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Karneval: Keine Chance den Grippeviren – Saisonale Verbraucherinformation der DKV

Wie Jecken und Narren sich vor Ansteckung schützen können

Karneval: Keine Chance den Grippeviren - Saisonale Verbraucherinformation der DKV

Durch das traditionelle „Bützen“ werden schnell Keime weitergegeben. (Bildquelle: ERGO Group)

Die Grippe hat gerade Hochsaison in Deutschland. Nach aktuellem Stand sind über 20.000 Deutsche am Influenza-Virus erkrankt. Damit es nach Karneval nicht schlagartig noch sehr viel mehr sind, hat Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV, ein paar Tipps für Jecken und Narren.

Nicht auskühlen

Wer sich in das bunte Treiben des Straßenkarnevals stürzt, sollte sich auf wechselhaftes Wetter und Kälte einstellen – kombiniert mit tropischen Temperaturen in den Kneipen. „Dieser Wechsel zwischen warm und kalt ist sehr anstrengend für den Körper“, weiß Dr. Reuter. „Wer verschwitzt eine Kneipe verlässt und in die Kälte kommt, womöglich noch während es regnet, wird schnell krank.“ Auch stundenlanges Stehen in der Kälte in dünnen Kostümen ist eine Herausforderung für das Immunsystem. Hilfreich ist da der Zwiebellook. Mit mehreren Kleidungsschichten können Karnevalisten flexibel auf die verschiedenen Temperaturen reagieren und müssen draußen auf der Straße nicht frieren.

Lieber nicht bützen

Das traditionelle „Bützen“ – also Küsschen verteilen – gehört für die meisten Jecken fest zum Karneval dazu. Das Problem: Das Influenza-Virus wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Durch einen Schmatzer auf die Wange kann es also schnell weiterwandern. Daher besser auf das Bützen verzichten.

Hände waschen

Egal ob auf der Straße oder in den Kneipen: Wo sich viele Menschen tummeln, können Viren schnell übertragen werden. Vor allem auf den Händen sammeln sich die meisten Keime. Dr. Reuter empfiehlt daher, sich regelmäßig gründlich die Hände mit Seife zu waschen. Außerdem: Möglichst wenig ins Gesicht fassen, damit die Viren nicht über die Schleimhäute in den Körper gelangen. Wer viel draußen unterwegs ist, kann alternativ ein Handdesinfektionsgel mitnehmen.

Gläser und Besteck nicht teilen

Auch das gemeinsame Benutzen von Gläsern oder Besteck kann Viren übertragen. Daher: „Nur aus dem eigenen Glas trinken, es nicht an andere Jecken weiterreichen und auch nur mit der eigenen Gabel und vom eigenen Teller essen“, rät der Gesundheitsexperte der DKV.

Kratzt der Hals: Besser zuhause bleiben

Auch wenn es schwerfällt: Wer bereits Halsschmerzen hat, Husten oder einen dicken Kopf, sollte lieber zuhause bleiben und sich das Karnevalstreiben vom Sofa aus im Fernsehen anschauen. „Das schützt nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die der anderen Karnevalisten“, so Dr. Reuter. Die gute Nachricht: Karneval ist jedes Jahr. So können zuhause gebliebene Jecken im darauffolgenden Jahr dafür wieder umso ausgelassener feiern.
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Die DKV ist seit über 90 Jahren mit bedarfsgerechten und innovativen Produkten ein Vorreiter der Branche. Der Spezialist für Gesundheit bietet privat und gesetzlich Versicherten umfassenden Kranken- und Pflegeversicherungsschutz sowie Gesundheitsservices, und organisiert eine hochwertige medizinische Versorgung. 2018 erzielte die Gesellschaft Beitragseinnahmen in Höhe von 4,87 Mrd. Euro.
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Tipp der Woche: Nase schnäuzen oder hochziehen?

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Tipp der Woche: Nase schnäuzen oder hochziehen?

Wer Schnäuzen möchte, sollte auf die richtige Technik achten. (Bildquelle: ERGO Group)

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:

In der Erkältungszeit sind überall Schniefnasen unterwegs. Während sich die einen permanent schnäuzen, ziehen andere lieber die Nase hoch. Das gilt zwar als schlechte Angewohnheit, wird aber von vielen Medizinern empfohlen. Der Grund: Beim kräftigen Schnäuzen entsteht in der Nase ein starker Druck, der bis zu zehnmal höher sein kann als beispielsweise beim Niesen. Durch diesen Druck können Keime nicht nur nach draußen, sondern auch in die Nebenhöhlen oder ins Mittelohr gelangen. Das kann unter Umständen eine Nebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung zur Folge haben. Aber auch Nasenbluten ist möglich, da der Druck die Blutgefäße in der Nase beschädigen kann. Beim Hochziehen gelangt das meiste Sekret dagegen über den Nasenboden in den Rachen und landet schließlich im Magen, wo die Magensäure die Erreger unschädlich macht. Wer trotzdem lieber Schnäuzen möchte, sollte auf die richtige Technik achten: Immer nur ein Nasenloch, das andere zuhalten und dabei nicht zu kräftig ins Taschentuch schnauben. Denn beim gleichzeitigen Schnäuzen beider Nasenlöcher wird die stärker verstopfte Seite schlechter gereinigt. Um die Erreger nicht zu verbreiten, ist es ratsam, Papiertaschentücher zu verwenden und sie nach Gebrauch direkt zu entsorgen. Anschließend gilt: Hände waschen!
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Erkältung in der Sauna ausschwitzen – Verbraucherfrage der Woche der DKV

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Erkältung in der Sauna ausschwitzen - Verbraucherfrage der Woche der DKV

Regelmäßiges Saunieren stärkt die Immunabwehr, ist aber bei einer akuten Erkältung nicht ratsam. (Bildquelle: ERGO-Group)

Erika R. aus Berlin:
Bei mir ist eine Erkältung im Anflug. Stimmt es, dass ich sie in der Sauna ausschwitzen kann?

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:
Wer bereits mit Kopf-, Hals- oder Gliederschmerzen zu kämpfen hat, sollte besser auf einen Saunagang verzichten. Zwar heißt es, dass Schwitzen den Körper bei der Krankheitsabwehr unterstützt. Andererseits kann die Hitze-Belastung für das Herz-Kreislauf-System während eines Infekts zu hoch sein. Zudem besteht die Gefahr, andere Saunagäste anzustecken. Zur Erkältungsvorbeugung sind regelmäßige Saunagänge – mindestens einmal pro Woche – aber empfehlenswert. Denn die Hitze führt zu einer erhöhten Körpertemperatur. Die Aktivität der Immunzellen, die für die Infektabwehr wichtig sind, steigt ebenfalls. Dadurch können sie Krankheitserreger besser bekämpfen. Außerdem trainieren regelmäßige Saunagänge das Wärmeregulationssystem des Körpers: Durch das Schwitzen und anschließende Abkühlen etwa durch ein Bad im Kaltwasserbecken oder eine kalte Dusche kommt der Kreislauf in Schwung, Stoffwechsel und Atmung werden angeregt. Der Körper lernt, sich an verschiedene Temperaturen anzupassen. Das hilft in der kalten Jahreszeit, den Wechsel zwischen warmen Räumen und der Kälte draußen gesund zu überstehen.
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116117 wird umfassende Service-Nummer – Tipp der Woche der DKV

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116117 wird umfassende Service-Nummer - Tipp der Woche der DKV

Ab 1. Januar 2020 ist die Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes rund um die Uhr erreichbar. (Bildquelle: ERGO Group)

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung

Ab 1. Januar 2020 ist die Rufnummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes rund um die Uhr erreichbar. Es ist keine Vorwahl notwendig, die Nummer ist kostenfrei und in ganz Deutschland gültig. Bisher stand sie nur außerhalb der Sprechzeiten des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes zur Verfügung. Zudem ist der Dienst jetzt auch mit den bereits bestehenden Terminservicestellen gekoppelt. Das heißt, unter der 116117 können sich Anrufer Termine bei Haus- und Fachärzten sowie Psychotherapeuten vermitteln lassen. Darüber hinaus erhalten Patienten von medizinisch geschulten Ansprechpartnern eine Empfehlung, welche Anlaufstelle für ihre Beschwerden die richtige ist: Ist es nötig, umgehend in die Notaufnahme eines Krankenhauses zu fahren oder reicht es, einen niedergelassenen Arzt zu dessen Öffnungszeiten aufzusuchen? Auf diesem Weg möchte die Kassenärztliche Vereinigung verhindern, dass Patienten mit Bagatellerkrankungen wie beispielsweise einer Erkältung die Notaufnahmen der Krankenhäuser überlasten. Wichtig: Die Ansprechpartner geben nur eine Einschätzung, wie dringend eine Behandlung ist, sie erstellen keine Diagnose. Auch privat Krankenversicherte können diese Nummer nutzen.
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Wissenswertes zum Blutspenden – Verbraucherfrage der Woche der DKV

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Wissenswertes zum Blutspenden - Verbraucherfrage der Woche der DKV

Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch ab 18 Jahren Blut spenden. (Bildquelle: ERGO Group)

Angelika K. aus Salzgitter:
Ich habe gelesen, dass immer weniger Deutsche Blut spenden. Jetzt möchte ich erstmals spenden. Was muss ich dabei beachten?

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:
In der Tat: Immer weniger Menschen in Deutschland spenden Blut. Obwohl der Bedarf wegen des demografischen Wandels in den nächsten Jahren eher steigen wird. Grundsätzlich kann jeder Gesunde ab 18 Jahren Blut spenden. Erstspender dürfen dabei maximal 64 Jahre alt, Mehrfachspender 68 beziehungsweise nach Erlaubnis der Ärzte vor Ort 72 Jahre alt sein. Der Spender erhält beim Termin einen medizinischen Fragebogen und wird von einem Arzt untersucht. Um sich für das Spenden gut vorzubereiten, empfiehlt es sich, bereits am Tag vorher viel zu trinken und fetthaltige Speisen zu vermeiden. Der Grund: Fett hat Auswirkungen auf die Qualität des Blutplasmas. Auch auf das Rauchen sollten Blutspender ein paar Stunden vor und auch nach dem Termin verzichten. Nach dem Spenden gilt es, eine Ruhepause von mindestens 30 Minuten einzuhalten, bevor es aufs Rad oder ins Auto geht – und mindestens einen Viertelliter Flüssigkeit zu trinken. Auf Sport oder Sauna sollten Spender an diesem Tag verzichten. Bei Kreislaufproblemen liegen bleiben, die Beine hochlegen und trinken. Auf die Einstichstelle der Punktionsnadel erhält der Spender ein Pflaster oder, auf Wunsch, einen Druckverband. Wichtig ist, das Pflaster oder den Druckverband frühestens nach zwei Stunden zu entfernen und nicht über Nacht anzubehalten. Ein Bluterguss lässt sich durch kühle Umschläge vermeiden. Kommt es doch zu einem Hämatom, helfen Salben mit dem Wirkstoff Heparin oder Hirudin, der Wirkstoff Arnika wirkt abschwellend und entzündungshemmend.
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Schadet es, Niesen zu unterdrücken? – Tipp der Woche der DKV

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Schadet es, Niesen zu unterdrücken? - Tipp der Woche der DKV

Wer den Niesreiz unterdrückt, tut vielleicht seinem Umfeld einen Gefallen, sich selbst aber nicht. (Bildquelle: ERGO Group)

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:

Jeder kennt das Gefühl, wenn die Nase plötzlich kitzelt und nichts dringender erscheint, als sofort zu niesen. Das ist ein Schutzreflex des Körpers. Reizen chemische Substanzen wie Duftstoffe oder Fremdkörper wie Pollen, Staub oder Krankheitserreger die Schleimhäute der Nase, gibt das Gehirn den Befehl zu niesen. Die Luft tritt explosionsartig durch Mund und Nase aus, was die Reizstoffe wieder nach draußen transportiert. Wer den Niesreiz unterdrückt, tut vielleicht seinem Umfeld einen Gefallen, sich selbst aber nicht. Denn die Reizstoffe verbleiben in der Nase. Zudem können in seltenen Fällen Verletzungen entstehen. Denn halten Betroffene beim Niesen die Nasenflügel zu und gleichzeitig den Mund geschlossen, kann der Luftdruck nicht entweichen und wird in andere Körperbereiche gepresst. Das kann beispielsweise zu einem geplatzten Trommelfell oder Hörverlust führen. Tipp: Ist die Situation gerade sehr unpassend für einen Nieser, beim ersten Nasenkribbeln die Zunge fest an den Gaumen pressen oder die Nasenwurzel mit den Fingern leicht zusammendrücken. Hilft nicht immer, aber manchmal. Der Niesreiz kommt aber natürlich später wieder. Und wer keine Keime verbreiten möchte, kann in seine Armbeuge niesen.
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Ohne Überweisung zum Facharzt? – Verbraucherfrage der Woche der DKV

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Ohne Überweisung zum Facharzt? - Verbraucherfrage der Woche der DKV

Eine Überweisung hat Vorteile: Sie sorgt für eine bessere Kommunikation zwischen Fach- und Hausarzt. (Bildquelle: ERGO Group)

Marie W. aus Dortmund:
Ich möchte bald einen Termin bei meinem Orthopäden vereinbaren. Brauche ich dafür eine Überweisung von meinem Hausarzt?

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:
Seit Abschaffung der Praxisgebühr vereinbaren viele Patienten einen Termin beim Facharzt, ohne sich vorher eine Überweisung von ihrem Hausarzt zu holen. Bei den meisten Fachärzten ist das auch problemlos möglich. Ausnahmen sind beispielsweise Radiologen, Strahlentherapeuten, Nuklearmediziner und Laborärzte. Sind Patienten in der hausarztzentrierten Versorgung, müssen sie sich ebenfalls einen Überweisungsschein beim Hausarzt holen. Das hat durchaus Vorteile, denn eine Überweisung sorgt für eine bessere Kommunikation zwischen Fach- und Hausarzt. Der gelbe Schein informiert über die Diagnose, bisherige Befunde und verschriebene Medikamente. Das erleichtert dem Facharzt die Behandlung. Nach der Untersuchung informiert der Spezialist wiederum den Hausarzt über das Ergebnis. So kann dieser die Behandlung mit den Fachärzten optimal koordinieren. Übrigens: Der Überweisungsschein legt nur fest, zu welcher Art von Facharzt – also beispielsweise Orthopäde – Patienten gehen sollen. Den Arzt selbst können sie in der Regel frei wählen. Tipp für dringende Fälle: Der Hausarzt kann einen zwölfstelligen Code auf der Überweisung vermerken. Damit können sich Patienten an die für ihr Bundesland gültige Terminservicestelle wenden, um innerhalb von vier Wochen einen Termin zu bekommen. Die Servicestelle vermittelt einen qualifizierten Arzt in Wohnortnähe. Einen Wunscharzt können Patienten hier aber nicht angeben.
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Kaffee-Mythen im Faktencheck – Verbraucherinformation der DKV

Wie der Wachmacher im Körper wirkt

Kaffee-Mythen im Faktencheck - Verbraucherinformation der DKV

Kaffeebohnen enthalten verschiedene Stoffe, die sich auf den Körper auswirken können. (Bildquelle: ERGO Group)

Egal ob morgens zum Wachwerden oder als Genussmittel für zwischendurch: Kaffee ist aus dem Alltag vieler Deutscher nicht wegzudenken. Doch das Getränk muss mit einigen Vorurteilen kämpfen. Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung, macht einen Faktencheck.

Kaffee: Mehr als nur Koffein

Kaffeebohnen, die zu Kaffeepulver gemahlen werden, enthalten verschiedene Stoffe, die sich auf den Körper auswirken können. Der bekannteste Inhaltsstoff ist Koffein, der zu den sogenannten Alkaloiden gehört, das sind stickstoffhaltige Verbindungen. Darüber hinaus beinhaltet Kaffee aber beispielsweise auch Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium, Säuren, Eiweißstoffe und Wasser. Beim Rösten der Bohnen entstehen zudem Aromastoffe. „Koffein in Maßen regt das Herz und das zentrale Nervensystem an und kann schmerzlindernd wirken“, erläutert Dr. Wolfgang Reuter. „Daher ist es auch Bestandteil einiger Medikamente, insbesondere gegen Migräne und Kopfschmerzen.“ Übrigens: Espresso und Filterkaffee unterscheiden sich in erster Linie durch die Röstung. Diese hat unter anderem Auswirkungen auf den Geschmack, aber auch auf die Menge an enthaltener Säure. Espresso wird länger geröstet – dadurch reduziert sich der Säuregehalt.

Faktencheck 1: Entzieht Kaffee dem Körper Flüssigkeit?

Kaffee steigert die Aktivität der Nieren, über einen kurzen Zeitraum kommt es so zu einer vermehrten Urinproduktion. Insgesamt ist der Flüssigkeitsverlust nach dem Genuss von Kaffee aber nicht höher als nach anderen Getränken. „Wer über den Tag verteilt ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt, zum Beispiel über Wasser, Schorlen oder Kräutertees, verliert durch Kaffee keine Flüssigkeit“, ergänzt der DKV Experte. „Es ist also nicht nötig, nach einer Tasse Kaffee direkt ein Glas Wasser zu trinken.“

Faktencheck 2: Macht Kaffee den Körper sauer?

Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist wichtig für einen reibungslosen Stoffwechsel und somit für die Gesundheit. Zu viel Säure kann zu Müdigkeit sowie Infektanfälligkeit führen und sogar schwere Krankheiten mitverursachen. Aber wirkt sich Kaffee wirklich auf den Säure-Basen-Haushalt aus? „Auf den Gesamtorganismus wirkt Kaffee sogar eher basisch und nicht säurebildend“, informiert Dr. Reuter. Aber: Kaffee regt die Produktion von Salzsäure im Magen an. „Das kann, abhängig von der Menge des Kaffees, zu einer Reizung der Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts führen“, ergänzt der Gesundheitsexperte. Alkohol und Nikotin können die Reizung zudem verstärken.

Faktencheck 3: Macht Kaffee süchtig?

Wer regelmäßig Kaffee trinkt, dessen Körper gewöhnt sich an die Koffeinzufuhr. „Muss oder will der Kaffeetrinker dann auf Koffein verzichten, kann es zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Reizbarkeit kommen“, so der DKV Experte. „Dennoch ist Kaffee keine süchtig machende Droge.“ Allerdings gilt wie bei vielen Genussmitteln: in Maßen konsumieren. Wer auf das Kaffeetrinken mit Nervosität, Herzrasen oder Schweißausbrüchen reagiert, sollte seinen Konsum reduzieren oder sogar beenden. Empfehlenswert sind nicht mehr als zwei bis vier Tassen am Tag – das kann aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein.
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Ursachen und Behandlung von Sodbrennen – Verbraucherinformation der DKV

Sauer macht doch nicht lustig

Ursachen und Behandlung von Sodbrennen - Verbraucherinformation der DKV

Üppige Mahlzeiten können zu Sodbrennen führen. (Bildquelle: ERGO Group)

Ein saftiger Burger mit Pommes und dazu eine Limonade – was sich nach einem leckeren Essen anhört, kann unschöne Folgen haben. Denn kurz danach meldet sich bei vielen ein Brennen hinter dem Brustbein und saures Aufstoßen: Sodbrennen. Wie Sodbrennen entsteht und was dagegen hilft, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Was sind die Symptome von Sodbrennen?

Sodbrennen äußert sich meist durch einen brennenden Schmerz in der Brustbeingegend, ein allgemeines Druckgefühl im Oberbauch oder ein Aufstoßen von Magensäure, die manchmal sogar bis in den Mund-Rachen-Raum gelangt. Da die aufsteigende Säure zu einer Reizung des Rachenraums und der Stimmbänder führen kann, äußert sich Sodbrennen bei manchen Patienten auch durch Husten, Heiserkeit und Räuspern nach dem Aufwachen.

Wodurch entsteht Sodbrennen?

Für Sodbrennen gibt es verschiedene Ursachen, eine davon ist die Ernährung: Zu üppige Mahlzeiten, zu viel fettige und zuckerhaltige Lebensmittel sowie Alkohol und Nikotin können dafür sorgen, dass sich zu viel Magensäure bildet. Diese reizt dann die Magenschleimhaut, es kommt zu Schmerzen oder Druckgefühl. Weiterhin kann Übergewicht dafür verantwortlich sein – besonders dann, wenn die zusätzlichen Kilos in der Bauchgegend sitzen. Denn das Gewicht drückt auf den Magen, der Mageneingang öffnet sich und der Inhalt fließt zurück in die Speiseröhre. Daher leiden häufig auch Schwangere unter Sodbrennen. Weitere mögliche Ursachen können Medikamente, aber auch Krankheiten wie eine Magenschleimhautentzündung sein.

Die Refluxkrankheit als Ursache

Ursache kann auch die Refluxkrankheit sein. „Dann ist der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen, der normalerweise wie ein Ventil den Magen verschließt, erschlafft und funktioniert nicht richtig“, so der DKV Experte. Als Folge kann Mageninhalt in die Speiseröhre aufsteigen. Es kommt zu Sodbrennen. Häufig verstärkt ungesundes, üppiges Essen den Reflux. „Ohne Behandlung kann sich die Refluxkrankheit zu einer sogenannten Refluxösophagitis, einer Entzündung der Speiseröhre, weiterentwickeln“, ergänzt Dr. Reuter. Das bedeutet, dass sich die Schleimhaut infolge des vermehrten Kontakts mit Magensäure entzündet. Auf lange Sicht kann sie auch den Zahnschmelz angreifen.

Vorbeugende Maßnahmen: Auf die Ernährung achten!

Um dem unangenehmen Aufstoßen und dem Druckgefühl vorzubeugen, hilft ein Blick auf die Ernährung: Umfangreiche Mahlzeiten eher vermeiden, lieber kleinere Gerichte über den Tag verteilt essen. „Es empfiehlt sich zudem, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und beispielsweise ausreichend Obst, Gemüse und Ballaststoffe in den Speiseplan zu integrieren“, so Dr. Reuter. Regelmäßig Sport hilft nicht nur, möglichem Übergewicht entgegenzuwirken – Bewegung regt auch die Verdauung an. Ebenfalls hilfreich: Auf Rauchen verzichten. Denn Nikotin fördert die Produktion von Magensäure und wirkt zudem muskelentspannend. Tritt Sodbrennen vor allem in der Nacht auf, rät der DKV Experte, den Oberkörper mithilfe von Kissen höher zu legen oder – wenn möglich – den Lattenrost hochzustellen.

Hilfreiche Sofortmaßnahmen bei Sodbrennen

Bei Sodbrennen können einige Hausmittel schnelle Hilfe bringen. Dazu gehören stärkehaltige Nahrungsmittel wie trockenes Weißbrot, Zwieback, Bananen oder Nüsse, vor allem Mandeln. Sie können helfen, den Überschuss an Magensäure zu neutralisieren. Ein weiteres Hilfsmittel: Kräutertee. Die Flüssigkeit verdünnt die Magensäure und spült die sich in der Speiseröhre befindlichen Reste zurück in den Magen.

Wann ist ein Arztbesuch empfehlenswert?

Treten die Beschwerden häufiger auf, empfiehlt Dr. Reuter, den Hausarzt aufzusuchen. Abhängig vom Gespräch mit dem Patienten gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten. Dazu gehören beispielsweise eine Umstellung der Ernährung oder Maßnahmen zur Gewichtsreduzierung. Es können aber auch Untersuchungen nötig sein wie eine Spiegelung von Speiseröhre und Magen (eine sogenannte Endoskopie), eine Langzeit-Säuremessung (sogenannte pH-Metrie) oder eine Manometrie, eine Druckmessung der Speiseröhre. Stellt der Arzt die Refluxkrankheit fest, bringt häufig eine Umstellung des Ernährungs- und Lebensstils Linderung. Je nach Patient kann auch die Einnahme von magensäurehemmenden Medikamenten nötig sein – bei einem besonders schweren Verlauf der Refluxkrankheit vielleicht auch eine Operation.
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Tipps für den Kauf von Kinderschuhen – Verbraucherinformation der DKV

Gesunde Füße von klein auf

Tipps für den Kauf von Kinderschuhen - Verbraucherinformation der DKV

Im Fachhandel werden Kinderfüße professionell ausgemessen, um die passende Größe zu finden. (Bildquelle: ERGO Group)

Wer so viel rennt, tobt und klettert wie Kinder, für den ist passendes Schuhwerk wichtig. Ungeeignete Schuhe sind der Hauptgrund dafür, dass Kinderfüße orthopädische Probleme bekommen. Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung, weiß, welche Folgen zu enge, aber auch zu große Schuhe haben können und gibt Tipps rund um den Kauf von Kinderschuhen.

Ab wann sind Schuhe überhaupt notwendig?

Schuhe gibt es schon für die Kleinsten: Bereits ab einer Fußlänge von 8 cm – das entspricht der Schuhgröße 14 – können Eltern Schuhe kaufen. „Laufen lernen Kinder aber am besten ohne Schuhe. Denn das ist für die Füße am gesündesten“, so Dr. Wolfgang Reuter. Barfußlaufen kräftigt die Muskulatur in den Füßen und fördert gleichzeitig den Gleichgewichtssinn. Schuhe sind allerdings ratsam, wenn die Kinder draußen in einer Umgebung unterwegs sind, in der Glassplitter oder sonstige spitze oder scharfkantige Gegenstände herumliegen können. Und natürlich in den kälteren Jahreszeiten.

Folgen nicht passender Schuhe
Wie Studien zeigen, tragen mehr als 60 Prozent aller Kinder Schuhe, die nicht richtig passen. Da das Gewebe und die Knochen von Kinderfüßen noch weich sind, können sie sich durch falsches Schuhwerk leider leicht verformen oder die Fußknochen wachsen in eine „Zwangsrichtung“. „Bis ein Fuß seine endgültige Form und Festigkeit hat, dauert es ungefähr 16 Jahre“, weiß Reuter. „Vorher können durch schlecht sitzende Schuhe schnell Fehlstellungen wie Senk-, Platt- oder Knick-Senk-Fuß entstehen.“ Ein Problem sind dabei nicht nur zu enge, sondern auch zu große Schuhe. Denn: Um zu große Schuhe nicht zu verlieren, krallen sich Kinder mit den Zehen fest. Die Folge können dann sogenannte Krallenzehen, Haltungsschäden oder eine verspannte Muskulatur von den Füßen bis zum Rücken sein. Selbst wenn manche Fehlstellungen zwar zunächst keine Schwierigkeiten bereiten, können sie später zu Beschwerden entlang der ganzen statischen Bewegungsachse des Körpers führen.

Die richtige Größe finden

Woran merken Eltern, dass Schuhe nicht passen? „Blasen und Druckstellen weisen auf zu kleine oder zu enge Schuhe hin“, so Reuter. „Stolpert ein Kind häufig über seine eigenen Füße oder hat verkrampfte Zehen, kann das auf zu weite oder zu große Schuhe hindeuten.“ Kinder bis zu etwa zehn Jahren können nicht selbst einschätzen, ob ihnen Schuhe passen oder nicht. Daher stellt der Schuhkauf Eltern meist vor eine große Herausforderung. Grundsätzlich gilt: Der Schuh sitzt gut, wenn vorne noch etwas Luft ist. Dieser Puffer sollte mindestens 12 und maximal 17 Millimeter sein. Das entspricht der durchschnittlichen Breite der Daumen von Erwachsenen, daher wenden viele Eltern die bekannte Daumenprobe an. „Kinder ziehen durch den Druck allerdings reflexartig die Zehen ein. Daher empfiehlt es sich, die andere Hand quer über den Fuß und die Zehen zu legen – das unterbindet den Reflex“, rät der Gesundheitsexperte. Lässt sich die Sohle des Modells herausnehmen, ist der Test einfacher. Dann kann sich der Nachwuchs etwa einen Zentimeter vom hinteren Rand entfernt darauf stellen. Ist vorne der empfohlene Puffer frei, sind die Schuhe passend. Helfen kann es auch, zu Hause eine Schablone vorzubereiten. Dafür stellt sich das Kind einfach auf ein Stück Karton, die Eltern zeichnen den Fuß nach und geben vorne 17 Millimeter dazu. Lässt sich die ausgeschnittene Schablone leicht in einen Schuh legen, ist das schon mal ein gutes Zeichen. Sie sollte flach auf dem Fußbett aufliegen und sich an keiner Seite nach oben biegen. Auch sollten rechts und links keine großen Freiräume zu sehen sein, dann wären die Schuhe zu weit. „Wichtig ist, eine Schablone von beiden Füßen zu machen. Denn unterscheiden sich die Füße auch nur minimal in der Größe, ist der größere entscheidend“, weiß Reuter. Auch eine Beratung im Fachhandel kann helfen. Dort werden die Füße der Kleinen professionell ausgemessen. Gute Kinderschuhe gibt es meistens in den Modellen „Weit“, „Mittel“ und „Schmal“, sodass für jeden Fuß die optimale Passform dabei ist. Neben der passenden Größe ist wichtig, dass der Schuh weich und flexibel ist. Eltern können das herausfinden, indem sie den Schuh in die Hand nehmen und versuchen, ihn zusammenzudrücken und zu kneten. Sind Material und Sohle biegsam, eignet sich der Schuh für den weichen Kinderfuß.

Größe regelmäßig prüfen

Ist der richtige Schuh gefunden, währt die Freude darüber meist nur sehr kurz: „Kinderfüße wachsen enorm schnell: Im Alter von ein bis drei Jahren etwa 1,5 Millimeter pro Monat, von drei bis sechs Jahren ungefähr 1 Millimeter“, weiß der DKV Experte. Er rät daher, die Größe regelmäßig zu überprüfen und die Füße auf Druckstellen, Rötungen oder Hornhaut zu untersuchen. Treten solche Symptome auf, sollten Eltern passende Schuhe nachkaufen. Generell gilt zudem: Den Nachwuchs möglichst oft ohne Schuhe laufen lassen – Barfuß oder mit rutschsicheren Stoppersocken.
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Was hilft beim Restless-Legs-Syndrom? – Verbraucherfrage der Woche der DKV

Gut beraten von den Experten der ERGO Group

Was hilft beim Restless-Legs-Syndrom? - Verbraucherfrage der Woche der DKV

Restless-Legs-Syndrom: Die Beine zucken, kribbeln, schmerzen oder fühlen sich heiß an. (Bildquelle: ERGO Group)

Carmen R. aus Bamberg:
Nachts leide ich oft unter kribbelnden, zuckenden Beinen. Wenn ich mich dann bewege, werden die Beschwerden besser. Was kann das sein? Und was hilft dagegen?

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:
Für Betroffene ist es eine Qual: Das sogenannte Restless-Legs-Syndrom (RLS). Die Beine zucken, kribbeln, schmerzen oder fühlen sich heiß an, vor allem in Ruhephasen, also beispielsweise während des Schlafens. Die Symptome gehen oft mit Bewegungsdrang einher. Wer sich dann tatsächlich bewegt, erfährt eine Besserung – aber leider nur kurzfristig. Selten können die Symptome auch in Arme und Hände übergehen. Etwa drei bis zehn Prozent der Deutschen leiden an RLS. Ursachen können beispielsweise eine fortgeschrittene Nierenschwäche, Eisen- oder Folsäuremangel, bestimmte Medikamente wie Antidepressiva oder eine Störung des Dopamin-Systems im Gehirn sein. Wer den Verdacht hat, an RLS zu leiden, sollte darüber mit seinem Hausarzt sprechen. Der veranlasst unter Umständen bestimmte Blutuntersuchungen – Ferritin, Nierenwerte, Schilddrüse – oder überweist den Patienten an einen Neurologen. Welche Therapie hilft, hängt von der jeweiligen Ursache ab. Treten die Symptome erstmalig in der Schwangerschaft auf, verschwinden sie nach der Geburt meist von selbst. Um Beschwerden zu verringern, können Patienten auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung sowie auf eine ausreichende und regelmäßige Bewegung im Alltag achten. Auch ein gleichbleibender Tag- und Nachtrhythmus kann zu einer Linderung beitragen.
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Sommerhitze: Was müssen Herzpatienten beachten? – Saisonale Verbraucherinformation der DKV

Medikamenteneinnahme und Flüssigkeitsmenge anpassen

Sommerhitze: Was müssen Herzpatienten beachten? - Saisonale Verbraucherinformation der DKV

Ältere Menschen sollten bei Hitze darauf achten, ausreichend zu trinken.
(Bildquelle: ERGO Group)

Klettern die Temperaturen über 30 Grad, ist das besonders für Menschen mit Herz- oder Blutdruckproblemen eine Herausforderung. Was Betroffene tun können, um dennoch den Sommer zu genießen, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Der Körper als Temperaturregler

Die Körpertemperatur eines Menschen sollte ungefähr 37 Grad betragen. Überschreitet der Körper diesen Wert bei großer Hitze, gibt er die überschüssige Wärme über die Haut ab: Die Blutgefäße in Armen und Beinen erweitern sich, es fließt mehr Blut hindurch. Da die Extremitäten eine große Hautoberfläche haben, kann das Blut darüber die Wärme abgeben. Anschließend fließt das gekühlte Blut ins Körperzentrum zurück und kühlt von innen. Reicht das nicht aus, beginnt der Körper zu schwitzen – die dabei entstehende Verdunstungskälte kühlt den Körper zusätzlich.

Auswirkungen von Hitze auf das Herz

Wenn der Körper bei großer Hitze vermehrt Blut durch die Gefäße pumpt, muss das Herz mehr arbeiten. Ein gesundes Herz meistert diese Belastung problemlos, für ein geschwächtes oder krankes Herz ist das eine Herausforderung. Deshalb der Rat von Dr. Reuter an Ältere und Menschen mit Herzproblemen: „Direkte Sonneneinstrahlung und körperliche Anstrengungen meiden und auf sommerliche Kleidung achten.“ Kurze Ärmel und Hosen, leichte Stoffe und eine Kopfbedeckung ermöglichen es dem Körper, Wärme abzugeben und verhindern einen Hitzestau. Ebenso wichtig ist es, starke Temperaturwechsel zu vermeiden, beispielsweise beim Betreten eines klimatisierten Geschäfts. Bei dem plötzlichen Wechsel von hoher Außen- zu kühler Innentemperatur verengen sich die Gefäße. Dadurch kann das Blut nicht mehr so schnell fließen, der Blutdruck steigt und damit das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Der Tipp des DKV Experten: Den Einkauf in die kühleren Morgen- oder Abendstunden legen.

Medikamenteneinnahme mit dem Arzt besprechen

Patienten mit Bluthochdruck und solche mit einer Herzschwäche sollten im Sommer die Dosierung ihrer Medikamente mit dem behandelnden Arzt besprechen. Gegebenenfalls rät er ihnen, bestimmte Mittel bei großer Hitze zu reduzieren. Denn wassertreibende Medikamente, sogenannte Diuretika, die insbesondere Herzschwächepatienten zur Entwässerung einnehmen, können bei Hitze zu einem großen Flüssigkeitsverlust führen. Die Folge: „Das Blutvolumen in den Gefäßen nimmt ab. Dadurch sinkt der Blutdruck und es besteht die Gefahr, dass der Patient einen Kreislaufkollaps erleidet“, so Dr. Reuter.

Das A & O: die richtige Flüssigkeitsmenge

Schwitzt der Körper, verliert er bis zu zwei Liter Flüssigkeit pro Tag. Dazu kommt ein Verlust von Elektrolyten wie Natrium, Kalium und Magnesium. „Wer dann mehr trinkt, gleicht den Verlust wieder aus“, so Dr. Reuter. Allerdings ist gerade bei älteren Menschen das Durstempfinden weniger ausgeprägt. Daher sollten sie bei Hitze bewusst darauf achten, ausreichend zu trinken. Da Patienten mit einer Herzschwäche aber unter Umständen mehr als zwei Liter zu sich nehmen müssen, sollten sie die erforderliche Trinkmenge gemeinsam mit ihrem Arzt festlegen. Denn auch eine zu hohe Flüssigkeitszufuhr ist nicht gut – das kann zu einer übermäßigen Belastung des Herzens führen. Um die richtige Trinkmenge herauszufinden, empfehlen Ärzte Herzpatienten oft, sich täglich morgens und abends immer zum selben Zeitpunkt zu wiegen. So können sie selbst kontrollieren, ob sie ausreichend getrunken haben. Generell ist Wasser, eventuell mit Zitronenscheiben, eine ungesüßte Saftschorle oder abgekühlter Früchte- oder Kräutertee am besten geeignet. Auf alkoholische oder zuckerhaltige Getränke sollten – nicht nur – Herzpatienten bei großer Hitze verzichten.
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Tipps für Einkauf und Lagerung von Lebensmitteln bei Hitze – Saisonale Verbraucherinformation der DKV

So bleiben Salat und Geflügel auch im Sommer lange frisch

Tipps für Einkauf und Lagerung von Lebensmitteln bei Hitze - Saisonale Verbraucherinformation der DKV

An sehr heißen Tagen sollte das meiste Obst und Gemüse in den Kühlschrank. (Bildquelle: ERGO Group)

Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm heiße Tage. Wer nicht aufpasst, dem verderben dann zu Hause schnell die Lebensmittel. Bakterien vermehren sich bei hohen Temperaturen nämlich viel schneller als in gemäßigtem Klima. Matschige Erdbeeren, saure Milch und verschimmeltes Brot können die Folge sein. Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung, weiß, worauf Verbraucher im Sommer bei Einkauf, Transport und Lagerung verderblicher Waren achten müssen. Außerdem gibt er Tipps, um Lebensmittelinfektionen vorzubeugen.

Vom Einkauf bis zum Transport

Ab Temperaturen über 30 Grad empfiehlt Dr. Wolfgang Reuter: „Tiefkühlware oder leicht Verderbliches wie Fleisch, Fisch oder Joghurt sollten zuletzt im Einkaufswagen landen. Besser noch: direkt in einer mitgebrachten Kühltasche oder -box. Das verhindert eine Unterbrechung der Kühlkette.“ Wer keine Kühltasche besitzt oder sie daheim vergessen hat, kann in den meisten Supermärkten eine erwerben. Sie empfiehlt sich insbesondere bei längeren Heimwegen oder einem Transport mit dem Auto. Denn steht der Wagen in der Sonne, steigen die Temperaturen im Innenraum schnell auf über 40 Grad. Da auch Kühltaschen- und boxen nur für einen begrenzten Zeitraum kühl halten, ist es ratsam, nach dem Einkauf den direkten Heimweg einzuschlagen und andere Besorgungen lieber vorher zu erledigen.

Richtige Lagerung

Wieder daheim angekommen, stellt sich die Frage: Wo lagern Lebensmittel bei Hitze am besten? „An sehr heißen Tagen sollte das meiste Obst und Gemüse in den Kühlschrank, auch exotische Früchte wie Kiwis und Feigen“, rät der DKV Experte. Wichtig: Dafür das Gemüsefach nutzen. Es schützt das Obst und Gemüse vor dem Austrocknen. Ideal sind sogenannte Longfresh- oder Biofresh-Fächer: Hier herrschen mit knapp über Null Grad ideale Temperaturen für frische Lebensmittel. Aber nicht alle Obst- und Gemüsesorten mögen den Kühlschrank: Tomaten beispielsweise, Kartoffeln, Zwiebeln, Ananas oder Bananen verlieren durch die Kälte ihr Aroma. Sie gehören in Obst- oder Gemüseschalen, möglichst nicht in direkter Lichteinstrahlung am Fenster. Eine Alternative ist der kühle Keller, Kartoffeln lagern hier ganzjährig am besten. Andere frische Waren wie Milch und Joghurt, aber auch Fisch und Fleisch gehören zu jeder Jahreszeit in den Kühlschrank. Brot hält zwar grundsätzlich bei Zimmertemperatur am besten, beispielsweise in einem Brotbehälter. „An heißen Tagen – insbesondere bei hoher Luftfeuchtigkeit – empfiehlt es sich jedoch, auch das Brot im Kühlschrank zu lagern“, so Reuter. Alternativ können Verbraucher es portionsweise einfrieren und nur das auftauen, was sie gerade benötigen. Ein weiterer Tipp von Dr. Reuter: Im Hochsommer lieber öfter, aber dafür weniger einkaufen. So sind die Lebensmittel schneller verbraucht und die Gefahr, dass sie verderben, ist geringer. Übrigens: Sind Tiefkühlwaren beim Auspacken oberflächlich etwas angetaut, können Verbraucher sie ohne Probleme erneut einfrieren – sofern der Kern noch gefroren ist. Sind die Waren bereits stark aufgetaut, sollten sie sie möglichst umgehend verarbeiten.

Lebensmittelinfektion vorbeugen

Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit sind beste Voraussetzungen für Salmonellen und andere Krankheitserreger. Nicht nur der richtige Transport und die Lagerung sind daher wichtig, sondern auch eine gründliche Hygiene in der Küche: Wer mit Lebensmitteln hantiert, sollte sich davor und danach die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen. „Das gilt besonders bei tierischen Lebensmitteln wie beispielsweise Putenbrust. Das Risiko einer Belastung mit Krankheitserregern ist hier besonders hoch“, ergänzt der Gesundheitsexperte. Aber auch Rohmilch, rohe Eierspeisen, Käse oder abgepackte Salate bergen ein erhöhtes Risiko. Enthält deren Verpackung bereits Feuchtigkeit – sichtbar an kleinen Wassertropfen an der Verpackungsinnenseite – sollten Verbraucher dieses Lebensmittel direkt entsorgen. Denn Feuchtigkeit ist eine Brutstätte für Salmonellen. Außerdem ist es ratsam, für Fleisch und Fisch ein anderes Schneidebrett zu verwenden als für Salate und Gemüse. Und: Die Arbeitsflächen nach jedem Gebrauch reinigen sowie Schwämme und Lappen regelmäßig austauschen. Fisch und Fleisch – vor allem Geflügel – sollten darüber hinaus immer ausreichend lange braten oder kochen. Das tötet die Mehrzahl der Krankheitserreger ab. Wer gerne Obst und Gemüse isst, sollte es vorab gründlich waschen oder schälen.
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Was tun gegen Schnarchen? – Verbraucherinformation der DKV

Tipps für eine ruhige Nacht

Was tun gegen Schnarchen? - Verbraucherinformation der DKV

Bei einfachem Schnarchen können je nach Auslöser verschiedene Maßnahmen helfen. (Bildquelle: ERGO Group)

Ausreichender, tiefer und störungsfreier Schlaf – wer seine Nächte neben einem schnarchenden Partner verbringt, kann davon oft nur träumen. Aber auch die Schnarchenden selbst leiden darunter. Wie Schnarchen entsteht, was Betroffene tun können und wann der Besuch beim Arzt empfehlenswert ist, erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Wie kommt es zum Schnarchen?

Auslöser für Schnarchen ist die Entspannung der Muskeln in den oberen Atemwegen, die mit dem Schlaf einsetzt. Beim Ein- und Ausatmen vibriert dadurch das Gewebe. An engen Stellen der oberen Atemwege kann es dann zum typischen „Chrrr…pfff…“ kommen. Neben dem nachlassenden Muskeltonus können auch Erkältungen, die Einnahme von Medikamenten wie Schlafmittel, übermäßiger Alkoholgenuss oder Übergewicht die Ursache für das nächtliche Konzert sein. Rückenschläfer schnarchen ebenfalls häufig, da die Schwerkraft Zunge und Kiefer nach unten drückt. „Meist ist Schnarchen gesundheitlich unbedenklich, Mediziner sprechen dann vom einfachen Schnarchen“, so Dr. Wolfgang Reuter. „Wenn der Betroffene jedoch sehr laut und vor allem unregelmäßig schnarcht, könnte das ein Anzeichen für eine Atmungsstörung sein, beispielsweise eine Schlafapnoe.“

Was hilft gegen einfaches Schnarchen?

Bei einfachem Schnarchen können je nach Auslöser verschiedene Maßnahmen helfen: Von der Gewichtsabnahme, über den Verzicht auf Alkohol bis zu geregelten Schlafzeiten. Helfen kann auch eine Änderung der Schlafposition: Wenn Rückenschläfer in die Seitenlage wechseln, verbessert sich das Problem oft deutlich. Ein Tipp von Dr. Reuter: „Ein Kissen im Rücken kann passionierte Rückenschläfer daran hindern, sich in der Nacht wieder umzudrehen.“ Darüber hinaus gibt es diverse Produkte wie Nasenpflaster oder Schnarchschienen. Ein Hals-Nasen-Ohren (HNO)-Arzt kann empfehlen, was im individuellen Fall am erfolgversprechendsten ist.

Wann weist Schnarchen auf eine Schlafapnoe hin?

Bei einer obstruktiven Schlafapnoe sind die oberen Atemwege durch einen Kollaps im Rachenraum zeitweise blockiert. Dadurch setzt die Atmung immer wieder aus und der Körper wird während des Schlafens nur unzureichend mit Sauerstoff versorgt. Das Gehirn des Schläfers gibt daraufhin Alarm, verstärkt die Atmung, den Muskeltonus und die Herzfrequenz. Das kann zu lauten Schnarchgeräuschen führen. Sie treten unregelmäßig auf, immer als Folge der Alarmmeldung. Anzeichen für eine Schlafapnoe können neben dem unregelmäßigen Schnarchen Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten sein. Betroffene fühlen sich nach dem Aufwachen häufig erschöpft. Besteht der Verdacht auf eine Schlafapnoe, empfiehlt der DKV Experte, so schnell wie möglich einen Arzt aufzusuchen. Übrigens: Es gibt auch eine zentrale Schlafapnoe, dabei wird der Atem wegen inaktiver Brustmuskeln sehr flach. Hier kann ein Internist oder Neurologe weiterhelfen.

Therapieren einer Schlafapnoe

Eine obstruktive Schlafapnoe kann anatomische Gründe haben, zum Beispiel große Mandeln, ein vergrößertes Zäpfchen oder Polypen. Ist das der Fall, kann ein operativer Eingriff das Problem beseitigen. Manchmal ist auch eine Untersuchung in einem Schlaflabor empfehlenswert. Abhängig von der Diagnose rät der Arzt zur passenden Therapie. Häufig kommen dabei Beatmungsmasken zum Einsatz, die die Patienten nachts tragen sollen. „Sie erzeugen einen kontinuierlichen Überdruck, sodass die Atemwege während des Schlafens offen bleiben“, erklärt Reuter. Auch wenn manche Patienten das Tragen der Maske als unangenehm empfinden, so verbessert sich doch in den meisten Fällen die Schlafqualität erheblich.
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Erholsamer Schlaf bei Sommerhitze – Tipp der Woche der DKV

Experten der ERGO Group informieren

Erholsamer Schlaf bei Sommerhitze - Tipp der Woche der DKV

Für erholsame Nächte empfiehlt es sich, das Schlafzimmer vor Sonneneinstrahlung zu schützen. (Bildquelle: ERGO Group)

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:

So schön sommerliche Temperaturen auch sind, in der Nacht sorgen sie meist für einen unruhigen und schlechten Schlaf. Als optimale Schlaftemperatur gelten 18 Grad – die werden in Sommernächten oft deutlich überschritten. Die Folge: Der Körper kühlt nicht ausreichend ab, das stört beim Ein- und Durchschlafen. Für erholsame Nächte empfiehlt es sich, das Schlafzimmer tagsüber vor Sonneneinstrahlung zu schützen. Fenster und Rollläden sollten also geschlossen sein. Bei langen Hitzeperioden gilt das für die gesamte Wohnung. Für ausreichend Frischluft am besten in den kühlen Morgenstunden sorgen. Wer gerne bei geöffnetem Fenster schläft, sollte Zugluft vermeiden – denn sie kann einen steifen Nacken oder eine Erkältung verursachen. Und auch wenn eine kalte Dusche kurzfristige Abkühlung verspricht: Vor dem Schlafengehen besser lauwarm duschen. Denn das warme Wasser öffnet die Poren und lässt angestaute Hitze entweichen. Da dicke Decken den Luftaustausch verhindern und den Körper zusätzlich aufheizen, sind dünne Laken aus Baumwolle, Leinen oder Naturseide empfehlenswerte Alternativen – letztere hat sogar eine kühlende Wirkung. Und auch für den Sommer gilt: Nicht zu spät und zu schwer essen sowie Alkohol und aufputschende Getränke am späten Abend vermeiden.
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Die DKV ist der Spezialist für Krankenversicherung der ERGO und gehört damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger.
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Mückenstiche vermeiden und richtig behandeln – Saisonale Verbraucherinformation der DKV

Sommer, Sonne, Sssss …

Mückenstiche vermeiden und richtig behandeln - Saisonale Verbraucherinformation der DKV

Für das typische Jucken und die Schwellung bei Mückenstichen ist Histamin verantwortlich. (Bildquelle: ERGO Group)

Kaum klettern die Temperaturen nach oben, werden die Stechmücken aktiv. Egal ob nachts im Schlafzimmer, am Badesee oder auf dem Balkon – sie fühlen sich überall dort wohl, wo sich Menschen aufhalten. Stechen sie zu, hat das nicht nur unangenehmes Jucken zur Folge. Mit jedem Stich können sie auch Erreger übertragen, die Schwellungen und Entzündungen verursachen können. Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung, gibt Tipps, um sich vor Stichen zu schützen, und weiß, was im Notfall zu tun ist.

Warum stechen Mücken?

Endlich wieder laue Sommerabende genießen – und dann kommen die Stechmücken. „Um sich fortpflanzen und Eier produzieren zu können, benötigen sie Blut mit Eiweißen darin“, so Dr. Wolfgang Reuter. Daher stechen auch nur die Weibchen. Der Stich an sich ist weitestgehend schmerzlos: Die Mücke ritzt die Haut ihres Opfers mit ihrem Stechrüssel an nur wenigen Stellen ein und trifft so kaum die Nervenzellen. Hat sie zugestochen, injiziert sie ihren Speichel, der dafür sorgt, dass das Blut nicht gerinnt und es leichter in den Rüssel zurückfließt. „Für das typische Jucken und die Schwellung ist Histamin verantwortlich. Der Körper schüttet es als Abwehrreaktion auf den Mückenstich aus und sorgt dafür, dass sich die Gefäße erweitern“, weiß der Gesundheitsexperte. Immer häufiger wird das Immunsystem von Gestochenen aktiv und reagiert heftiger. Laut Reuter liegt das daran, dass das Immunsystem die Stoffe im Speichel – beispielsweise bestimmte Bakterien oder Pestizide – nicht kennt. Dass eine Mücke hierzulande Krankheiten wie Dengue-Fieber oder Malaria überträgt, ist jedoch unwahrscheinlich. Zwar kommen inzwischen vereinzelt auch exotische Mückenarten vor, beispielsweise die Tigermücke. Da aber Viren und Parasiten in unseren Breitengraden sehr kurzlebig sind, müsste eine Mücke innerhalb kurzer Zeit zunächst einen Erkrankten, dann einen gesunden Menschen stechen, um Krankheitserreger zu übertragen.

Der richtige Schutz vor Insektenstichen

Um sich gar nicht erst mit Juckreiz und Schwellungen herumärgern zu müssen, ist es am besten, Stiche zu verhindern. Beispielsweise kann helle, lange und weite Kleidung hilfreich sein, die am besten aus einem dickeren Stoff wie Leinen besteht. Ebenfalls empfehlenswert sind Moskitonetze an Türen, Fenstern oder über dem Bett. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Anti-Mückenmitteln, sogenannte Repellents. Sie übertünchen den Körpergeruch und sorgen dafür, dass Stechmücken Menschen nicht mehr richtig aufspüren können. „Entgegen der landläufigen Meinung zieht nämlich nicht das Licht die lästigen Plagegeister an, sondern die menschlichen Ausdünstungen wie Schweiß oder ausgeatmetes CO2“, weiß der DKV Experte. Als besonders wirksam haben sich Mittel mit dem Wirkstoff Icaridin und DEET erwiesen. Für Schwangere und Kinder ist es ratsam, den hautverträglicheren Wirkstoff Icaridin zu verwenden. Für Säuglinge und Kinder unter drei Jahren sind Repellents ungeeignet. Reuter empfiehlt Eltern daher, den Nachwuchs mit geeigneter Kleidung oder den Kinderwagen mit einem Moskitonetz zu schützen. Da Stechmücken auch bestimmte Gerüche wie Geranie oder Zitronenmelisse nicht mögen, können entsprechende Duftkerzen für einen gemütlichen Abend auf der Terrasse sorgen – ohne Stiche und lästiges Surren.

Doch ein Stich – was hilft und wann zum Arzt?

Trotz aller Schutzmaßnahmen kann es immer mal wieder zu einem Stich kommen. Auch wenn sie zum Teil sehr stark jucken: Kratzen unbedingt vermeiden! Sonst kann sich die Stelle entzünden und eine Narbe bilden. „Besser ist es, den Stich zu kühlen. Das lindert den Juckreiz, aber auch die Schwellung“, weiß Dr. Reuter. Dafür eignen sich beispielsweise Kältekompressen oder Eiswürfel. Reuter rät, sie nicht direkt auf die Haut zu legen, sondern vorher in ein Tuch zu wickeln. So lassen sich Erfrierungen vermeiden. Da der Juckreiz durch das körpereigene Histamin erzeugt wird, helfen auch sogenannte Antihistaminika in Form von Salben und Gels. Ein Besuch beim Arzt ist notwendig, wenn sich die Stelle entzündet hat. Das äußert sich durch Eiter an der Einstichstelle oder geschwollene Lymphknoten an der betroffenen Extremität oder am Hals. Zudem sind dann Schmerz, Schwellung und Rötung stärker als gewöhnlich. Unbehandelt kann ein entzündeter Stich im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung führen. Kommt es aufgrund des Stiches zu einer allergischen Reaktion, ist es wichtig, schnell einen Notarzt zu rufen. Symptome sind beispielsweise eine starke Schwellung rund um den Stich, Schwellungen im Gesicht und Hals oder eine generell starke Rötung der Haut. Begleitet wird dies häufig von Atemnot. „Wer von seiner Allergie weiß, sollte immer Medikamente für den Notfall bei sich haben“, rät Dr. Reuter.
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Wunden richtig erstversorgen – Verbraucherinformation der DKV

Tipps für Eltern

Wunden richtig erstversorgen - Verbraucherinformation der DKV

Neben Schürf- und Schnittwunden haben es Eltern auch häufig mit Platzwunden zu tun. (Bildquelle: ERGO Group)

Toben, Klettern, Skateboard fahren: Im Frühling sind Kinder wieder viel draußen unterwegs. Da bleiben Blessuren nicht aus. Was es bei der Versorgung von Schnitt-, Schürf- und Platzwunden zu beachten gibt, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Erstversorgung bei Schürf- und Schnittwunden

Ein Sturz vom Fahrrad oder Klettergerüst und schon ist es passiert: Die Knie sind aufgeschürft und auch der Ellbogen blutet. „Werden die Wunden richtig behandelt, heilen sie schnell – und ebenso schnell ist der Schmerz vergessen“, so Dr. Wolfgang Reuter. Abschürfungen sind oberflächliche Verletzungen der obersten Hautschicht. Dadurch liegen die Nervenenden der Lederhaut frei – was sehr schmerzhaft sein kann. Laut Reuter sind diese kleinen Verletzungen zwar meist harmlos, sie sollten dennoch umgehend behandelt werden. Wichtig: Die Kinder trösten, aber nicht dabei auf die Wunde pusten, denn das fördert die Verbreitung von Bakterien. Am besten ist es, die Stelle ohne Druck und Reibung unter kühlem fließendem Wasser oder mit einer Kochsalzlösung zu reinigen. Dr. Reuter empfiehlt zudem, Dreck- oder Steinpartikel mit einer Pinzette oder sauberen Händen zu entfernen. Sitzen die Partikel zu tief in der Wunde, ist es besser, einen Arzt aufzusuchen. Ansonsten kann sich die Stelle leicht entzünden und später Narben bilden. Nach dem Reinigen sollten Eltern die Abschürfung desinfizieren und mit einem Pflaster oder einer Mullbinde versorgen. Was viele nicht wissen: Keine Heilsalben oder Sprühpflaster bei der Erstversorgung verwenden. Denn so kann das Wundsekret schlechter abfließen. Erstreckt sich die Abschürfung über einen größeren Bereich, beispielsweise den kompletten Arm oder den Rücken, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. „Das gilt auch, wenn die Wunde im Gesicht oder auf der Hand ist“, weiß der Gesundheitsexperte. Rötet sich die verletzte Haut oder schwillt sie an, sollte das ebenfalls ein Arzt kontrollieren. Bevor Eltern Schnittwunden verarzten, empfiehlt es sich, die Wunde zunächst etwas bluten zu lassen – denn das spült Keime heraus. Anschließend gilt die gleiche Erstversorgung wie bei Schürfwunden. „Ist der Schnitt tief, klafft die Wunde oder stecken Fremdkörper darin, sollte ein Arzt innerhalb von vier bis sechs Stunden die Behandlung übernehmen. Denn das ist der Zeitraum, innerhalb dessen der Arzt die Wunde nähen kann, falls nötig“, weiß Dr. Reuter.

Was tun bei Platzwunden?

Neben Schürf- und Schnittwunden haben es Eltern auch häufig mit Platzwunden zu tun. Dabei handelt es sich um oberflächliche Wunden, die in der Regel dort entstehen, wo die Haut nur dünn über dem Knochen liegt – zum Beispiel am Schienbein oder Kopf. „In den meisten Fällen bluten Platzwunden sehr stark, da sich unter der Haut viele Blutgefäße befinden, die bei einem Stoß mit aufreißen“, so der Gesundheitsexperte. Daher sollten Eltern versuchen, die Blutung nach der Wunddesinfektion schnellstmöglich zu stoppen: Dafür am besten einen Druckverband anlegen: Eine sterile Wundkompresse auflegen, mit ein bis zwei Lagen Mullbinde befestigen, ein Verbandpäckchen darüber legen und mit der restlichen Mullbinde alles festwickeln. Dr. Reuter rät, die Mullbinde nicht zu fest zu wickeln, um die Blutversorgung nicht zu behindern. Ist die Wunde nur klein und lässt sich die Blutung leicht stoppen, können Eltern selbst die weitere Versorgung übernehmen und die Wundränder beispielsweise mit einem Heftpflaster zusammenführen. Bei größeren Platzwunden oder Verletzungen am Kopf ist es unerlässlich, einen Arzt aufzusuchen. Denn gegebenenfalls muss dieser die Wunde nähen, klammern oder – falls möglich – kleben. „Besondere Vorsicht ist bei Kopfverletzungen geboten: Kommen Erbrechen, Erinnerungs- beziehungsweise Bewusstseinsverlust oder zunehmende Schläfrigkeit hinzu, kann das ein Hinweis auf eine Gehirnerschütterung sein“, weiß der DKV Experte. Unabhängig von der Art der Verletzung: Finger weg von versorgten Wunden. Da heilende Wunden oft jucken, fällt das insbesondere Kindern schwer. Daher sollten Eltern darauf achten und ihren Kindern erklären, dass sich durch Kratzen die Heilung verzögert und es auch zu Infektionen oder Narbenbildung kommen kann.

Fit für Erste Hilfe

Egal ob die Kleinen nur einen Kratzer abbekommen oder eine Platzwunde mit nach Hause bringen: Eltern sind häufig unsicher, was zu tun ist. Dr. Wolfgang Reuter rät daher: „Für Eltern, Großeltern, aber auch für ältere Kinder ist es sinnvoll, einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen. So wissen im Notfall alle Beteiligten, was zu tun ist.“ Zudem empfiehlt er, immer einen Verbandkasten im Haus zu haben, um Verletzungen passgenau versorgen zu können. Ist ein Besuch beim Arzt nötig, gilt: Impfausweis nicht vergessen! Denn da sich Kinder ihre Blessuren häufig beim Spielen im Freien holen, sollten sie gegen Tetanus geschützt sein. Das gilt übrigens auch für Eltern.

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Stilrichtungsreferent der Stilrichtung Koshinkan-Karate in Brandenburg

Züllich Sensei ist neuer Stilrichtungsreferent

Stilrichtungsreferent der Stilrichtung Koshinkan-Karate in Brandenburg

Züllich Sensei

Züllich Sensei wurde im Dezember 2016 zum Stilrichtungsreferent der Stilrichtung Koshinkan im Deutschen Karate Verband ernannt.

Er ist für die Verbreitung des Koshinkan im Karate Dachverband Land Brandenburg e.V. zuständig. Züllich Sensei ist damit der Ansprechpartner für alle interessierten Brandenburger Vereine. Er erstellt Lehrpläne und setzt Referenten ein. Er arbeitet eng mit den Vereinsleitern/ Trainern und dem Prüfungsreferenten zusammen. Er hält Kontakt zum Bundesstilrichtungsreferenten.

Was ist Koshinkan:
Koshinkan ist eine seit Januar 2000 anerkannte und autonome Stilrichtung im Deutschen Karate Verband. (s. Koshinkan-Definition auf Koshinkan.de.)

Sie unterliegt natürlich den Verfahrens- und Kostenordnungen des DKV, ist aber im Lehr- und Prüfungswesen eigenständig. Auch Turniere auf Bundes- und Landesebene können durchgeführt werden.

Koshinkan – Ziele:
Eins unserer Ziele ist ein freundschaftliches und sportliches Miteinander der Vereine, deren Mitglieder und der Koshinkan-Referenten. Ein weiteres Ziel ist das Lehren von Karate, gleich welcher Stilrichtung mit einem gemeinsamen, flexiblen Prüfungsprogramm, sowie die Umsetzung von Basis-Karatetechniken in eine für jede Altersklasse effektive und gut erlernbare Selbstverteidigung, wobei das Leistungskarate nicht in den Hintergrund geraten sollte.

Koshinkan Brandenburg ist die Stilvertretung des Koshinkan-Karate des Deutschen Karate Verband e.V. in Land Brandenburg

Kontakt
Koshinkan Brandenburg
Thomas Züllich
Berghofer Weg 15
15569 Woltersdorf
01577-9585110
info@koshinkan-brb.de
http://www.koshinkan-brb.de

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Die Sitzzeiten der Deutschen

Je jünger, desto länger

Die Sitzzeiten der Deutschen

Grafik: komm-in-schwung.de (No. 5638)

sup.- Verkehrte Welt: Noch vor zwei bis drei Generationen galt mit großer Selbstverständlichkeit, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene körperlich mit Abstand aktiver waren als ältere Menschen. Das hing allein schon mit der altersbedingten physiologischen Kondition zusammen, die mit den Jahren bekanntermaßen eher rückläufig ist. Diese Entwicklung von der bewegungsfreudigen Kindheit hin zum ruhiger werdenden Leben als Senior hat sich nahezu umgedreht. Das zeigt der von der DKV und dem Zentrum für Gesundheit durch Sport und Bewegung der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) herausgegebene Report „Wie gesund lebt Deutschland“ 2016.

Der repräsentativen Umfrage zufolge gehört stundenlanges Sitzen bei der Arbeit, auf dem Weg dorthin sowie in der Freizeit heute zum Alltag der meisten Deutschen. Im Schnitt verbringt jeder Bundesbürger etwa 7,5 Stunden pro Tag im Sitzen. Auffällig ist dabei: Die Auswertung nach Altersgruppen offenbart, dass die Sitzzeiten der 18- bis 29-Jährigen mit einem medianen Durchschnittswert von neun Stunden mit Abstand am höchsten sind. Die Detail-Analyse ergibt, dass bei jungen Erwachsenen im Vergleich zu allen anderen Altersgruppen die Sitzzeiten für den Transport, bei der Arbeit sowie bei der Computer-Nutzung in der Freizeit am längsten sind. Lediglich in den Bereichen des Fernsehens und der sonstigen Freizeit kommen Senioren, bei denen Sitzzeiten während der Arbeit entfallen, auf höhere Sitzzeiten.

Der DKV-Report macht deutlich, dass sich schon die jungen Erwachsenen einen Lebensstil angewöhnt haben, der langfristig negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit erwarten lässt. Besonders alarmierend: Dieser Trend trifft bereits auf Kinder und Jugendliche zu. Laut der europäischen HELENA-Studie verbringt der Nachwuchs im Schnitt täglich 9,1 Stunden im Sitzen, das entspricht etwa 70 Prozent seiner Wachzeit.

Forschungsergebnisse zeigen u. a. klare Zusammenhänge zwischen hohen Sitzzeiten und einer Steigerung der Wahrscheinlichkeit für Übergewicht, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. „Mangelnde Bewegung und lange Sitzzeiten sind Risikofaktoren, die in unserer Gesellschaft immer noch viel zu wenig beachtet werden“, warnt Prof. Ingo Froböse von der DSHS. Da die Grundlagen für einen körperlich aktiven Lebensstil in jungen Jahren gebildet werden, sind in dieser Hinsicht insbesondere auch die Eltern gefordert. Am besten können Kinder und Jugendliche über die Vorbildfunktion für einen bewegungsfreudigen Alltag begeistert werden. Genau daran hapert es jedoch bei vielen jungen Müttern und Vätern entscheidend – ein Umdenken muss also bei der ganzen Familie beginnen.

Supress
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