Schlagwort: Elterngeld

Elterngeld als Unternehmer?

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Elterngeld als Unternehmer?

Elternzeit als Unternehmer

Wenn Unternehmer für ihr neugeborenes Kind da sein möchten, dann gestaltet sich das schwierig genug. Wer vertritt den Geschäftsführer in seiner Elternzeit? Wie kann die Übergabe gestaltet werden? Wie lange ist ein Wegbleiben überhaupt für das jeweilige Unternehmen tragbar? Da benötigt keiner noch zusätzliche Auseinandersetzungen ums Elterngeld.

Einen Anspruch auf Elterngeld steht normalerweise allen zu, die innerhalb der ersten 14 Monate die Betreuung ihres Kindes übernehmen. Eltern können dabei die Monate frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann mindestens zwei und höchstens zwölf Monate für sich in Anspruch nehmen. Der ausgezahlte Betrag ist eine einkommensabhängige Leistung, die Familien nach der Geburt eines Kindes finanziell unterstützen bzw. den Einkommensverlust auffangen soll. Maximal kann ein monatliches Basiselterngeld in Höhe von 1.800 Euro bezogen werden. Damit eine Teilzeitarbeit neben dem Bezug von Elterngeld attraktiver wird, wurde das Elterngeld Plus eingeführt.
Aktueller Gerichtsentscheid
Doch wie sieht das aus, wenn ein Unternehmer Elterngeld fordert? Normalerweise legt die Elterngeldstelle zur Bemessung des Betrags alle anteiligen Einkünfte nach den bisher ergangenen Steuerbescheiden zugrunde. Damit geht die Bewilligungsstelle bislang davon aus, dass die Einkünfte weiterhin bezogen werden. Ein aktueller Fall zeigt, welche Möglichkeiten Beteiligte einer Personengesellschaft, wie bei einer GbR oder bei einer GmbH & Co. KG, hierbei haben. Wenn ein Mitgesellschafter vertraglich vereinbart, dass er während seiner Elternzeit nicht berufstätig ist und ihm daher kein Gewinnanteil zusteht, ist die Elterngeldstelle verpflichtet das Elterngeld vollumfänglich auszuzahlen. Das Gericht hatte die Anrechnung von Einkünften für die Zeit des Elterngeldbezugs untersagt. Weil auch keine privaten Entnahmen aus der Gesellschaft getätigt wurden und ein entsprechendes Einkommen vor der Geburt des Kindes erzielt wurde, war der Bezug des vollen Elterngeldes in Höhe von 1.800 Euro möglich geworden.

Wenn Gesellschafter also eine Elternzeit planen, sollten sie sich vorher rechtlich beraten lassen, denn eine Änderung des Gesellschaftsvertrages oder ein gemeinsamer Gesellschaftsbeschluss kann zur optimalen Gestaltung des Elterngeldes führen.

Die Data-Tax-Steuerberatungsgesellschaft mbH mit ihren 11 geschäftsführenden Steuerberatern und ihren Mitarbeitern ist weit über die Region hinaus für ihre hohe Beratungskompetenz geschätzt. Sie wurde mit dem Ziel gegründet, ein umfassendes Angebot in steuer- und wirtschaftsberatenden Angelegenheiten branchenübergreifend anzubieten.

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BABYWELT Stuttgart zeigt Trends zu Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit

Ob Männer mit Tragetuch oder E-Kinderwagen: Vom 26.- 28. April finden junge Eltern auf der Messe viele Neuheiten zum Ausprobieren und Einkaufen

BABYWELT Stuttgart zeigt Trends zu Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit

Kindertragen ist ein großes Thema auf der Babywelt in Stuttgart@fleet-events.de

Hamburg, 24. April 2019. E-Kinderwagen, neue Kindersicherheitssysteme fürs Auto oder Papas mit Tragetuch: Das sind nur einige von vielen Neuerungen, die der Babymarkt für junge Eltern bereithält. Auf der BABYWELT Stuttgart ( www.babywelt-stuttgart.de), die am kommenden Freitag im Rahmen der Stuttgarter Frühjahrsmessen startet, können angehende und frischgebackene Mütter und Väter Produkte testen und bei Gefallen gleich shoppen. Im begleitenden Informationsprogramm mit „Experten-Talks“, dem „Kompetenzzentrum Kindersicherheit“ mit Crash-Test-Anlage und der „Einfach Eltern Info Lounge“ gibt es neben wertvollen Ratschlägen aus erster Hand auch eine Portion Sicherheit mit auf den Weg. „Wir möchten jungen Eltern die Möglichkeit bieten, mit relevanten Antworten, einem guten Gefühl und bei Bedarf der kompletten Erstausstattung nach Hause zu gehen. Das spart Zeit und eine Menge Bauchschmerzen“, sagt Dr. Thomas Köhl, Geschäftsführer des Veranstalters Fleet Events aus Hamburg. Die BABYWELT in Halle 4 der Messe Stuttgart öffnet am Freitag von 10 bis 18 Uhr, am Wochenende jeweils von 9 bis 18 Uhr. Tickets sind zum Vorverkaufspreis von 14 Euro (Tageskasse 15 Euro, ermäßigt 13 Euro pro Person) über den Ticket-Shop der Stuttgarter Frühjahrsmessen erhältlich.

Kindertragen, Babyschlaf und achtsame Lebensführung zur Stärkung der Familie

Viel Aufmerksamkeit bekommt heute das Thema Kindertragen. „Dass das uralte Tragen wieder in Mode ist, ist wahrscheinlich dem hippen Design der Tragesysteme geschuldet. Vor allem ist es sehr praktisch, die Hände sind frei, das Baby zufrieden und man hat ein Stück weit seine Autonomie wieder“, erläutert Frauke Ludwig von der Trageschule Hamburg. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Diana Schwarz, mit der sie ein bundesweites Kurs- und Beratungsangebot zum Thema bindungs- und beziehungsorientierter Umgang mit kleinen Kindern aufgebaut hat, hat sie auf der Messe die neue „Einfach Eltern Info Lounge“ konzipiert. Neben Empfehlungen zum Kindertragen finden Besucher hier Vorträge über Babyschlaf, Babysprache, Beikost und achtsame Lebensführung zur Stärkung der Familie. Auch die „Experten-Talks“ decken ein weites Themenfeld ab: von Elterngeld über Streitvermeidung unter Geschwistern bis hin zu Ratschlägen für das richtige Bauch-weg-Training werden viele alltägliche Fragen aufgegriffen.

Weitere Informationen unter www.babywelt-stuttgart.de

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hkk-Studie: Männer leiden unter dem Spagat zwischen Beruf und Vaterrolle

(Mynewsdesk) Nur jeder dritte Vater geht in Elternzeit – und das trotz staatlicher finanzieller Anreize. Die Mehrheit davon entscheidet sich dann auch nur für die „Sparvariante“, das Minimum von zwei Monaten. Das ist das Ergebnis einer bundesweit repräsentativen Untersuchung der hkk Krankenkasse. Studienleiter Dr. Bernard Braun vom Bremer Institut für Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung (BIAG): „Kein Wunder, dass sich Väter auch heutzutage in Sachen Elternzeit in Zurückhaltung üben. Denn um eine aktive Vaterrolle leben zu können, fehlt häufig die Unterstützung durch den Arbeitgeber.“

Positiver Wandel der Vaterrolle

Väter sind der Meinung, dass sich ihre Rolle zum Positiven geändert hat. Im Vergleich zu ihren eigenen Vätern verbringen sie mehr Zeit mit ihren Kindern und übernehmen dabei mehr Verantwortung. Dennoch gaben über 80 Prozent der Befragten an, dass sie sich noch mehr Zeit mit den Kindern wünschen. Tatsächlich ist es so, dass Väter immer noch mehr als die Hälfte des Tages an ihrem Arbeitsplatz verbringen und nur 14 Prozent des Tages aktiv mit ihrem Kind. Mütter wenden hingegen mehr als die Hälfte des Tages für die Versorgung ihres Nachwuchses auf. Weit weniger Zeit (31 Prozent) verbringen die Mütter, nach Einschätzung der Väter, in ihrem Beruf. Fragt man Väter, wie sie ihre Rolle im Vergleich zur Mutter einschätzen, messen sie ihrer Partnerin als Vertrauensperson und Erzieherin für die Kinder immer noch eine größere Bedeutung bei. Als Versorger und Spielkamerad sehen sie sich hingegen auf Augenhöhe mit den Müttern.

Männer gehen nicht in Elternzeit, weil die Mutter zu wenig verdient

Die Tatsache, dass Frauen tendenziell weniger verdienen, führt dazu, dass Männer sich gegen oder nur für eine sehr kurze Elternzeit entscheiden. Dr. Braun: „Hinzu kommt, dass Frauen häufiger in Teilzeit beschäftigt sind und deshalb nicht alleine für das Familieneinkommen sorgen können.“ Familienpolitisch müssten die beruflichen Rahmenbedingungen für Mütter stärker in den Fokus gerückt und verbessert werden. Erst dann könnten Väter ihre Rolle stärker leben. „Der Wunsch ist da, die Rahmenbedingungen noch nicht“, so Dr. Braun.

Väter mit kleinen Kindern sind extrem gestresst

Dass die Rahmenbedingungen für junge Väter nicht optimal sind, zeigt sich auch bei der Messung des Stresslevels. Knapp die Hälfte aller Väter, deren jüngstes Kind unter sechs Jahre alt ist, zeigt ein signifikant höheres Stressniveau als Väter, deren jüngstes Kind bereits sieben Jahre und älter ist. Zeit zum Stressabbau finden junge Väter wohl auch nur selten. Etwa 49 Prozent der Väter mit ganz kleinen Kindern (0 bis 3 Jahre) treibt während der Woche keinen Sport. hkk-Bereichsleiter Versorgungsmanagement Dr. Christoph Vauth: „Sieben von zehn aller befragten Väter bewegen sich weniger als zwei Stunden in der Woche. Das ist aus gesundheitlicher Sicht sehr bedenklich. Eine regelmäßige und moderate sportliche Aktivität reguliert nicht nur Stress, sondern hat auch eine schützende Wirkung gegen eine Vielzahl von Erkrankungen, wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Übergewicht.“ Laut Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten Erwachsene wöchentlich mindestens 2,5 Stunden körperlich aktiv sein. hkk-Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Ritter: „Körperliche Aktivität ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Wirksamer Gesundheitsschutz setzt sich einerseits zusammen aus Verhaltensprävention, wie etwa Sport und Entspannungskursen, sowie andererseits aus Verhältnisprävention am Arbeitsplatz. Betriebe können Väter unterstützen, indem sie beispielsweise, dort wo es möglich ist, Arbeitszeitmodelle anbieten, die speziell auf die Bedürfnisse junger Väter abgestimmt sind. „Diese müssen zwar individuell und sehr sorgfältig geplant werden, damit betriebliche Abläufe nicht ins Stocken geraten, aber sie sind weitaus besser kalkulierbar als beispielsweise Ausfälle wegen Krankheit“, so Ritter.

Elternzeit nicht in allen Branchen gleichermaßen akzeptiert

Im Branchenvergleich hinsichtlich der Akzeptanz von Elternzeit zeigen sich gravierende Unterschiede. Hohe Anerkennung und weite Verbreitung der Elternzeit finden sich im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der IT- und Telekommunikationsbranche. Im Handel und im Baugewerbe ist das Verständnis hingegen besonders gering. Die Betreuung eines Kindes oder die Pflege eines kranken Kindes werden in diesem Arbeitsumfeld kaum gebilligt. Dr. Braun: „Nach wie vor fehlt in vielen Betrieben das Verständnis für Väter, die ihr krankes Kind pflegen oder sich während der Ferienzeit aktiv um ihre Kindern kümmern möchten. Dabei besteht dringender Nachholbedarf.“ So wünschen sich 41 Prozent der Väter vom Arbeitgeber mehr Unterstützung; beispielsweise in Form von flexibleren Arbeitszeiten und besseren Möglichkeiten zur Kinderbetreuung. hkk-Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Ritter fordert deshalb die Abkehr vom alten Rollenverständnis in Unternehmen: „Dabei sind Führungskräfte besonders gefragt. Sie müssen mit gutem Beispiel vorangehen und ihrerseits Eltern- sowie Erziehungszeiten in Anspruch nehmen.“ Voraussetzung dafür sei eine Betriebskultur, die es erlaubt, Arbeitszeitmodelle wie etwa Home-Office und Teilzeit offen zu diskutieren. Dies wäre insbesondere in Branchen, in denen Elternzeit für Väter bislang keine große Rolle spielt, ein wichtiger Schritt.

hkk-Studie

Im Auftrag der hkk wurden 924 gesetzlich krankenversicherte und erwerbstätige Väter im Alter zwischen 25 und 55 Jahren zu ihrer Vaterschaft befragt. Die Ausgangsthese des aktuelle hkk-Gesundheitsreports „Junge Väter im Erwerbsleben“ war, dass junge Väter ein deutlich moderneres Vaterbild haben und leben als ihre älteren Kollegen. Dabei wurde unter anderem untersucht, ob Väter ihre Rolle wirklich aktiver ausleben und tendenziell mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Zudem prüften die Wissenschaftler, welche Auswirkungen gesellschaftliche und betriebliche Rahmenbedingungen in diesem Zusammenhang haben.

Fehlzeitenreport 2017: Krankenstand bleibt auf gleichem Niveau

Der Fehlzeitenreport wertet auch den Krankenstand der erwerbstätigen hkk-Mitglieder aus. Insgesamt lag die Betroffenenquote im Jahr 2016 bei 50,9 Prozent. Das bedeutet: Mehr als die Hälfte aller Beschäftigten waren 2016 mindestens einmal krankgeschrieben. Der Krankenstand blieb mit 3,7 Prozent unverändert gegenüber dem Jahr 2015. Damit waren an jedem Tag des Jahres durchschnittlich 37 von 1.000 Erwerbstätigen krankgeschrieben. Die meisten Ausfalltage gingen auf das Konto der sogenannten Muskel-Skelett-Erkrankungen wie beispielsweise Rückenschmerzen (319 Tage je 100 Versicherte). Psychische Erkrankungen sind auf Platz zwei. Mit rund 214 Fehltagen je 100 Versicherte sind die Seelenleiden 2016 um 47 Prozentpunkte gestiegen (2015: 167 Tage je 100 Versicherte). Auf Platz drei liegen Krankheiten des Atmungssystems. Hier sanken die Ausfalltage gegenüber dem Vorjahr von 213 auf 203 Tage je 100 Versicherte. Insgesamt dauerte eine Krankschreibung im Jahr 2016 im Schnitt 11,6 Tage – einen halben Tag länger als im Vorjahr.

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Über die hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse): Die hkk zählt mit mehr als 550.000 Versicherten (davon mehr als 420.000 beitragszahlende Mitglieder), 27 Geschäftsstellen und 2.000 Servicepunkten zu den großen gesetzlichen Krankenkassen. 2016 betrug ihr Wachstum mehr als 100.000 Kunden. Ihr stabiler Zusatzbeitrag von 0,59 Prozent (Gesamtbeitrag 15,19 Prozent) macht sie seit Jahren zur günstigsten deutschlandweit wählbaren Krankenkasse. hkk-Kunden können im Vergleich zum Kassendurchschnitt abhängig von ihrem Einkommen bis zu 266 Euro jährlich sparen; gegenüber einer Kasse mit 1,7 Prozent Zusatzbeitrag sogar bis zu 579 Euro. Auch die Extraleistungen übertreffen den Branchendurchschnitt: Unter anderem erstattet die hkk zusätzliche Leistungen im Wert von über 1.000 Euro je Versicherten und Jahr in den Bereichen Naturmedizin, Vorsorge und bei Schwangerschaft. Ergänzend fördert das hkk-Bonusprogramm Gesundheitsaktivitäten mit bis zu 250 Euro jährlich. Für einen weiterführenden Gesundheitsschutz erhalten hkk-Kunden private Zusatzangebote der LVM-Versicherung zu Sonderkonditionen. Die Verwaltungskosten der hkk liegen etwa 20 Prozent unter dem Branchendurchschnitt. Rund 900 Mitarbeiter(innen) betreuen ein Ausgabenvolumen von mehr als 1,3 Mrd. Euro.

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Elternzeit: Schutz vor Kündigung und Einkommen

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Anspruch auf Elternzeit: Um sich in den ersten Jahren nach der Geburt ausreichend um sein Kind kümmern zu können, besteht für Arbeitnehmer, Mütter und Väter, ein Anspruch auf Elternzeit gegenüber dem Arbeitgeber. Zu diesem Zweck muss spätestens sieben Wochen vor Beginn der gewünschten Elternzeit ein entsprechender Antrag gestellt werden, in dem auch die Dauer der Elternzeit angegeben wird. Bis zu drei Jahre Elternzeit kann man pro Kind nehmen. Einer Genehmigung durch den Arbeitgeber bedarf es dafür nicht.

Kündigungsschutz während der Elternzeit: Sobald die Elternzeit verlangt worden ist (höchstens jedoch acht Wochen vor Beginn der Elternzeit) und für die Dauer der Elternzeit besteht Kündigungsschutz. Damit ist jede Kündigung unwirksam, sofern sie nicht behördlich genehmigt wurde. Dies gilt auch in kleinen Betrieben. Anders als allgemein angenommen, gilt der Kündigungsschutz auch während der Probezeit. Nur wenn das Arbeitsverhältnis zur Probe befristet wurde, endet es automatisch nach Ablauf der Probezeit. Hier ist eine Kündigung nicht erforderlich, so dass die Kündigung auch nicht unwirksam sein kann. Als Arbeitnehmer kann man dagegen auch während der Elternzeit problemlos kündigen. Nach Ablauf der Elternzeit haben die Eltern einen Anspruch auf den gleichen oder einen gleichwertigen Arbeitsplatz.

Elterngeld während der Elternzeit: Da das Arbeitsverhältnis während der Elternzeit ruht, muss der Arbeitgeber auch kein Gehalt zahlen. Die Erziehungszeit ist also unbezahlter Urlaub. Dafür hat aber jedes Elternteil einen Anspruch auf Elterngeld, das vom Staat gezahlt wird. Das Elterngeld wird in Höhe von mindestens 300€ pro Monat jedem Elternteil gezahlt, unabhängig davon ob die jeweilige Person sich in einem Arbeitsverhältnis befindet oder etwa selbstständig ist, solange sie nicht mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet. Beantragt werden kann das Geld bei der Elterngeldstelle, die häufig bei den Jugendämter mit angesiedelt ist. Der Antrag kann erst gestellt werden, wenn der Nachwuchs auf der Welt ist. Dann muss er innerhalb von drei Monaten nach der Geburt bei der Elterngeldstelle eingehen.

1.9.2016

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Außerplanmäßig glücklich werden

Karriere nicht um jeden Preis

Außerplanmäßig glücklich werden

txn-a. (Bildquelle: @pressmaster/Fotolia/randstad)

txn-a. Viele berufstätige Frauen mit Kinderwunsch müssen sich früher oder später entscheiden, ob die Karriere im Vordergrund steht oder die Familienplanung. Denn trotz flexibler Elternzeiten für beide Partner haben es Männer in vielen Bereichen noch immer leichter, ihrem Beruf auch als Vater ohne große Einschränkungen nachzugehen.

Dennoch ist es hilfreich, vor dem ersten Kind mit dem Partner gemeinsam die mögliche Arbeitseinteilung während und nach der Elternzeit zu planen. So kehren einige Mütter zum Beispiel früher in den Beruf zurück, während Väter die Chance nutzen, ihrerseits in die Elternzeit zu gehen. Das ist auch in Hinsicht auf das ElterngeldPlus von Vorteil: Denn wenn Vater und Mutter sich die Betreuung des Kindes teilen und für vier Monate parallel zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten, erhalten sie einen Partnerschaftsbonus in Form von vier zusätzlichen Monaten, in denen das ElterngeldPlus gezahlt wird.

Jedoch lässt sich im Leben nicht alles planen. „Manchmal kommt es anders, als gedacht“, weiß Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad aus Erfahrung. „Es kann passieren, dass der Partner beruflich plötzlich viel reisen muss, dass sich keine geeignete Tagesmutter findet oder dass für die Frau die Rückkehr in den Beruf nicht so funktioniert, wie geplant. Bereits befristete Arbeitsverträge oder eine vom Arbeitgeber zu hohe oder zu niedrige Anzahl an geforderten Arbeitsstunden kann die zuvor sorgsam zurechtgelegte Planung auf den Kopf stellen. Daher ist es wichtig, flexibel zu bleiben und das Beste daraus zu machen.“

Frauen sollten sich klarmachen, dass der Spagat zwischen Beruf und Familie nicht selbstverständlich ist und sie nicht scheitern, nur weil nicht beides reibungslos parallel funktioniert. So stellen viele werdende Mütter an sich selbst den Anspruch, auch mit Kind mindestens 50 Prozent zum Haushaltseinkommen beizutragen – wird dieses Ziel nicht erreicht, fühlen sie sich als Versager.

„Für seine Kinder da zu sein und trotzdem Geld zu verdienen, ist eine harte Aufgabe“, so Petra Timm weiter. „Und nicht bei allen Paaren funktioniert das 50/50-Prinzip. Wer sich von dieser Vorstellung löst, kann die Zeit mit der Familie oft viel besser genießen und ist langfristig glücklicher, als sich tagtäglich mit dem Gedanken herumzuschlagen, nicht zu genügen.“

Denn bei der Vereinbarung von Kind und Karriere gibt es nicht den einen vorgeschriebenen Weg: Jedes Paar und jede Mutter muss den für sich passenden Weg selbst herausfinden.

Randstad – Die Nummer 1 in Deutschland.
Mit durchschnittlich rund 57.000 Mitarbeitern und 500 Niederlassungen in etwa 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

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Elterngeld nicht verschenken

Richtige Steuerklasse für junge Mütter

Elterngeld nicht verschenken

txn-a. (Bildquelle: @stokkete/Fotolia)

txn-a. Eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion an die Regierung hat gezeigt: Die Wahl der Steuerklasse V hat negative Auswirkungen auf das Elterngeld. Wegen des Ehegattensplittings bekommen viele junge Mütter, die aus dem Berufsleben in Elternzeit gehen, ein deutlich niedrigeres Elterngeld.
Eine Lösung stellt das sogenannte Faktorverfahren dar, das seit dem Jahr 2010 existiert. Denn seitdem können Ehepaare zwischen den Steuerklassen III/V oder IV/IV (mit oder ohne Faktor) wählen. Mit dem Faktor wird die steuermindernde Wirkung des Splittingverfahrens beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt.
Für in etwa gleich verdienende Paare lohnt sich jeweils die Steuerklasse IV. Das Faktorverfahren berücksichtigt für jeden Ehepartner den Grundfreibetrag, der ihm aufgrund seines Bruttoeinkommens zusteht. Verdient der eine Partner deutlich mehr, empfiehlt sich für ihn die Klasse III, während der geringer verdienende die Steuerklasse V wählt: So profitieren beide von den Grundfreibeträgen – dem Mindesteinkommen, das nicht versteuert werden muss. Das Faktorverfahren berücksichtigt für jeden Ehepartner den Grundfreibetrag, der ihm aufgrund seines Bruttoeinkommens zusteht. Diese Kombination wählen hierzulande die meisten verheirateten Paare, was sich in Bezug auf das Elterngeld negativ auswirkt.
„Durch die Steuerklassen III und V hat der besser verdienende Partner einen höheren und der geringer verdienende einen niedrigeren Nettolohn. Und je größer die Differenz zwischen beiden Einkommen, umso höher eine mögliche Nachzahlung am Ende des Jahres – weil mit Steuerklasse V übers Jahr zu wenig Lohnsteuer einbehalten wird“, erklärt Petra Timm, Arbeitsmarktexpertin vom Personaldienstleister Randstad . „Da der geringer verdienende Partner in der Regel die Frau ist, sinkt der Elterngeldanspruch – denn dieser errechnet sich aus ihrem Nettoeinkommen.“
Entscheidet sich das Paar gemeinschaftlich für die Steuerklasse IV, wird jeder Partner anhand seines individuellen Arbeitslohns besteuert. Kommt dann das Faktorverfahren zum Einsatz, sinkt die Steuerbelastung für denjenigen Partner, der das geringere Einkommen hat. Dadurch wiederum steigt der Elterngeldanspruch.
„Nur etwa 76.000 von den rund 20 Millionen in Deutschland lebenden lohnsteuerpflichtigen Ehepaaren nutzen dieses für das Elterngeld günstige Faktorverfahren“, weiß Petra Timm. „Das liegt vor allem daran, dass es viele nicht kennen oder es ihnen zu kompliziert ist. Dabei würden Paare nicht nur beim Elterngeld vom Faktorverfahren profitieren: Ein höherer Nettolohn der Frau in Steuerklasse IV wirkt sich auch positiv auf Krankengeld und Arbeitslosengeld aus.“
Wenn Paare sich nicht sicher sind, ob ein Steuerklassenwechsel lohnt, sollten sie eine Beratung in Anspruch nehmen. Denn beim Faktorverfahren kommt hinzu, dass eine Steuererklärung verpflichtend wird.

[Bildunterschrift]
txn-a. Mehr Elterngeld dank richtiger Steuerklasse: Verheiratete Frauen, die ein Kind planen, sollten über das Faktorverfahren Bescheid wissen, denn es lohnt sich.

Randstad – Die Nummer 1 in Deutschland.
Mit durchschnittlich rund 58.000 Mitarbeitern und 550 Niederlassungen in etwa 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

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Neue Väter hat das Land

Bilanz der Elternzeit

Neue Väter hat das Land

txn-a. (Bildquelle: halfpoint/Fotolia)

txn-a. Windeln wechseln, Fläschchen zubereiten und den eigenen Tagesablauf auf das Kind anzupassen, sind für Markus Werner Selbstverständlichkeiten, seit er seine Tochter Mia in Elternzeit betreut. Dank des Bundeselterngeldes konnte Markus vorübergehend seine Arbeitszeit reduzieren, kümmert sich um den Nachwuchs und erntet dafür allseits Anerkennung. Er gehört zu der seit Jahren wachsenden Zahl junger Väter, die sich – zumindest temporär – um Babypflege statt Karriere kümmern. Hat das Elterngeld, das im Herbst 2006 eingeführt wurde, zu einem neuen Verständnis von partnerschaftlicher Erziehung und gleichberechtigter Erwerbstätigkeit in der Familie beigetragen?

Die letzte Auswertung des statistischen Bundesamtes scheint dies zu belegen: Vor Einführung des Elterngelds nahmen keine vier Prozent aller Väter eine Auszeit vom Job, inzwischen sind es rund dreißig Prozent. Das heißt, ihr Anteil hat sich mehr als versiebenfacht seit die Familienauszeit mit einer lukrativen Lohnersatzleistung honoriert wird. Immerhin ein Viertel der Väter pausiert nach den letzten Zahlen länger als zwei Monate.

Es handelt sich daher keineswegs um reine „Mitnahmeeffekte“, wie Kritiker behaupten, sondern um einen grundlegenden kulturellen Wandel. Denn die Elternzeit für Väter ist heute mitten in der Gesellschaft angekommen und längst keine Randerscheinung mehr. Was bleibt ist die Frage nach der Dauer. Denn warum sind es in den meisten Fällen nur zwei Monate? Warum nehmen nicht mehr Väter vier, fünf oder gleichberechtigte sieben Monate Elternzeit? Fehlt ihnen die Lust dazu? Ist ihre Freude für das Kind vom Chef blockiert? Oder liegt es gar an den Frauen, die zu Hause keine Verantwortung abgeben wollen? Fragen, auf die das Berliner Forschungsinstitut SowiTra mit einer von der Hans Böckler Stiftung geförderten Online-Befragung junger Familien schon 2013 interessante Antworten gefunden hat.

So hängt es im beruflichen Umfeld insbesondere von den direkten Vorgesetzten und dem Klima im Betrieb ab, ob der frisch gebackene Vater sich mehr Zeit für sein Kind nimmt. Fehlen familienpolitische Leitbilder und Vorgaben, fühlen sich Väter oft nicht unterstützt. Da schreckt schon mal das Stirnrunzeln des Chefs ab und der Karriereknick wird befürchtet. Zwar darf rein rechtlich niemandem gekündigt werden, weil er Elternzeit nimmt. Dennoch fürchten viele Väter, dass sie im Zweifelsfall für eine weitere Entwicklung nicht mehr berücksichtigt werden.

Der Fachkräftemangel, der in einigen Berufsfeldern bereits spürbar ist, lässt so manchen Personalchef umdenken. Aufmerksame Chefs haben schon heute verstanden: Auch Männer suchen ein berufliches Umfeld, das Freiraum bietet für private Interessen und Verpflichtungen. „Umso wichtiger ist es, familienpolitische Maßnahmen durch Personalmanagement und Arbeitsorganisation auf betrieblicher Ebene zu ermöglichen“, rät Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad . Die Expertin fordert daher auch für Väter planbare Arbeitsmodelle für die Familienorganisation mit flexiblen Arbeitszeiten, Teilzeitmöglichkeiten sowie kurzfristiger Freistellung.

Viel entscheidender, ob und wie lange Väter eine Auszeit für die Kinderbetreuung nehmen, ist meist jedoch die Partnerin. Sind beide qualifiziert und ist der Verdienstunterschied nicht signifikant, besteht wirtschaftlich gesehen kein Grund, warum nicht auch der Mann in Elternzeit geht. Davon profitiert die Mutter, kann sie doch nach ihrer geburtsbedingten Abwesenheit schnell wieder auf den neuesten Stand gebracht werden und an ihre berufliche Stellung vor der Schwangerschaft anknüpfen. Währenddessen hält der Partner ihr den Rücken frei.

Jetzt aber endlich zu denen, um die es doch bei der Elternzeit geht: den Kindern. Knapp 54% der Väter, die zwei Monate zu Hause bleiben, stellen fest, dass sich durch die Elternzeit eine intensive Beziehung zum Kind entwickelt hat, die danach weiter fortbesteht. Bei den Männern, die länger als drei Monate zu Hause bleiben, steigt der Anteil auf über 71% – die Nähe zum Kind wird damit zu einem der wichtigsten Faktoren für die bewusste Entscheidung zur längeren Elternzeit.

„Das enge Verhältnis zu den Kindern ist viel wert. Davon werden auch Arbeitgeber profitieren, weil sie Mitarbeiter bekommen, die gelassener, stressresistenter und emotional ausgeglichener agieren. Dieser Mehrwert ist für das Unternehmen unbezahlbar“, fasst Petra Timm zusammen.

[Bildunterschrift]
txn. Die Akzeptanz ist gestiegen: Immer mehr Väter nehmen für die Betreuung ihrer Sprösslinge die Vorzüge von Elterngeld und Elternzeit in Anspruch.

Randstad – Die Nummer 1 in Deutschland.
Mit durchschnittlich rund 63.000 Mitarbeitern und 500 Niederlassungen in etwa 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

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Kein Kita-Platz – Schadensersatz

Leipzig/Berlin (DAV). Stellt die Kommune einem Kind keinen Betreuungsplatz in einer Tageseinrichtung zur Verfügung, haben Eltern unter Umständen Anspruch auf Schadensersatz. Die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) informiert über eine Entscheidung des Landgerichts Leipzig vom 02. Februar 2015 (AZ: 7 O 1455/14,?7 O 1928/14,?7 O 2439/14).

Drei Mütter hatten gegen die Stadt Leipzig geklagt. Diese hatte ihren Kindern mit Vollendung des ersten Lebensjahres keinen Betreuungsplatz in einer Tageseinrichtung zuweisen können. Ein einjähriges Kind hat jedoch, bis es drei Jahre alt wird, gesetzlichen Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege.
Die Frauen forderten Ersatz ihres Verdienstausfalls.

Amtspflichtverletzung der Stadt
Mit Erfolg. Alle drei Frauen erhalten Schadensersatz in voller Höhe. Die Richter entschieden, dass die Stadt hier ihre Amtspflicht verletzt habe. Diese Verpflichtung bestehe eigentlich nur gegenüber den Kindern, doch auch erwerbstätige Eltern könnten sich darauf berufen. Dies ergebe sich bereits aus dem Gesetz selbst, da Tageseinrichtungen den Eltern helfen sollten, Erwerbstätigkeit und Kindererziehung besser miteinander vereinbaren zu können.

Hohe Kompetenz in allen Fragen des Familienrechts ist das Markenzeichen der Familienanwälte. Ganz gleich ob zum Thema Ehe oder Ehevertrag, nichteheliche Lebensgemeinschaft oder gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft, Sorge- und Umgangsrecht für die Kinder oder Scheidungsfolgen, wie z. B. Unterhalt für Kinder bzw. Ehepartner: Mit einem Familienanwalt als Ihrem ersten Ansprechpartner sind Sie stets auf der rechtssicheren Seite. Ein Familienanwalt berät Sie umfassend, vertritt ausschließlich Ihre Interessen und leistet Ihnen auch jederzeit gern rechtlichen Beistand – in außergerichtlichen Auseinandersetzungen genauso wie vor Gericht. Vertrauen Sie in allen Fragen des Familienrechts auf die deutschlandweit mehr als 6.500 Familienanwältinnen und Familienanwälte im Deutschen Anwaltverein.
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Bundessozialgericht: Zwillingseltern können gleichzeitig Elterngeld erhalten – Kanzlei Blaufelder, Ludwigsburg

Nach einer Zwillingsgeburt können beide Eltern gleichzeitig Elternzeit nehmen. Haben beide gearbeitet und betreuen nun beide daheim ihre Kinder, dann haben auch beide Anspruch auf volles Elterngeld.

BildDas Bayerische Landessozialgericht (LSG) in München entschied (AZ: L 12 EG 26/08) dieso im letzten Jahr so. Diese Entscheidung wurde am 27.07.2013 vom Bundessozialgericht in Kassel (AZ: B 10 EG 3/12 R (Mutter) und B 10 EG 8/12 R (Vater)) im Grundsatz bestätigt. Das Gesetz gewähre Elterngeld „für jedes Kind“.

Im entschiedenen Fall brachte die Mutter im Februar 2007 einen Jungen namens Robin und ein Mädchen Enya als Zwillinge zur Welt. Beide Elternteile gingen in Elternzeit und blieben fortan zuhause. Der Vater beantragte zwölf Monate Elterngeld für den Sohn, die Mutter zwölf Monate für die Tochter. Danach wollten sie tauschen und die zwei „Partnermonate“ für das jeweils andere Kind nehmen.

Die Elterngeldstelle Oberfranken bewilligte Elterngeld aber nur für insgesamt 14 Monate für beide Kinder und beide Eltern zusammen. Zudem gewährte es einen Zwillings-Erhöhungsbetrag von 300,00 EUR.

Wie das LSG München entschied, können aber durchaus beide Eltern parallel Elterngeld bekommen. Gegen sein bereits am 23.11.2011 verkündetes aber erst jetzt schriftlich veröffentlichtes Urteil ließ das LSG wegen grundsätzlicher Bedeutung die Revision zum Bundessozialgericht (BSG) in Kassel zu.

Die mündliche Verhandlung vor dem BSG fand am 27.06.2013 statt: Nach einer Zwillingsgeburt können beide Eltern gleichzeitig Elternzeit nehmen. Beide haben dann auch Anspruch auf Elterngeld, so das BSG in Kassel (AZ: B 10 EG 3/12 R (Mutter) und B 10 EG 8/12 R (Vater)). Wegen Besonderheiten während der Mutterschutz-Zeit verkürzt sich der Anspruch des Vaters allerdings um zwei oder drei Monate.

In oberster Instanz entschied nun das BSG, dass beide Eltern gleichzeitig für jeweils eines der Kinder Elterngeld bekomme können. Der Anspruch der Eltern beziehe sich jeweils auf das einzelne Kind. „Für Eltern von Mehrlingen gilt insoweit nichts Anderes“, erklärten die Kasseler Richter. Das Gesetz verhindere nur, dass ein Elternteil gleichzeitig Ansprüche für mehrere Kinder geltend machen kann. Der Anspruch für den Partner dagegen werde auch vom Mehrlingszuschlag nicht verdrängt.

Dabei sei der Mehrlingszuschlag gesetzlich an den Bezug von Elterngeld gebunden. Wenn beide Eltern gleichzeitig Elterngeld bekommen, stehe daher auch beiden der Zuschlag von jeweils 300,00 EUR monatlich gleichzeitig zu, urteilte das BSG. Dabei räumten die obersten Sozialrichter ein, dass dies nicht unbedingt „sachgerecht“ sei. Der Mehrlingszuschlag sei aber ohnehin insgesamt „eine Fehlkonstruktion“.

Nach dem Urteil im Fall des Vaters vermindert sich dessen Anspruch während der ersten Monate nach der Schwangerschaft. Grund ist, dass nach den gesetzlichen Vorgaben auch dem Vater das Mutterschaftsgeld und der Zuschuss des Arbeitgebers zum Mutterschaftsgeld als Einkommen auf das Elterngeld angerechnet werden. In diesem Punkt blieb die Klage des Vaters ohne Erfolg. Er bekommt daher nicht wie seine Frau 14 Monate Elterngeld, sondern nur elf Monate: neun Monate für Robin plus zwei Partnermonate für Enya.

Ebenso wies das BSG sein Argument ab, das zur Berechnung des Elterngeldes herangezogene Nettoeinkommen dürfe den Abzug der Kirchensteuer nicht mit berücksichtigen. Andernfalls würden Mitglieder der evangelischen oder katholischen Kirchen gegenüber Glaubensgemeinschaften benachteiligt, die sich allein aus Spenden finanzieren. Wie das BSG betonte, sei die Kirchensteuer aber eine „Pflichtabgabe“ und die Ungleichbehandlung daher berechtigt.

Nach Angaben des „Zentrums Bayern Familie und Soziales“, das den Freistaat vor dem BSG vertreten hatte, gab es 2011 bundesweit 11.500 Mehrlingsgeburten. Bei 20.000,00 EUR je Fall könnten durch die Kasseler Rechtsprechung Mehrkosten in dreistelliger Millionenhöhe entstehen.

Nach Informationen des BSG denkt die Bundesregierung allerdings bereits darüber nach, das Elterngeld für Mehrlingseltern neu zu regeln. Die Bundesregierung habe hierfür allerdings zunächst das Urteil des obersten Sozialgerichts abwarten wollen.

Autor: Rechtsanwalt Thorsten Blaufelder
Rechtsanwalt/Mediator Blaufelder ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Mediation im Deutschen Anwaltverein, der Deutschen Gesellschaft für Mediation (DGM) und ehrenamtlicher Mitarbeiter der Deutschen Stiftung Mediation.

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Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Thorsten Blaufelder aus Ludwigsburg bloggt über aktuelle Entwicklungen, gerichtliche Entscheidungen und Gesetzesvorhaben auf dem Gebiet des Arbeitsrechts und Sozialrechts, aber auch über seinen Kanzleialltag und über sonstige wissenswerte, ungewöhnliche oder witzige Gegebenheiten.

Rechtsanwalt Blaufelder ist Mitglied des Deutschen Anwaltvereins (DAV), der Arbeitsgemeinschaften Arbeitsrecht, Sozialrecht und Mediation im DAV, des Anwaltvereins Heilbronn, der Deutschen Gesellschaft für Mediation (DGM), im Förderverein der Deutschen Stiftung Mediation und im Deutschen Arbeitsgerichtsverband.

Rechtsanwalt Blaufelder ist außerdem Vorstandsmitglied des Arbeitslosenzentrums Ludwigsburg, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Deutschen Stiftung Mediation und Beiratsmitglied des BdS Ludwigsburg.

Er ist Inhaber der Fortbildungsbescheinigung des DAV.

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