiters auf eine Teilzeitstelle nach der Elternzeit ablehnen wollen. Eine generelle Mehrbelastung durch Neuorganisation und Umstrukturierung rechtfertige noch keine Ablehnung sondern ist vielmehr zumutbare Begleiterscheinung des Teilzeitbefristungsgesetzes.

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