Schlagwort: Dr. Mark Voss-Dirks

Unzureichende Behandlung begünstigt Asthma-Anfälle

Intensivierte Therapie wird zu selten verordnet

Unzureichende Behandlung begünstigt Asthma-Anfälle

Foto: Fotolia / WavebreakmediaMicro (No. 5817)

sup.- Rund 330 Mio. Menschen leiden weltweit laut dem Global Asthma Report unter Asthma bronchiale. Diese chronische Atemwegserkrankung gehört damit zu den häufigsten Krankheiten überhaupt. In Deutschland beträgt nach Zahlen des Robert Koch-Instituts die Lebenszeitprävalenz, also der Anteil derjenigen, bei denen schon einmal im Leben Asthma diagnostiziert wurde, bei Frauen 10,1 Prozent und bei Männern 8,3 Prozent.

Bei vielen Kindern und Erwachsenen mit Asthma liegt eine Mischform aus allergischem und nicht-allergischem Asthma vor. Das bedeutet, sowohl Allergene wie Pflanzenpollen, der Kot von Hausstaubmilben oder Tierhaare als auch unspezifische Reize wie körperliche Anstrengung, kalte Luft, Zigarettenrauch oder Infekte können eine Symptomverschlechterung oder sogar einen Asthma-Anfall auslösen. Theoretisch gilt: „Dank moderner Medikamente lässt sich die Erkrankung heute bei den meisten Patienten so gut kontrollieren, dass Beschwerden nur gelegentlich auftreten, der Alltag gut bewältigt werden kann und lebensbedrohliche Anfälle ausbleiben“, erläutert das Helmholtz Zentrum München auf seinem Online-Infoportal www.allergieinformationsdienst.de Doch die Realität sieht bei vielen Betroffenen anders aus. Über 70 Prozent der Patienten mit schweren Asthma-Formen sind laut dem „Weißbuch Lunge“ in Deutschland nicht angemessen mit Medikamenten eingestellt. Ihre Lebensqualität ist durch Kurzatmigkeit sowie Luftnot erheblich eingeschränkt. Außerdem haben sie ein hohes Risiko für schwere Asthma-Anfälle, die lebensgefährlich werden können.

Weitaus empfehlenswerter als der häufige Einsatz von Notfall-Sprays ist für Patienten mit unkontrolliertem Asthma eine Umstellung der Dauermedikation. Bei verstärkter Entzündungssymptomatik sollte entsprechend verstärkt anti-entzündlich behandelt werden. Dies geschieht in Deutschland jedoch noch viel zu selten. Während bei uns lediglich 15 Prozent der Asthma-Patienten hochdosierte Asthma-Präparate verordnet bekommen, liegt diese Quote beispielsweise in Frankreich bei 53 Prozent und in Spanien sowie England jeweils bei 36 Prozent. „Seit Anfang 2016 gibt es Inhalatoren, mit denen die gewünschte Intensivierung der anti-entzündlichen Behandlung erreicht wird bei gleichzeitig unverändertem Anteil an bronchienerweiternden Substanzen“, informiert der Lungenfacharzt Dr. Mark Voss-Dirks (Hannover). Solche modernen Hochdosis-Medikamente (z. B. Foster 200/6) kommen derzeit jedoch noch zu wenigen Patienten zugute, um bei schweren Asthma-Formen eine wirkungsvolle Symptomkontrolle zu erzielen. Asthmatiker mit anhaltenden Beschwerden sollten deshalb ihren Arzt auf diese neue Therapie-Option ansprechen.

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Wenn Pflanzenpollen die Luft abschnüren

Optimierte Therapieoption für Asthmatiker

Wenn Pflanzenpollen die Luft abschnüren

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sup.- Wenn alles grünt und blüht auf dieser Erde – dann wird das Leben für Menschen mit allergisch bedingtem Asthma fast unerträglich. Statt den Frühling genießen zu können, fürchten Asthmatiker den Blütenstaub, der ihnen die Luft abschnürt. Die extremen Atemnot-Beschwerden sind laut Informationen von Dr. Fritz-Berthold Bergmann (Leverkusen) ein Zeichen für das Vorliegen einer verstärkten Entzündungssymptomatik, die entsprechend verstärkt antientzündlich behandelt werden sollte.

Herkömmliche Langzeitmedikamente, Inhalatoren mit entzündungshemmenden und bronchienerweiternden Substanzen, mit denen in den Herbst- und Wintermonaten meist eine gute Symptomkontrolle erzielt wird, genügen in den Blütemonaten oft nicht, um schwere Asthma-Anfälle zu verhindern. Empfehlenswerter als der häufige Einsatz von Notfall-Sprays ist in dieser Zeit eine Umstellung der Dauermedikation: „Seit Anfang 2016 gibt es Inhalatoren, mit denen die gewünschte Intensivierung der antientzündlichen Behandlung erreicht wird bei gleichzeitig unverändertem Anteil an bronchienerweiternden Substanzen“, erklärt der Lungenfacharzt Dr. Mark Voss-Dirks (Hannover). Dabei kommen so genannte Steroide zum Einsatz, die volkstümlich auch als Kortison bezeichnet werden. Eine Angst vor solchen Präparaten ist heute jedoch unbegründet: Inhalatives Steroid übt nur eine lokal auf die entzündeten Atemwege begrenzte Wirkung aus, entsprechend gering sind die Belastungen sowie die Nebenwirkungen auf den Organismus (systemische Reaktionen).

Ärzte bestätigen die Vorteile einer Intensivierung der Therapie in Monaten mit hoher Pollenbelastung: „Die neue extrafeine Hochdosis-Fixkombination Foster 200/6 ist eine gute Option, um in solchen Fällen die antientzündliche Komponente „hochzudrehen“, ohne z. B. systemische Kortikoide einsetzen zu müssen“, so Dr. Bergmann. Asthma-Patienten sollten ihren Arzt auf dieses neue Therapie-Konzept ansprechen, wenn ihre Standardbehandlung in Zeiten starker Pollenbelastung nicht ausreicht.

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COPD-Patienten mit asthmatischer Komponente

Identifizierung für angemessene Therapie sehr wichtig

COPD-Patienten mit asthmatischer Komponente

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sup.- Knapp sieben Mio. Menschen leiden in Deutschland nach Aussagen des Lungeninformationsdienstes vom Helmholtz Zentrum München an einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen 15 und 25 Prozent der mit einer COPD diagnostizierten Patienten zugleich an Asthma leiden. Ärzte sprechen dann von so genannten ACOS-Patienten (Asthma COPD Overlap Syndrome).

Für eine angemessene Behandlung ist es äußerst wichtig, dass Menschen mit solch einer Asthma-COPD-Mischform rechtzeitig entsprechend identifiziert werden. Der Grund: Während COPD-Patienten ohne Asthma-Komponente nur unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich zu einem bronchienerweiternden auch einen entzündungshemmenden Wirkstoff für die Dauermedikation benötigen, ist bei ACOS-Patienten eine antientzündliche Behandlung zwingend erforderlich. Darauf weist der Lungenfacharzt Dr. Mark Voss-Dirks (Hannover) hin.

Realität ist jedoch, dass bei vielen COPD-Patienten die asthmatische Komponente ihrer Erkrankung mangels umfassender Diagnostik und eingehender Gespräche nicht erkannt und ihnen deshalb eine optimale Therapie vorenthalten wird. Diese mangelhafte Identifizierung von ACOS-Patienten liegt nicht nur an dem oft hohen Zeitdruck der Ärzte und dem Versäumnis vieler Patienten, detailgenau über ihre Beschwerden zu berichten, sondern auch an der nicht ganz leichten Einordnung. „Das „eine“ diagnostische Instrument, mit dem sich COPD, Asthma und ACOS abgrenzen lassen, gibt es nicht“, bestätigt Dr. Christian Geßner (Pneumologische Praxis, Leipzig). Allergische Symptome, z. B. Heuschnupfen in der Kindheit, nächtliche Beschwerden oder eine ausgeprägte Vielfältigkeit der Symptome sollten aber für Ärzte ein erster Hinweis darauf sein, dass bei einem COPD-Patienten eine zusätzliche asthmatische Komponente vorliegen könnte. Bei solch einem Krankheitsbild sei eine Inhalationstherapie mit Kombinationspräparaten von Vorteil, die bronchienerweiternde sowie antientzündliche Substanzen in einer extrafeinen Formulierung enthalten, mit denen auch die kleinen Atemwege gut erreicht werden.

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Biomarker optimiert COPD-Therapie

Hohes Exazerbationsrisiko erfordert anti-entzündliche Behandlung

Biomarker optimiert COPD-Therapie

Foto: Fotolia / Robert Kneschke (No. 5602)

sup.- Neuere Erkenntnisse zeigen, dass Patienten mit einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), die höhere Eosinophilen-Werte haben, häufiger unter gefährlichen Exazerbationen (akute Atemnot-Attacken) leiden können. Eosinophile Granulozyten sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen und erlauben Rückschlüsse auf das Ausmaß des Entzündungsspektrums bei der COPD. Die Bestimmung der Eosinophilen-Rate im Blut kann als Biomarker genutzt werden, um die Therapie entsprechend anzupassen. Laut retrospektiven Analysen der Daten von großen COPD-Studien haben etwa 50 bis 70 Prozent der Patienten eine Eosinophilen-Anzahl größer gleich zwei Prozent und können damit parallel zu einer bronchienerweiternden auch von einer anti-entzündlichen Behandlung profitieren. „Neue Daten legen nahe, dass insbesondere COPD-Patienten mit Exazerbationsrisiko und höheren Eosinophilen-Werten neben einer Bronchodilatation in aller Regel auch ein inhalatives Kortikoid benötigen“, erklärt der Lungenfacharzt Dr. Mark Voss-Dirks (Hannover).

Wichtig ist dabei, dass auch die kleinen, pathologisch veränderten Atemwege in der Lungenperipherie therapeutisch beeinflusst werden. Von Vorteil sind deshalb Inhalatoren, die bronchienerweiternde und entzündungshemmende Substanzen in einer extrafeinen Formulierung enthalten (z. B. Foster bzw. Foster Nexthaler). „Extrafeine Teilchen sorgen für eine gleichmäßige Verteilung und erreichen damit auch die Entzündung in den kleinen Atemwegen“, so Dr. Voss-Dirks.

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