Schlagwort: Danone

Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser: Neumarkter Lammsbräu geht nach erstinstanzlichem Urteil in der Causa Danone/Fresenius in Berufung

Neumarkt/Frankfurt, 04.09.2019 – Das Landgericht Frankfurt hat heute in einem erstinstanzlichen Urteil die Klage von Neumarkter Lammsbräu gegen die internationalen Großkonzerne Danone und SGS Fresenius in zentralen Punkten abgewiesen. Der Bio-Pionier wird deshalb gegen das Urteil des Landgerichts Frankfurt in Berufung gehen. Neumarkter Lammsbräu hatte im Dezember letzten Jahres stellvertretend für die von den Bioverbänden Demeter, Naturland, Bioland, Biokreis und BNN unterstützte Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V. sowie zahlreiche mittelständische Mineralbrunnen Klage eingereicht. Grund ist u.a. die Verwendung des Labels „Natürlich Bio“ und des von Fresenius an seine Kunden verliehenen Labels „Premiummineralwasser in Bio-Qualität“ beim Danone-Produkt Volvic. Beide Labels und die damit ausgezeichneten Produkte weisen nach Ansicht verschiedener Bio- und Mineralwasserexperten, die hierzu von Neumarkter Lammsbräu befragt wurden, eine Reihe von Defiziten, die in klarem Widerspruch zu den Anforderungen der BGH-Entscheidung „Biomineralwasser“ aus dem Jahr 2012 und zu Verbrauchererwartungen stünden.

Johannes Ehrnsperger, Inhaber und Geschäftsführer Neumarkter Lammsbräu: „Wir sind aus der Vergangenheit schon gewohnt, dass es beim Schutz der Verbraucher und der Bioprinzipien vor Gericht öfter in die nächste Instanz gehen muss. Wer Bio wirklich ernst nimmt, muss sich deshalb nicht nur nachhaltig für höchste Lebensmittelqualität und den Umweltschutz einsetzen, sondern auch beim Thema Verbraucherschutz einen langen Atem haben. Wir werden gegen das Urteil des Landgericht Frankfurt deshalb zum Wohl der Verbraucher und der Bio-Prinzipien in Berufung gehen. Denn dass es offensichtliche Defizite beim Fresenius-Label und den damit ausgezeichneten Produkten gibt, hat ja auch das Landgericht Hamburg in seinem Urteil vom 9. Juli 2019 bereits festgestellt. Es spricht außerdem für sich, dass es gerade von Expertenseite immer mehr Unterstützung für das strenge Bio-Mineralwasser-Siegel der Qualitätsgemeinschaft gibt, wie nicht zuletzt die wachsende Zahl der danach zertifizierten Brunnenbetriebe zeigt. Allein in den letzten zwei Monaten sind mit Vilsa und Hoevelmann zwei weitere Brunnen den Top-5 der deutschen familiengeführten Mineralbrunnen zur Qualitätsgemeinschaft gestoßen.“

Über die Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V.
Die Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser e.V. setzt sich seit 2008 ein für einen behutsamen Umgang mit unserem wichtigsten Lebens-Mittel, dem Wasser. Sie wacht über die Richtlinien für das Qualitätssiegel „Bio-Mineralwasser“ und sensibilisiert Branche und Verbraucher für die Problematik der zunehmenden Wasserverschmutzung. Mitglieder der Qualitätsgemeinschaft sind u.a. die Bio-Anbauverbände Bioland, Demeter, Naturland und Biokreis sowie der Bundesverband Naturkost Naturwaren. Um das Bio-Mineralwasser-Siegel der Qualitätsgemeinschaft zu erlangen, müssen Mineralbrunnen 48 streng gefasste Kriterien erfüllen, die den Verbrauchern ein Höchstmaß an Qualität und Transparenz sowie nachhaltige Produktionsbestimmungen garantieren. Die Richtlinien wurden von unabhängigen Experten erarbeitet und werden laufend an neue wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst. Deren Einhaltung überwacht die Biokontrollstelle BCS Öko-Garantie GmbH. Als bundesweit erstes Bio-Mineralwasser wurde bereits 2009 das „BioKristall“ des Bio-Pioniers Neumarkter Lammsbräu zertifiziert, es folgten Ensinger in Baden-Württemberg (Ensinger Gourmet), Voelkel in Niedersachsen (BioZisch-Limonade) Lammsbräu (now-Limonade), die PreussenQuelle Rheinsberg aus Brandenburg, die Johann Spielmann GmbH (Landpark Bio-Quelle) aus Nordrhein-Westfalen, Bad Dürrheimer aus Baden-Württemberg, Labertaler Heil- und Mineralquellen aus Bayern (Stephanie Gourmet), die Mineralquellen Wüllner aus Nordrhein-Westfalen (Carolinen), Vilsa Brunnen aus Niedersachsen sowie die Getränkegruppe Hövelmann (Urquell Bio-Mineralwasser und Rheinperle Bio Limo leicht) aus Nordrhein-Westfalen. Mehr Informationen über Bio-Mineralwasser finden Sie unter www.bio-mineralwasser.de

Über Lammsbräu
Die Neumarkter Lammsbräu ist der nachhaltigste Bio-Pionier unter den Getränkeherstellern weltweit. Erstmals um 1628 erwähnt, entwarf das Familienunternehmen bereits 1977 eigene Umweltleitlinien, gemäß denen bis heute produziert wird. Sämtliche Rohstoffe für die Produktion stammen aus der ökologischen Landwirtschaft. Die Brauerei hat vor rund 30 Jahren eine eigene Erzeugergemeinschaft für ökologische Braurohstoffe und 2017 außerdem eine Liefergemeinschaft für Bio-Zuckerrüben gegründet. Den ökologischen Landbau unterstützt Neumarkter Lammsbräu darüber hinaus mit verschiedensten Maßnahmen wie z.B. der Bodenpraktiker-Fortbildung, der ökologischen Saatgutzüchtung, der intensiven Förderung von Naturschutzprojekten und mit Forschungsförderung. Jedes Jahr gibt das Unternehmen einen umfassenden, mehrfach ausgezeichneten Nachhaltigkeitsbericht heraus, in dem es alle Daten und Fakten offenlegt. 2018 erwirtschaftete die Neumarkter Lammsbräu mit rund 140 Mitarbeitern einen Umsatz von über 26 Mio. Euro. Insgesamt wurden 100.288 hl Bier und 139.399 hl alkoholfreie Getränke produziert, davon 24.839 hl Bio-Mineralwasser. Beim Bio-Bier ist Neumarkter Lammsbräu Marktführer in Deutschland mit einem Marktanteil von mehr als 60 Prozent. Bei Bio-Erfrischungsgetränken ist die oberpfälzer Brauerei zweitgrößter Hersteller mit einem Marktanteil von rund 25 Prozent im Naturkosthandel. Mehr Informationen über Neumarkter Lammsbräu finden Sie unter www.lammsbraeu.de

Die Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser e.V. setzt sich seit 2008 ein für einen behutsamen Umgang mit unserem wichtigsten Lebens-Mittel, dem Wasser. Sie wacht über die Richtlinien für das Qualitätssiegel „Bio-Mineralwasser“ und sensibilisiert Branche und Verbraucher für die Problematik der zunehmenden Wasserverschmutzung. Mitglieder der Qualitätsgemeinschaft sind u.a. die Bio-Anbauverbände Bioland, Demeter, Naturland und Biokreis sowie der Bundesverband Naturkost Naturwaren. Um das Bio-Mineralwasser-Siegel der Qualitätsgemeinschaft zu erlangen, müssen Mineralbrunnen 48 streng gefasste Kriterien erfüllen, die den Verbrauchern ein Höchstmaß an Qualität und Transparenz sowie nachhaltige Produktionsbestimmungen garantieren. Die Richtlinien wurden von unabhängigen Experten erarbeitet und werden laufend an neue wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst. Deren Einhaltung überwacht die Biokontrollstelle BCS Öko-Garantie GmbH. Als bundesweit erstes Bio-Mineralwasser wurde bereits 2009 das „BioKristall“ des Bio-Pioniers Neumarkter Lammsbräu zertifiziert, es folgten Ensinger in Baden-Württemberg (Ensinger Gourmet), Voelkel in Niedersachsen (BioZisch-Limonade) Lammsbräu (now-Limonade), die PreussenQuelle Rheinsberg aus Brandenburg, die Johann Spielmann GmbH (Landpark Bio-Quelle) aus Nordrhein-Westfalen, Bad Dürrheimer aus Baden-Württemberg, Labertaler Heil- und Mineralquellen aus Bayern (Stephanie Gourmet), die Mineralquellen Wüllner aus Nordrhein-Westfalen (Carolinen), Vilsa Brunnen aus Niedersachsen sowie die Getränkegruppe Hövelmann (Urquell Bio-Mineralwasser und Rheinperle Bio Limo leicht) aus Nordrhein-Westfalen. Mehr Informationen über Bio-Mineralwasser finden Sie unter www.bio-mineralwasser.de

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Dammstraße 7
92318 Neumarkt i.d.OPf.
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81675 München
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Engagement für nachhaltige Palmölindustrie

Markenhersteller auf dem Prüfstand

Engagement für nachhaltige Palmölindustrie

Grafik: Supress

sup.- Im vergangenen Jahr fegten wieder verheerende Brände über Indonesien hinweg. Nach Angaben von Greenpeace sind auf dem größten Inselstaat Südostasiens seit 1990 rund 31 Mio. Hektar Regenwald vernichtet worden. Als Hauptgrund für die gigantische Zerstörung gilt der Anbau von Palmölplantagen. Die Zutat Palmöl steckt heute in etwa der Hälfte aller Supermarktprodukte. Der vielseitige Rohstoff wird z. B. bei der Herstellung von Margarine, Teig- wie Backwaren, Müsli, Süßigkeiten, Suppen oder Fertiggerichten verwendet, ebenso wie für Kosmetika, Seifen und Reinigungsmittel. Doch was tun große Markenhersteller, um die Palmölindustrie von der Zerstörung wertvoller Ökosysteme abzuhalten?

Greenpeace hat in einer aktuellen Studie die Bemühungen von 14 Firmen hinsichtlich Transparenz und Nachhaltigkeit bei ihrer Einkaufspolitik auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis: Nur ein einziger der überprüften Hersteller, nämlich Ferrero, kann annähernd 100 Prozent des von ihm bezogenen Palmöls bis zur Plantage zurückverfolgen. „Ferrero setzt sich engagiert für den Wandel der gesamten Industrie ein“, so lautet das positive Fazit von Greenpeace. Außer dem italienischen Süßwarenunternehmen erreicht aber nur noch Nestle eine insgesamt gute Beurteilung und damit eine grüne Ampel. Bei Danone, der drittplatzierten Firma, lobt Greenpeace zwar den guten Fortschritt beim Bezug von sauberem Palmöl, bemängelt jedoch, dass die Liste der Zulieferer nicht offengelegt wird. Die schlechteste Bilanz zeigt sich bei Colgate-Palmolive, Johnson & Johnson sowie PepsiCo, die von Greenpeace entsprechend jeweils nur mit einer roten Ampel versehen wurden. Das Gesamturteil ist ernüchternd: „Unsere Untersuchung zeigt, dass die Marken nicht genug tun, um die Palmölindustrie von der Zerstörung der Wälder Indonesiens abzuhalten. Die Firmen und ihre Zulieferer müssen realistische Verpflichtungen, ambitionierte Pläne und echte Taten liefern, damit Wälder und Moore gerettet werden“, fordert die Greenpeace-Expertin Gesche Jürgens ( https://www.greenpeace.de/themen/walder/musli-mit-bitterem-beigeschmack ).

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UN Aktionsplan: Globale Initiative zum Schutz der Wälder

Größte, kosteneffektivste Klimalösung

UN Aktionsplan: Globale Initiative zum Schutz der Wälder

Grafik: Supress

sup.- Bis 2050 wird sich die Zahl der Menschen auf neun Milliarden erhöhen. Die Zunahme der Weltbevölkerung ist mit großen Herausforderungen wie z.B. Ernährungssicherheit und Klimabeständigkeit verknüpft. Jedes Jahr verschwinden rund 13 Mio. Hektar Wald – etwa die Hälfte davon für die Herstellung von Produkten wie Soja, Palmöl, Papier oder Fleisch. Um dieser Entwicklung entschieden entgegenzuwirken wurde auf dem New Yorker Klimagipfel im September 2014 auf Anregung von Deutschland, Großbritannien und Norwegen die international beispiellose und branchenübergreifende Initiative „New York Declaration on Forests“ zum Schutz der Wälder verabschiedet. Diese weist daraufhin, dass der Wald im Allgemeinen die größte und kosteneffizienteste Form des Klimaschutzes sei. Unterstützt wird die Erklärung von über 150 Regierungen, multinationalen Unternehmen (z. B. Danone, Ferrero, Johnson & Johnson, Kellogg“s, Nestle, Procter & Gamble) sowie einflussreichen Zivilgesellschaften und einheimischen Organisationen. Die Verringerung von Emissionen bedingt durch Waldrodungen, eine verstärkte Aufforstung sowie gute agrarische und ökologische Praktiken sind das wirksamste Mittel im Kampf gegen den Klimawandel.

Ziel der Deklaration ist es, mindestens eine Halbierung des weltweiten Verlusts an natürlichen Wäldern bis zum Jahr 2020 zu erreichen bei gleichzeitiger Wiederherstellung von 150 Mio. Hektar geschädigter Landschaften und Waldflächen. Bis zum Jahr 2030 wird ein Stopp der Entwaldung in Entwicklungslän-dern angestrebt sowie eine Steigerung der globalen Wieder- herstellungsrate auf eine zusätzliche Fläche von wenigstens 200 Mio. Hektar. Durch diese Maßnahmen soll eine Reduzierung der Emissionen um 4,5 bis 8,8 Milliarden Tonnen pro Jahr realisiert werden. Zur Veranschaulichung: Diese Emissionen entsprechen in etwa denjenigen, die weltweit durch den PKW-Verkehr entstehen. Trotz des intendierten Ausschlusses von Waldrodungen für die Produktion von Agrarrohstoffen soll Ernährungssicherheit für alle angestrebt werden.

Alle Unterzeichner der Deklaration haben sich der Vision ver-pflichtet, den weltweiten Waldverlust zu verlangsamen und ihm entgegenzuwirken sowie gleichzeitig zu Wirtschaftswachstum, Armutslinderung, Rechtstaatlichkeit, Ernährungssicherheit, Klimabeständigkeit sowie zum Erhalt der Artenvielfalt beizutragen.

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