Schlagwort: Biokraftstoff

Verzicht auf Palmöl in Biokraftstoffen

EU-Parlament fordert schrittweisen Ausstieg

Verzicht auf Palmöl in Biokraftstoffen

Foto: Fotolia / Sandor Jackal (No. 5820)

sup.- Mit überwältigender Mehrheit hat das EU-Parlament im April 2017 eine Resolution beschlossen, um den Import von Palmöl in die EU einzuschränken. Die Abgeordneten fordern von der EU-Kommission verbindliche Gesetze, damit bis zum Jahr 2020 ein schrittweiser Ausstieg der Verwendung von Pflanzenölen in Biokraftstoffen erfolgt. Derzeit werden 46 Prozent des von der EU eingeführten Palmöls zur Herstellung von Biodiesel genutzt. Biokraftstoffe sollten eigentlich ein Umweltproblem lösen: Wird eine Pflanze verfeuert, wird dabei nur so viel Kohlendioxid ausgestoßen, wie die Pflanze im Laufe ihres Lebens produziert hat. Tatsächlich haben aber Kraftstoffe mit Palmöl sogar eine schlechtere Klima- und Ökobilanz als fossile Brennstoffe. Das liegt vor allem daran, dass durch ihren Anbau Regenwälder verschwinden. Deshalb lautet auch das Plädoyer der Umweltorganisation „Rettet den Regenwald“: „Palmöl und aller Biosprit aus Nahrungsmitteln muss aus der neuen Erneuerbare Energien Richtlinie gestrichen werden. Das gilt sowohl für Biodiesel und hydrierten Biosprit aus Palm-, Raps-, Soja- und Sonnenblumenöl als auch für Ethanol aus Mais, Weizen, Zuckerrohr und Zuckerrübe“.

Neben dem Verzicht auf Pflanzenöle in Biokraftstoffen befürwortet das EU-Parlament die Einführung einer einheitlichen Zertifizierungsregelung, die garantieren soll, dass nur noch nachhaltig hergestelltes Palmöl auf den EU-Markt gelangt. Bereits im Jahr 2004 ist auf Initiative des WWF der „Runde Tisch für Nachhaltiges Palmöl“ (RSPO) gegründet worden. Diese Multistakeholder-Plattform hat Mindest-Standards und Prinzipien festgelegt, um eine sozialere und umweltverträglichere Palmöl-Produktion zu fördern, die im Februar 2016 (RSPO NEXT) verschärft wurden. Rund ein Fünftel des weltweit hergestellten Palmöls ist mittlerweile über den RSPO zertifiziert. In Deutschland liegt der Anteil mit rund 70 Prozent bereits deutlich höher und ist auch im Vergleich zu anderen europäischen Ländern vorbildlich.

Eine Studie des Südwind Instituts für Ökonomie und Ökumene hat gezeigt, dass in Deutschland der Anteil an zertifiziertem Palmöl, für Biokraftstoffe ist er verbindlich, mit der Nähe des Endproduktes zu den Konsumenten steigt. So beträgt er bei Nahrungsmitteln 52 Prozent und bei Wasch-, Reinigungs- sowie Körperpflegemitteln 47 Prozent, in der Chemie/Pharmazie-Branche hingegen nur 14 Prozent und bei Futtermitteln lediglich ein Prozent.

Bislang ist das Engagement pro nachhaltig angebautem Palmöl jedoch auch bei Produzenten von Konsumgütern sehr unterschiedlich. Das zeigt eine Greenpeace-Studie, bei der 14 große Markenunternehmen unter die Lupe genommen wurden. Eine ausschließlich positive Bewertung erhielt dabei lediglich der italienische Süßwarenhersteller Ferrero, der annähernd 100 Prozent des von ihm bezogenen Palmöls transparent bis zur Plantage zurückverfolgen kann und sich laut Greenpeace für den Wandel der gesamten Industrie stark macht. Äußerst schlecht schnitten hingegen z. B. Colgate-Palmolive, Johnson & Johnson sowie PepsiCo ab, die kaum Nachweise erbringen konnten, dass das von ihnen verwendete Palmöl nicht mit Abholzung in Verbindung steht. Der Handlungsbedarf, den das EU-Parlament formuliert hat, damit zukünftig nur noch zertifiziertes Palmöl importiert wird, ist also noch erheblich.

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Palmöl, aber richtig

Sinnvolle Kriterien statt Verzicht

Palmöl, aber richtig

Grafik: Supress (No. 5801)

sup.- Der Umwelt zuliebe suchen immer mehr Konsumenten im Supermarkt gezielt nach Produkten, die mit dem Hinweis „ohne Palmöl“ gekennzeichnet sind. Doch letztendlich fallen sie damit auf eine Marketingstrategie von Unternehmen herein, die einen Trend zur Profilierung ausnutzen, der unter dem Strich der Umwelt aber keineswegs zwangsläufig zugutekommt. Denn alternative Pflanzenöle, die anstelle von Palmöl verwendet werden, verbrauchen erheblich mehr Anbaufläche als Ölpalmen, die mit Abstand die beste Ertrag-pro-Fläche-Bilanz aufweisen können. Namhafte Umweltschutzorganisationen plädieren deshalb auch nicht für einen Verzicht von Palmöl, sondern für die Forcierung von öko-sozialen Kriterien bei Anbau, Verarbeitung und Verwendung.

In der „Legauer Erklärung“, die u. a. die Deutsche Umwelthilfe sowie das Südwind Institut für Ökonomie und Ökumene unterstützen, wird darauf hingewiesen, dass Ölpalmen einen sinnvollen Beitrag zur heutigen und zukünftigen Ernährung und Rohstoffversorgung leisten. Entscheidend sei aber, wie diese angebaut werden. Zu den wesentlichen Kriterien muss laut der Erklärung z. B. gehören, dass konsequent keine Rodung von Primärwald sowie der Erhalt intakter Sekundärwälder gewährleistet werden. Auch die agrarische Nutzung von Torfböden muss unterbleiben, um die Treibhausgas-Emissionen zu verringern. Existierende Lebensräume von Tieren und Pflanzen müssen geschützt und gleichzeitig die Tier- sowie Pflanzenvielfalt innerhalb der Anbauregionen gefördert werden. Für die Bäuerinnen, Bauern und Mitarbeitenden auf den Plantagen müssen faire Arbeitsbedingungen und nachprüfbare Sozialstandards angestrebt und umgesetzt werden.

Ganz entscheidend ist für alle geforderten Kriterien, dass eine 100-prozentige Rückverfolgbarkeit des Palmöls bis zum Ursprung erreicht wird. Und in dieser Hinsicht gibt es noch erheblichen Handlungsbedarf zur Optimierung, wie kürzlich eine Greenpeace-Studie bei 14 namhaften Markenherstellern gezeigt hat. Nur ein einziger der überprüften Hersteller, nämlich Ferrero, kann annähernd 100 Prozent des von ihm bezogenen Palmöls transparent bis zur Plantage zurückverfolgen. Dem italienischen Süßwarenhersteller wird von Greenpeace außerdem bescheinigt, dass er sich engagiert für den Wandel der gesamten Industrie einsetzt. Mit Abstrichen ähnlich gut schnitt bei der Studie lediglich noch Nestle ab.

Während Umweltschutzorganisationen unter kontrollierten Voraussetzungen den Einsatz von Palmöl z. B. in der Lebensmittelbranche befürworten, lehnen sie die Verwendung dieses Pflanzenöls für den Energiesektor ab. Der Grund: Die Hoffnung, dass sich durch Beimischungsquoten für Biokraftstoffe der Treibhausgasausstoß im Verkehrssektor senken lässt, hat sich aktuellen Berechnungen zufolge als trügerisch erwiesen.

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Gelbe Felder statt brennende Wälder

UFOP fordert Ende der Quotenanrechnung von Biokraftstoffen aus Palmöl in der EU

Gelbe Felder statt brennende Wälder

Es muss Schluss sein mit der Quotenanrechnung von Biokraftstoffen aus Palmöl in der EU! Dies fordert die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) zu Beginn der Diskussion über die Vorschläge der EU-Kommission zur Reform der Biokraftstoffpolitik. Diese wurden als Bestandteil des sogenannten „Winterpaketes“ in der vergangenen Woche vorgestellt. Mit der Reform der Erneuerbare Energien-Richtlinie muss die Definition für die erste Generation der Biokraftstoffe geändert bzw. geschärft werden: Ab 2021 sollten nur noch Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse in der EU angerechnet werden, wenn bei deren Herstellung auch hochwertige Eiweißfuttermittel anfallen, begründet die UFOP ihre Forderung.

Biokraftstoffe aus Raps, Getreide und Zuckerrüben tragen dann nicht nur heute, sondern auch in Zukunft wesentlich dazu bei, den Import von gentechnisch veränderten Soja in die EU zu minimieren. 2015 wurde in Deutschland erstmals mehr Raps- als Sojaschrot verfüttert. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die zunehmende Deklaration von Milchprodukten mit dem Label „Ohne Gentechnik“. Raps ist die mit Abstand bedeutendste gentechnikfreie Eiweißfutterquelle in der EU.

Damit die „Proteinquelle“ Raps für die Milchviehbetriebe erhalten bleibt, ist der Rapsanbau auf etwa 1,4 Mio. Hektar in Deutschland geradezu auf die Verwertung des Rapsöls im Kraftstoffsektor angewiesen, betont der Verband. Jeder Hektar Raps erübrige den Import einer entsprechenden Anbaufläche Soja. Mit der heimischen Eiweißquelle Raps könne diesem sogenannten Flächen- und Nährstoffimport und damit auch der Diskussion um indirekte Landnutzungsänderungen (iLUC) begegnet werden.

Die EU-Kommission und der Rat der EU-Umweltminister verstecken sich geradezu bei der von Umweltorganisationen immer wieder forcierten iLUC-Debatte. Die jährlichen Brandrodungen in Indonesien sollten genug Anlass sein, endlich konkret zu handeln. Niedrigere Kappungsgrenzen oder die Einführung von „iLUC-Faktoren“ retten keinen einzigen Hektar Urwald. Die Alternative heißt stattdessen: Verbot der Anrechnung von Biokraftstoffen aus Palmöl zur Quotenanrechnung in der EU!

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

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EU-Biokraftstoffpolitik – UFOP für Beibehaltung der 7%-Kappungsgrenze

EU-Biokraftstoffpolitik - UFOP für Beibehaltung der 7%-Kappungsgrenze

„Die erst 2015 festgelegte Kappungsgrenze für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse in Höhe von 7 % muss über das Jahr 2020 hinaus beibehalten werden“. Mit dieser Positionierung lehnt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) den heute vorgelegten Vorschlag der EU-Kommission zur Reform der Biokraftstoffpolitik für den Zeitraum 2020 bis 2030 ab. Gleichzeitig fordert der Verband, diese Kappungsgrenze auf Biokraftstoff-Rohstoffe zu beschränken, die zugleich einen spürbaren Beitrag zur Verringerung der Importe von in der Regel gentechnisch veränderten Eiweißfuttermitteln beitragen.

Mit dieser erweiterten Definition der Anbaubiomasse über einen Zusatznutzen müsse sich die EU-Kommission endlich der Kritik stellen, dass Biokraftstoffe aus Palmöl nicht akzeptiert werden. Die Politik sah im Frühjahr 2016 erneut tatenlos zu, als in Indonesien der Regenwald brannte.

Die UFOP verweist darauf, dass der europäische Rapsanbau und die damit verbundene Auflockerung der Fruchtfolge mit der für die Imkerei wichtigsten Trachtpflanze, auf den Absatz im Biodieselmarkt angewiesen sind. Während das Rapsschrot als gentechnikfreies Eiweißfuttermittel und wichtigstes Element der nationalen und europäischen Eiweißpflanzenstrategie problemlos vermarktet werden köann, verstetigen sich die strukturellen Überschüsse an den Pflanzenölmärkten. Nicht nur Argentinien, Indonesien und Malaysia, sondern auch die USA haben erst kürzlich ihre Beimischungsverpflichtungen erhöht.

Der Vorschlag der EU-Kommission sieht eine schrittweise Absenkung des Anteils der Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse von 7 Prozent auf 3,8 Prozent im Jahr 2030 vor. Die UFOP erinnert daran, dass der bestehende Deckel von 7 Prozent bereits ein sachgerechter Kompromiss im Sinne des Investitionsschutzes für bestehende Biokraftstoffanlagen sowie im Sinne der Fortführung und qualitativen Weiterentwicklung der Zertifizierungssysteme gewesen sei. Zudem ermächtige das bestehende Recht die Mitgliedstaaten, national eine geringere Kappungsgrenze festzulegen. Aus Sicht der UFOP besteht kein Anlass, den Mitgliedstaaten die Wahrnehmung ihrer Verantwortung vorzuenthalten.

Im Gegenteil: Die EU-Kommission sollte sich anstelle einer Kappungsgrenze für eine EU-weite Einführung der Treibhausgas-Minderungspflicht nach deutschem Modell stark machen. Deutschland hat bewiesen, dass durch den hierdurch ausgelösten Effizienzwettbewerb mit weniger Biomasse mehr Klimaschutz erzielt werden kann. Markteingeführte Biokraftstoffe leisten damit heute einen spürbaren Beitrag zur Treibhausgasminderung. Der Kommissionsvorschlag hätte zur Folge, dass in Zukunft in kürzerer Zeit umso mehr Treibhausgase eingespart werden müssten, um das Klimaschutzziel von Paris zu erreichen. Dies ist verantwortungslos, so die UFOP.

Mit Nachdruck stellt die UFOP fest, dass infolge des Klimaschutzabkommens von Paris und hierzulande durch den Klimaschutzplan 2050 die Weichen gestellt werden, die Markteinführung von fortschrittlichen Biokraftstoffen sowie die Elektrifizierung des Verkehrs im Wege einer evolutionären Strategie technologie- und rohstoffoffen voranzutreiben. Auch hier liegt es an den Mitgliedstaaten, die Rahmenbedingungen jeweils national angepasst so zu setzen, dass der Erfolg dieses Prozesses schließlich daran zu messen ist, dass der Anteil fossiler Kraftstoffe und damit auch der Biokraftstoffe im Markt möglichst kurzfristig zu sinken beginnt.

Mit Blick auf die bereits im Vorfeld des Kommissionsvorschlages gestarteten Kampagnen von Umweltorganisationen gegen Kraftstoffe aus Anbaubiomasse kritisiert die UFOP, dass deren Blick auf das Wesentliche völlig verloren gegangen sei. Ziel aller Bemühungen müsse es sein, die Dekarbonisierung der verschiedenen Wirtschaftsbereiche voranzubringen, d. h. den Ersatz endlicher, fossiler Quellen durch erneuerbare Energien. Die Biokraftstoffe der ersten Generation sind und bleiben dabei die wichtigste Option, dieses Ziel zu erreichen.

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Verbrauch von Palmöl in Deutschland

Biokraftstoffe auf Pflanzenbasis verzichtbar

Verbrauch von Palmöl in Deutschland

Grafik: Supress (No. 5680)

sup.- Ölpalmen sind äußerst effiziente fettliefernde Nutzpflanzen. Dennoch steht Palmöl seit vielen Jahren in der Kritik, weil für die Plantagen Regenwald geopfert wird und Monokulturen die biologische Vielfalt gefährden. Im Auftrag der Umweltschutzorganisation WWF hat die Beratungsfirma Agripol eine aktuelle Analyse zu den Aspekten Substitution, Konsum und Umweltfolgen von Palmöl erstellt. Weltweit spielt der Einsatz von Palmöl in Nahrungsmitteln mit 68 Prozent die größte Rolle, gefolgt von industriellen Verwendungen für z. B. Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel (27 Prozent) sowie der energetischen Nutzung (fünf Prozent). Ganz anders sieht hingegen die Situation in Deutschland aus. Der größte Anteil des Verbrauchs von Palmöl fließt bei uns in die Bioenergie (42 Prozent), auf die Konsumgütergruppe Nahrungsmittel entfallen hingegen nur 33 Prozent, auf industrielle Verwendungen 17 Prozent sowie auf Futtermittel acht Prozent.

Der Einsatz von Palmöl unterscheidet sich in Deutschland also massiv vom globalen Durchschnitt. Deshalb kommt laut dem WWF-Bericht dem Thema Substitution im Bioenergiebereich eine Sonderstellung zu. „Der große Anteil der Biokraftstoffe aus hydriertem Palmöl könnte durch pflanzliche Altfette, wie z. B. bereits verwendete Frittierfette oder andere technische Öle, ersetzt werden“, so der WWF. Allerdings sind solche Altfette auch nicht unbegrenzt verfügbar und werden bereits von der chemischen Industrie genutzt. Insbesondere im Bereich der Biokraftstoffe müssen nach Forderung des WWF deshalb neben der rein technischen Substituierbarkeit auch politische und gesellschaftliche Szenarien zur Lösung des Problems einbezogen werden. Dazu gehört vor allem, dass alle Optionen zur Reduzierung des Energieverbrauchs wie z. B. der Umstieg auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel ausgeschöpft werden.

Hinzu kommt: Die Erwartung, den Treibhausgasausstoß im Verkehrssektor durch Beimischungsquoten für Biokraftstoffe senken zu können, ist nicht aufgegangen. Nachwachsende Rohstoffe wie Palmöl, die zugleich weltweit wichtige Nahrungsmittel sind, als Treibstoff zu nutzen, hat sich auch unter Umweltaspekten als kontraproduktiv herausgestellt.

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Nachhaltigkeitszertifizierung bei Biokraftstoffen – Rechnungshof mahnt EU-Kommission zur Nachbesserung

Nachhaltigkeitszertifizierung bei Biokraftstoffen - Rechnungshof mahnt EU-Kommission zur Nachbesserung

Einen erheblichen Nachbesserungsbedarf in der Überwachung der von der EU-Kommission zugelassenen freiwilligen Zertifizierungssysteme stellte der Europäische Rechnungshof in seinem Bericht fest, den der Hof letzte Woche veröffentlichte. In seiner Auswertung kritisiert der Hof, dass die EU-Kommission nur auf Basis einer „Aktenprüfung“ die Zertifizierungssysteme zulasse, diese dann aber in ihrer tatsächlichen Funktionsweise nicht überwache. Da die EU-Kommission bei der Zulassung es zudem versäumt habe, darauf zu achten, dass die Systeme Beschwerdeverfahren einführen, fehle damit auch der formelle Anlass gegen Verstöße ermitteln zu können.

Nach Auffassung der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) zeigt der Bericht an dieser Stelle das grundsätzliche Problem auf, dass die Mitgliedsstaaten lediglich für die Zulassung der Zertifizierungsstellen und für die statistische Erfassung der nachhaltig zertifizierten Biokraftstoffe sind. Sollten bei einem Zertifizierungssystem Mängel bei der Umsetzung festgestellt werden, kann die zuständige Stelle die Anrechnung der Biokraftstoffmenge nicht verweigern. Der Hof kritisierte überdies die mangelhaften, aber von der EU-Kommission zugelassenen Überprüfungsverfahren für die Herstellung von Biokraftstoffen aus Abfällen, die doppelt auf die Quotenverpflichtung angerechnet werden können. Dies ist ein weiteres Beispiel für die Billigung einer mangelnden Kontrollqualität durch die Zertifizierungssysteme. Das Ergebnis sind erhebliche Wettbewerbsverzerrungen und Verwerfungen im Biodieselmarkt, stellt die UFOP fest. Erst auf Druck der europäischen Biodieselindustrie veröffentlichte die EU-Kommission, so der Hof, eine allerdings nicht rechtsverbindliche Mitteilung an die Systeme, die Rückverfolgung von Abfallrohstoffen bis in die Ursprungsländer zu verbessern. Angesichts von mehr als 0,5 Mio. Tonnen Biodiesel auf Basis von Abfallöl, die allein in Deutschland 2014 (Quelle: Evaluationsbericht der BLE) auf die energetische Quotenverpflichtung angerechnet wurden, hinterfragt die UFOP, woher diese Abfallölmengen kommen können. Hierzu stellte der Hof ebenso kritisch fest, dass die statistische Erfassung durch die Mitgliedsstaaten unzureichend und es folglich zweifelhaft sei, ob das Ziel 10 Prozent erneuerbare Energien in 2020 statistisch nachweisbar erreicht werden könne.

Grundsätzlich befürwortet die UFOP die Nachhaltigkeitszertifizierung auf Basis freiwilliger Systeme, weil damit die betroffenen Wirtschaftskreise stufenübergreifend bei der Festlegung der Prüfkriterien Verantwortung übernehmen und diese, gemessen an den rechtlichen Vorgaben der Erneuerbare Energien-Richtlinie, auch operativ umsetzen müssen. Der EU-Kommission falle dabei die Aufgabe zu durch eine entsprechende Systemüberwachung sicherzustellen, dass keine Verwerfungen bzw. Wettbewerbsverzerrungen durch ein „Systemhopping“ der zu zertifizierenden Unternehmen entstehen. Die EU-Kommission und auch die Politik müssen, so die UFOP, an dieser Stelle anerkennen, dass die Systeme auf Rechtsgrundlage einer europäischen Richtlinie Nachhaltigkeitsanforderungen auch in Drittstaaten durchsetzen können, wenn die Biomasserohstoffe oder daraus hergestellte Biokraftstoffe für die schließlich finale Zweckbestimmung zur Anrechnung auf Quotenverpflichtungen in die EU exportiert werden. Vor diesem Hintergrund ist die Kritik des Hofes an die EU-Kommission berechtigt, dass die Mindestanforderungen an die Sozialstandards nicht von allen Systemen ausreichend beachten werden mit der Folge, dass zu zertifizierende Unternehmen in ein System mit geringerem Anforderungsniveau wechseln können. Die UFOP bedauert, dass die EU-Kommission im Sinne der Schaffung eines „level-playing-fields“ hier die Anforderung nicht verschärfe. Sozial- und Umweltdumping dürfen nicht durch eine Nachhaltigkeitszertifizierung kaschiert werden, vielmehr müsste in dem jetzt laufenden Wiederzulassungsverfahren in diesem Sinne die Systemanforderungen an den best-practise-Beispielen ausgerichtet werden, fordert die UFOP. Unter Hinweis auf den jährlich von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) vorzulegenden Evaluationsbericht als ein Beispiel für eine transparente Dokumentation, mahnt die UFOP an, dass im Sinne der öffentlichen Akzeptanzverbesserung eine analoge Berichterstattung in allen Mitgliedsstaaten umgesetzt werden muss. Diese Form und Qualität der Berichterstattung sei außerdem beispielgebend für die Berichterstattung für die gesamte Bioökonomie zur stofflichen bzw. energetischen Nutzung von Biomasse, betont der Verband. Im Lichte der im Dezember 2015 in Paris vereinbarten und nunmehr völkerrechtlich verankerten Klimaschutzziele bedarf es dieser Qualität der Implementierung, um schließlich auch Treibhausgasminderungseffekte berechnen bzw. mengenmäßig nachweisen zu können.

Zur „iLUC“-Kritik des Hofes schließt sich die UFOP aber nachdrücklich der auch in dem Bericht veröffentlichten Antwort der EU-Kommission an. Indirekte Landnutzungsänderungen können nicht Gegenstand der Überprüfung durch Systeme bzw. Zertifizierungsstellen sein. Hier muss der Hof einsehen, dass es aus methodischen Gründen heute und in Zukunft nicht möglich sein wird, einer bestimmten nachhaltig zertifizierten Rapsölmethylestermenge eine ebenso bestimmte Urwaldrodung für die Palmölproduktion zuzuordnen. Eine Zertifizierung orientiert sich an Fakten, die überprüfbar sind – eine Zertifizierung „spekuliert oder interpretiert“ nicht, unterstreicht die UFOP.

Bericht des Europäischen Rechnungshofes: http://www.eca.europa.eu/de/Pages/DocItem.aspx?did=37264

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Smudo sorgt beim ADAC 24h-Rennen nachhaltig für Aufsehen

Rapskraftstoffe nicht nur im Rennsport hoffähig

Smudo sorgt beim ADAC 24h-Rennen nachhaltig für Aufsehen

Smudo mit Power vom Bauer beim ADAC 24h-Rennen 2016

Wenn am letzten Wochenende im Mai wieder rund 200Rennwagen zum traditionellen ADAC 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife antreten, sind auch Smudo und sein Four Motors-Rennstall mit am Start. Bereits zum 14.Mal tritt das Team aus Reutlingen an, den Klassensieg einzufahren und gleichzeitig eine Mission zu erfüllen. Gemeinsam mit dem ehemaligen DTM-Fahrer Thomas von Löwis of Menar demonstriert der bekannte Künstler und passionierte Rennfahrer Smudo in einem „Bioconcept-Car“, dass sich Rennsport und Nachhaltigkeit nicht zwangsläufig ausschließen müssen. Smudo und sein Team setzten dafür von Anfang an auf den Einsatz von nachhaltig produzierten heimischen Biokraftstoffen auf Basis von Raps. Eine Idee, die sich letztlich bis zum Verbraucher durchgesetzt hat, denn Biokraftstoffe sind als Beimischungskomponente in fossilen Kraftstoffen heute die mit Abstand wichtigste nachhaltige Kraftstoffalternative. Technisch aufwändige Lösungen wie Hybridantrieb und E-Mobilität kommen dagegen nur langsam voran. Außerdem ist die Frage der garantierten Nachhaltigkeit des benötigten Stroms im Gegensatz zur gesetzlichen Regelung bei Biokraftstoffen bislang völlig ungeklärt.

Das Four Motors-Team geht nach 13 Jahren mit rapsbasierten Biokraftstoffen im Tank in diesem Jahr mit einem Porsche Cayman GT4 und einer Bioethanolmischung gegen 200 Konkurrenten ins Rennen. Es ist sicherlich nicht übertrieben, wenn man sagt, dass Smudo und sein Team Biokraftstoffe im Rennsport hoffähig gemacht haben. Und weil Biokraftstoffe, insbesondere reines Pflanzenöl und Biodiesel, auch abseits der Rennstrecke im wahrsten Sinne des Wortes „hoffähig“ sind, präsentieren Smudo und sein Team in diesem Jahr im Rahmen des 24h-Rennens ein außergewöhnlich spektakuläres Fahrzeug. Ein technischer Leckerbissen, der mit 263 PS und einem Drehmoment von gewaltigen 1.000 Nm die 200.000 Motorsportfans an der Strecke nicht nur mit technischen Daten, sondern mit schierer Größe beeindruckt. Denn bei der mattschwarzen „Special Edition“ handelt es sich um einen Warrior Großtraktor aus dem Haus DEUTZ-FAHR, der rapsbasierten Biokraftstoff auch in der Landwirtschaft „hoffähig“ macht.

Der Einsatz von reinen Biokraftstoffen ist derzeit in der Landwirtschaft noch ähnlich selten wie im Rennsport. Verantwortlich ist dafür im Fall von reinem Biodiesel in erster Linie der aktuell extrem niedrige Mineralölpreis, der den Einsatz von Biodiesel trotz Freigaben vieler Traktorhersteller für viele Landwirte wirtschaftlich unattraktiv macht. Wenn es um den Einsatz von reinem Pflanzenöl geht, sind es auch technische Gründe, die einem flächendeckenden Einsatz im Weg stehen. Speziell für die Verwendung von Pflanzenölen, hierzulande in erster Linie heimisches Rapsöl, konzipierte Traktoren und Umrüstangebote sind noch rar. Das Land Bayern arbeitet seit einigen Monaten mit einem eigenen Förderprogramm daran, die Angebotssituation zu verbessern.

Für Wolfgang Vogel, den Vorsitzenden der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP), ist die weitere Verbreitung von Biokraftstoffen in der Landwirtschaft aber nur eine Frage der Zeit. „Mittel- bis langfristig werden die Mineralölpreise steigen. Damit werden Biodiesel auf Rapsölbasis oder reines Rapsöl zu attraktiven Alternativen für die Landwirte. Das gilt insbesondere dann, wenn Landwirte einen regionalen Kreislauf aufbauen, der den Anbau von Raps, dessen Verarbeitung zu Öl und Eiweißfutter und den Einsatz in eigenen Fahrzeugen sowie der eigenen Tierhaltung umfasst“, so Vogel. Der Einsatz von Rapskraftstoffen ist dann ökonomisch attraktiv und gleichzeitig auch ökologisch sinnvoll. Gegenüber konventionellem Diesel werden mindestens 50 Prozent Treibhausgase eingespart. Und das unter Berücksichtigung aller Emissionen, die beim Anbau, der Verarbeitung und dem Transport entstehen.

Zwei Pluspunkte der Rapskraftstoffe gewinnen momentan zusätzlich immer stärker an Bedeutung. Sie betreffen nicht den Kraftstoff selbst, sondern das bei der Ölgewinnung anfallende Eiweißfutter. Da in Deutschland angebauter Raps grundsätzlich nicht gentechnisch modifiziert ist und die Nachfrage nach GVO-freien Futtermitteln stark zunimmt, hat Rapseiweiß gegenüber importiertem Sojaschrot einen echten Mehrwert. Indirekt hat die Verwendung der hiesigen Futtermittelalternativen zudem auch positive Auswirkungen auf den Schutz der Regenwälder, die in Südamerika bereits allzu oft neuen Anbauflächen für Sojabohnen weichen mussten. Wolfgang Vogel nennt dazu eine beeindruckende Zahl: „Wir gehen davon aus, dass durch die Nutzung von Raps als heimischer Eiweißfutterquelle mehr als 1 Mio. Hektar Sojaanbau in Südamerika eingespart werden.“

Für alle, die es nicht selbst zum Rennen in die Eifel schaffen, noch ein Tipp: Smudos Team berichtet auf www.facebook.com/fourmotors am gesamten Rennwochenende live aus der „Grünen Hölle“.

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69 Prozent der Deutschen bewerten Biokraftstoffe positiv

Laut einer aktuellen Infratest-Umfrage stehen mehr als zwei Drittel aller Deutschen Biokraftstoffen positiv gegenüber

69 Prozent der Deutschen bewerten Biokraftstoffe positiv

Zwei Drittel aller Deutschen stehen Biokraftstoffen positiv gegenüber.

69 Prozent der Deutschen bewerten Biokraftstoffe grundsätzlich positiv. Dies hat eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest ergeben. „Über zwei Drittel der Deutschen befürworten Biokraftstoffe. Die Politik kann auf diese klare Unterstützung der Bevölkerung bauen und Biokraftstoffe im Straßenverkehr für die Erreichung der Ziele des Pariser Klimagipfels nutzen“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB).

39 Prozent begründen ihre positive Einstellung zu Biokraftstoffen damit, dass Biodiesel und Bioethanol umweltschonender sind als fossile Kraftstoffe. „Biokraftstoffe verringern den Ausstoß von Treibhaus-gasen erheblich. Je nach Rohstoff sparen sie zwischen 60 und 90 Prozent Treibhausgas-Emissionen ein im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen“, so Stephan Arens, Geschäftsführer der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP). Um möglichst hohe Reduktionswerte zu erreichen, wird auf jeder Stufe der Produktionskette von Biokraftstoffen daran gearbeitet, die Prozesse weiter zu optimieren. „Die Biokraftstoffbranche ist Vorreiter in der Entwicklung von nachhaltigen Produktionsprozessen – auch in der Landwirtschaft. Biokraftstoffe sind damit ein wichtiger Baustein für die saubere Mobilität von Morgen“, sagte Arens.

Laut Erhebung ist nur jeder Vierte skeptisch gegenüber Biokraftstoffen eingestellt. Als Hauptgrund für eine ablehnende Haltung wird die Nutzung von Agrarrohstoffen zur Energiegewinnung genannt, was nach Ansicht der Skeptiker zu Hunger führe. Dazu sagte Petra Sprick, Geschäftsführerin von OVID Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland: „Biokraftstoffe haben weder signifikante Auswirkungen auf die Weltagrarpreise noch verknappen sie Lebensmittel. Trotz weltweit steigender Biokraftstoffproduktion sind die Agrarpreise schon seit längerem im Keller und die Läger voll. Im Gegenteil: Bei der Herstellung von Biodiesel aus Raps fällt zu 60 Prozent Schrot an. Diese eiweißhaltige Tiernahrung ist ein wichtiger Baustein der tierischen Veredelungsproduktion und trägt zur Sicherung der Welternährung bei.

Etwa jeder zweite Skeptiker würde Biokraftstoffe tanken, wenn ihm die Nachhaltigkeit garantiert wird. Die ist bereits heute Standard und seit 2011 vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Zur Herstellung von Biokraftstoffen dürfen die Rohstoffe weder von Regenwaldflächen noch von umgebrochenem Grünland stammen: Stichtag ist der 1.1.2008. Dass Landwirte die Vorschriften einhalten, überprüfen unabhängige Auditoren, die wiederum von der Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft überwacht wer-den. Die Biokraftstoffindustrie hat mittlerweile Standards gesetzt, die auch andere Branchen zunehmend aufgreifen. Die Mehrheit der Deutschen schätzen Biokraftstoffe deshalb nicht nur als umweltschonend, sondern auch als nachhaltig ein.

Die repräsentative TNS-Infratest Umfrage wurde im Auftrag folgender Verbände der deutschen Biokraftstoffbranche durchgeführt: der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), dem Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) und dem Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (OVID).

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

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Neue DIN-Kraftstoffnorm ermöglicht 20 bzw. 30 Prozent Biodiesel in Fahrzeugflotten

Das Deutsche Normungsinstititut, DIN, hat Anfang Dezember 2015 die Norm zur Verwendung von Biodiesel als Beimischungskomponente in Anteilen von bis zu 20 (B20) bzw. 30 Volumenprozent (B30) veröffentlicht. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) begrüßt die Bekanntgabe außerordentlich, weil damit eine entscheidende Voraussetzung für die Beimischung höherer Biodiesel-Anteile in Dieselkraftstoff geschaffen wird. Gemäß der aktuellen Dieselkraftstoffnorm DIN EN 590 ist eine Beimischung von maximal 7 Volumenprozent zulässig.

Die UFOP weist einschränkend auf die in der Norm aufgeführten Einschränkungen bzw. Anforderungen hin. B20 und B30 dürfen der europäischen Norm zufolge nur in sogenannten geschlossenen Kraftfahrzeugflotten eingesetzt werden. Die Anwendung ist daher besonders auf Flotten im Schwerlastverkehr ausgerichtet. Hier müssen nicht nur die nach wie vor einzuholenden Freigaben der Fahrzeugsteller beachtet werden. Es muss auch auf eine entsprechende Lagerhaltung im Hinblick auf die Verwendung von Sommer- und Winterqualität geachtet werden.

Die Norm DIN EN 16709 muss bis April 2016 in nationales Recht umgesetzt, das heißt in der Verordnung über die „Beschaffenheit und die Auszeichnung der Qualitäten von Kraft- und Brennstoffen“ (10. BImSchV) veröffentlicht werden.

Aus Sicht der UFOP ist die Verwendung von B20 bzw. B30 eine wichtige Kraftstoffoption zur Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs angesichts der äußerst ambitionierten Zielsetzung im Rahmen des Klimaschutzaktionsplans 2050 der Bundesregierung. Der Einstieg in die Nutzung von B20 und B30 ist gemessen an dieser Zielsetzung unumgänglich, wenn langfristig weitere, bisher nicht erkennbar wirtschaftliche Biokraftstoffalternativen aus Reststoffen oder Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs (Power-to-Gas oder Power-to-Liquid) als Ergebnis eines technologie- und rohstoffoffenen Wettbewerbs eingeführt werden sollen.

Im Schwerlastverkehr ist die gemäß der Norm zu beachtende sachkundige Wartung der Fahrzeugflotten sicher gestellt. Dies bestätigen Erfahrungen mit der Verwendung von B100.

Die Norm kann im Beuth-Verlag bezogen werden: www.mybeuth.de

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UFOP fordert Einführung der Treibhausgas-Minderungspflicht in allen EU-Mitgliedsstaaten

UFOP fordert Einführung der Treibhausgas-Minderungspflicht in allen EU-Mitgliedsstaaten

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) schlägt vor, die in Deutschland seit dem 1. Januar geltende Treibhausgas-Minderungspflicht in allen EU-Mitgliedsstaaten einzuführen. Damit könne die Biokraftstoffwirtschaft einen positiven Anstoß geben für die gerade beginnende Abstimmung über die förderpolitischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe nach 2020, betonte Wolfgang Vogel, Vorsitzender der UFOP, anlässlich der Agritechnica in Hannover.

Die Biokraftstoffwirtschaft könne damit einmal mehr die Richtung für alle Wirtschaftszweige der sogenannten Bioökonomie-Branche vorgeben. Vogel erinnerte an die Forderung des Verbandes, unter Bezug auf die September 2015 in Kraft getretene Kappungsgrenze in Höhe von 7 Prozent für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse, ab 2020 eine sogenannte ilUC-freie Basismenge einzuführen. Damit werde dem Investitionsschutz für bestehende Anlagenkapazitäten Rechnung getragen. Zugleich könne auf dieser Mengenbasis die Produktion aus anderen Bioamassearten schrittweise weiterentwickelt werden. Innovationen und Kosteneffizienz seien bessere Antreiber für eine Markteinführung als nicht erfüllbare und schlimmstenfalls mit Strafzahlungen bei Nicht-Einhaltung verbundene Biokraftstoffquoten.

Die Auswertung der Daten aus den ersten Monaten der Treibhausgas-Minderungspflicht in Deutschland bestätige bereits den positiv zu bewertenden Wettbewerb um die beste Treibhausgas- bzw. Biomasserohstoff-Effizienz. Ein weiterer Faktor sei natürlich der Preis als Voraussetzung für den Marktzugang, stellte Vogel fest. Insofern greifen alle drei Kriterien ineinander: Einerseits würden möglichst rohstoffeffiziente Biokraftstoffe zur Erfüllung der Treibhausgas-Minderungspflicht eingesetzt. Andererseits müssten sich diese mit Blick auf Importe aus Drittstaaten einem verschärften Anforderungsprofil der Nachhaltigkeitszertifizierung stellen.

Mit diesem Alleinstellungsmerkmal gehe die deutsche Biokraftstoffwirtschaft in der Bioökonomie voran und setze Maßstäbe, an denen sich andere Rohstoffverwendungen zur stofflichen und energetischen Nutzung orientieren müssten. Nur für Biokraftstoffe seien bisher gesetzlich steigende Anforderungen an die Treibhausgas-Minderung definiert worden. Diese Minderung müsse zertifiziert und damit nachvollziehbar berechnet werden, betonte der UFOP-Vorsitzende.

Vogel schränkte ein, dass es auch erforderlich sei, die Treibhausgasbilanzen sachgerecht zu berechnen. Es könne nicht sein, dass nach wie vor in der Biokraftstoff-Richtlinie eine Betrachtung des Anbaujahres vorgeschrieben sei und Fruchtfolgeaspekte außen vor blieben. Dies komme ausgerechnet der Palmölproduktion zu Gute. Stattdessen müsste die Fruchtfolge-Systematik bei der Treibhausgas-Berechnung des Rapsanbaus eingeführt werden, um die Vorfruchtwirkung des Rapses angemessen zu berücksichtigen, schlägt Vogel vor.

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Indonesien verbrennt weiter das Image von nachhaltig zertifiziertem Biodiesel

Indonesien verbrennt weiter das Image von nachhaltig zertifiziertem Biodiesel

Angesichts der seit Jahren schlimmsten Waldbrände in Indonesien kritisiert die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) die anhaltende Untätigkeit der indonesischen Regierung und der Europäischen Union. Die mehr als 2.000 Brände, mit denen auch Platz für Palmölplantagen geschaffen werde, und der fortschreitende Verlust wertvoller Naturräume würden von den offiziellen Stellen offenbar ebenso tatenlos zur Kenntnis genommen wie die Gefährdung der Gesundheit der dort lebenden Menschen. Indonesien diskreditiere damit die Bemühungen der europäischen Biokraftstoffwirtschaft, die energetische und stoffliche Nutzung von Ölpflanzen wie Raps im Rahmen der Bioökonomiestrategie auf eine nachhaltig zertifizierte Rohstoffproduktion aufzubauen.

Die UFOP stellt fest, dass auch jetzt wieder die EU-Biokraftstoffpolitik als vermeintlicher Treiber dieser jährlich wiederkehrenden Waldbrände herangezogen wird. Dagegen verwehrt sich die UFOP als Interessenvertretung der deutschen Öl- und Proteinpflanzenerzeuger mit Hinweis auf die Verbandsinitiativen zur Verschärfung der Zertifizierungsanforderungen, insbesondere im Hinblick auf den Nachweis der Rohstoffherkunft in der Verarbeitungskette. Gemäß der Erneuerbare-Energien-Richtlinie dürfen Biomasse-Rohstoffe nur dann auf gesetzlich vorgegebene Verpflichtungen angerechnet werden, wenn er von Flächen stammt, die bereits vor 2008 in Bewirtschaftung waren. Diese Anforderung darf nicht aufgeweicht werden, sondern muss für alle anderen Verwendungen von Pflanzenöl gelten: bei der stofflichen Nutzung ebenso wie bei der Lebensmittelverwendung, die seit jeher den Hauptverwertungsweg für Palmöl darstellt, unterstreicht die UFOP.

Mit Hinweis auf den in Kürze beginnenden UN-Klima-Gipfel in Paris (COP21) fordert die UFOP, dass die Bundesregierung gegenüber der indonesischen Regierung tätig wird. Um das ausgegebene 2-Grad-Ziel noch erreichen zu können, muss das Verbot der Urwaldrodung ein verbindliches Ergebnis dieses Gipfels sein, wobei es allerdings entsprechender Kompensationsmaßnahmen als Ausgleich für die Nichtnutzung dieser Flächen bedarf, gibt die UFOP zu bedenken.

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Energiesysteme Wirtschaft und Gesellschaft

Diskussionsbeitrag net search AG aus dem Fürstentum Liechtenstein

Energiesysteme Wirtschaft und Gesellschaft

„Die Welt heute wird nicht die der 50er- und 60er-Jahre sein. Wie auch? Die wirtschaftliche und in deren Gefolge die gesellschaftliche Entwicklung vollzieht sich nicht länger nur nach dem Automatismus“, so Net Search AG Verwaltungsrat Andras Federkeil einführend. Das Unternehmen Net Search AG mit Sitz im Fürstentum führt regelmäßig Weiterbildungs- und Diskussionsveranstaltungen zu Themen rund um Rohstoffinvestments durch. „Die EU strebt bis 2030 eine 27%-ige Versorgung mit erneuerbaren Energien an. Dieses Ziel kann nur gemeinschaftlich und global erreicht werden. Die net search AG wurde 1997 gegründet und ist heute ein international ausgerichtetes Vertriebsunternehmen für Lösungen im Bereich der Erneuerbaren Energien und im Bereich Edelmetalle und Rohstoffe. Als unabhängiges Unternehmen werden relevante Themen zur Rohstoff- und Energiewirtschaft, Rohstoffinvestments und deren Sicherheit, kurzen Laufzeit, starken Renditen diskutiert.

„In Deutschland wird nach Sicherheit gestrebt. Entwicklung bedeutet Veränderung, viele sind nachvollziehbar und nicht aufzuhalten. Es wird nach der Zukunft gefragt und wie etwas weiter wachsen kann und soll. Es wird nach Qualität gefragt und nicht nur nach der Quantität, wie diese vermehrt werden kann. Immer mehr Bürger des Landes legen mehr Wert auf die Verbesserung der Lebensqualität und nicht auf die Erhöhung des Lebensstandards. Dieses jedenfalls konnte in Studien belegt werden, und für die Bürger der Bundesrepublik wie für Menschen in anderen hochentwickelten Industriestaaten traf dieses zu. Die Entwicklungsländer der Dritten Welt haben andere Probleme und benötigen andere Lösungen“, so Verwaltungsrat Andras Federkeil über das Spiel der Zusammenhänge des Lebenszyklus.

Die Ölkrise – kein Spiel, sondern Realität

Die Ölkrise führte aller Welt vor Augen, dass die Begrenztheit wirklich real existiert und nicht ein Hirngespinst darstellt. Zwar konnte infolge dieser Krise nur für kurze Zeit eine echte Verknappung der Ölversorgung beobachtet werden, und die Hauptwirkung in einem ersten Preisschub beendete das. Aber die Ursache von den schwindenden Vorräten ist nach wie vor vorhanden. „Damals wie heute wurde die Ölkrise als ein rechtzeitiges Signal empfunden, um die Begrenztheit unserer Erde zu begreifen. Gleichzeitig konnte beobachtet werden, dass die Erkenntnis – immer mehr Güter bedeuten notwendigerweise nicht einen immer größeren Nutzen – zutrifft. Die Umweltbelastungen wurden als Gefahr für Mensch und Natur erkannt“, so die Erfahrungen der Zeugnisse aus dieser Zeit. Realität besteht auch darin, dass die zunehmende Zersiedelung der Landschaft, immer größere Müllberge, Unfallopfer, Stress, psychisch Kranke und vieles mehr plötzlich als Begleiterscheinung des Wachstums begriffen wurden. Weiterhin wurden im Bruttosozialprodukt, das als Maßstab für die in einer Volkswirtschaft im Laufe einer Periode produzierten Güter und Dienstleistungen dient, nicht nur die erwünschten positiven Zielbeiträge erfasst, sondern auch zunehmend solche Anteile, die als Reparaturleistungen für die negativen Begleiterscheinungen anzusehen sind wahr genommen.

Besteht Verantwortung für den Verbrauch an Energieträgern – oder wird wie im Roulette gehandelt: Rien ne va plus?

„Eines der ersten Energieprogramme wurde Ende 1973, kurz vor der ersten Ölkrise, der Bundesrepublik vorgelegt. Vorher hatten sich nur wenige Experten um dieses Thema gekümmert“, gibt der Referent zu bedenken. Die Energieversorgung wurde ansonsten der Energiewirtschaft überlassen. Thema „Energie“ wirft weitere Fragen auf und hinterfragt das Zutun. Dazu muss das Zusammenspiel Entwicklung und Wachstum betrachtet werden, so in der weiteren Diskussionsrunde mit den Verantwortlichen und Partner der Net Search AG. Lange Zeit galt es als gesicherte Erkenntnis, dass das Wachstum der Wirtschaft einen in etwa proportional steigenden Energieumsatz zur Folge habe. Die Annahme einer engen Kopplung zwischen Bruttosozialprodukt und Energieumsatz, die zeitweise als quasi Naturgesetz angesehen wurde, beruhte auf langjährigen Erfahrungen. Untersucht man die Entwicklung etwas genauer, so kann man feststellen, dass dies allenfalls im Zeitraum von 1960 bis 1973 der Fall war, also in der Zeit des billigen Öls. Aber selbst während dieser Periode veränderte sich der Elastizitätskoeffizient, der das Verhältnis von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauchsanstieg wiedergibt. Allerdings lässt sich im langjährigen Mittel in dieser Zeit ein annähernder Vergleich vom Wirtschaftswachstum und Zunahme des Verbrauchs an Energieträgern feststellen.

Weitere Details erläutert der Referent anhand von Diagrammen. Zusammenfassend waren sich die Teilnehmer einig, dass aber auf jeden Fall allen, die sich etwas näher mit diesem Thema befasst haben, nach dem ersten Ölpreisschub im Jahre 1973 klarwerden müssen, dass eine zumeist zeitweise Entkopplung zwischen Wirtschaftswachstum und Energieverbrauchsanstieg stattfinden würde, und sogar die Möglichkeit bestand, den Energieumsatz für längere Zeit nicht mehr ansteigen zu lassen.

Fazit: Energieleistung die wesentliche Frage für Entwicklung und Nutzung

Aus konventioneller Sicht besteht das Energieproblem in der rechtzeitigen Verfügbarmachung von ausreichend Energie. Damit werden globale Fragen angesichts der beschränkten einheimischen Energieressourcen immer wichtiger, ja sogar entscheidend, so der Referent. Diese Sichtweise unterliegt jedoch dem grundlegenden Irrtum, Energie sei nur durch Energie zu ersetzen. Inzwischen bestätigen die Erfahrungen, dass es nicht auf die Energie, sondern auf die damit möglichen Energieleistungen ankommt.

Der Referent und der Veranstalter der Net Search AG, Andreas Federkeil bedanken sich für die rege Diskussion und den Zuspruch. Dem Wunsch nach weiteren Veranstaltungen wird gerne nachgekommen.

V.i.S.d.P.:

Andreas Federkeil
Verwaltungsrat
Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

Die net search AG wurde im Jahr 1997 gegründet und ist ein international ausgerichtetes Vertriebsunternehmen von Solarmodulen und innovativer Energiegewinnung im Bereich der Erneuerbaren Energien. Die intelligente Verknüpfung von am Markt verfügbaren Möglichkeiten schafft neue innovative Lösungen. Die net search AG hat mit Ihren Partnerunternehmen ein Konzept entwickelt, dass die Innovation von Erneuerbaren Energien mit der Werthaltigkeit von Edelmetallen und Rohstoffen verbindet. Biomasse ist bisher der wichtigste und vielseitigste erneuerbare Energieträger in Deutschland. Biomasse wird in fester, flüssiger und gasförmiger Form zur Strom- und Wärmeerzeugung und zur Herstellung von Biokraftstoffen genutzt. Die net search AG hat mit Ihren Partnerunternehmen eine Lösung entwickelt, die Kuhmist/gülle und waldfrische Holzabfälle verstromen kann. Weitere Informationen unter www.netsearch.li

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Grüner Rasen in der Grünen Hölle

Smudo erneut mit RapsPower im Tank beim ADAC 24h-Rennen 2015

Grüner Rasen in der Grünen Hölle

Musiker und Rennfahrer Smudo erneut mit RapsPower im Tank beim ADAC 24h-Rennen 2015 (Bildquelle: Stefan Schickedanz)

Rund 200 Rennwagen treten am 16. und 17. Mai beim Hochfest des deutschen Automobilrennsports, dem ADAC 24h-Rennen auf der traditionellen Nordschleife des Nürburgrings an. Für nachhaltigen Spaß bei Fahrern und Zuschauern ist garantiert gesorgt. Sechs Teams nehmen das Thema Nachhaltigkeit aber noch deutlich ernster, denn sie treten in der Klasse für alternative Treibstoffe (AT) an. Prominentester Starter in dieser Klasse ist erneut der Musiker und 24h-Experte Smudo. Gemeinsam mit dem ehemaligen DTM-Fahrer Thomas von Löwis of Menar geht der Frontmann der Fantastischen Vier mit einem VW Scirocco an den Start, der mit einem Kraftstoff-Mix betankt wird, der zu großen Teilen auf Basis von Rapsöl hergestellt wird. Mit seiner Karosserie aus Pflanzenfasern zeigt das so genannte „Bioconcept-Car“, dass sich Nachhaltigkeit und Rennsport nicht zwangsläufig ausschließen müssen.

Angetrieben wird das 240 PS starke 2 Liter Dieselaggregat mit „R33“-Kraftstoff. Der besteht aus 7 % Raps-Biodiesel, 26 % hydriertem Rapsöl und 67 % Dieselkraftstoff. Während handelsüblicher Dieselkraftstoff einen Anteil von maximal 7 % Biodiesel aufweist, ist es mit R33 gelungen, einen Kraftstoff zu entwickeln, der die Vorgaben der Dieselkraftstoffnorm – DIN EN 590 – deutlich übertrifft. Mit insgesamt 33 Prozent wird ein absoluter Höchstwert an regenerativen bzw. biogenen Kraftstoffkomponenten in diesem für alle Dieselfahrzeuge freigegebenen Kraftstoff erreicht.

Seit zwei Jahren wird dieser innovative Kraftstoff in einem Projekt der Hochschule Coburg mit rund 280 Fahrzeugen intensiv getestet. Mehrere deutsche Fahrzeughersteller, Institutionen und Organisationen sind an diesem Projekt beteiligt, das durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) unterstützt und von der Europäischen Union kofinanziert wird. Als Projektpartner ebenfalls beteiligt ist die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP), die als Bundesverband die Interessen der Rapszüchter, -erzeuger und -vermarkter vertritt.

Für Wolfgang Vogel, den Vorsitzenden der UFOP, ist der Einsatz des rapsbasierten Kraftstoffs im Rennsport ein wichtiges Element, um weitverbreitete Missverständnisse in Sachen Biokraftstoffe zu korrigieren. Laut Vogel sind viele Verbraucher verunsichert, weil die Berichterstattung über Biokraftstoffe in den letzten Jahren stark geprägt war von überzogener und undifferenzierter Kritik. Um die politische Förderung von Biokraftstoffen zu torpedieren, wurden Biokraftstoffe von Kritikern für Hunger in der Welt und Urwaldrodungen verantwortlich gemacht. „Mit dem Einsatz von Rapskraftstoff beim 24h-Rennen können wir nicht nur zeigen, dass Rapskraftstoffe technisch leistungsfähig sind, sondern wir haben auch die Möglichkeit, deutlich zu machen, dass nachhaltig zertifizierter Raps weder zu Regenwaldrodungen noch zu Hunger in der Welt beiträgt. Ganz im Gegenteil, denn beim Pressen der Rapssaat entsteht nicht nur Öl, sondern eine noch größere Menge Rapskuchen bzw. Rapsextraktionsschrot. Als wichtigste heimische und gentechnikfreie Eiweißkomponente wird es bei der Fütterung von Kühen, Schweinen und Geflügel eingesetzt. So reduziert es gleichzeitig den Bedarf an importiertem und überwiegend gentechnisch modifiziertem Sojaschrot.“, so der UFOP-Vorsitzende.

Für alle, die es nicht selbst zum Rennen in die Eifel schaffen, noch ein Tipp. Das Team rund um Smudo berichtet auf www.facebook.com/fourmotors am gesamten Rennwochenende live und aus erster Hand aus der „Grünen Hölle“.

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UFOP begrüßt Entscheidung des EU-Parlaments zur Biokraftstoffpolitik, kritisiert aber fehlende Langfriststrategie

Der Vorsitzende der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP), Wolfgang Vogel, begrüßt die heute vom Europäischen Parlament mit großer Mehrheit verabschiedete Reform der EU-Biokraftstoffpolitik. Vogel zeigt sich erleichtert, dass zur intensiv diskutierten Kappungsgrenze für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse ein sachgerechter Kompromiss gefunden wurde. Auf der einen Seite sei die Festlegung in Höhe von 7 Prozent zu befürworten, andererseits werde mit der Ermächtigung der Mitgliedsstaaten national eine niedrigere Kappungsgrenze festzulegen, auch der kritischen Diskussion im Ministerrat Rechnung getragen.

Vogel kritisiert jedoch, dass die von der UFOP wiederholt angemahnte Festlegung einer langfristigen und für Investoren verlässlichen europäischen Biokraftstoffpolitik mit diesem Beschluss wieder einmal ausgeblieben ist. Ohne einen Mix von Biokraftstoffen aus unterschiedlichen Biomassequellen komme die Dekarbonisierung des Verkehrssektors nicht voran. Hier gelte es, das Bestehende zu sichern und gleichzeitig Innovationen weiter zu entwickeln. Der Landwirtschaft zu vermitteln, ab 2020 nur noch „Stroh zu dreschen“, um daraus Biokraftstoff herzustellen, sei kaum vermittelbar. Der UFOP-Vorsitzende zeigt sich erleichtert, dass eine national verbindliche Quote für Biokraftstoffe aus Reststoffen abgelehnt wurde. Damit hat sich bei den EU-Politikern doch noch die Erkenntnis durchgesetzt, dass für die Produktion dieser sogenannten „fortschrittlichen“ Biokraftstoffe noch ein erheblicher Forschungsbedarf besteht. Vogel bekräftigte den Standpunkt der UFOP, dass bei diesen Biokraftstoffen überdies die widersprüchliche Annahme zu Grunde liege, Stroh könne auf dem Acker ohne Treibhausgasemissionen produziert werden, die Treibhausgasbilanz sei per se besser und vor allem es koste nichts.

Außerordentlich begrüßte der UFOP-Vorsitzende den Beschluss, die Einführung der umstrittenen iLUC-Faktoren auf die von der Kommission vorgeschlagene und ebenfalls vom Ministerrat befürwortete Berichterstattung zu beschränken. Auch das Parlament erkenne damit die nach wie vor unzureichende wissenschaftliche Grundlage für die Bewertung der Ursache-Wirkungsbeziehungen zwischen Rohstoffanbau und Biokraftstoffnutzung an. Die Einführung von „Treibhausgas-Malusfaktoren“ auf Basis wissenschaftlich nicht gesicherter Modelle zu begründen, sei nicht tragbar. Die Politik müsse sich dann auch der Frage stellen, wie politisch gewollte und mit Steuermitteln geförderte Extensivierungsprogramme wie das „Greening“ oder die Ausweitung des ökologischen Anbaus im Hinblick auf indirekte Landnutzungsänderungen oder die Tank-Teller-Debatte zu bewerten sind.

Vogel betonte daher, dass im Rahmen der zukünftigen Internationalisierung der Biomassestrategie und Abschätzung von Biomassepotenzialen endlich mehr Sachlichkeit in die Debatte gebracht werden müsse. Wenn Kulturarten wie Raps, Getreide und Zuckerrüben für die Biokraftstoffproduktion genutzt werden, spart dies erhebliche Importe an Eiweißfuttermitteln. Außerdem komme es auf die Marktsituation an, ob diese Erntemengen schließlich zu Biokraftstoff verarbeitet werden. Vogel erinnert in diesem Zusammenhang an die von bestimmten Nicht-Regierungsorganisationen eben nicht sachgerecht geführte und medial getriebene Diskussion über die Verwendung von Nahrungsmittelrohstoffen für die Biokraftstoffproduktion. Die Tank-Teller-Diskussion sei regelrecht auf die Spitze getrieben und die tatsächlichen Zusammenhänge auf den Agrarmärkten und die Kombination aus Biokraftstoffproduktion und Eiweißfuttermittelproduktion praktisch ausgeblendet worden. Die wissenschaftliche Überprüfung möglicher Effekte von indirekten Landnutzungsänderungen sei aber legitim im Sinne der Politikberatung betonte Vogel. Die bis zum Jahr 2020 verbleibende Zeit müsse genutzt werden, um eine Entwicklungsstrategie für alle Biokraftstoffgenerationen in einem Klima- und Energie-Paket für 2030 zu erarbeiten, so wie dies von Parlament und Ministerrat gefordert wurde.

Zwar zielen die aktuellen Vereinbarungen vorrangig auf die sogenannten fortschrittlichen Biokraftstoffe ab. Dennoch dürfe auch jetzt nicht übersehen werden, dass die Biokraftstoffentwicklung schließlich auf einer ersten Generation beruhe, die eine Bestandssicherung verdiene. Nur unter dieser Voraussetzung könnten Zertifizierungssysteme, die Qualität der Zertifizierungsanforderungen und deren Umsetzung in der EU, aber auch in Drittstaaten weiter entwickelt und verbessert werden. Dies sei der global strategische Ansatz, um vor allem in Drittstaaten den Urwaldschutz und die Sozialstandards zu verbessern. Würde die Förderung der Biokraftstoffe der ersten Generation nach 2020 auslaufen, fehle das „Druckmittel“ des Marktzugangs in die EU. Die Folge seien Umlenkungseffekte in andere Importländer. Insofern müsse diese Entwicklung im Sinne einer „lernenden Strategie“ auf Basis einer stärkeren Einbindung der Unternehmen und Verbände der Biokraftstoffwirtschaft vorangetrieben werden. Für diesen Dialog stehe die UFOP gerne bereit, betonte Vorsitzende.

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Rapsblüte 2015 gestartet

Großes Rohstoffpotenzial sichert auch zukünftig Nachschub für Teller, Trog und Tank

Rapsblüte 2015 gestartet

Rapsblüte 2015 hat begonnen (Bildquelle: UFOP/Johannes Haas)

Es ist soweit. In Deutschland blüht in diesen Tagen auf rund 1,3 Millionen Hektar der Raps in seiner ganzen gelben Pracht. Als wichtigste heimische Öl- und Eiweißpflanze hat er sich in den vergangenen 25 Jahren sowohl in der Ernährung von Mensch und Tier als auch ganz besonders als Rohstoff für die Herstellung von Biokraftstoff etabliert. Und auch in die europäische Politik hat es der Raps geschafft, denn auf der Agenda der Europapolitik stehen in diesen Wochen und Monaten neben den ganz großen Krisenthemen wie der Griechenlandpolitik auch weitreichende Entscheidungen für die zukünftige Energiepolitik. Gerade beim Thema Biokraftstoff geht es dabei derzeit für eine gesamte Branche um Sein oder Nichtsein. Nach Jahren, in denen die Biokraftstoffe mit Blick auf die Einsparung von Treibhausgasen politisch gefördert wurden, drohte in jüngster Zeit die Gefahr, dass Biodiesel und Bioethanol der Hahn zugedreht werden könnte. Eigentlich sollten erneuerbare Energien und hier vor allem Biokraftstoffe bis 2020 mindestens 10 Prozent der fossilen Energie ersetzen. Aber gerade dieses gut gemeinte Ziel hat Kritiker auf den Plan gerufen, die Biokraftstoffe für ganz unterschiedliche Probleme wie Landraub, Hunger, gestiegene Nahrungsmittelpreise sowie direkte und indirekte Landnutzungsänderungen, wie zum Beispiel Urwaldrodung, verantwortlich machen.

All diesen Kritikpunkten liegt die gemeinsame Annahme zugrunde, dass die Nutzung von Pflanzen für die Herstellung von Biokraftstoffen in extremer Konkurrenz zu ihrer Verwendung als Nahrungsmittel steht. Nach dem Motto: Was in den Tank geht, kann nicht satt machen. Das hört sich einfach an und hat auch Politiker verunsichert. Und das, obwohl es gerade in diesen Tagen neben der Einsparung von Treibhausgasen noch weitere gute Gründe gibt, Biokraftstoffe zu fördern. Denn angesichts der bedrohlichen Lage in Osteuropa sowie im Nahen und Mittleren Osten müssen wir uns von Erdöl und Erdgas aus diesen Regionen unabhängiger machen. Die Frage ist also: Gibt es die oben beschriebene Konkurrenz? Man kann die Frage auch anders stellen: Gibt es genügend Anbaufläche bzw. ein ausreichendes Rohstoffpotenzial, damit keine Konkurrenz aufkommt? Die Frage kann kurz und knapp mit „ja“ beantwortet werden. Für eine detaillierte Begründung muss jedoch etwas weiter ausgeholt werden.

2014 wurde weltweit die enorme Menge von 2,46 Mrd. Tonnen Getreide (inkl. Reis) geerntet. Gleichzeitig betrugen die Lagerbestände 431 Mio. Tonnen. Und das trotz der Nutzung von Getreide für die Ethanolproduktion. Bei Ölsaaten sieht es ähnlich aus. Lediglich 5 bis 8 Prozent der weltweiten Raps-, Soja- und Sonnenblumenernte von 521 Mio. Tonnen wurden für die Biokraftstoffproduktion verwendet. Es gibt theoretisch also keinen Grund, warum für die Biokraftstoffproduktion zusätzliche Flächen benötigt würden. Selbst wenn der Bedarf an Getreide und Pflanzenöl drastisch ansteigen würde, gäbe es noch genügend ungenutzte Anbauflächen in Europa, Afrika und Südamerika. Dies zeigt eine Vielzahl von Studien. Allein in Osteuropa stehen über 12 Mio. Hektar zur Verfügung, die derzeit ungenutzt sind. Das entspricht der gesamten deutschen Ackerfläche.

Eine erschreckende Zahl und gleichzeitig ein enormes Potenzial sind die 1 Mrd. Tonnen Lebensmittel bzw. Nahrungsmittelrohstoffe, die den Teller gar nicht erreichen. Verantwortlich dafür sind ineffiziente Erntemethoden, regional hohe Lagerungsverluste durch Schimmel und Schädlingsbefall und hohe Transportverluste. Allein in Deutschland werden jährlich ca. 11 Mio. Tonnen Lebensmittel auf dem Müll „entsorgt“ – das entspricht ca. 4 bis 5 Mio. Hektar Ackerfläche.

Es gibt also ein sehr großes Rohstoffpotenzial für die Produktion von Biokraftstoffen. Und dennoch gibt es Regenwaldrodungen und Hunger auf der Welt. So schön es auch wäre, diese Probleme allein durch ein Verbot von Biokraftstoffen zu lösen, so wenig würde dies bringen. Die eigentlichen Gründe sind nämlich viel komplexer und kurzfristig kaum zu lösen. In vielen Entwicklungsländern sind Regierungen an der Macht, die die Bedürfnisse, insbesondere der ländlichen Regionen, vernachlässigen. Korruption, Kriege, mangelhafte Verwaltung und fehlende Infrastrukturen führen in vielen dieser Regionen fast zwangsläufig zu Armut und Hunger. Biokraftstoffe könnten hier sogar Impulsgeber für neue Einkommensperspektiven in ländlichen Räumen sein, unter anderem auch als Beitrag für die lokale Energieversorgung. Mit neuen bzw. züchterisch weiterentwickelten Pflanzen, die an die regionalen Standortbedingungen angepasst sind, könnten auch ackerbaulich bisher nicht genutzte Flächen in diesen Ländern erschlossen werden.

Urwälder werden in Südamerika und Südostasien in erster Linie gerodet, um Weideflächen für Rinder und Anbauflächen für Öl- und Eiweißpflanzen zu schaffen, weil die weltweite Nachfrage nach Fleisch, aber auch nach Pflanzenöl, zum Beispiel für die chemische Industrie, enorm gestiegen ist. Für die Verwendung dieser Rohstoffe zur Herstellung von Biokraftstoffen gelten in der EU strenge Nachhaltigkeitskriterien. Für alle anderen Verwendungsbereiche jedoch nicht. Wenn man sieht, wie gering der Anteil der Erntemengen ist, die zu Biokraftstoffen verarbeitet werden, wird klar, dass durch einen Verzicht auf Biokraftstoffe in Europa Regenwaldrodungen in anderen Regionen der Erde auf keinen Fall verhindert werden könnten. Gleichzeitig würde jedoch der Bedarf an Erdöl steigen. Die Suche nach neuen fossilen Rohstoffquellen muss schon heute mit immensen Investitionssummen vorangetrieben werden. Dieser Aufwand wird zukünftig nicht geringer. Wenn nur ein kleiner Teil dieser Investitionen zur Förderung von Projekten zur nachhaltigen und umweltverträglichen Optimierung der Pflanzenproduktion eingesetzt würde, könnte das landwirtschaftliche Rohstoffpotenzial sogar noch weiter gesteigert werden. An dieser Stelle könnten die deutsche und die europäische Politik Weitsicht beweisen und die Forschung angemessener als bisher fördern. Dies käme letztlich allen Absatzmärkten zugute – egal, ob für Teller, Trog oder Tank.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

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Fortschrittliche Biokraftstoffe lassen auf sich warten

Die deutsche und europäische Politik setzt derzeit auf so genannte fortschrittliche Biokraftstoffe. Deren Verfügbarkeit und die politisch datierte Vorgabe für ihre Markteinführung passen jedoch nicht zusammen. So lautet das Fazit der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) am Ende der Fachtagung „Neue Biokraftstoffe 2015“, die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in dieser Woche in Berlin ausgerichtet wurde.

Vorgestellt wurden Forschungsergebnisse aus der Projektförderung des BMEL, ergänzt um Vorträge von internationalen und nationalen Experten auf dem Gebiet der Entwicklung von Konversionsverfahren zur Herstellung von fortschrittlichen Biokraftstoffen. Clemens Neumann, Abteilungsleiter im BMEL, unterstrich mit der Aussage, dass die Verbrennung im Motor der bestimmende Faktor bleibe, zugleich die Bedeutung der aktuell verfügbaren Biokraftstoffe und zukünftigen fortschrittlichen Biokraftstoffen als Beitrag für eine förderpolitisch langfristig ausgerichtete Dekarbonisierung des Verkehrssektors.

Die UFOP stellt fest, dass sich die Debatte über die Ausgestaltung der förderpolitischen Rahmenbedingung für nachhaltig produzierte herkömmliche und fortschrittliche Biokraftstoffe bis und nach 2020 nach einer in den letzten Wochen zunehmend medial geführten Diskussion jetzt wieder sachorientiert geführt werden müsse. Hierzu habe diese Konferenz einen wichtigen Beitrag geleistet.

Nachhaltige und in ihrer Treibhausgaseffizienz geprüfte herkömmliche Biokraftstoffe sind das Fundament für eine langfristig und auf ein breites Rohstoffspektrum setzende Dekarbonisierungsstrategie. Herkömmliche Biokraftstoffe ab 2020 in Frage zu stellen, würde bedeuten, dass die mit Biokraftstoffen erreichte Dekarbonisierung im Verkehr durch andere ordnungsrechtliche Maßnahmen kompensiert werden müsste. Die motortechnische Verbrauchsoptimierung stoße aber inzwischen an ihre physikalischen Grenzen, zumal der Aufwand für die Abgasnachbehandlung weiter zunehmen werde, gibt die UFOP zu bedenken.

Eine zunehmend auf Abfall und Reststoff basierende Biokraftstoffstrategie könne nur einen begrenzten Beitrag leisten, weil diese Rohstoffquellen national wie international nur begrenzt zur Verfügung stünden. Überdies bestätigten anlässlich der Konferenz vorgestellte Studien, dass die Umwandlung von Reststoffen aus der Land- und Forstwirtschaft zu Biokraftstoffen nicht zwangsläufig zu besseren Treibhausgasbilanzen im Vergleich zu nachhaltig zertifizierten herkömmlichen Biokraftstoffen führe, betont die UFOP.

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Bioökonomie unter dem Funkturm

nature.tec – Fachschau Bioökonomie im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2015

Bioökonomie unter dem Funkturm

Prof. Christine Lang, Fraktionsvorsitzender Dr. Anton Hofreiter, Bundesvorsitzende Dr. Simone Peter

Auf der Internationalen Grünen Woche, die derzeit in den Hallen der Messe Berlin stattfindet, stehen traditionell regionale und internationale Lebensmittelspezialitäten und Nutztiere im Fokus. In diesem Jahr erweiterte sich das inhaltliche Spektrum um das Thema Bioökonomie.

Was zunächst sehr theoretisch klingt, präsentiert sich für die Besucher der nature.tec – Fachschau Bioökonomie in Halle 5.2a ganz praktisch anhand zahlreicher Exponate. Beim Gang durch die Halle wird schnell deutlich, was sich hinter dem von Politik und Wirtschaft momentan stark beachteten Begriff der Bioökonomie, also der „biobasierten Wirtschaft“, verbirgt und wie stark Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen bereits Teil des täglichen Lebens sind.

So zeigt der Bioökonomierat auf seinem Stand insgesamt 34 Produkte, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sind. Unter anderem ein Fahrrad, das zu großen Teilen aus Holz besteht. Daneben gibt es einen Autoreifen zu bestaunen, der aus Löwenzahn hergestellt wurde. Ein Kleid aus Milch, Eis von der Lupine oder verschiedene Produkte aus Biokunststoffen runden die Palette ab.

Der Gemeinschaftstand der Fraunhofer Gesellschaft befasst sich unter anderem mit der Verwendung von Naturfasern im Automobilbau und neuen Verfahren für die Herstellung von Bio-Plastik, die es ermöglichen, diese Produkte zukünftig verstärkt auch für Lebensmittelverpackungen einzusetzen. Die Bedeutung dieses Themas wird deutlich, wenn man sich vor Augen hält, dass in Deutschland jährlich fast drei Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen entsorgt werden, davon aber nicht einmal die Hälfte wiederverwertet wird.

Ein Sektor, in dem nachwachsende Rohstoffe seit Jahrhunderten bereits eine große Rolle spielen, ist der Baubereich. Am Stand der Wanderausstellung „BAUnatour“ können die Besucher der Internationalen Grünen Woche erleben, wie alte Werkstoffe wie zum Beispiel Stroh, beim modernen Hausbau zum Einsatz kommen. Wer Politikern einmal bei der Arbeit zusehen möchte, bekommt dazu am Stand der BAUnatour die Gelegenheit. Im Verlauf der zehntägigen Messe werden zahlreiche Landwirtschaftsmister aus verschiedenen Bundesländern und Spitzenpolitiker aller Parteien beim Bau einer Strohwand Hand anlegen.

Bioenergie ist neben der stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe ein weiterer Pfeiler der biobasierten Wirtschaft. Heizen mit Holz, Biogas und Biokraftstoffe tragen bereits seit Jahren dazu bei, die Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Energieträgern zu reduzieren. Welches Potenzial Bioenergie besitzt und welche Maßnahmen ergriffen werden, damit diese Energie auch umweltverträglich und nachhaltig produziert wird, zeigen mehrere Verbände in einem eigenen Schwerpunktbereich.

Die nature.tec – Fachschau Bioökonomie im Rahmen der Internationale Grünen Woche in Halle 5.2a ist noch bis zum 25. Januar 2015 für Besucher geöffnet.

Die Fachschau nature.tec wird 2015 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) dem Bundesverband BioEnergie e. V. (BBE), dem Deutschen Bauernverband e. V. (DBV) und der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) getragen und von der Messe Berlin unterstützt. Detaillierte Informationen und Impressionen von der diesjährigen nature.tec hält die Internetseite www.naturetec-igw.de oder tagesaktuell der Twitter-Account der Fachschau @naturetec bereit.

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