Schlagwort: EGRR

Wir müssen Zukunft!

Wir sehen uns regional, national und global unzähligen Krisen gegenüber. Sie aufzuzählen ist müßig. Man kennt sie und die Menschen lernen mit ihnen zu leben, auch ohne sie wirklich zu akzeptieren. Die gravierendste und nachhaltigste aller Krisen ist der alles beeinflussende weltweite Klimawandel. Sind wir nicht in der Lage – und das sind wir aus unterschiedlichen Gründen nicht – diesen Wandel positiv innerhalb des notwendigen Zeitrahmens zu beeinflussen, werden alle anderen Krisen sich als nachrangig oder gar nichtig erweisen.

Seit den ersten Anzeichen menschlicher Zivilisation endeten Krisen und Konflikte in gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die Geschichte ist voll von heroischen Siegen, die sich letztlich als Niederlagen erwiesen.

Menschen, ja ganze Völker haben sich immer wieder formale Strukturen gegeben, die für sie als Richtlinie zur Gestaltung der Zukunft als Maßstab galten. Auch heute, im 21 Jahrhundert, gibt es viele unterschiedliche Formate, die sich Menschen und Nationen auferlegt haben. Auch heute führen diese unterschiedlichen Formate zu Krisen und Konflikten, die in gewalttätigen Auseinandersetzungen endeten oder noch enden werden. Als Ergebnis folgen wie in den vergangenen Jahrhunderten Tod, Elend und Verwüstung.

Der Unterschied zu vergangen Jahrhunderten ist gravierend. Während in der Vergangenheit gewalttätige Auseinandersetzungen regelmäßig von Staatsoberhäuptern jeglicher Art ausgingen, bestimmen heute global agierende Unternehmen den Verlauf des Weltgeschehens.

Die Reaktion darauf muss sein, dass wir uns erlauben, die derzeitigen Systeme zu hinterfragen. Es gilt, ein neues Format zu entwickeln. Eine global wirkende Struktur, die einerseits in der Lage sein wird, die derzeitigen Krisen und Konflikte aufzulösen und unter Berücksichtigung aller weltumspannenden Gegebenheiten ein humanes Miteinander innerhalb einer variablen Biodiversität sichert.

Am Beispiel Deutschland möchte ich zunächst Ursache und Auswirkung deutlich machen. Deutschland, weil ich in diesem Land kultiviert wurde.

So haben sich die Mütter und Väter des Grundgesetzes etwas dabei gedacht, als sie sich am 23. Mai 1949 für die repräsentative Demokratie entschieden haben. Menschenwürde und sozialer Friede sind die Charaktereigenschaften dieses Grundgesetzes. Die Themen Umwelt und Klima waren zu der Zeit noch keine Begriffe. Sicherlich wären diese Themen sonst damals im Grundgesetz verankert worden.

Aus heutiger Sicht müssen, 70 Jahre nach Inkrafttreten des Grundgesetzes, in einer Zeit in der Krisen weiter zunehmen, grundsätzliche Fragen gestellt werden. Was und/oder wen repräsentieren in Deutschland die Gesetzesvertreter? Hat die konkrete Konzeption des Grundgesetzes tatsächlich wenig mit der Entwicklung einer stabilen Demokratie zu tun? Geht diese Stabilität lediglich auf die wirtschaftliche Prosperität der Nachkriegszeit zurück? Reichten rechtliche und politische Rahmenbedingungen aus, um eine menschenwürdige Existenz für jeden hier in Deutschland lebenden Menschen zu gewährleisten?

Am 27. Oktober 1994 wurde mit dem neugeschaffenen Artikel 20a auch der Umweltschutz als Staatsziel in die Verfassung aufgenommen. Somit stellt sich die Frage, wie sind wir bis heute mit dem Wissen über die Natur umgegangen? Welchen Einfluss haben Veränderungen durch Wirtschaftsaktivitäten und menschliche Lebensformen? Welche Folgen für die Umwelt, das Klima, haben Einfluss auf das Leben der Menschen – auch in Deutschland?

Der Tierschutz fand acht Jahre später, am 1. August 2002, seinen Weg in die Verfassung. In wie weit hat die Neuausrichtung der Haltungssysteme das Wohlergehen von Tieren dauerhaft verbessert?

Aus meiner Sicht gibt es auf die hier gestellten Fragen zu wenig positive Antworten.

Daraus ergibt sich grundsätzlich eine gemeinsame Herausforderung zur Lösung einer nachhaltigen Entwicklung der Zukunft.

Zunächst geht es darum aufzuschlüsseln, welche Schwachstellen die repräsentative Demokratie hat. Nach 1949 hat sich das Demokratieverständnis eines jeden einzelnen entsprechend der individuellen Erfahrungen, der Zielsetzungen und Lebensvorstellungen punktuell neu entwickelt. Dies ist jedoch entsprechend den aktuellen Einflüssen auf die Individualität auch zeitgeistorientiert instabil.

Schon der Ausdruck „Wertegemeinschaft“ in einer Demokratie ist durch seine Interpretationsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Wahrnehmungen verbunden. Identität stiftende Leitbilder, wie sie in einer gelebten Demokratie, in einer Herrschaft des Volkes, unverzichtbar sind, haben sich in den letzten Jahrzehnten zu Konsumleitbildern entwickelt.

Die Grundvoraussetzung zur Schaffung von existenzsichernden Lebensstrukturen ist Bildung: Bildung ist die Grundausstattung für ein individuell frei zu gestaltendes eigenes Leben.

Nach Immanuel Kant ist Aufklärung der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Jedoch führen Bequemlichkeit und Existenzangst oftmals dazu, dass ein beträchtlicher Teil der Menschen trotzdem unmündig bleibt, da es sehr bequem ist, unmündig zu sein. Mündigkeit ist für viele Menschen beschwerlich und auch gefährlich. Eine grundlegende Voraussetzung, mündig zu werden (also seinen eigenen Verstand zu gebrauchen), ist für Kant die Existenz von Freiheit. Freiheit bedeutet wiederum, dass man „von seiner Vernunft in allen Stücken öffentlichen Gebrauch“ macht. Dieser öffentliche Gebrauch der Vernunft muss jedem zur Verfügung stehen, was wiederum nur durch eine gesellschaftliche Aufklärung zu erreichen ist.

Bildung und Aufklärung sind Grundlage dafür, den eigenen Status innerhalb jedweder Gemeinschaft zu erkennen. Es ist hilfreich dabei, beeinflussende Faktoren zu hinterfragen, sich eine Meinung zu bilden und diese öffentlich zu diskutieren, um das eigene Sein zu definieren. Mündige Bürger sind Menschen, die ein eigenes Leben leben und nicht nur am Leben teilhaben.

Der Mensch ist von Natur aus roh und unvollkommen, hat aber die Anlage zur eigenen Vernunft, und um diese auszubilden, muss die eine Generation ihr Wissen an die andere bewusst weitergeben.

Erziehung wird von Immanuel Kant als „Kunst“ bezeichnet, die nicht von Anfang an perfekt sein kann, sondern „deren Ausübung durch viele Generationen vervollkommnet werden muss“. Jede Generation geht von den Kenntnissen der vorherigen aus und ist dadurch in der Lage, die Erziehung „proportionierlich und zweckmäßig“ weiterzuentwickeln, sodass letztlich die „ganze Menschengattung zu ihrer Bestimmung“ geführt wird.

Am 22.10.2008 trafen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die damaligen Ministerpräsidenten der Länder in Dresden und riefen die „Bildungsrepublik Deutschland“ aus. Ausgehend vom bestehenden Schulsystem in Deutschland sollte die Bildungsbilanz bis 2015 verbessert werden. Ohne auf die einzelnen Ziele einzugehen, ist auffällig, dass es hier um die Bildungsbilanz geht, weniger um Lehrinhalte und dem allgemeingültigen Anspruch des Menschen und deren individuellen Zukunft.

Zur evolutionären Weiterentwicklung einer zivilen Gesellschaft bedarf es in erster Linie Menschen, die sich frei und gebildet an der Gestaltung dieser Weiterentwicklung einbringen können und wollen. Dazu braucht es den Mut und die Überzeugung eines jeden einzelnen.

Autor: Gerfried I. Bohlen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/wir-muessen-zukunft/

Plastik, aber kein Ende in Sicht!

Klimapolitisch ist die Reduzierung der CO2-Emissionen für die Art der heutigen Lebensgrundlage der Menschen und für die Biodiversität von einschneidender Bedeutung.

Das nach zwanzig Jahren der Verhandlungen 2015 in Paris erreichte Abkommen zum Klimaschutz wird hier in Deutschland nicht konsequent umgesetzt.

Besonders dem deutschen Wirtschaftsministerium fehlt es an Antworten auf den sich zuspitzende Worst Case. Noch immer sind die Belange der Wirtschaft wichtiger als der Fortbestand einer lebensfähigen Umwelt und das Leben der Zivilbevölkerung.

Das EU-Parlament entschied im Oktober 2018 über das geplante Verbot von Plastikprodukten. Darunter fallen Strohhalme, Plastikgeschirr und -besteck, Wattestäbchen und Ballonhalter. Hinzugefügt wurden leichte Tüten, Fastfood-Boxen aus aufgeschäumtem Kunststoff und das sogenannte Oxoplastik, das als biologisch abbaubar vermarktet wird, aber Kritikern zufolge in Mikroplastik zerfällt.

Hier haben wir als Verbraucher die Möglichkeit, durch unser Handeln politische Entscheider zur Mitwirkung beim Klimaschutz zu bewegen.

Die Entscheidung vom Oktober 2018, ein Verbot von Plastikprodukten zu planen, ist nicht konsequent. Wer schon einmal versucht hat, ohne Plastik auszukommen, weiß, wie schwierig das ist. Plastik greift unsere Erde und Lebewesen an und zerstört den Lebensraum. Deswegen braucht es Alternativen. 15 Millionen Tonnen Plastik werden allein in Deutschland jedes Jahr verbraucht. Weltweit sind es 200 bis 250 Millionen Tonnen. Die Auswirkungen des exzessiven Verbrauchs von Plastik sind weitreichend. Zum einen werden sowohl Länder als auch Meere verschmutzt, zum anderen finden wir die aufgelösten und zerkleinerten Mikro-Partikel des Plastiks in unserem Essen und sogar in lebenden Organismen.

Nutzen wir Plastikalternativen!

Wie wäre es mit einer Zahnbürste aus Bambus statt Plastik?
Schaut man sich seinen Alltag an, stellt man schnell fest, dass viele der Produkte die wir nutzen aus Plastik bestehen. Aber welche Alternativen gibt es, um den Plastikverbrauch zu reduzieren?

Essbares Besteck
Statt Einwegbesteck gibt es eine essbare Alternative aus Indien. Das Besteck besteht aus rein veganen Inhaltsstoffen und sogar in verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie Weizen, Hirse und Reis. Im Gegensatz zu anderen kompostierbaren Gegenständen (zum Beispiel Mais), löst sich dieses Besteck sehr schnell auf, ohne Schadstoffe zu hinterlassen.

Obstnetze aus Holz
Eine österreichische Firma hatte die Idee, die Netze aus hundert Prozent abbaubaren und kompostierbaren Materialien herzustellen. Dazu verwenden sie die sogenannte Double-Twist Technologie, die es möglich macht, hochreißfeste Netze zu erzeugen.
Schon seit 2012 werden diese Obstnetze in einigen Supermarktketten verwendet. Dadurch konnten bisher drei Tonnen Kunststoff eingespart werden.

Ringe aus Getreide
Dosen oder ähnliches werden gerne von Plastikringen zusammengehalten. Gelangen diese in unsere Meere, können sich Tiere darin verfangen und sterben. Außerdem fressen Tiere das Plastik oft und sie verhungern, weil sie es nicht verdauen können und nichts mehr anderes in ihrem Magen Platz hat.
Um dem entgegenzuwirken hat eine amerikanische Firma eine Alternative erfunden: Ringe aus Weizen und Gerste. Die Ringe sind genauso stabil und sind zu hundert Prozent biologisch abbaubar.

Folie aus Milch
Fast alles, was wir im Supermarkt kaufen, ist in Plastikfolie eingewickelt. Diese soll den Inhalt vor der Luft schützen und länger haltbar machen. Eine Alternative, nämlich Folie aus den in der Milch enthaltenen Casein-Proteinen. Die kann einiges besser als herkömmliche Folie: Sie ist luftundurchlässiger und strapazierfähiger. Und das wirklich Besondere: Sie ist essbar.

Stroh statt Styropor
Anstatt das umweltschädliche Styropor zu verwenden, kommt getrocknetes Stroh zum Einsatz. Stroh hat ebenso gute isolierende Eigenschaften wie Styropor. Außerdem nimmt Stroh Wasser besser auf, so dass Feuchtigkeit reduziert werden kann.

Diese Produkte könnte der Handel konsequent einführen und den Verbrauchern die Möglichkeit bieten zwischen umweltschädlichen und zu hundert Prozent abbaubaren Alternativen zu wählen.

Gehen wir heute in einen Discounterladen unseres Landes, finden wir immer noch Regale voller Plastik. Ein Ärgernis sind auch die Plastikeinwegflachen. Zig Meter mit unterschiedlichen Inhalten werden immer noch in den Verkauf gebracht. Man sieht Eltern mit Kleinkindern, die sich von diesem Angebot immer noch verleiten lassen, obwohl sie bei jedem Kauf dazu beitragen die Zukunft ihrer Kinder zu verschlechtern. Man sieht junge Männer, die mit sportlich durchtrainiertem Körper zur Plastikflasche greifen – weil sie leichter ist. Aber – am Abend geht es wieder ins Fitnessstudio.
Das ist leider noch bei zu vielen Verbrauchern zu beobachten. In Deutschland werden stündlich 1,9 Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht. Hier sind die Produzenten der PET-Flaschen aufgerufen achtsam zu sein. Deren Worst Case besteht darin, wenn sie nicht merken, dass der Verbraucher sich von PET-Flaschen abwendet. Hier sollte jedes dieser Unternehmen umgehend Alternativen entwickeln und marktfähig machen bevor dieser Point of no Return eintritt.

Autor: Gerfried I. Bohlen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/plastik-aber-kein-ende-in-sicht/

Mit Zivilcourage gegen Spekulanten!

Über Nacht, am 01.08.2019, wurden weitere Strafzölle auf chinesische Waren von US-Präsident Trump angekündigt, die Unsicherheit am Markt wächst. Für Spekulanten und Finanzjongleure dient diese Ankündigung des US-Präsidenten, um am deutschen Strommarkt die Möglichkeit zu nutzen, den Stromkonsumenten unberechtigt noch mehr Geld abzufordern, das diese dann niemals zurück bekommen werden.

So fließen Milliarden Euro der Energieverbraucher Deutschlands auf die Konten von Hedge Fonds und anderen Spekulanten, um deren Geldmengen zu vermehren.

An diesem Beispiel lässt sich ablesen, wie eine einzige Aussage, deren Realitätswert überhaupt nicht feststeht, zur sofortigen finanziellen Belastungen für die deutschen Energieverbraucher führt.

Deutschland ist ein souveräner Staat. Mit ihrem Amtseid schwören die politisch Verantwortlichen das deutsche Volk zu schützen. Trotz dieses Schwurs scheinen die Verantwortlichen diesen Auftrag nicht nachkommen zu wollen.

Natürlich gab es immer schon Gier, also besinnungsloses Gewinnstreben. Selbstverständlich gab es auch schon immer die legalisierte Korruption. Aber unverantwortliches Management, besinnungslose Spekulation und falsche Geldpolitik führen zu Fehlleistungen und werden zu einem unerwarteten Zeitpunkt vom Markt bestraft. Letztendlich wird dies nicht nur die Zivilbevölkerung treffen.

Wenn die erste Reihe der politisch Verantwortlichen zu Lasten der Verbraucher wegsieht, erwarte ich von denen, die in der zweiten Reihe sitzen Zivilcourage. Nehmet Stellung zu diesen unerträglichen Vorgängen und zwingt euer Umfeld zum Handeln. Zeigt ihnen, dass jeder Mensch in Deutschland eine Daseinsberechtigung hat und nicht unverschuldet in Not geraten darf.

Wir als Verbraucher dürfen auch nicht ruhig bleiben. Auch wir als Energieverbraucher müssen den Politikern klarmachen, dass wir nicht Spielball der Finanzmarktjongleure sind. Die Klimabewegung Fridays for Future zeigt auf, dass man in Situationen, in denen politisch Verantwortliche wegschauen, gemeinsam vieles erreichen kann.

Autor: Gerfried I. Bohlen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/mit-zivilcourage-gegen-spekulanten/

Welterschöpfungstag 2019 – Wohlgefühl wichtiger als Wohlstand

Würden alle Menschen so leben wie in Deutschland, wäre der Erdüberlastungstag bereits im Mai gewesen. Somit würde Deutschland drei Erden brauchen. Im Gegensatz dazu käme Indien, das ähnlich viele Einwohner wie China und vier Mal mehr als die USA hat, mit 0,7 Welten zurecht.

Was muss Deutschland tun? Unsere Wirtschaftsstrukturen arbeiten konsequent am Wohlstand für alle. Nur werden es Jahr für Jahr immer weniger Menschen, die an diesem Wohlstand teilhaben können. Vielen Menschen wäre schon damit gedient, wenn sie ein ausreichendes Einkommen hätten und bezahlbaren Wohnraum. Das würde ihnen ein grundsätzliches Wohlgefühl vermitteln.

Stattdessen ist die Zivilbevölkerung neben steigender Armut, unbefriedigenden Bildungschancen und einem optimalen Gesundheitssystem auf eine industrielle Nahrungsmittelproduktion angewiesen. Ob Massentierhaltung in Deutschland oder Zitrusfrüchte aus Marokko. Massenproduktion ist billig in der Herstellung, jedoch wollen zu viele Zwischenhändler davon profitieren. Den Preis zahlt der Kunde an der Supermarktkasse. Mit gerechten Löhnen könnten sich Verbraucher auch mit regional erzeigten Produkten eindecken. Bioprodukte, die entgegen der industriellen Produktion nicht mit Pestiziden belastet sind.

Die Konstellation gerechtes Gehalt und regionale Versorgung würde zum bewussten Umgang mit Nahrungsmitteln führen und unsere Erde nachhaltig entlasten.

Bündnis 90/Die Grünen sind in neun Bundesländern als Koalitionäre in der Verantwortung. In Baden-Württemberg stellen sie mit Herrn Kretschmann zusätzlich den Ministerpräsidenten. Zudem fordert Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt in den Dresdner Neuste Nachrichten: „Wir müssen das Ruder rumreißen, und zwar dringend.“ Bündnis 90/Die Grünen haben im Bundesrat die Möglichkeit selbst eingebrachte Gesetzesinitiativen durchzusetzen. Sie sollten nicht zu lange warten, sonst verlieren sie an Glaubwürdigkeit.

Der bayerische Ministerpräsident fordert, den Klimaschutz als verpflichtende Staatsaufgabe im Grundgesetz zu verankern. Analysiert man jedoch seine Aussage, ein „Jahrhundertvertrag“ sei angesichts der anstehenden „Jahrhundertaufgabe“ nötig, heißt das ja nichts anderes, dass er sich sehr viel Zeit zur Umsetzung der notwendigen Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels einräumt. Zudem fordert er im Konjunktiv, dass alle politischen Ebenen – Bund, Länder und Kommunen – erklären müssten, was sie zum Erreichen der Klimaziele beitragen könnten. Wenn Herr Söder weiß, dass im föderalistischen System der Beitrag zum Erreichen des Klimaziels nicht ausreichend ist, hat er die Möglichkeit über die 46 CSU-Abgeordneten der CSU-Landesgruppe im Bundestag eine gezielte Gesetzesinitiative zu ergreifen. Nur sollte sich die Umsetzung seiner Ankündigungen nicht über sein angekündigtes Jahrhundert hinausziehen.

Autor: Gerfried I. Bohlen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/welterschoepfungstag-2019-wohlgefuehl-wichtiger-als-wohlstand/

Leben gestalten – oder das Überleben riskieren!

Ein Appell zur unterschätzten Gefahr für das Weltklima

In diesem Frühjahr benannten die Vereinten Nationen das Auftauen der Dauerfrostböden als eine der fünf unterschätzten Umweltgefahren. Zeitgleich begaben sich Polarforscher auf eine Expedition in den hohen Norden Sibiriens.

Klimawandel lässt uraltes Eis im Permafrost schmelzen

„Permafrost ist Boden, Sediment oder Gestein, das zwei Jahre in Folge gefroren ist“. So die Definition für den Dauerfrostboden. Im Permafrost liegen Tiere und Pflanzen aus der nahen und fernen Vergangenheit begraben. Es gibt Permafrost, der schon über 100.000 Jahre gefroren ist. Bis in eine Tiefe von 1.200 Metern kann der gefrorene Boden reichen. Da die arktischen Winter in den vergangenen Jahren wärmer wurden, tauen nun immer tiefere Erdschichten auf. Das führt dazu, dass im Boden lebende Mikroorganismen die Tier- und Pflanzenreste zersetzen, die lange Zeit durch den Frost geschützt waren. Dabei setzen die Mikroorganismen Kohlenstoff frei, der in Form von Treibhausgas in die Atmosphäre entweicht – entweder als Kohlenstoffdioxid, kurz CO2, oder als Methan (CH4).

Treibhausgase werden freigesetzt

Bei Methan handelt es sich um ein Gas, das etwa 25-mal so klimawirksam wie CO2 ist. Aus diesem Grund warnen die Vereinten Nationen in ihrem aktuellen Jahresbericht davor, die Umwelt- und Klimagefahren aus tauendem Permafrost zu unterschätzen: Das Auftauen des Dauerfrosts führt dazu, dass Treibhausgase freigesetzt werden, die wiederum die Erderwärmung beschleunigen. Je wärmer es auf der Erde wird, desto schneller tauen die Permafrostböden, womit sich der Kreis schließt. Man spricht hier von einem „positiven Rückkopplungseffekt“.

Gigantischer Kohlenstoffspeicher gefährdet Weltklima

Diese Erkenntnis ist besorgniserregend. Die Permafrostregionen auf dem ganzen Globus enthalten unvorstellbare 1.300 Gigatonnen Kohlenstoff. Den Faktor Permafrost beziehen die bisherigen Klimamodelle nicht ausreichend mit ein. Zum Vergleich: 2017 betrug der weltweite CO2 Ausstoß 36,2 Milliarden Tonnen.1960 im Zeitalter von Kohle und Stahl waren es 9,4 Milliarden Tonnen. Während 1960 3 Milliarden Menschen die Welt bevölkerten sind es heute, im Jahr 2019 7,7 Milliarden Menschen.

Tauender Permafrost kann das Weltklima zum Kippen bringen. Wenn sich die Erde weiter im momentanen Tempo erwärmt, kann das Treibhausgas aus Permafrost die globale Durchschnittstemperatur zusätzlich um 0,3 Grad steigen lassen. Und das fällt durchaus ins Gewicht: Der Weltklimarat prognostiziert, dass bereits bei einer Erwärmung um durchschnittlich 1,5 Grad etwa 70 bis 90 Prozent der Korallenriffe verschwinden und einige flache Inselstaaten durch den Meeresspiegelanstieg unbewohnbar sein werden. Der Klimawandel führt zu Extremwetterereignissen. Die Ozeane sind Grundlage des Lebens, doch die Meere sind akut gefährdet. Der ansteigende Meeresspiegel, Hunger und Obdachlosigkeit werden immer mehr Menschen zwingen, ihre Heimat zu verlassen.

Legt ruhig weiter die Hände in den Schoß und redet Euch als Mitverursacher raus aus der Klimakrise.

Schon in überschaubarer Zeit werden die Folgen Eures Nichthandelns Euch und Eure Nachkommen einholen.

Autor: Gerfried I. Bohlen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/leben-gestalten-oder-das-ueberleben-riskieren/

Klimakabinett – oder der Versuch die Diskussionshoheit zum Thema zurück zu gewinnen.

Die zum Klimathema getriebene Bundesregierung beweist mit ihrem Klimakabinett, wie grob fahrlässig sie dieses Thema behandelt.
Auch nach dem dritten Spitzentreffen am 18.07.2019 im Kanzleramt kam es zu keinen Entscheidungen. Zum wiederholten Male wurden Resultate auf einen Zeitpunkt in der Zukunft versprochen.

Diskutiert wurde die CO2-Steuer. Hier werden die Verantwortlichen bis September sicher einen Beschluss fassen.

Selbstverständlich hat Geld eine Lenkungskraft. Fragwürdig wird die Diskussion, wenn die CO2-Steuereinnahmen zur Regulierung des Bundeshaushaltes verwendet werden. Aktuell ist es wenig glaubhaft, dass die über die CO2-Steuer eingezogenen Gelder wieder an den Verbraucher zurückgegeben werden. Viel sinnvoller und wichtig sind eine transparente Reinvestierung in CO2vermeidende Projekte und nachhaltig wirkende Strategien. Hier die dringend erforderliche Umstrukturierung der Verkehrsinfrastruktur.

Allein im Bereich Verkehr geben die Verwaltungsstrukturen in Deutschland keine wirkungsvolle Kontrolle her. Bei 64,8 Millionen Kraftfahrzeugen wäre auch das Kraftfahrtbundesamt mit seinen 900 Beschäftigten völlig überfordert. Da kämen auf jeden Beschäftigten, einschließlich Auszubildende, 72.000 Kraftfahrzeuge im Jahr, bei denen die noch festzulegenden Normen zum Schutz des Klimas überprüft werden müssten. Selbstverständlich würden auch weitere Behörden frequentiert, wie die Finanzämter, das Bundesumweltamt, das Wirtschaftsministerium etc. Hinzu käme dann auch das Thema Gebäudesanierung. Kontrovers wird zudem die Luftverkehrsabgabe diskutiert.

Ein Beispiel: Am 1. April 1999 wurde die Stromsteuer im Rahmen des Gesetzes zum Einstieg in die ökologische Steuerreform in der Bundesrepublik eingeführt. Seit nunmehr fünfzehn Jahren wird den Stromkunden verkündet, dass diese Steuer abgeschafft werden soll. Man kann daraus ableiten, bei von allen Seiten öffentlich dargestellten Vorteilen für das Klima wird eines übrigbleiben – die Mehrbelastung der Zivilbevölkerung.

Es wäre wünschenswert, dass die Bundesregierung es schafft, beim Umweltministerium eine effektiv arbeitende Abteilung einzurichten, die sich ausschließlich auf die angekündigte Zirkulation der CO2–Steuer konzentrieren darf. Das wäre bei Einhaltung der erforderlichen Transparenz ein nachhaltig klimawirkender Impuls. Sowohl für den Einzug der CO2–Steuer als auch für die Rückerstattung bedarf es genau festgelegter Richtlinien, die ohne Ausnahme für die Gesamtgesellschaft Gültigkeit beweisen müssen.

Die Formel sollte sich am Verursacherprinzip orientieren – sowohl positiv als auch negativ. Eine für alle Emissionen öffentlich zugängliche und nachvollziehbare Staffelung, die wissenschaftlich untermauert ist und bei Bedarf aktualisiert werden muss, würde die Akzeptanz der Zivilbevölkerung erreichen. Grundsätzlich ist hierbei zu beachten, dass es eine steigende Mehrheit in Deutschland gibt, die in prekären Verhältnissen leben müssen. Auch hier kann die politische Verantwortung greifen. So zum Beispiel durch die finanzielle Befreiung zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Autor: Gerfried I. Bohlen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/klimakabinett-oder-der-versuch-die-diskussionshoheit-zum-thema-zurueck-zu-gewinnen/

Die Strompreislüge

Politik unter der Knute des Irrglaubens

In seiner „Nationalen Industriestrategie 2030“ setzt Altmaier die „Sicherung beziehungsweise Wiedererlangung der wirtschaftlichen und technologischen Führungsposition Deutschlands und der Europäischen Union“ zum Ziel.

Auf verbreitete Kritik stößt der altmaiersche Ansatz, „industrielle Schlüsselbereiche“ zu definieren und „strategische Technologieveränderungen“ zu benennen. „Ökonomen sind gegenüber dem Rosinenpicken durch Politiker traditionell skeptisch, und ich glaube, in der Vergangenheit gesammelte Daten bzw. Erfahrungen belegen dies.“, sagte Ifo-Experte Felbermayr. „Was wir brauchen, ist ein Umfeld, in dem jede Branche Spitzenunternehmen hervorbringen kann, wenn sich die Möglichkeiten dazu in Deutschland eröffnen“, so der Ökonom.

Auch von den Wirtschaftsverbänden bekommt Minister Altmaier an dieser Stelle wenig Zustimmung. „Der Staat hat die Aufgabe, zu flankieren und die richtigen Leitplanken zu setzen“, sagt BDI-Chef Kempf. „Die Entscheidungen über Investitionen trifft die Wirtschaft.“ Eine diese flankierenden Leitplanken ist laut Gerfried Bohlen, CEO der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG, die ungerechtfertigte Ausuferung der Stromkosten für den deutschen Mittelstand und den Haushaltsstrom.

Nach dem Grundsatz Ursache und Wirkung sind hier die Argumente zur Berechnung der zu Grunde liegenden Großhandelspreise kritisch zu hinterfragen. Besonders dem Mittelstand werden monetäre Mittel entzogen, die für richtungsweisende Innovationen zur Klimabewältigung dringend erforderlich sind.

Bei den Privathaushalten konterkarieren die Mehrkosten für Strom die Bemühungen Produkte, die aus regionaler Herstellung kommen, am Markt zu etablieren. Ein stetig größerer Teil der Bevölkerung befürwortet den regionalen Wirtschaftskreislauf.

Die Strompreisbildung befindet sich unnötiger Weise in einem Spannungsfeld nicht vergleichbarer unterschiedlicher Handelswaren und Ereignisse.
Hier einige Zitate aus veröffentlichten Marktanalysen zur Berechnung der Strompreis-Börsenpreise:
– Handelsstreit, Trump kündigt Sanktionen gegen den Technikkonzern Huawei an
– Rücktritt von Premierministerin May
– Anstieg des Kohleimports nach China
– USA niedrigere Importe aus China
– Fehlende Impulse am EUA-Markt
– schwächere Notierungen bei den anderen Commodities
– schwache Auktion am Markt für Emissionszertifikate
– Feiertag in Frankreich, Belgien und Tschechien
– In Europa bleibt der Kohlebedarf gering
– CO2 und Kohle üben Druck auf das kommende Kalenderjahr aus

Seit 2016 finden sich die relevanten Vorschriften in der Marktmissbrauchsverordnung (Verordnung (EU) Nr. 596/2014), um Manipulationshandlungen durch Spekulationen der Finanzjongleure entgegen zu wirken. Hier ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie verpflichtet umgehend und nachhaltig zu reagieren.

Laut Bohlen muss gewährleistet werden, dass Verbraucher und andere Marktteilnehmer Vertrauen in die Stabilität der Strom- und Gasmärkte haben können. Dass die auf den Energiegroßhandelsmärkten gebildeten Preise ein faires und auf Wettbewerb beruhendes Zusammenspiel zwischen Angebot und Nachfrage widerspiegeln und dass aus dem Marktmissbrauch keine unrechtmäßigen Gewinne gezogen werden können.

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/die-strompreisluege/

Die Armut in Deutschland steigt und es steigen auch die Strompreise.

So kam es dazu, dass 344.000 Haushalten 2018 der Strom abgestellt wurde.
Im letzten Jahrzehnt haben sich die Stromrechnungen vielerorts mehr als verdoppelt– und das, obwohl viele Verbraucher sich umweltbewusst verhalten und versuchen, Energie einzusparen. Besonders ärgerlich ist es, wenn man Sparmaßnahmen so weit wie möglich ausschöpft und die Strompreisentwicklung diese Anstrengungen – zumindest auf der Stromrechnung – wieder neutralisiert.
Innerhalb Europas schneidet Deutschland eher schlecht ab mit einem Durchschnittspreis von 29,42 ct/kWh. In Großbritannien und den Niederlande liegt der kWh-Preis beispielsweise unter 20 Cent; in Frankreich sind es sogar unter 15 Cent. In Italien zahlt man etwas mehr, aber auch hier liegen die Kosten mit rund 23 Cent unter den deutschen Tarifen.

Fairness und Verlässlichkeit bietet in dieser Situation die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG. Als Genossenschaft verzichtet sie darauf dem Endverbraucher hohe Margen abzuverlangen. Somit entwickeln Sie neues Vertrauen in Ihre Stromversorgung.

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/die-armut-in-deutschland-steigt-und-es-steigen-auch-die-strompreise/

EGRR: Wie sich der Strompreis (wirklich) zusammensetzt – 109 Prozent Preissteigerung für Strom seit dem Jahr 2000

Energiekosten belasten Verbraucher sowie kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland.

EGRR: Wie sich der Strompreis (wirklich) zusammensetzt - 109 Prozent Preissteigerung für Strom seit dem Jahr 2000

EGRR-Vorstandsvorsitzender Gerfried Bohlen plädiert für gerechtere Umverteilung der Energiekosten. (Bildquelle: EGRR)

Die Befreiung stromintensiver Unternehmen von den Netzentgelten, die EEG-Umlage, der Weltkohlehandel und damit verbundene Finanzspekulationen sowie mangelnde Transparenz bei der Preisgestaltung haben in den vergangenen Jahren zu massiven Strompreiserhöhungen geführt. Diese gehen letztlich zu Lasten der privaten Verbraucher sowie der kleinen und mittleren Unternehmen. Gerfried I. Bohlen, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG, erklärt, wie sich der Strompreis (wirklich) zusammensetzt und fordert mehr ökonomische und soziale Gerechtigkeit.

Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte ist seit dem Jahr 2000 um 109 Prozent gestiegen, von 13,94 auf 29,16 Cent in 2017 pro Kilowattstunde (kWh). Mehr als die Hälfte davon zahlt der private Verbraucher an den Staat – für Steuern, Abgaben und Umlagen. „Hierzulande findet eine nicht zu rechtfertigende Umverteilung der Kosten zu Lasten der Allgemeinheit statt“, sagt Gerfried I. Bohlen, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG (EGRR).

Netzentgelte

Seit 2008 sind die Netzentgelte um 27 Prozent gestiegen. Unternehmen mit einem hohen Stromverbrauch von mehr als zehn Gigawattstunden sind dabei von deren Zahlung befreit. „Als Argument der Politik gilt die Erhaltung der Konkurrenzfähigkeit dieser Unternehmen auf dem Weltmarkt. Das ist aus meiner Sicht nicht haltbar, da auch andere Staaten dafür Sorge tragen, dass ihre Unternehmen konkurrenzfähig bleiben. Die Kosten werden auf die privaten Verbraucher abgewälzt, ungeachtet der individuellen Lebenssituationen von Familien und Alleinerziehenden“, so Bohlen. Etwa 17 Millionen Haushalte waren im ersten Quartal dieses Jahres von einer Erhöhung ihrer Tarife betroffen, Tendenz steigend. „Allen Verbrauchern werden geschätzt Mehrkosten von 4,3 Milliarden Euro zugemutet, die im Normalfall von den bevorzugten Unternehmen ohne Probleme zu zahlen wären“, so Bohlen.
Der legalisierte Kostenvorteil verzerre zudem den Wettbewerb am deutschen Markt zu Lasten des Klein- und Mittelstandes. Bohlen: „Energiekosten gehören zu den höchsten innerbetrieblichen Kosten. Deren Umlage auf Produkte, Waren oder Dienstleistungen belasten somit auch die Wirtschaftlichkeit von kleinen und mittleren Unternehmen.“

EEG-Umlage

Ein weiterer Faktor für den Preisanstieg liegt laut Bohlen in der EEG-Umlage, die sich zum 01. Januar 2017 um 8,3 Prozent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde erhöht hat. Die jeweilige EEG-Umlage errechnet sich aus einer Prognose der Netzbetreiber hinsichtlich Einnahmen und Ausgaben für das kommende Jahr. Auch der Saldo des EEG-Kontos wird berücksichtigt und ein Puffer von zehn Prozent als Liquiditätsreserve im Einvernehmen mit der Bundesnetzagentur eingerechnet. „2016 war das EEG-Konto das ganze Jahr über im Plus, und Ende August waren vom Polster noch beinahe drei Milliarden Euro übrig. Die Prognose der Netzbetreiber, dass der starke Zubau bei der Windenergie den Überschuss im Jahresverlauf sukzessive aufbraucht, trat nicht ein“, sagt Bohlen, und ergänzt: „Der hohe Kontostand weckt jedes Jahr Begehrlichkeiten, doch statt die Verbraucher sowie den Klein- und Mittelstand zu entlasten, wurden weitere Industriezweige durch eine Befreiung der EEG-Umlage begünstigt. Die Zahl der befreiten Unternehmen ist 2016 bereits auf 2.137 angestiegen – die gewährten EEG-Rabatte summierten sich für das Jahr 2014 auf 4,8 Milliarden Euro. Geld, das die ,nicht privilegierten Verbraucher aufbringen müssen“, so Bohlen.

Einen möglichen Ausweg sieht der EGRR-Vorstandsvorsitzende in einem Vorschlag des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW). Dieser plädiert für die Ersetzung der EEG-Umlage durch einen „Energiesoli“, der über einen Aufschlag auf die Einkommens- und Körperschaftsteuer finanziert werden soll. Bohlen: „Dieser Vorschlag sollte daraufhin geprüft werden, ob damit eine gerechtere Umverteilung der Energiekosten gewährleistet werden kann.“

Weltkohlehandel

Zudem wirken sich der Weltkohlehandel und damit verbundene Finanzspekulationen auf den deutschen Strompreis aus. „Der Kohlestromexport erreicht derzeit ein Allzeithoch, vor allem aufgrund des günstigen Preises dieses Energieträgers“, so Bohlen. „Im Jahr 2016 erreichte der Derivatehandel in Europa etwa das 40-fache des physischen Volumens. Wenn im Derivatehandel mit Kohle mit Verlusten zu rechnen ist, kann diese Erwartung am Spotmarkt den Strompreis in die Höhe treiben. Somit wird auch hier das Risiko auf den Verbraucher übertragen“, erklärt der EGRR-Vorstandsvorsitzende. Vielmehr müsse die Energiewende im Verzicht auf umwelt- und klimabelastende fossile Energieträger intensiver umgesetzt werden – ohne zusätzliche finanzielle Belastungen für die Verbraucher.

Mangelnde Transparenz

Obwohl Deutschland im Bereich Strom einen Exportüberschuss verzeichnet, wird immer noch Strom aus dem Ausland importiert. „Dabei werden mögliche künftige Ereignisse, die nicht direkt mit der deutschen Energiepreisfindung im Zusammenhang stehen, dem Verbraucher aufgelastet. So hat in der Vergangenheit die Erwartung einer Hitzewelle in Frankreich den hiesigen Strompreis nach oben getrieben, in einem anderen Fall wurde mit Produktionsproblemen in Australien spekuliert, oder es werden Wartungsarbeiten bei Atomkraftwerken im Ausland als Gründe für Preiserhöhungen herangezogen“, sagt Bohlen. Grundsätzlich sollten verlässliche Kosten die Grundlage der Energiepreisberechnung bilden. „Jeder Energieverbraucher hat das gesetzlich verbriefte Recht nach § 16, Abs. 1 Stromgrundversorgungsverordnung, die Kosten seiner Energie bis in Detail aufgeschlüsselt zu bekommen. Für die Gestaltung des Energiemarktpreises durch die Großhändler und durch die Energiebörse gibt es keine plausibel nachvollziehbaren Erläuterungen“, betont der EGRR-Vorstandsvorsitzende.

Die Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG (EGRR) mit Sitz in Dinslaken wurde im Juli 2007 durch Gerfried I. Bohlen gegründet und beschäftigt heute neun Mitarbeiter. Mit starken Partnern, 20.000 Kunden und mehr als 4.000 Mitgliedern setzt sich die EGRR – anders als die meisten anderen Energiegenossenschaften – bundesweit für die Umsetzung der Energiewende und eine lebenswerte Zukunft ein. Als „alternatives Unternehmen“, das transparent und ohne Gewinnabsicht arbeitet, stellt sie sich dabei dem Markt mit den Produkten Strom und Gas, einer fundierten Energieberatung sowie einem ausgeprägten Service.

Firmenkontakt
Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG
Gerfried I. Bohlen
Heistermannstraße 65
46539 Dinslaken
02064/7789 390
informationen@egrr.de
http://www.egrr.de

Pressekontakt
Zilla Medienagentur GmbH
Matthias Sassenberg
Kronprinzenstraße 72
44135 Dortmund
02 31/22 24 46 0
info@zilla.de
http://www.zilla.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/egrr-wie-sich-der-strompreis-wirklich-zusammensetzt-109-prozent-preissteigerung-fuer-strom-seit-dem-jahr-2000/

Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG begrüßt neue Auszubildende

Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG begrüßt neue Auszubildende

Gerfried Bohlen (l.) & Jörg Wegener (r.) begrüßen die neuen EGRR-Azubis Dalina Buers & Steven Luft. (Bildquelle: Gerd Lorenzen/EGRR)

Die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG (EGRR) in Dinslaken bildet in diesem Jahr erstmals eigene Fachkräfte aus. Am 1. August 2017 beginnen Dalina Buers und Steven Luft beim bundesweiten Strom- und Gasanbieter ihre Ausbildungen zur Kauffrau für Büromanagement und zum Informatikkaufmann. Am Donnerstag, 22. Juni 2017, wurden die beiden von den Mitarbeitern der EGRR offiziell begrüßt.

„Es freut uns, diesen jungen Menschen den Start in das Berufsleben zu ermöglichen. Wir wünschen ihnen dabei viel Erfolg“, sagt Gerfried I. Bohlen, Vorstandsvorsitzender der EGRR, und ergänzt: „Ziel ist es, unser Team gezielt und auf lange Sicht zu verstärken.“ Innerhalb von drei Jahren werden die beiden Azubis gezielt auf ihre Abschlussprüfung und die Berufspraxis vorbereitet. Eine individuelle Förderung erhalten sie zudem in Zusammenarbeit mit der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve durch Weiterbildungen sowie interne und externe Schulungen.

Die 22-jährige Dalina Buers und der 20-jährige Steven Luft konnten sich in einem weiten Bewerberfeld durchsetzen. „Wir haben viel Energie in ein umfangreiches Auswahlverfahren investiert. Insgesamt 140 Bewerbungen sind bei uns eingegangen, rund 40 Einzelgespräche haben wir geführt“, berichtet Jörg Wegener, Ausbilder im zurzeit noch elfköpfigen EGRR-Team. Die neuen Azubis konnten dabei aufgrund ihres schulischen Werdegangs und ihrer persönlichen Eigenschaften überzeugen. „Wir sind uns sicher, dass sich die beiden gut in unsere Gemeinschaft einfügen werden“, so Wegener. Sämtliche Kollegen würden sie dabei mit Rat und Tat unterstützen und in das Tagesgeschäft einbinden – ab August 2017 im neuen Firmensitz im Gewerbegebiet Dinslaken-Süd, Rubbertskath 12.

„Selbstverständlich planen wir, unseren Nachwuchs nicht nur auszubilden, sondern im Anschluss auch zu übernehmen. Wer bei uns gelernt hat, kennt und versteht letztlich unsere Firmenphilosophie“, betont Bohlen. Neben dem Vertrieb von Ökostrom und Ökogas engagiert sich die EGRR mit Produkten und Dienstleistungen rund um die Themen Energieeffizienz und -management und setzt sich für das Erreichen der Energiewende ein.

Die Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG (EGRR) mit Sitz in Dinslaken wurde im Juli 2007 durch Gerfried I. Bohlen gegründet und beschäftigt heute neun Mitarbeiter. Mit starken Partnern, 20.000 Kunden und mehr als 4.000 Mitgliedern setzt sich die EGRR – anders als die meisten anderen Energiegenossenschaften – bundesweit für die Umsetzung der Energiewende und eine lebenswerte Zukunft ein. Als „alternatives Unternehmen“, das transparent und ohne Gewinnabsicht arbeitet, stellt sie sich dabei dem Markt mit den Produkten Strom und Gas, einer fundierten Energieberatung sowie einem ausgeprägten Service.

Firmenkontakt
Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG
Gerfried I. Bohlen
Heistermannstraße 65
46539 Dinslaken
02064/7789 390
informationen@egrr.de
http://www.egrr.de

Pressekontakt
Zilla Medienagentur GmbH
Matthias Sassenberg
Kronprinzenstraße 72
44135 Dortmund
02 31/22 24 46 0
info@zilla.de
http://www.zilla.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/energiegenossenschaft-rhein-ruhr-eg-begruesst-neue-auszubildende/

„Umdenken und gemeinsam Handeln“ – Kommentar der EGRR anlässlich der „Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit“ vom 30. Mai bis 05. Juni

"Umdenken und gemeinsam Handeln" - Kommentar der EGRR anlässlich der "Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit" vom 30. Mai bis 05. Juni

Gerfried Bohlen, Vorstandsvorsitzender der EGRR, begrüßt die „Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit“. (Bildquelle: EGRR)

„Die Menschheit verbraucht nach wie vor mehr Ressourcen, als die Erde hergibt. Von daher geben die Aktionstage einen wichtigen Impuls zum Umdenken und der langfristigen Veränderung des eigenen Handelns“, sagt Gerfried I. Bohlen, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG, anlässlich der „Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit“. Diese finden in diesem Jahr vom 30. Mai bis 05. Juni statt und wurden 2012 vom Rat für Nachhaltige Entwicklung ins Leben gerufen.

Wirtschaft

„Es sind alle – die Politik, die Unternehmen und jeder einzelne Bürger gefordert. Mit Engagement, Bewusstsein und vor allem mit guten Beispielen lässt sich viel erreichen. Dies zeigen die zahlreichen Aktionen, die auch in diesem Jahr wieder anlässlich der Aktionstage stattfinden“, erklärt Bohlen. Zum Beispiel seien die Vorteile nachhaltigen Wirtschaftens, das heißt der kontinuierlichen Optimierung ökologischer, ökonomischer und sozialer Erfolgsfaktoren, vielfältig. Denn „sie stärken langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Dazu gehören zum Beispiel Kosteneinsparungen durch Ressourceneffizienz, Kundenzufriedenheit durch Qualitätsprodukte, Imagegewinn und motivierte Mitarbeiter“, so der Energieexperte.

Politik

Überdies würde die deutsche Wirtschaft bei konsequenter Umsetzung der Klimaziele und der Energiewende seitens der Politik nachhaltig profitieren. Bohlen: „Investitionen in neue Zukunftsmärkte bringen Wertschöpfung und Arbeitsplätze und leisten einen wesentlichen Beitrag zum sozialen Frieden. Zudem werden Unternehmen immer strenger danach bewertet, ob sie eine nachhaltige Energie- und Umweltpolitik verfolgen.“ Allerdings bedürfe es dazu veränderter Marktbedingungen. „Wir benötigen eine zentrale und zwingend neutrale Stelle, um Ergebnisse effektiv zu koordinieren und umzusetzen. Qualität muss maßgebender Grundsatz sein, um die Umwelt- und Klimaziele zu erreichen.“

Bürger

Ein jeder sei zudem aufgerufen, Strategien entwickeln, um Müll zu vermeiden, beim Einkauf auf nachhaltig erzeugte Produkte achten und den eigenen Energieverbrauch senken. „Elektrogeräte mit einer guten Effizienzklasse, Steckdosen die sich bequem per Schalter ein- und ausschalten lassen oder Stoßlüften – neben den gängigen Energiesparlampen kann man im Alltag mit wenigen Veränderungen und Tricks Strom sparen und so unsere Umwelt und das Klima schonen.“

Die Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG (EGRR) mit Sitz in Dinslaken wurde im Juli 2007 durch Gerfried I. Bohlen gegründet und beschäftigt heute neun Mitarbeiter. Mit starken Partnern, 20.000 Kunden und mehr als 4.000 Mitgliedern setzt sich die EGRR – anders als die meisten anderen Energiegenossenschaften – bundesweit für die Umsetzung der Energiewende und eine lebenswerte Zukunft ein. Als „alternatives Unternehmen“, das transparent und ohne Gewinnabsicht arbeitet, stellt sie sich dabei dem Markt mit den Produkten Strom und Gas, einer fundierten Energieberatung sowie einem ausgeprägten Service.

Firmenkontakt
Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG
Gerfried I. Bohlen
Heistermannstraße 65
46539 Dinslaken
02064/7789 390
informationen@egrr.de
http://www.egrr.de

Pressekontakt
Zilla Medienagentur GmbH
Matthias Sassenberg
Kronprinzenstraße 72
44135 Dortmund
02 31/22 24 46 0
info@zilla.de
http://www.zilla.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/umdenken-und-gemeinsam-handeln-kommentar-der-egrr-anlaesslich-der-deutschen-aktionstage-nachhaltigkeit-vom-30-mai-bis-05-juni/

Meeresspiegel steigt stärker als erwartet.

EGRR: Konsequenter Ausbau regenerativer Energien ist Schlüssel zur Lösung

Meeresspiegel steigt stärker als erwartet.

Zum Schutz unserer Umwelt muss der Ausbau der erneuerbaren Energien konsequenten erfolgen. (Bildquelle: Vanessa Leißring)

Der Frühling beginnt immer früher und die Temperaturen klettern in die Höhe. Die Folgen des Klimawandels sind Trockenperioden, kürzere Winter und ein drastischer Anstieg des Meeresspiegels. Jüngste Prognosen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie zeigen, dass dieser bis zum Ende des Jahrhunderts schneller und stärker ansteigen kann als bislang vermutet – auf bis zu 170 anstatt rund 98 Zentimeter.

„Der Schlüssel zur Lösung kann nur im konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien bestehen. Die Notwendigkeit zum Handeln beginnt bereits auf nationaler Ebene. Angefangen bei unserer Verpflichtung gegenüber den Drittländern bis hin zu der Erkenntnis, dass wir es als Bundesrepublik Deutschland leisten – und mit unseren technologischen Grundlagen diese Aufgabe schultern können“, erklärt Gerfried I. Bohlen, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG (EGRR).

„Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und unseren Bedarf vollkommen aus regenerativen Quellen zu decken, müssen wir in den kommenden Jahren weitere Fortschritte in der Wissenschaft und Technik machen. Zukunftsweisende Rezepte können unter anderem das Lasten-Management und Stromspeicher sein“, so der Energieexperte.

Werden Kohle, Erdgas und Öl verbrannt, entsteht das klimaschädliche Treibhausgas CO2, das zur Erderwärmung beiträgt. Aktuelle Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) zur Klimabilanz ergaben, dass im vergangenen Jahr insgesamt 906 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt wurden. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Ausstoß um vier Millionen Tonnen gestiegen. „Obwohl immer mehr Energie aus Sonnen- und Windkraft produziert wird, bleibt die Kohlestromproduktion in Deutschland konstant. Wir decken zwar unseren Bedarf zunehmend über regenerative Quellen, beliefern aber dafür die Niederlande, Österreich und Frankreich mit Kohlestrom“, so Bohlen. Der Grund seien anhaltend niedrige Preise. Kohlekraftwerke würden zudem klimafreundlichere sowie flexiblere Gaskraftwerke vom Markt verdrängen.

Die Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG (EGRR) mit Sitz in Dinslaken wurde im Juli 2007 durch Gerfried I. Bohlen gegründet und beschäftigt heute neun Mitarbeiter. Mit starken Partnern, 20.000 Kunden und mehr als 4.000 Mitgliedern setzt sich die EGRR – anders als die meisten anderen Energiegenossenschaften – bundesweit für die Umsetzung der Energiewende und eine lebenswerte Zukunft ein. Als „alternatives Unternehmen“, das transparent und ohne Gewinnabsicht arbeitet, stellt sie sich dabei dem Markt mit den Produkten Strom und Gas, einer fundierten Energieberatung sowie einem ausgeprägten Service.

Firmenkontakt
Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG
Gerfried I. Bohlen
Heistermannstraße 65
46539 Dinslaken
02064/7789 390
informationen@egrr.de
http://www.egrr.de

Pressekontakt
Zilla Medienagentur GmbH
Matthias Sassenberg
Kronprinzenstraße 72
44135 Dortmund
02 31/22 24 46 0
info@zilla.de
http://www.zilla.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/meeresspiegel-steigt-staerker-als-erwartet/

Tag der erneuerbaren Energien am 29. April 2017: EGRR fordert verstärkten Ausbau der dezentralen Energieversorgung

Tag der erneuerbaren Energien am 29. April 2017: EGRR fordert verstärkten Ausbau der dezentralen Energieversorgung

EGRR fordert verstärkten Ausbau der dezentralen Energieversorgung. (Bildquelle: Vanessa Leißring)

Der Anteil regenerativer Energien soll bis zum Jahr 2020 mindestens 18 Prozent des gesamten Endverbrauchs ausmachen. Laut einer Trend-Prognose des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. droht Deutschland das verbindliche EU-Ziel kurz vor dem Tag der erneuerbaren Energien am 29. April zu verfehlen. „Zurzeit liegt der Anteil bei rund 14,6 Prozent. Wird das Ausbautempo nicht gesteigert, beträgt der Wert in drei Jahren lediglich 16,7 Prozent“, sagt Gerfried I. Bohlen, Vorstandsvorsitzender der bundesweit tätigen Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG (EGRR).

Einzig mit Hilfe regenerativer Quellen wie Wasser, Wind und Sonne kann die CO2-Emission dauerhaft gesenkt werden. Als grundlegende Voraussetzung sieht Bohlen die verstärkte Dezentralisierung der Energieversorgung. „Bei der Produktion sollte der Fokus nicht rein auf wirtschaftliche Interessen gelegt sein – von der Aktionärspolitik weg zu einer Politik der Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit.“ Anders sei eine Abkehr von den fossilen Energieträgern langfristig nicht zu gewährleisten. Dringend notwendig sei hierbei ein Umdenken seitens der politischen Entscheider.

„Einflussreiche Großkonzerne der Branche beeinflussen die Wende zu Lasten der Allgemeinheit und zu Gunsten weniger Profiteure. Sie werden dabei leider von Teilen der Politik unterstützt“, kritisiert Bohlen. Die verantwortlichen Akteure lassen laut dem EGRR-Experten dabei fahrlässig außer Acht, dass die Lösung der akuten Umwelt- und Klimaprobleme nur durch die konsequente Umsetzung einer Energiepolitik mit regenerativer, alternativer Energieproduktion zu verwirklichen sei. Aktuelle Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) zur Klimabilanz ergaben, dass im vergangenen Jahr insgesamt 906 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt wurden. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Ausstoß um vier Millionen Tonnen gestiegen. Neben dem Verkehrssektor resultiert das Ergebnis laut UBA aus dem höheren Heizenergiebedarf der privaten Haushalte.

Die Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG (EGRR) mit Sitz in Dinslaken wurde im Juli 2007 durch Gerfried I. Bohlen gegründet und beschäftigt heute neun Mitarbeiter. Mit starken Partnern, 20.000 Kunden und mehr als 4.000 Mitgliedern setzt sich die EGRR – anders als die meisten anderen Energiegenossenschaften – bundesweit für die Umsetzung der Energiewende und eine lebenswerte Zukunft ein. Als „alternatives Unternehmen“, das transparent und ohne Gewinnabsicht arbeitet, stellt sie sich dabei dem Markt mit den Produkten Strom und Gas, einer fundierten Energieberatung sowie einem ausgeprägten Service.

Firmenkontakt
Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG
Gerfried I. Bohlen
Heistermannstraße 65
46539 Dinslaken
02064/7789 390
informationen@egrr.de
http://www.egrr.de

Pressekontakt
Zilla Medienagentur GmbH
Matthias Sassenberg
Kronprinzenstraße 72
44135 Dortmund
02 31/22 24 46 0
info@zilla.de
http://www.zilla.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/tag-der-erneuerbaren-energien-am-29-april-2017-egrr-fordert-verstaerkten-ausbau-der-dezentralen-energieversorgung/

Mehr als eine Milliarde Menschen ohne Zugang zu elektrischer Energie

Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr fordert Regierungen auf, Anstrengungen zu verstärken, um UN-Ziele zu erreichen

Mehr als eine Milliarde Menschen ohne Zugang zu elektrischer Energie

Gerfried Bohlen von der EGRR fordert Anstrengungen zu verstärken, um Klimaschutzziele zu erreichen. (Bildquelle: EGRR)

Mehr als eine Milliarde Menschen auf der Welt haben laut der UN-Initiative „Sustainable Energy for All“ keinen Zugang zu Strom. Rund drei Milliarden kochen zudem nach Angaben der Vereinten Nationen mit gesundheits- und klimaschädlichen Stoffen wie Kerosin, Holz, Holzkohle oder Dung. Gerfried I. Bohlen, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr (EGRR) eG bemängelt: „Bereits auf der UN-Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen wurde erkannt, dass ein weltweites Ungleichgewicht bei der Grundversorgung mit Energie besteht. Die Industrieländer haben entgegen der selbst auferlegten Vorgaben ihren Verbrauch bis heute nicht ausreichend gesenkt.“

Um dem Versorgungsdefizit entgegenzuwirken, formulierten die Vereinten Nationen im Jahr 2012 das Ziel, dass bis 2030 weltweit alle Haushalte Zugang zu Elektrizität haben. Gleichzeitig soll die Energieeffizienz verbessert und der Anteil erneuerbarer Energien verdoppelt werden. „Nur mit Einbezug des natürlichen Kapitals wie Solar- und Windkraft sowie einem nachhaltigen Management der biologische Vielfalt und Ökosysteme können wir die Kosten für zukünftige Generationen reduzieren. Ich appelliere an die internationalen Regierungen, ihre Anstrengungen deutlich zu verstärken, die von der UN gesteckten Ziele zu erreichen“, so der Energieexperte.

Aus einem Handout der Umweltschutzorganisation WWF gehe hervor, dass der fehlende Zugang zu Elektrizität zum Beispiel die illegale Abholzung eines Waldgebietes in Sumatra zur Folge hat. So gingen jährlich rund 5,6 Millionen Hektar Wald verloren und die globale Erderwärmung schreite voran. Laut Bohlen führte die Flüchtlingsbewegung aus dem vergangenen Jahr dazu, dass Einwanderungsstaaten die sozialen und wirtschaftlichen Grundlagen in den Herkunftsländern verbessern wollen. „Hier aus dem Grund, die wirtschaftlich motivierte Flucht einzudämmen. Dieses Engagement hätte ich mir spätestens nach der Kopenhagener-Konferenz vor acht Jahren gewünscht.“

Die Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG (EGRR) mit Sitz in Dinslaken wurde im Juli 2007 durch Gerfried I. Bohlen gegründet und beschäftigt heute neun Mitarbeiter. Mit starken Partnern, 20.000 Kunden und mehr als 4.000 Mitgliedern setzt sich die EGRR – anders als die meisten anderen Energiegenossenschaften – bundesweit für die Umsetzung der Energiewende und eine lebenswerte Zukunft ein. Als „alternatives Unternehmen“, das transparent und ohne Gewinnabsicht arbeitet, stellt sie sich dabei dem Markt mit den Produkten Strom und Gas, einer fundierten Energieberatung sowie einem ausgeprägten Service.

Firmenkontakt
Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG
Gerfried I. Bohlen
Heistermannstraße 65
46539 Dinslaken
02064/7789 390
informationen@egrr.de
http://www.egrr.de

Pressekontakt
Zilla Medienagentur GmbH
Matthias Sassenberg
Kronprinzenstraße 72
44135 Dortmund
02 31/22 24 46 0
info@zilla.de
http://www.zilla.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/mehr-als-eine-milliarde-menschen-ohne-zugang-zu-elektrischer-energie/

Earth hour am 25. März 2017: EGRR fordert verstärkten LED-Einsatz

Earth hour am 25. März 2017: EGRR fordert verstärkten LED-Einsatz

Zur „Earth hour“ am Samstag, 25. März, werden um 20:30 Uhr weltweit die Lichter an bekannten Gebäuden und Sehenswürdigkeiten eine Stunde lang ausgeschaltet. Diese Aktion der Naturschutzorganisation WWF findet bereits zum elften Mal statt. Gerfried I. Bohlen, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG (EGRR), begrüßt die Aktion: „Um den Klimawandel in unser Bewusstsein zu rücken und ein Umdenken zu erzeugen, sind solche aufmerksamkeitsstarken Events ein guter und wichtiger Anstoß. Entscheidend ist jedoch, dass wir nicht nur am Tag der Earth hour versuchen unsere Umwelt zu schonen.“

Der Energieexperte sieht alle Menschen in der Verantwortung, unseren Planeten vor weiteren Schäden zu schützen und eine lebenswerte Zukunft für nachfolgende Generationen zu gewährleisten. „Jeder sollte das eigene Verhalten und seine Gewohnheiten reflektieren. Ein wichtiger Anfang kann mit dem Umstieg auf effiziente und sparsame Energiesparlampen, Leuchtstofflampen und vor allem LEDs gemacht werden.“ Obwohl der Verkauf von Glühbirnen bereits seit 2009 gestoppt wurde, seien diese noch immer millionenfach im Einsatz – und das, obwohl sie lediglich fünf Prozent der erzeugten Energie tatsächlich in Licht umwandeln. „Viele LED-Modelle senken den Stromverbrauch um mindestens 70 Prozent im Verglich zu veralteten Leuchtmitteln“, erklärt Bohlen.

Der EGRR-Vorstandsvorsitzende lobt dabei das Engagement der rheinland-pfälzischen Energie- und Umweltministerin Ulrike Höfken, die am 03. März 2017 neue Förderprogramme für Kommunen zur Umstellung auf LED-Beleuchtung vorstellte. „Von allen verfügbaren Beleuchtungstechnologien bietet die LED-Beleuchtung die größten Energieeinsparpotenziale und ist daher eine der Schlüsseltechnologien für den kommunalen Klimaschutz“, sagte Höfken. Bohlen: „Das Land Rheinland-Pfalz gibt zurzeit ein gutes Beispiel, das bundesweit Schule machen sollte.“

Auch der Umstieg auf Ökostrom und Ökogas sei laut Bohlen ein wichtiger Schritt im Kampf gegen den Klimawandel. Seit 2007 engagiert sich die EGRR mit „neuen Ideen“, die unabhängig von ihrer Rentabilität ausprobiert werden, bundesweit für die konsequente Umsetzung der Energiewende sowie die Reduzierung der Co2-Emissionen. Dabei bildet die dezentrale Energieproduktion mittels Photovoltaik oder Kraft-Wärme-Kopplung ein wichtiges Themenfeld.

Die Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG (EGRR) mit Sitz in Dinslaken wurde im Juli 2007 durch Gerfried I. Bohlen gegründet und beschäftigt heute neun Mitarbeiter. Mit starken Partnern, 20.000 Kunden und mehr als 4.000 Mitgliedern setzt sich die EGRR – anders als die meisten anderen Energiegenossenschaften – bundesweit für die Umsetzung der Energiewende und eine lebenswerte Zukunft ein. Als „alternatives Unternehmen“, das transparent und ohne Gewinnabsicht arbeitet, stellt sie sich dabei dem Markt mit den Produkten Strom und Gas, einer fundierten Energieberatung sowie einem ausgeprägten Service.

Firmenkontakt
Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG
Gerfried I. Bohlen
Heistermannstraße 65
46539 Dinslaken
02064/7789 390
informationen@egrr.de
http://www.egrr.de

Pressekontakt
Zilla Medienagentur GmbH
Matthias Sassenberg
Kronprinzenstraße 72
44135 Dortmund
02 31/22 24 46 0
info@zilla.de
http://www.zilla.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/earth-hour-am-25-maerz-2017-egrr-fordert-verstaerkten-led-einsatz/

Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr feiert Richtfest für neuen Firmensitz.

Fertigstellung des Neubaus für Juni dieses Jahres geplant.

Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr feiert Richtfest für neuen Firmensitz.

EGRR-Vorstandsvorsitzender Gerfried Bohlen (5.v.l.) feierte mit Gästen und dem Team das Richtfest (Bildquelle: Gerd Lorenzen/EGRR)

Im Gewerbegebiet Dinslaken-Süd nimmt die Errichtung des neuen Firmensitzes der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr (EGRR) konkrete Formen an. Der Rohbau in der Straße „am Rubbertskath 12“ ist fertiggestellt. Am Freitag, 17. März 2017, feierten die Handwerker gemeinsam mit dem Bauherrn und geladenen Gästen das Richtfest.

Die EGRR arbeitet bei der Umsetzung des Vorhabens ausschließlich mit Bau- und Handwerksbetrieben aus der Umgebung zusammen. Das Investitionsvolumen für den Neubau belaufe sich voraussichtlich auf rund 1,15 Millionen Euro. Der Baustart erfolgte am 25. Mai 2016 mit dem ersten Spatenstich. Die endgültige Fertigstellung ist für Juni dieses Jahres geplant.

„Mit unserer Investition bekennen wir uns klar zum Standort Dinslaken. Bei allen Beteiligten bedanke ich mich dafür, dass sie die Fertigstellung des Rohbaus termingerecht ermöglicht haben“, erklärt Gerfried Bohlen, Vorstandsvorsitzender des bundesweit aktiven Energieversorgers. Der neue Hauptsitz hat eine Gesamtfläche von rund 2.250 Quadratmetern. Das eingeschossige Gebäude wird dabei rund 480 Quadratmeter groß sein und Platz für bis zu 20 Räume bieten. Die Fassade wird aus einer Pfosten-Riegel-Konstruktion bestehen.

Die EGRR setzt sich bundesweit für die Umsetzung der Energiewende und eine lebenswerte Zukunft ein. Bei der Gebäudekonzeptionierung und -ausstattung spielte somit der Aspekt der Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Für die Eigenerzeugung und -nutzung werde in den kommenden Wochen eine 30 Kilowatt leistungsstarke Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installiert. Gemauerte Wände und eine Dreifachverglasung sorgen zudem für zusätzliche energetische Einsparungspotenziale. Auch bei der Temperierung des Bauwerkes setzt das Unternehmen auf hochmoderne Technologien. Eine Wärmepumpe sorgt im Sommer für angenehme Kühle und im Winter für wohlige Wärme. Der Besprechungsraum wird zusätzlich mit einer separaten Klimaanlage ausgestattet. „Unser Firmensitz soll als Begegnungsstätte fungieren und Interessengemeinschaften den Raum und die Möglichkeiten geben, diese Schwerpunkte Hand in Hand voranzutreiben“, betont Bohlen. Auch Themenausstellungen seien geplant.

Das Richtfest ist eine Tradition, die seit dem Mittelalter besteht. Damals wurde es gefeiert, wenn der Dachstuhl eines Hauses stand. Durch den noch offenen Dachstuhl sollte der himmlische Segen in das neue Gebäude einziehen. Heute wird das Richtfest ebenso ausgerichtet, wenn der Rohbau fertiggestellt und der größte Teil des Bauvorhabens geschafft ist. Wie viele andere Bauherren nutzen die EGRR das Richtfest, um sich bei den Handwerkern zu bedanken.

Die Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG (EGRR) mit Sitz in Dinslaken wurde im Juli 2007 durch Gerfried I. Bohlen gegründet und beschäftigt heute neun Mitarbeiter. Mit starken Partnern, 20.000 Kunden und mehr als 4.000 Mitgliedern setzt sich die EGRR – anders als die meisten anderen Energiegenossenschaften – bundesweit für die Umsetzung der Energiewende und eine lebenswerte Zukunft ein. Als „alternatives Unternehmen“, das transparent und ohne Gewinnabsicht arbeitet, stellt sie sich dabei dem Markt mit den Produkten Strom und Gas, einer fundierten Energieberatung sowie einem ausgeprägten Service.

Firmenkontakt
Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG
Gerfried I. Bohlen
Heistermannstraße 65
46539 Dinslaken
02064/7789 390
informationen@egrr.de
http://www.egrr.de

Pressekontakt
Zilla Medienagentur GmbH
Matthias Sassenberg
Kronprinzenstraße 72
44135 Dortmund
02 31/22 24 46 0
info@zilla.de
http://www.zilla.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/energiegenossenschaft-rhein-ruhr-feiert-richtfest-fuer-neuen-firmensitz/

Energiegenossenschaft Rhein Ruhr (EGRR) begleitet Unternehmen beim Gang auf den Strommarkt

Energiegenossenschaft Rhein Ruhr (EGRR) begleitet Unternehmen beim Gang auf den Strommarkt

Gerfried Bohlen & sein EGRR-Team unterstützen Firmen mit der EnSolTec GmbH bei der Stromvermarktung. (Bildquelle: EGRR)

Seit Beginn 2016 gelten neue Richtlinien für die staatliche Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Die Betreiber von KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von mehr als 100 kW sind per Gesetz verpflichtet, den nicht selbst verbrauchten Stromanteil aus ihrer Anlage direkt zu vermarkten. Die Energiegenossenschaft Rhein Ruhr (EGRR) begleitet Unternehmen bei ihrem Gang auf den Strommarkt.

„Seit knapp zehn Jahren setzen wir uns gemeinsam mit starken Partnern für die Umsetzung der Energiewende ein. Mit Prof. Aron Teermann steht uns ein renommierter Experte für dezentrale Energielösungen und die Direktvermarktung von Strom zur Seite“, sagt Gerfried I. Bohlen, Vorstandsvorsitzender der EGRR. Teermann ist Professor für „Thermodynamik und Energiesysteme“ an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen. Als Geschäftsführer der EnSolTec GmbH verbindet er die smarte Integration dezentraler Versorgungskonzepte mit individuellen Lösungen für den Handel und die Vermarktung von Energie.

Für Betreiber neu erbauter KWK-Anlage mit einer elektrischen Leistung über 100 kW sind durch die zwingende Direktvermarktung seit dem 01. Januar 2016 zusätzliche, bislang unbekannte Anforderungen als Energieversorger, bei Energiedienstleistungen und in der Organisation sowie Risiken als Steuerschuldner hinzugekommen. Die EnSolTec GmbH unterstützt Kunden beim Beherrschen der Anforderungen oder übernimmt diese im Paket. Dazu organisiert sie die Lieferung an Dritte gegebenenfalls an den eigenen weiteren Verbrauchsstellen. Die immer notwendigen Differenzstrommengen liefert das Unternehmen gleich mit. Kunden profitieren weiterhin durch den Betrieb einer effizienten Energieanlage ohne sich um die komplexen Aufgaben aus dem Energiemarktdesign kümmern zu müssen.

Darüber hinaus profitieren sie als Betreiber von KWK-Anlagen oder von Biogas- und Notstromanlagen von den Fähigkeit des Teams, diese sicher in den Stabilitätsmarkt zu integrieren. Auf Wunsch erzielt das Unternehmen den beachtlichen zusätzlichen Mehrwert aus der die Flexibilität des Energiesystems gleich mit.

Auch alle nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz vergüteten Anlagen, sog. EEG-Anlagen, können seit dem 01. August 2014 die Direktvermarktung nutzen, für Neuanlagen über 100 kW Peakleistung ist die Nutzung zwingend. Die Betreiber von Anlagen, die Strom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in das Verteilnetz einspeisen, profitieren einerseits von der Managementprämie. Diese wird für die Vermarktung des Stroms unmittelbar an Dritte oder über die Energiebörse gezahlt. Die Marktprämie andererseits gleicht die Differenz des durchschnittlichen Börsenstrompreises und der ehemals gezahlten EEG-Vergütung vollständig aus.

Die Prämie für das Bemühen um Marktintegration steht grundsätzlich allen EEG-Anlagen während des 20-jährigen Förderzeitraumes in unterschiedlicher Höhe zur Verfügung. Die erzielbaren Erlöse sind je nach Energiesystem unterschiedlich.

„Gemeinsam integrieren wir energieproduzierende Anlagen in zukunftsorientierte Energielösungen“, erklärt Teermann. EnSolTec sorgt dabei für die Erfüllung sämtlicher Anforderungen der Handelsmärkte und des Stabilitätsmarktes. Darüber hinaus berechnet das Unternehmen die spezifischen Einspeiseprognosen und sorgt so dafür, dass die Betreiber den höchstmöglichen Mehrwert aus Management- und Marktprämie ziehen können.

Während heute EEG-Neuanlagen über 100 kW zwingend die Direktvermarktung nutzen müssen, reizt das System den Wechsel auch für ältere Anlagen an. „Das EEG bietet Anlagenbetreibern, die aus dem bisherigen fixen EEG-Vergütungsmodell in das Marktprämienmodell wechseln, einige Garantien und Boni“, erklärt Bohlen. Darüber hinaus können Anlagenbetreiber ihre produzierten EEG-Strommengen grundsätzlich auch über die sogenannte regionale Direktvermarktung absetzen. „Der eingespeiste Strom aus Erneuerbaren Energien wird dann nicht an der Strombörse gehandelt, sondern an Großabnehmer oder Haushaltskunden veräußert, die sich in räumlicher Nähe befinden.“

„Die Vorteile der regionalen Stromversorgung sind vielseitig“, so Bohlen. Erstens werde die Akzeptanz für die Erzeugung erneuerbaren Energien „vor der Haustür“ gesteigert: „Der Verbraucher erhält seinen Strom aus einer Anlage, zu der er einen Bezug hat.“ Zweitens falle der für die Versorgung erforderliche Netzausbau wesentlich geringer aus: „Dies führt zu einer bedeutenden Entlastung der Stromnetze.“ Drittens lasse sich der Bedarf an kostentreibenden Neuanlagen für den gelegentlichen Einsatz auf dem Stabilitätsmarkt weitgehend vermeiden.

Die Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG (EGRR) mit Sitz in Dinslaken wurde im Juli 2007 durch Gerfried I. Bohlen gegründet und beschäftigt heute neun Mitarbeiter. Mit starken Partnern, 20.000 Kunden und mehr als 4.000 Mitgliedern setzt sich die EGRR – anders als die meisten anderen Energiegenossenschaften – bundesweit für die Umsetzung der Energiewende und eine lebenswerte Zukunft ein. Als „alternatives Unternehmen“, das transparent und ohne Gewinnabsicht arbeitet, stellt sie sich dabei dem Markt mit den Produkten Strom und Gas, einer fundierten Energieberatung sowie einem ausgeprägten Service.

Firmenkontakt
Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG
Gerfried I. Bohlen
Heistermannstraße 65
46539 Dinslaken
02064/7789 390
informationen@egrr.de
http://www.egrr.de

Pressekontakt
Zilla Medienagentur GmbH
Matthias Sassenberg
Kronprinzenstraße 72
44135 Dortmund
02 31/22 24 46 0
info@zilla.de
http://www.zilla.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/energiegenossenschaft-rhein-ruhr-egrr-begleitet-unternehmen-beim-gang-auf-den-strommarkt/

EGRR: Überteuerte Strompreise bedeuten für deutsche Energieverbraucher einen Kampf gegen Windmühlen.

EGRR: Überteuerte Strompreise bedeuten für deutsche Energieverbraucher einen Kampf gegen Windmühlen.

Gerfried I. Bohlen, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG. (Bildquelle: EGRR)

Mit stetig steigenden Preisen nimmt Deutschland im Strombereich mittlerweile eine Spitzenposition ein. Laut Eurostat, dem statistischem Amt der Europäischen Union, sind die Unterschiede innerhalb des geeinten Europas hoch und reichen für private Verbraucher von 9,4 Cent/kWh in Bulgarien bis zu 30 Cent in Deutschland. Nur Dänemark ist um 0,7 Cent teurer als Deutschland.

Warum ist der Energiepreis in Deutschland überteuert? Gerfried I. Bohlen, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG, gibt eine Erklärung: „Einerseits liegen die Gründe dafür in der unterschiedlichen Besteuerung durch die einzelnen europäischen Länder. Andererseits belastet die Bundesregierung die privaten Haushalte mit Preisnachlässen, die sie der deutschen Industrie gewährt.“

Laut Bohlen sei es mittlerweile untragbar, welche Kosten dem privaten Energieverbraucher aufgebürdet werden. Dafür gebe es keine plausible Rechtfertigung. So lag 2015 der Anteil der Steuern und Abgaben im Vereinigten Königreich bei 4,7 Prozent, in Deutschland bei 51,6 Prozent. Zudem wurde die EEG-Umlage für Verbraucher von 2015 auf 2016 weiter erhöht. Die staatliche Vorteilsgabe an Unternehmen erreichte im Jahr 2014 einen Wert von 16,2 Milliarden Euro, elf Milliarden davon mussten die Privathaushalte übernehmen.

Wenn man den Anteil der Stromkosten am Nettoeinkommen der Ein-Personen-Haushalte vergleicht, lag Deutschland im Jahr 2014 mit zwei Prozent über dem europäischen Durchschnitt. „Wie viele Menschen in Deutschland unter Energiearmut leiden, wird allerdings in keiner amtlichen Statistik erfasst“, sagt Bohlen. So seien 20 Prozent der Bevölkerung nach exemplarischen Berechnungen der Verbraucherzentrale NRW gezwungen, mehr als 13 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Energiekosten aufzuwenden. Wobei eine aktuelle Caritas-Studie zeige, dass der Stromanteil bei Arbeitslosigkeit im Regelbedarf eines alleinstehenden Erwachsenen um 20 Prozent (7,26 Euro) im Monat erhöht werden muss. Gerade bei Paaren mit kleinen Kindern sei eine ausreichende Fürsorge unverzichtbar.

Die Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG (EGRR) mit Sitz in Dinslaken wurde im Juli 2007 durch Gerfried I. Bohlen gegründet und beschäftigt heute neun Mitarbeiter. Mit starken Partnern, 20.000 Kunden und mehr als 4.000 Mitgliedern setzt sich die EGRR – anders als die meisten anderen Energiegenossenschaften – bundesweit für die Umsetzung der Energiewende und eine lebenswerte Zukunft ein. Als „alternatives Unternehmen“, das transparent und ohne Gewinnabsicht arbeitet, stellt sie sich dabei dem Markt mit den Produkten Strom und Gas, einer fundierten Energieberatung sowie einem ausgeprägten Service.

Firmenkontakt
Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG
Gerfried I. Bohlen
Heistermannstraße 65
46539 Dinslaken
02064/7789 390
informationen@egrr.de
http://www.egrr.de

Pressekontakt
Zilla Medienagentur GmbH
Matthias Sassenberg
Kronprinzenstraße 72
44135 Dortmund
02 31/22 24 46 0
info@zilla.de
http://www.zilla.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/egrr-ueberteuerte-strompreise-bedeuten-fuer-deutsche-energieverbraucher-einen-kampf-gegen-windmuehlen/

EGRR: SHK-Handwerk bedarf finanzieller Förderung bei Vergabe von Effizienzlabeln für Heizungsanlagen.

EGRR: SHK-Handwerk bedarf finanzieller Förderung bei Vergabe von Effizienzlabeln für Heizungsanlagen.

Die EGRR empfiehlt, SHK-Handwerker bei Vergabe von Effizienzlabeln für Heizungsanlagen zu fördern.

Heizungsanlagen müssen seit Beginn dieses Jahres ein Effizienzlabel erhalten. Dieses soll die Verbraucher über den Effizienzstatus ihres Heizgerätes informieren und ihnen einen Impuls zum Energiesparen sowie dem Austausch ihrer alten Heizung geben. Bereits seit 2016 können Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger und Energieberater das Label vergeben. Ab 2017 ist es die Pflicht der Bezirksschornsteinfeger.

„Wären sie auf sich allein gestellt, müssten die bundesweit rund 7.700 bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger Heizungsanlagen in circa 14 Millionen Gebäuden erfassen. Bei dieser Größenordnung würden dafür einige Jahre verstreichen – eine Zeitspanne, in denen nicht geprüfte Heizanlagen ihren CO2-Ausstoß ungebremst produzieren. Entsprechend unverzichtbar für die Vergabe der Effizienzlabel ist daher die Einbeziehung der Handwerker aus dem Bereich Sanitär, Heizung und Klima (SHK)“, sagt Gerfried I. Bohlen, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG.

„Das Heizungslabel bietet Handwerkern die Möglichkeit, auf Optimierungsmaßnahmen hinzuweisen und damit Aufträge zu generieren. Der Etikettierung der alten Heizanlagen folgt allerdings noch viel zu selten ein Auftrag“, so Bohlen. In einer Befragung der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online gaben 72 Prozent der SHK-Handwerker an, dass der Aufwand für das Ausstellen des Labels bislang größer sei als der wirtschaftliche Nutzen durch zusätzliche Aufträge.

„In der Konsequenz muss also der Arbeitsaufwand für den Heizungsbauer über einen Fördertopf vergütet werden, wenn sich für diesen kein Anschlussauftrag ergibt. Erst dadurch ist die Motivation dauerhaft und durchschlagend gewährleistet. Denn um das Ziel der Effizienzsteigerung durch Vermeidung von CO2-Ausstoss zu erreichen, sollten möglichst alle Haushalte diese Information über den Status ihrer Heizanlage erhalten“, so Bohlen. Heizungen komme bei der Umsetzung der Energie- und Klimaziele besondere Bedeutung zu. Rund 35 Prozent aller Energie werde in Deutschland im Gebäudebereich verbraucht – der größte Anteil davon bei der Beheizung.

Die Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG (EGRR) mit Sitz in Dinslaken wurde im Juli 2007 durch Gerfried I. Bohlen gegründet und beschäftigt heute neun Mitarbeiter. Mit starken Partnern, 20.000 Kunden und mehr als 4.000 Mitgliedern setzt sich die EGRR – anders als die meisten anderen Energiegenossenschaften – bundesweit für die Umsetzung der Energiewende und eine lebenswerte Zukunft ein. Als „alternatives Unternehmen“, das transparent und ohne Gewinnabsicht arbeitet, stellt sie sich dabei dem Markt mit den Produkten Strom und Gas, einer fundierten Energieberatung sowie einem ausgeprägten Service.

Firmenkontakt
Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG
Gerfried I. Bohlen
Heistermannstraße 65
46539 Dinslaken
02064/7789 390
informationen@egrr.de
http://www.egrr.de

Pressekontakt
Zilla Medienagentur GmbH
Matthias Sassenberg
Kronprinzenstraße 72
44135 Dortmund
02 31/22 24 46 0
info@zilla.de
http://www.zilla.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://pflumm.de/egrr-shk-handwerk-bedarf-finanzieller-foerderung-bei-vergabe-von-effizienzlabeln-fuer-heizungsanlagen/