Schlagwort: 5-satz

Wie komme ich mit meinen Themen in die Medien?

Ein kleiner Leitfaden in 3 Schritten

Wie komme ich mit meinen Themen in die Medien?

Katharina Gerlach, Journalistin, Moderatorin, Redakteurin

Aktive Öffentlichkeitsarbeit bedeutet, die Journalisten zu kontaktieren, die für Ihre Themen Interesse haben könnten. Journalisten brauchen Ansprechpartner (auch für das sogenannte Weiterdrehen von Themen). Melden Sie sich!

Schritt 1: Finden Sie heraus, welches Medium Sie ansprechen können, um auf Interesse zu stoßen.
Was ist für Journalisten überhaupt eine Nachricht? Um eine Mitteilung zu einer Nachricht zu machen, muss sie zwingend aktuell und neu sein. Sie hat Relevanz für die Zielgruppe des Journalisten, löst etwas aus (Folgenschwere), findet nicht am anderen Ende der Welt statt (der berühmte Sack in China), löst Gefühle aus und hat, wenn möglich, auch noch öffentliche Bedeutung.
Was davon trifft auf Ihre Nachricht / Botschaft zu, die Sie gern veröffentlichen würden? Oder wie können Sie Ihre Mitteilung dahin umändern? Welcher Journalist könnte sich dafür interessieren, weil sein Medium Ihre Zielgruppe anspricht?
Der Journalist ist der Vermittler für eine spezielle Zielgruppe – die Zeitungen, Zeitschriften, Radiosender und Fernsehsendungen sind unterschiedlich ausgerichtet.

Schritt 2: Begleiten Sie aufmerksam die aktuelle Themenlage in Ihrem Umfeld – regional und auch gesamtgesellschaftlich. Wo könnte Ihr Thema von Interesse sein? Oft suchen die Redaktionen weitere Anlässe, um ein Thema „weiterzudrehen“. Könnten Sie der richtige Ansprechpartner sein? Es loht sich, mit mehreren Beschäftigten wöchentlich ein Treffen zur Pressedurchsicht durchzuführen, denn jeder hat seine eigene Erlebniswelt und kann aus seinem speziellen Blickwinkel etwas dazu beitragen. Können Sie sich an Diskussionen beteiligen? Passt Ihr Produkt oder Ihre Art der Unternehmensführung etc zu den Themen, die gerade in der Presse besprochen werden?

Schritt 3: Finden Sie heraus, wie Sie Ihr Thema vermitteln. Botschaften und Interviews haben immer zwei Ebenen: die der Fakten und die der Emotionen, anders gesagt: das WAS und das WIE. Sie müssen auf beiden Ebenen überzeugen. Es hilft, sich hier eine Strategie zu überlegen, das Thema von allen Seiten anzusehen und die Perspektive der Zielgruppe einzunehmen. Was kann ihr am wichtigsten sein? Nutzt das Wissen / das Produkt der Zielgruppe? Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche. Entwickeln Sie ihre Kernbotschaften und verzichten Sie auf alles, was davon ablenken könnte.

Schritt 4: Bereiten Sie sich auf das Interview vor. Ein Interview ist ein Dialog zweier Personen mit dem definierten Zweck der Veröffentlichung. Die Rollenverteilung ist klar: eine Person fragt, die andere antwortet. Beide Personen sind sich darüber einig und nehmen in ihrem Dialog vorweg, dass das (nicht- anwesende) Publikum, die Leserin oder der Zuschauer der eigentliche Adressat der beim Interview produzierten Aussagen ist. Die besten Interviews sind die, in die man gut vorbereitet geht und die sich wie eine normale Unterhaltung anhören. So kommt man authentisch und glaubwürdig herüber. Sie können in den drei, vier Minuten nicht alles unterbringen, was Sie zu dem (Ihrem) Thema wissen. Deshalb beschränken Sie sich auf die Kernbotschaften. Beziehen Sie Stellung, mit verwaschenen Aussagen kann keiner etwas anfangen.

PROFIL Katharina Gerlach
Moderation. Beratung. Öffentlichkeitsarbeit.
26 Jahre Erfahrung bei Radiostationen als Moderatorin und Redakteurin
Erfahrung als Fernseh-Autorin und Zeitungs-Autorin
Moderatorin von Events und Workshops
7 Jahre Erfahrung als selbständige Beraterin, Kommunikations-Trainerin, Medien-und Interviewtrainerin
Kompetenz: Kommunikation.
Teil eines Netzwerkes aus Journalisten, Produzenten, Kameraleuten, Cuttern, Trainern und Moderatoren.

Kontakt
Katharina Gerlach
katharina Gerlach
Kattfußstr.46
13593 Berlin
0173 6259754
info@katharina-gerlach.de
http://www.katharina-gerlach.de

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Geschichten erzählen, um unvergesslich zu bleiben

Geschichten erzählen, um unvergesslich zu bleiben

Katharina Gerlach, Journalistin, Moderatorin, Redakteurin

Die Gehirnforschung beweist, dass unser Gedächtnis Geschichten besser speichern kann als nüchterne Fakten. Wenn diese Erkenntnisse auch bei der Präsentation und in Interviews beachtet werden, haben alle etwas davon: der Redner kann seine Botschaften nachhaltig an sein Publikum vermitteln, und die Zuhörer können die Geschichten weiter erzählen. Damit haben sie einen doppelten Gewinn, denn wir alle lieben Geschichten und sind gern auch Geschichtenerzähler. Dass dadurch die Botschaften des Redners weiter verbreitet werden, ist durchaus gewollt. Im Marketing ist Mundpropaganda ein hohes Gut!
Wie finden wir nun gute Geschichten? Da steht am Anfang immer die Frage, was und wem wir es erzählen wollen. Welche Botschaft soll welcher Zielgruppe erzählt werden? Und wie erkennen wir, wen welche Geschichte anspricht und interessiert?

Derzeit ist die Bedürfnispyramide des amerikanischen Psychologen Arthur Maslow wieder ein Stichwortgeber. Er hat herausgefunden, dass die Grundbedürfnisse Wasser, Luft, Nahrung, Wärme und Erholung/Schlaf unsere Basis bilden. Wenn wir diese Grundbedürfnisse zu 70% befriedigt haben, können wir uns der nächsten dringenden Stufe zuwenden und dafür sorgen, dass wir uns vor Gefahren schützen, eine Unterkunft haben, gewisse Rituale oder Regen aufstellen, um den Alltag zu erleichtern. Diese Grundbedürfnisse interessieren ausnahmslos alle Menschen, in diesem Bereich können Sie frei Ihre Geschichten wählen, ohne Langeweile zu verbreiten, denn jeder von uns ist an den Grundbedürfnissen interessiert. Ist Stufe zwei (zu 70%) erreicht, drängt es uns nach Liebe, Kommunikation, Gemeinsamkeit, Sexualität. Diese Bedürfnispyramide wird übrigens in dem Film Cast Away (Verschollen) mit Tom Hanks wunderbar dargestellt. Chuck Noland, der als einziger Überlebender auf einer Insel zunächst Nahrung, Wasser und Sicherheit braucht, wird erst dann schier verrückt vor Einsamkeit, als er diese Grundbedürfnisse befriedigt hat. Dann aber wird die Sehnsucht nach anderen Menschen so groß, dass er sein Leben auf´s Spiel setzt, um der Einsamkeit zu entkommen.
Das ist eine gute Geschichte – um die Bedürfnispyramide zu erklären.

Nun muss es nicht unbedingt einen erfolgreichen Film geben, den Sie für sich nutzen können, aber Sie können die Images und gesellschaftlich anerkannten Werte verschiedener Menschen, Produkte, Städte nutzen. Hauptsache, Ihre Zielgruppe kennt Ihr Beispiel und hat eine ähnliche Bewertung dafür. Wir spielen hier auch mit Märchen, mit bekannten Romanfiguren, mit kollektiven Erlebnissen wie dem Fußballmärchen etc. Finden Sie Geschichten, die zu Ihnen und Ihrer Botschaft passen.

Noch ein Tipp: bleiben Sie kurz und prägnant. Nach dem Motto KISS (keep it short and simple) können Sie auch kurze Geschichten innerhalb eines Interviews anbringen. Damit sie weiter getragen wird und mit Ihnen in Verbindung gebracht wird.

PROFIL Katharina Gerlach
Moderation. Beratung. Öffentlichkeitsarbeit.
26 Jahre Erfahrung bei Radiostationen als Moderatorin und Redakteurin
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Kompetenz: Kommunikation.
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Die 5 Satz Technik – ein gedanklicher Bauplan, der in 5 Schritten überzeugt.

Aller guten Dinge sind drei, sagt man – aber der Fünfsatz ist noch besser.

Die 5 Satz Technik -  ein gedanklicher Bauplan, der in 5 Schritten überzeugt.

Katharina Gerlach

Die Vorteile der Argumentation in 5 Denkschritten: Sie sprechen kurz – logisch und nachvollziehbar – einprägsam und zielgerichtet – mit präzisen Kernaussagen , die Sie sich im Vorfeld zurechtlegen können. Damit haben Sie eine Struktur für Ihre zielgerichtete Argumentation.
Die Beschränkung auf fünf Sätze verlangt Konzentration, Sie zeigen dadurch, dass Sie wissen, was Sie sagen wollen. „Rum-eiern“ geht mit dem 5-Satz nicht, Sie zeigen Profil. Das zeigt sich auch in Wortwahl und Satzbau. Zum einen gilt es, anschaulich und genau zu formulieren. Auf diese Weise wird der Fünfsatz prägnant. Auf der anderen Seite geht es darum, eine Argumentations-Struktur zu planen, so verzetteln Sie sich nicht. Eine Aufzählung von vielen Argumenten bewirkt nicht mehr, sondern weniger. Mit dem 5-Satz suchen Sie sich genau drei heraus – das sollten die drei stärksten für die Zielgruppe sein.

Sie beginnen mit der Einführung. Dieser Satz führt Ihre(n) Zuhörer in das Thema. Dann folgt der Mittelteil, in dem Sie Ihre Stellungnahme in 3 Sätzen klar machen können.
Wenn Sie Stellung beziehen wollen:
Satz 1,Einführung
Satz 2, Argument 1
Satz 3, Argument 2
Satz 4, Argument 3
Satz 5, Appell, Schlussfolgerung

Satz 1 führt zum Thema,Satz 2 bis 4 stellt die Sachlage kurz, prägnant und eindrücklich dar. Wenn die Argumente schlüssig sind, wird es keine Nachfragen oder Zweifel geben, zumal der Satz 5 die Argumente zusammenführt in eine Kernaussage – hier sagen Sie Ihren wichtigsten Satz, den Sie gut vorbereitet haben.

Sie können auch verschiedene Seiten im 5-Satz gegeneinander stellen:
Satz 1,Einführung
Satz 2, Argument pro
Satz 3, Argument contra
Satz 4, Argument Schlussfolgerung pro oder contra
Satz 5, Appell

Die 5-Satz-Technik ist in unterschiedlichsten Situationen anwendbar, auch in grösserem Maßstab als Redegerüst. Cicero hat diese Technik der guten Rede erfunden und riet zu diesen fünf Schritten der Vorbereitung:
1. Argumente finden
2. Argumente für Rede / Vortrag gliedern
3. Rede / Vortrag sprachlich gestalten
4. Rede / Vortrag auswendig lernen
5. Rede / Vortrag halten

Die 5 Satz Technik – ein gedanklicher Bauplan, der in 5 Schritten überzeugt.

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