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Wann lohnt sich eine Reisegepäckversicherung?

Wann lohnt sich eine Reisegepäckversicherung?

Sicherlich ist eine Reisegepäckversicherung nicht die wichtigste Versicherung fürs Ausland. Aber in einigen Fällen kann es dennoch ratsam sein, sein Gepäck abzusichern. In Versicherungspaketen ist dieser Schutz oft für kleines Geld mit eingeschlossen.

Was viele Urlauber wissen: Ohne eine Reisekrankenversicherung sollte niemand verreisen, denn eine Krankenhausbehandlung im Ausland kann schnell den eigenen finanziellen Rahmen sprengen. Und bei teuren Reisen lohnt sich außerdem eine Reiserücktrittsversicherung. Aber wie wichtig ist eine Reisegepäckversicherung und wann ist sie sinnvoll?

Reisegepäckversicherung spart Ärger
Zwar ist der finanzielle Schaden nicht existenzbedrohend, wenn Gepäck auf Reisen beschädigt wird oder verloren geht – ärgerlich ist es allemal, nicht nur wenn Wertgegenstände betroffen sind. Manchmal ist Reisegepäck über das Transportunternehmen versichert. Wer mit dem Fernbus, dem Schiff oder mit Flugzeug reist, kann sich mit einer Reisegepäckversicherung trotzdem Ärger und Kosten ersparen.

Beschränkter Schutz über Hausratversicherung
Über eine Hausratversicherung ist Reisegepäck zumindest geschützt, wenn im Hotelzimmer oder in der Ferienwohnung eingebrochen wird.
Anders sieht es allerdings in einer Schiffskabine oder dem Gepäckraum eines Reisebusses aus. Dafür lohnt sich tatsächlich eine Reisegepäckversicherung, denn die Hausratpolice kommt in diesen Fällen nicht für einen Schaden auf. Reedereien und Busunternehmen können selten haftbar gemacht werden. Die Reisegepäckversicherung zahlt dagegen auch, wenn Koffer oder Taschen aus der Kabine oder dem Gepäckraum gestohlen werden.

Fluggesellschaften für Gepäck verantwortlich
Fluggesellschaften sind zwar für das Gepäck der Reisenden verantwortlich und auch zum Schadenersatz verpflichtet – allerdings nur begrenzt. Außerdem kann es im Schadenfall häufig einfacher sein, die Rechnung bei einem deutschen Versicherer einzureichen, als sich mit einer internationalen Fluggesellschaft auseinanderzusetzen.

Schutz gegen Verlust und Beschädigung
Versichert sind bei einer Reisegepäckversicherung in der Regel alle Dinge des persönlichen Reisebedarfs, dazu gehören Kleidung, Ausrüstungsgegenstände und Souvenirs. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Gepäck selbst transportiert oder zum Transport aufgegeben wird. Das gesamte Gepäck ist gegen Verlust oder Beschädigung versichert, zum Beispiel bei Raub, Einbruchdiebstahl, Unfällen, Feuer oder Sturm. Kommen die Koffer verspätet am Urlaubsort an, werden teilweise auch die Kosten für notwendige Neuanschaffungen erstattet. Dran denken: Die Versicherung braucht einen Nachweis dazu, zum Beispiel von der örtlichen Polizei.

Vorsicht bleibt Diebstahlschutz Nummer Eins
Dennoch sollten Reisende immer gut auf ihre persönlichen Gegenstände achten, damit Versicherungsschutz besteht: Wertgegenstände wie Schmuck oder Fotoapparate, Tablets etc. sind zum Beispiel nur als Handgepäck versichert, nicht aber im Gepäckabteil. Außerdem muss Schmuck am Urlaubsort entweder am Körper getragen oder verschlossen aufbewahrt werden, das heißt im Hotelsafe. Vorsicht bei Gepäck im Auto: Bei einigen Versicherern ist Diebstahl zwar mitversichert, in der Regel aber nur tagsüber oder nur bei einem kurzen Zwischenstopp an der Raststätte. Wertgegenstände sind meist ausgenommen, deshalb ist es immer besser, kein wertvolles Gepäck im Auto zurückzulassen. Ersetzt wird von der Versicherung jeweils der Zeitwert der Gegenstände – bis zur vereinbarten Versicherungssumme. Nicht versicherbar sind in der Regel Zahlungsmittel, Reisetickets oder Wertpapiere.

Versicherung im Paket kann sich lohnen
Wer Schmuck oder elektronische Geräte auf Reisen besonders schützen will und sich nicht auf die Haftung eines Dritten verlassen will, für den ist eine Reisegepäckversicherung durchaus empfehlenswert. Wer für seine größere Reise ohnehin eine Reiserücktritts- und Reisekrankenversicherung abschließen will, kann überlegen, ob sich ein kleines Versicherungspaket lohnt, das auch eine Reisegepäckversicherung pauschal mit einschließt. Meist sind diese Angebote günstiger als einzelne Versicherungsbausteine.

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„Regeln im Supermarkt“ – Verbraucherinformation der D.A.S. Rechtsschutzversicherung

Was ist beim Einkauf erlaubt, was ist verboten?

"Regeln im Supermarkt" - Verbraucherinformation der D.A.S. Rechtsschutzversicherung

Obst vor dem Kauf probieren – Erlaubt oder Diebstahl?

Darf ich die Weintrauben probieren, bevor ich sie kaufe? Muss ich die Ware bezahlen, wenn sie mir vor der Kasse herunterfällt und kaputt geht? Ein Einkauf im Supermarkt kann durchaus einige Fragen aufwerfen. Was gilt zum Beispiel für Magazine: Ist (Probe)-Lesen erlaubt? Und wer haftet, wenn sich der Käufer an kaputter Ware verletzt? Die D.A.S. Rechtsexpertin gibt Antworten für den Alltag.

Probieren erlaubt?

Die meisten Kunden eines Supermarktes denken beim Einkauf in erster Linie an ihre Einkaufsliste und weniger an die rechtlichen Hintergründe. Doch spätestens an der Obst- und Gemüsetheke tauchen die ersten Unklarheiten auf. Denn hier greifen viele Kunden gerne zu und probieren beispielsweise von den Weintrauben – schließlich darf der Kunde die Ware doch prüfen, oder? „Generell gilt: Bis der Kunde an der Kasse seinen Einkauf bezahlt, gehört die Ware im Einkaufswagen dem Händler“, erläutert Michaela Zientek, Expertin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung. Das bedeutet: „Eine Ware anzufassen, ist erlaubt, beispielsweise um bei einer losen Tomate zu prüfen, ob sie matschig ist. Doch eine Traube oder Beere zu essen, ist rein rechtlich ein Diebstahl – früher sprach man von „Mundraub““, so die D.A.S. Rechtsexpertin. Das gilt auch für die Gummibärchentüte, aus der der Nachwuchs schon vor der Kasse naschen will. Und wer am Zeitschriftenständer ein paar Magazine durchblättert, sollte daran denken, dass sich eine Zeitschrift mit Eselsohren schlecht verkaufen lässt. Der Händler darf das Durchblättern sogar per Hinweisschild untersagen. „Allerdings sind die meisten Händler in solchen Fällen kulant“, beruhigt die Juristin der D.A.S. „Denn sie gehen davon aus, dass der Kunde die angebrochene Ware auch kaufen möchte.“ Um sicher zu gehen, sollten Kunden jedoch einen Mitarbeiter um Erlaubnis fragen, bevor sie etwas probieren möchten.

Beschädigte Ware gegen neue Ware?

Besonders am Samstagvormittag sind die Einkaufswagen in den Supermärkten oft randvoll mit Fleisch, Obst, Gemüse und was sonst noch so alles für das Wochenende notwendig ist. Da kann es schon passieren, dass eine große Ketchup-Flasche ungünstig auf einem Joghurt-Becher landet und den Deckel einreißt. Was tun? Den kaputten Becher gegen einen neuen eintauschen? Dazu die D.A.S. Expertin: „Generell haften Kunden eines Geschäftes für die Ware, die sie vor dem Kauf beschädigen. Meistens drücken die Händler bei kleinen Schäden aber ein Auge zu und tauschen die kaputte Ware gegen eine neue aus. Ansonsten muss der Kunde zahlen.“ Das gilt auch für das Öffnen von Verpackungen, um zum Beispiel an dem darin verpackten Parfüm zu schnuppern. Im schlimmsten Fall bekommt die edle Schachtel dabei einen Riss oder kann nicht mehr verschlossen werden. Der Händler kann hier auf den Kauf der Ware bestehen.

Verletzt im Supermarkt?

Auch beim Einkaufen können Unfälle passieren. Ein Kleinkind brachte zum Beispiel beim Besuch eines Modegeschäftes in Begleitung seiner Eltern einen nicht kippsicheren Warenständer zu Fall. Dabei verletzte sich das Kind schwer am Auge. Das Gericht verurteilte den Händler zu Schadenersatz und Schmerzensgeld (OLG Hamm, Az. 6 U 186/13), da er seine Verkehrssicherungspflicht verletzt hatte. Er hätte den Ständer so befestigen müssen, dass er nicht umfallen konnte. Um der Verkehrssicherungspflicht zu genügen, müssen Händler grundsätzlich zum Beispiel auch dafür sorgen, dass der Boden im Geschäft keine Rutschgefahr darstellt. Abgewiesen wurde die Klage einer Kundin, die sich an einer kaputten Flasche verletzte, als sie die Ware aus einer Flaschenpyramide zog. Diese Gefahr gehört zum allgemeinen Lebensrisiko, urteilte das Amtsgericht München (Az. 283 C 2822/12). Der rechtliche Hintergrund: Die Verkehrssicherungspflicht des Ladeninhabers bezieht sich nicht auf Gefahren, die dieser selbst gar nicht als solche erkennen kann. Er muss also nur übliche oder offensichtliche Gefahrenquellen absichern. Der Gesetzgeber verlangt nicht, dass er seine Kunden vor jeglichen auch nur entfernt möglichen Schäden bewahrt.
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Kurzfassung:

Regeln und Pflichten im Supermarkt

Hinweise für den Einkauf von Michaela Zientek, Rechtsexpertin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung

– Generell gilt: Bis der Kunde an der Kasse seinen Einkauf bezahlt, gehört die Ware im Einkaufswagen dem Händler.

– Das Probieren von Lebensmitteln entspricht aus rechtlicher Sicht einem Diebstahl.

– Für die Beschädigung einer Ware haftet der Kunde – das gilt auch für einen kaputten Joghurt-Becher.

– Wer sich im Supermarkt verletzt, kann nicht immer den Händler dafür verantwortlich machen.
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